seriesly AWESOME https://www.serieslyawesome.tv sAWE.tv - Das Zuhause Deiner Lieblingsserien! Sun, 17 Feb 2019 18:40:01 +0000 de-DE hourly 1 https://www.serieslyawesome.tv/wp-content/uploads/2017/10/cropped-Unbenannt-1-1-45x45.jpg seriesly AWESOME https://www.serieslyawesome.tv 32 32 49589509 Wer MATRJOSCHKA schaut, mag auch… https://www.serieslyawesome.tv/wer-matrjoschka-schaut-mag-auch/ https://www.serieslyawesome.tv/wer-matrjoschka-schaut-mag-auch/#comments Sun, 17 Feb 2019 17:10:56 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=95052 [...]]]>
Warum nicht mal ein Doppelfeature? Das Review zu „Matrjoschka“ habt ihr vor wenigen Stunden auf unserer Seite bereits gefunden. Für alle, die es nicht abwarten können bis die Netflix Serie in die zweite Staffel startet, hier der Service-Artikel mit Alternativen, welche den Schmerz über das Ende von der ersten Staffel „Matrjoschka“ etwas lindern sollten.

Orange Is The New Black

Nadja, gespielt von Natasha Lyonne, sollte jedem Netflix Abonnenten von „Orange Is The New Black“ bekannt sein. Und man muss dabei festhalten, dass der Charakter Nadja sich von Nicky aus OITNB kaum unterscheidet. Weshalb alle, die auch an „Matrjoschka“ Spaß haben und den Charakter Nadja mögen, auch an dem Gefängnis Dramedy sich erfreuen können sollten.

Search Party

Eine starke Frau in der Hauptrolle, die ihr Päckchen tragen muss und es nicht ganz leicht im Leben hat? Einen derartigen Charakter findet ihr auch in „Search Party“. Die Serie ist eine 50/50 Dramedy Serie, wohingegen „Matrjoschka“ sich eher so 75/25 bei Drama zu Comedy verortet, aber ich bin mir sicher, dass „Search Party“ auch etwas für „Matrjoschka“ Fans ist. Mehr zu Serie findet ihr in unserem Serien-Tipp.

Fleabag

Den ersten Satz unter „Search Party“ trifft wohl auch bei „Fleabag“ zu. Hier ist alles noch obsuker oder besser gesagt, die Serie legt den Finger stärker auf den Alltag und den Wahnsinn in unserer heutigen Welt.

11.22.63

Ihr habt „Matrjoschka“ wegen den Zeitsprünge und der Mystery geschaut? Dann ist vielleicht die HBO Serie mit James Franco etwas. Darin geht es auch um Zeitsprünge, Wiederholungen und dem Versuch, den Mord an John F. Kennedy zu verhindern. Ein Review dazu hätten wir hier im Angebot.

Black Mirror

Und falls euch „11.22.63“ zu wenig abgedreht und zu wenig mystisch sein sollte, dann bleibt euch wohl oder übel nichts übrig als euch mit „Black Mirror“ auseinander zu setzen.

Kinofilme

Tatsächlich ist das Thema Zeitschleife ein sehr populäres Thema innerhalb des Kinofilms. Deswegen möchte ich die bekanntesten Filme in diesem Genre nicht unerwähnt lassen. Das große Vorbild für alles zu diesem Thema ist „…und täglich grüßt das Murmeltier“ aus dem Jahr 1993. Auf eine unterhaltsame und lustige Weise wird die Zeitschleife benutzt, den mürrischen Wettermoderator gespielt von Bill Murray zu einem besseren Menschen zu machen.

Wer mehr auf den morbiden Charakter der Serie „Matrjoschka“ abzielt, der wird mit „Happy Deathday“ (2017) und dem kürzlich veröffentlichten Sequel „Happy Deathday 2U“ (2019) glücklich werden; ein Review zum Sequel gibts von Maik auf langweiledich.net

Wer sich nach mehr Mystery sehnt, dem empfehle ich „Butterfly Effect“ aus dem Jahr 2004.

Science Fiction und Action mit Zeitschleife? Dann solltet ihr „Edge of Tomorrow – Live. Die. Repeat“ (2014) schauen.

Ansonsten sind noch „Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie“ aus dem Jahr 2017 zu nennen, „Looper“ (2012) oder „Déjà Vu – Wettlauf gegen die Zeit“ (2006). Und es gibt sicherlich noch viele weitere Filme; falls ihr so einen kennt, dann gerne in den Kommentaren nennen.

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Wenn YOU eine Romantic-Comedy wäre… https://www.serieslyawesome.tv/wenn-you-eine-romantic-comedy-waere/ https://www.serieslyawesome.tv/wenn-you-eine-romantic-comedy-waere/#respond Sun, 17 Feb 2019 14:07:22 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=95079 [...]]]>

Der „richtige“ Schnitt macht alles. Das haben wir erst kürzlich gesehen, als uns die volle Ladung „you“ aus der ersten Episode „YOU“ entgegen schwallte. Und nun wurde die Thriller-Psycho-Stalker-Serie mal eben mit ein paar geschickten Schnitten zu einer Romantic Comedy umgewandelt, die die Liebesgeschichte zwischen Ethan und Bryce erzählt.

„You know what they say… When you know, you know!“

Aber natürlich nur für dieses eine Video. Also lasst euch nicht täuschen.

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Review: Matrjoschka Staffel 1 https://www.serieslyawesome.tv/review-matrjoschka-staffel-1/ https://www.serieslyawesome.tv/review-matrjoschka-staffel-1/#comments Sun, 17 Feb 2019 10:44:13 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=95048 [...]]]>
Wenn man in einer Lebenssituation steckt, in welcher man wenig Zeit hat etwas am Stück zu schauen, dann ist eine Serie grundsätzlich eine gute Idee. Wenn diese Serie auch noch in gut zu verdauenden 30 Minuten Häppchen serviert wird, dann schafft das auch der Workoholic auf der Fahrt morgens zur Arbeit oder jemand wie ich, neben dem Wechseln von Windeln und dem Herumtragen des neuen Lebens.

„Matrjoschka“ ist genauso eine leicht zu konsumierende Serie, nur 8 Folgen mit je 30 Minuten . Die Story erlaubt dies, da es wenig Nebenschauplätze gibt und es sich um lediglich zwei Protagonisten dreht. Mich hat „Matrjoschka“ sofort in den Bann gezogen – nicht nur weil Netflix mir es quasi aufgedrückt hat; sondern, weil es im typischen „…und täglich Grüßt das Murmeltiert“-Setup produziert wurde. Unsere Protagonisten erleben den gleichen Tag (oder Tage) immer (und immer) wieder und wachen, sobald sie sterben, am gleichen Ort und zur gleichen Zeit wieder auf. In dem Sinne kann die Serie mich eigentlich fast nur enttäuschen, denn ich liebe den Bill Murray Film und alles, was diese Idee kopiert, muss sich damit messen lassen. Und um es Vorweg zu nehmen, Fans von „…und täglich Grüßt das Murmeltier“ werden von „Matrjoschka“ nicht enttäuscht.

100% New York

Was zuerst auffällt ist der New York Way of Life. Unsere Hauptdarstellerin Natasha Lyonne, in der Serie Nadja genannt, hat den wohl „New Yorkischsten“-Schnabel den man sich nur vorstellen kann. Alles kommentiert sie und garniert es mit leichter bis starker Ironie und ist generell extrem schlagfertig. Die Art und Weise der Dialoge erinnert an andere Filme und Serien aus und um New York, beispielsweise Smoke mit Harvey Keitel. Ich kann mir vorstellen, dass diese Art der Dialoge nicht nur Freude auslöst, sondern für den ein oder anderen anstrengend sein könnte; denn ehrlicherweise kann sich kaum vorstellen, dass ein Mensch wirklich so spricht – also 24/7. Also wenn euch das bereits nach der ersten Folge nervt, lasst es besser mit „Matrjoschka“.

Mit dem Slang ist es aber nicht getan; die Party, auf welcher Nadja immer wieder aufwacht, ist auch etwas, was man sich so nur in New York vorstellen kann. Ein extrem stylisches und riesiges Appartment (woher haben die immer das Geld?) mit lauter coolen Partygästen aller Couleur, Geschäftsleute, Künstler, Schwule, Lesben; man findet einfach jeden Typ Mensch auf dieser Party. Und auch der kleine Laden, in welchem sich Nadja ihre Zigaretten kauft, passt in dieses New Yorker Setup denn dort kennt man sich – auch wenn man sich nicht kennt..

Bei der Gelegenheit möchte ich noch erwähnen, dass die Serie im Original durch die rauchige Stimme von Natasha Lyonne eine ganz andere Wirkung hat. Und das sage ich als jemand, der durchaus sehr gerne – meistens aus Faulheit – synchronisierte Versionen schaue.

Das Zeitsprungphänomen

Direkt am Anfang sieht man wie Nadja im Badezimmer ihrer Freundin steht und ein blaues Etwas in der Tür steckt. Später stellt sich heraus, dass dies offenbar der Riss in der Zeit sein soll? Das hätte man sich sparen können; in einem Badezimmer, in welchem der Türgriff eine Pistole ist, fällt dieses blaue Etwas überhaupt nicht auf. Ich habe es nicht einmal in Frage gestellt, ich dachte ok, seltsame Badezimmerausstattung. Hier wollte man offenbar etwas unterstreichen was man gar nicht hätte unterstreichen müssen.

Abseits dessen hält sich die Serie Gott sei Dank nicht mir irgendwelchen Erklärungen à la Star Trek auf; die Zeitsprünge passieren einfach und dafür könnte verschiedene Gründe geben, warum die beiden immer wieder zurückgesetzt werden. Stattdessen nimmt sich die Serie lieber Zeit, die Art und Weise wie die beiden immer wieder sterben, auf eine kreative Art und Weise jedes Mal neu zu erdenken. Das Murmeltier-Gefühl bedient die Serie durch den immer wiederkehrenden Musiktrack auf Nadjas Party. Funfact: Ich bekomme den Ohrwurm seit einer Woche nicht mehr aus dem Kopf ;)

Ohrwurm? Gern geschehen!

Zwei verlorene Seelen

Kern der Serie ist oder besser gesagt sind die zwei gebrochenen Charaktere, welche das Pech oder auch Glück haben, ständig den/die gleichen Tag(e) erneut zu durchleben. Diese Einsicht, dass beide etwas ändern müssen; egal ob mit oder ohne Zeitsprünge; ist die schöne melancholische Botschaft der Serie. Nadja, die sich nicht binden kann, da sie durch ihre Kindheit mit der verrückten Mutter zu sehr verletzt wurde und Alan, der Angst hat aus Bekanntem auszubrechen, alles richtig machen will und dabei vergisst zu leben. Zwei mehr oder wenig typische Probleme unserer heutigen Welt. Wobei ich nicht sagen will, dass die Serie als Ziel hat den Zuschauer zu belehren oder zu therapieren – dafür sind die Geschichten der beiden dann doch zu speziell. Der Weg die Charaktere kennen zu lernen, das ist die Stärke der Serie und lässt die Zeitsprünge teilweise sogar vergessen.

Kritisch muss man anmerken, dass nicht alles wichtig ist und Sinn macht. Die Rolle des Obdachlosen im Park wird mir beispielsweise nicht klar, denn die Serie tut so, als ob mehr hinter ihm steckt. Ebenfalls etwas schwach ist die Element der Geschichte, in welcher Nadja das Zeitsprungphänomen mit ihrer Tätigkeit als Programmierer vergleich und angeht – „man könne es debuggen“. Das ist mir etwas zu simpel und macht mir die mystische Atmosphäre etwas kaputt.

Mit den Spannungselementen, dass auf einmal Gegenstände verschwinden und die beiden am Ende nur noch eine handvoll Menschen in der Stadt vorfinden, heben diese Schwächen wieder auf. Dadurch bekommt die Serie eine Fallhöhe, denn man hat als Zuschauer tatsächlich Angst, dass die beiden – wie bspw. in Inception – in irgendeinem ewigen Gefängnis zwischen Raum und Zeit stecken bleiben und nie wieder heraus kommen.

Versöhnliches Ende

Das Ende hätte meiner Meinung nach etwas bombastischer oder zumindest etwas emotionaler sein können. Versteht mich nicht falsch, es ist schön und versöhnlich und entlässt den Zuschauer mit einem positiven Gefühl. Aber ein kleiner Cliffhanger oder eine Nuance Mystery nach dem Motto, vielleicht ist es doch nicht vorbei? Das hätte gut gepasst und der Serie ein nachhaltigeres Ende gegeben. So werde ich sicherlich nicht sooft an „Matrjoschka“ zurückdenken, was schade ist, denn die Serie ist wohl doch auf mehrere Staffeln angelegt.

Was bleibt ist eine charaktergetriebene und emotionale Geschichte, die definitiv ein Serien-Highlight in diesem Jahr darstellt. Gleichzeitig wird es „Matrjoschka“ meiner Meinung nach aber schwer haben, sich in der qualitativ hochwertigen Serienlandschaft nachhaltig durchzusetzen.

****~ (4/5)

PS: Die Wartezeit auf die zweite Staffel „Matrjoschka“ könnt ihr mit diesen Serien überbrücken.

Bilder: Netflix

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Review: The Conners Staffel 1 https://www.serieslyawesome.tv/review-the-conners-staffel-1-ohne-roseanne/ https://www.serieslyawesome.tv/review-the-conners-staffel-1-ohne-roseanne/#respond Sat, 16 Feb 2019 18:37:29 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=95009 [...]]]>

Aufatmen vor etwa einem halben Jahr bei den vielen „Roseanne“-Fans, die geschockt waren vom plötzlichen Ende der Serie, nachdem das Comeback gerade so gut angelaufen war. Für mich war die Absetzung ja eine zu überzogene Reaktion – auf jeden Fall hielt sich nach dem Ende schnell das Gerücht, dass einfach alle ohne Roseanne Barr weitermachen. Und so kam es – seit Oktober 2018 bekamen wir jede Woche eine neue Folge präsentiert: Amazon Prime hat die Folge relativ schnell nach der US-Veröffentlichung bei uns gezeigt. Elf Folgen sind’s geworden – und die Hoffnung auf eine 2. Staffel lebt.

Hoffnung deswegen, weil mir die Comeback-Staffel wirklich gut gefallen hat. Die große Frage war ja: Würde „The Conners“ auch ohne Mutter Roseanne funktionieren? Schnell war klar: Ja, sie funktioniert. Wir erfahren schnell, dass Roseanne an einer Überdosis von Medikamenten gestorben ist – darum dreht sich im Prinzip die komplette Staffelpremiere. Es gibt wenig zu lachen, der Start funktioniert mehr als Einordnung. Der traditionelle Vorspann kommt praktisch erst zum Ende der Folge – mit der bekannten Melodie und der Kamerafahrt rund um den Küchentisch – und sie bleibt auf dem Platz von Roseanne stehen – nur dass da nicht mehr Roseanne sitzt, sondern – Darlene, allerdings ohne das schallende Lachen ihrer Serienmuter. Ganz klar: Sie ist das neue Familienoberhaupt.

In den nächsten Folgen stellt sich dann aber schnell das echte „Roseanne“-Gefühl ein. Jeder bekommt sein Fett weg, jeder hat weiterhin seine Macken – und es macht Spaß, einfach wieder Teil dieser verrückten Familie zu sein. Wir bekommen wie üblich eine „Halloween“-Folge, die mal wieder ein paar sehr bizarre Kostüme hervorzaubert (Ich liebe Beckys Kostüm Sharknad’O’Connor!). Spätestens dann merkt man, dass auch der Cast seinen Spaß am Spiel und an der Serie (wieder)gefunden hat.

Natürlich gibt’s auch wieder die üblichen Familiendramen. Roseannes Schwester Jackie bekommt mehr Screentime, was vor allem in Kombination mit Jackies neuem Freund Peter ganz gut funktioniert. Der wird übrigens gespielt von Matthew Broderick, bekannt vor allem aus dem Film „Ferris Bueller’s Day Off“. Überhaupt sind die elf Folgen gespickt mit vielen Gaststars: Sarah Chalke, die in „Roseanne“ auch schon einmal Becky gespielt hat, ist weiterhin als Andrea dabei, die ja witziger Becky als Leihmutter gewinnen wollte. Johnny Galecki („The Big Bang Theory“) kehrt in seiner Rolle als David Healy zurück, seine Filmpartnerin Juliette Lewis aus „National Lampoon’s Christmas Vacation“, wo beide noch als Kinder zu sehen waren, spielt jetzt seine neue Serienfreundin. Peter Gallagher („Californication“) spielt Anwalt Brian Foster, Jay R. Ferguson („Twin Peaks“, „Mad Men“) ist Darlenes Chef Ben.

Auch hinter der Kamera geht’s durchaus prominent zu: „Roseanne“-Auto Dave Caplan darf den Piloten schreiben, Fred Savage („The Wonder Years“) sitzt das eine oder andere Mal auf dem Regiestuhl. Insgesamt ein eingespieltes Team, das ebenfalls dafür verantwortlich ist, dass man sich bei „The Conners“ so wohl fühlt. Im Laufe der elf Folgen „groovt“ sich der Cast auch immer mehr ein, von der anfänglichen Zurückhaltung ist am Ende nicht mehr viel zu spüren. Vor allem John Goodman blüht gerade zum Ende hin auf.

Genug Gründe also, um definitiv eine zweite Staffel dranzuhängen. Die Einschaltquoten in den USA sind ein weiteres Argument, praktisch keine Comedyserie war in der vergangenen Season erfolgreicher.

****~ (4/5)
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Review: Star Trek Discovery S02E05 – Die Heiligen der Unvollkommenheit https://www.serieslyawesome.tv/review-star-trek-discovery-s02e05-die-heiligen-der-unvollkommenheit/ https://www.serieslyawesome.tv/review-star-trek-discovery-s02e05-die-heiligen-der-unvollkommenheit/#respond Sat, 16 Feb 2019 10:15:21 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94946 [...]]]> „Star Trek: Discovery“ ist eine kleine Wundertüte. Trotz der übergeordneten Story gibt es viele Nebenschauplätze und unerwartete Ereignisse. In der aktuellen 2. Staffel war ich sehr froh über die letzte Episode „Der Charonspfennig“, obwohl ich zugeben muss, dass diese vielleicht doch nur ein positiver Ausreißer war, denn es ging ja nicht weiter mit der großen Geschichte rund um Spock. Umso mehr habe ich mich auf Folge fünf gefreut und mich gefragt, wie wird Serie den Faden wieder aufnehmen oder ander anders formuliert, wird der Faden überhaupt wieder aufgenommen?

Und direkt zu Beginn der Folge wird klar, ja der Faden wir sogar ganz sprichwörtlich aufgenommen, denn die Episode startet an dem Punkt, an welchen die vorherige aufgehört hat. Michael ist tief traurig über den Verlust von Tilly und parallel holt die Discovery Spocks Shuttle ein (in dem dann aber Spock gar nicht sitzt).

Infolgedessen werden zwei Handlungsstränge gezeigt, eine Hauptgeschichte und eine Nebengeschichte. Primär geht es um Tilly, die man – in guter alter Star Trek Manier – doch noch retten will und kann. Sekundär sehen wir Philippa Georgiou und Sektion 31, welche eine noch unbekannte Rolle in der Geschichte um Spock und die Signale spielen. Ebenfalls taucht als Agent der geheimen Sektion, die interessanterweise jeder kennt(?), Tyler auf. Nach den Ereignissen in der 3. Episode war das irgendwie klar aber freuen tue ich mich darüber nicht. Warm bin ich mit dieser gespaltenen Persönlichkeit nie geworden und außerdem hat Michael etwas besseres verdient als den Mörder des Schiffarztes. Letztendlich wirkt das Element Sektion 31 etwas verloren, vielleicht fügt es sich noch in den kommenden Episoden wenn wir mehr über die Zusammenhänge erfahren.

Kern der Folge ist die Rettungsaktion, um Tilly aus der fremden Dimension zu befreien. Wie die Discovery daraufhin halb in diese „Dimension“ (oder Raum / Zwischenwelt / Netzwerk) springt, erfreut das Herz eines Star Trek Fans. Das Schiff könnte natürlich jede Sekunde zusammenbrechen; gleichzeitig bekommen Jungs von den Special-Effects endlich wieder eine Aufgabe, die sie mit Bravour lösen. Wie die Discovery halb in einer Art Weltraumpfütze häng sieht einfach nur großartig aus! An dieser Stelle muss ich erneut erwähnen wie genial die Effekte, die Inszenierung, das Bühnenbild und die Kamera bei „Star Trek: Discovery“ doch sind. Und nichts davon wird übertrieben wie in dem 2009er Star Trek Film, der sich vor Lensflares und Wackelkamera kaum retten kann.
Aber zurück zur Story: So gut und spannend die Rettungsaktion auch ist, die Macher bedienen sich hier vielleicht etwas zu viel am guten alten Star Trek. Denn auf die Spannungs-Torte wird am Ende eine riesige Glasur an „Kitsch“ gegossen. Dass sie Stamets Freund retten, der ja schon in der ersten Staffel starb, ist etwas zu viel des Guten. Ja, ich verstehe den Grund, denn so ist Tyler nicht mehr wirklich ein Mörder und alle können friedlich zusammen weiterarbeiten, aber musste das sein? Dass Tilly gerettet wird, ist in Ordnung und nachvollziehbar aber Hugh Culber? Auch lustig ist, wie High am Ende ohne Blessuren und wie für ein Fotoshooting aus dem Ei gepellt von den Wesen aus der Zwischenwelt zurückgeschickt auf das Schiff geschickt wird. Denn kurz davor sieht er noch aus wie ein Obdachloser, der zwei russische Winter und mindestens einen Krieg über sich hat ergehen lassen müssen.

Was bleibt ist also eine gute Folge, die es aber leider versäumt Sektion 31 einen sinnvollen Ankerpunkt zu geben; so wirken diese Charaktere eher wie ein Fremdkörper als Teil der Geschichte. Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt auf die kommende Episode und freue mich darauf.

***½~ (3.5/5)

Bilder: Netflix / CBS

Vorherige Folge

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Wir verlosen Comics zu „The Umbrella Academy“ https://www.serieslyawesome.tv/wir-verlosen-comics-zu-the-umbrella-academy/ https://www.serieslyawesome.tv/wir-verlosen-comics-zu-the-umbrella-academy/#respond Sat, 16 Feb 2019 08:49:45 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94932 [...]]]> The Umbrella Academy

Es ist noch früh am Morgen als ein Souvenir-Verkäufer seinen Stand am Fuß des Eiffelturms in Paris herrichtet. Zahlreiche Nachbildungen aus Kunststoff in unterschiedlichen Größen des Pariser Wahrzeichens, sowie Fahnen mit Nationalfarben zieren den Tisch. Gerade als er den Schirm aufspannen will, plumpst eine Leiche vom Himmel und zerstört den kleinen Stand. Kurz darauf rückt die Gendarmerie an, die hilflos mit ansehen muss, wie weitere leblose Körper auf unerklärliche Weise vom Himmel fallen. Da rücken fünf Kinder an, die behaupten, helfen zu können. So beginnt die Comic-Reihe „The Umbrella Academy“, die Netflix gerade als bizarre Serie adaptiert hat.

Die Serie

Die neue Comic-Adaption auf Netflix folgt der Handlung des Comics und erzählt eine außergewöhnliche Familiengeschichte. Erste Bilder hatten wir bereits hier vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen sieben Waisen, die auf unerklärliche Art am selben Tag auf die Welt kommen und von dem wohlhabenden Sir Reginald Hargreeves adoptiert werden. Alle Kinder weisen übernatürliche Fähigkeiten auf. Da ist beispielsweise der große Spaceboy, der halb Mensch und halb Gorilla ist oder schwebende Séance mit telekinetischen Kräften. Pogo, der menschliche Affe oder Vanya, die ausgezeichnete Violinistin und ein Zeitreisender, der im Körper eines 10-jährigen Jungen feststeckt.

Für den Cast konnte man namhafte Schauspieler, wie Ellen Page als Vanya oder Tom Hopper als Spaceboy, gewinnen. Auch Showrunner Steve Blackman ist kein Unbekannter, hat er doch schon an „Legion“ und „Fargo“ gearbeitet. Blackman rückt in der Serie die dysfunktionale Familie in den Fokus und erzählt damit keine konventionelle Superhelden-Geschichte. Dabei bleibt er der Vorlage treu. Selbst für die Darstellung des Affenmenschen Pogo konnte die Firma WETA verpflichtet werden, die bereits für die neuen „Planet der Affen“-Filme realistische Affen am Rechner geschaffen haben.

Der Comic

Die Vorlage stammt von Gerard Way, Frontmann der Band My Chemical Romance, die mit dem Song „The Black Parade“ einen beachtlichen Erfolg feierte. Gezeichnet ist das Ganze vom brasilianischen Comic-Illustrator Gabriel Bá, der mit seinen expressiven Zeichnungen einen zeitlos schönen Comic kreiert hat.

The Umbrella Academy

Die Comic-Reihe erscheint auf Deutsch bei Cross Cult und umfasst drei Bände, die jeweils sechs Kapitel enthalten. Im ersten Band kommen die Geschwister nach langer Zeit wieder zusammen, um ihren Adoptivvater zu Grabe zu tragen. Dabei kommt es zu typischen Familienreibereien und natürlich bahnt sich eine Gefahr an, die das Team zu einer Wiedervereinigung zwingt. Gespickt mit popkulturellen Referenzen, entführt einen der Comic in eine Welt, die einem vertraut, aber doch ganz anders erscheint. Ich bin gespannt, welche Elemente es letztlich in die Serie schaffen.

Wer sich selbst ein Bild vom Comic machen möchte, der hat jetzt die Gelegenheit Band 1 und 2 der in schicken Hardcovern neu erschienenen Ausgaben zu gewinnen.

The Umbrella Academy Cross Cult

Beantwortet dazu einfach folgende Frage bis zum 24.02.2019:

Welches Instrument spielt die von Ellen Page dargestellte Vanya?

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Bilder: Netflix | Cross Cult

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Review: Gotham S05E06 – 13 Stitches https://www.serieslyawesome.tv/review-gotham-s05e06-13-stitches/ https://www.serieslyawesome.tv/review-gotham-s05e06-13-stitches/#respond Fri, 15 Feb 2019 17:17:19 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94920 [...]]]>

Halbzeit. Also, mit dieser Folge. Denn „13 Stitches“ bildet die letzte Episode des ersten Sextetts der ein Dutzend Episoden umfassenden finalen Staffel „Gotham“. Wem da zu viel Mathematik war, sollte Abstand von den Rätseln des Riddlers nehmen, darf aber hier dennoch gerne weiterlesen.

Wollen wir mal direkt mit dem erfrischendsten Element der Woche beginnen: Sia Magpie. Die forsche junge Dame ist als diebische Elster unterwegs und schnappt sich alles, was glitzert und glänzt. Neben der sehr charismatischen Einführung gibt es ein paar schöne akrobatische Tricks und einen immensen Berg gehorteter Schätze zu sehen, der den Drachen Smaug neidisch machen könnte.

„Who. The hell. WAS THAT??!?“ (Penguin)

Zu Beginn der Folge sehen wir eine bildlich sehr schöne aber inhaltlich recht magere Flucht Jims vor Nygma. Komischerweise wiederholt sich das Schema in einer späteren Einstellung. Eduardo nimmt nämlich nicht nur die Polizeiwache, sondern auch Lee in seine Gewalt (physisch wie psychisch). Beim Aufeinendertreffen mit Jim imponiert erneut die schön gestaltete und eingefangene Szenerie und weiß zumindest größtenteils vom manchmal etwas holprigen Schlagabtausch abzulenken.

Dass Eduardo natürlich nur vorerst beinahe-tot ist und noch eine Strange’sche Behandlung erhalten sollte, war abzusehen, dass er so schnell aber eine recht direkt Bane-Darstellung erhält, nicht unbedingt. Ebenso, wie dass (die von „DEXTER-Darstellerin“ Jaime Murra verkörperte) Theresa Walker so zeitig ins Geschehen eingreift.

Dagegen wusste ich direkt bei dem „Ich kann mich an nichts erinnern…“-Statement Lees, dass sie auch einen Chip im Kopf haben dürfte. Wie ein ehemaliger Detective das nicht direkt geahnt hat…? Nur gut, dass sich Jim stets in der Nähe von elektroschockenden Dingen befindet.

Bei Nygmas nettem Bombentrick habe ich die ganze Zeit überlegt, ob der Trick nicht ist, dass die Vögel nur eine Überlebenszeit von X Wochen haben oder so. Dass sie ausgestorben sind, macht für mich dagegen beinahe keinen Sinn, weil es ja ein hypothetisches Szenario war. Man sagt doch auch nicht bei „Wie viel sind 2+4 Dinosaurier“ als Antwort „Die sind ausgestorben, also Null!“.

„You gomers messed with the wrong super genius.“ (Nygma)

Jedenfalls gab es kein *Boom-Boom*, dafür aber kurze Zeit später ein *Bang-Bang“, das mich gleichermaßen positiv überrascht hat in seiner Direktheit, wie es mich traurig stimmte, war das Leben der vielversprechenden Diebin Sia Magpie dann doch viel zu kurz.

„Ouch, indeed.“ (Penguin)

Das beiläufig daher gesagte „say what?“ kurz vor und das „Congratulations“ kurz nach Barbs Baby-Bombe von Harvey war dagegen pures Gold! Interessant fand ich noch, dass „Batboy“ doch recht klar das Kommando des Mini-Squads bei der Durchführung des Plans übernommen hat. Und wie leicht Jerome dann doch Alfred bewältigen konnte.

****~ (4/5)

Allgemein war das eine sehr ansprechende Cinematographie, die uns da geboten wurde (man sehe sich nur alleine das letzte Bild hier an, ein Traum in Schatten und Komposition!). Dazu war das Pacing so gut wie lange nicht mehr und größtenteils haben die Handlungen in puncto Motivation und Entwicklung gepasst. Auch die Balance zwischen ernsten und lockeren Momenten war stimmig. So macht „Gotham“ Spaß und mit die „today is the big day“-Ankündigung von Jerome lässt hoffen, dass es nächste Woche gar noch besser werden könnte!

Ach ja, und hier noch der ganz persönlich für euch herausgesuchte Doppelsoundtrack für diese Folge:

Bilder: FOX

Vorherige Folge

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Trailer zu „LOVE DEATH + ROBOTS“ von David Fincher und Tim Miller https://www.serieslyawesome.tv/trailer-zu-love-death-robots-von-david-fincher-und-tim-miller/ https://www.serieslyawesome.tv/trailer-zu-love-death-robots-von-david-fincher-und-tim-miller/#comments Fri, 15 Feb 2019 15:02:03 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94910 [...]]]>

Nach „House of Cards“ und „Mindhunter“ folgt mit „LOVE DEATH + ROBOTS“ die nächste Netflix-Serie, die von David Fincher mitproduziert wird. Der Regisseur liefert mit der animierten Anthologieserie aber eine weitaus andere Kost als bislang ab, wie der irrsinnige erste Trailer veranschaulicht, der passenderweise am gestrigen Valentinstag veröffentlicht worden ist. Und dann ist auch noch „Deadpool“-Regisseur Tim Miller mit am Start – das könnte unterhaltsam werden!

„Sentient dairy products, werewolf soldiers, robots gone wild, garbage monsters, cyborg bounty hunters, alien spiders and blood-thirsty demons from hell – all converge in eighteen NSFW animated stories. „

Die 18 aus aller Welt stammenden und in unterschiedlichen Stilen, Erzählweisen und Genres gehaltenen Kurzepisoden werden ab 15. März auf Netflix verfügbar sein. Um abschließend noch mehr Vorfreude auf das Projekt zu schüren, hier noch etwas Euphorie von Miller himself:

„Love, Death & Robots is my dream project, it combines my love of animation and amazing stories. Midnight movies, comics, books and magazines of fantastic fiction have inspired me for decades, but they were relegated to the fringe culture of geeks and nerds of which I was a part. I’m so f***ing excited that the creative landscape has finally changed enough for adult-themed animation to become part of a larger cultural conversation.“

Tatsächlich kommen da auch für mich viele interessante Faktoren zusammen. Science Fiction-Setting, Anthologie als sich stets erfrischend neuerfindende Basis, gute Regie-Arbeit und entsprechend dunkler Humor dürften aufgrund der Macher auch keine Mangelware werden und kollaborative Kreativ-Arbeiten in Form vieler unterschiedlicher und inspirierender Darstellungsstile? Passt!

via: digg

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Review: Suits S08E14 – Peas in a Pod https://www.serieslyawesome.tv/review-suits-s08e14-peas-in-a-pod/ https://www.serieslyawesome.tv/review-suits-s08e14-peas-in-a-pod/#respond Fri, 15 Feb 2019 11:50:36 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94901 [...]]]>

Diese Woche gab es so etwas wie ein „Worst of“ der gängigsten „Suits“-Übel. Man ist in alte Muster verfallen, was altbekannte Figuren, Liebeleien und Plot-Verhandlungs-Muster anbelangt – da passt es nur zu gut, dass ich aus Versehen bei den Bildern zur Episode auch ein visuelles Muster eingefangen habe, das sich ständig wiederholt. Aber genug des einleitenden Small-Talks…

„Do you mind if we skip the chick chat?“ – „I would like nothing more.“ (Samantha & Kathrina)

Scotty ist da! Okay, etwas zu euphorisch, obwohl ich die Figur selbst eigentlich früher mal ganz gern hatte. Mittlerweile ist sie aber auch nur Aufhänger für verwickelte „Du hast doch damals!“-Anschuldigungen und verkrampften Festhaltens an der Vergangenheit. Da hilft auch kein Crossaint. Letztlich ist sie auch nur für (oder besser gegen) Samantha da. Ein Fall um Fake-Accounts und Moral. Letztlich ist Scotty aber so schnell in etwas reingerutscht, wie es auch wieder geklärt wird. Eine Side Story einzig und alleine, damit Kathrina weiter geschräft und Samantha ein bisschen was in puncto Charakter lernen kann.

„I actually used to work at your firm, back when there were only three names on the wall…“ (Scotty)

Weil man bei schnell abgehandelten Fällen auch ruhig etliche parallel erzählen kann (um so Komplexität vorzutäuschen), hat auch Alex einen Fall, der binnen Tagen zu den Akten gelegt werden kann. Aussetzende Diabetes-Maschinen, die zuerst total sicher sein sollen („Da können Sie JEDEN fragen!“) und plötzlich doch einem aktenkundigen Glitch verfallen sind („Upps…“). Wieso fällt der denn bitte ernsthaft niemandem früher auf? Das sind Server-Logs, die jeder, der mal etwas geupdatet hat, kontrolliert und von denen man schlicht weiß.

Der vermutlich beste Fall diese Woche verbindet Medzinisches mit bekannten Figuren, denn Dr. Stan Lipschitz hat eine Klage an der Backe, weil er vermeintlich falsche Tabletten verschrieben hat. Auch wenn die Sache inhaltlich gar nicht so unkoscher erscheint – immerhin sagt das ein Experte! – schafft die Sache dann doch erfreulich gut aufzuzeigen, dass Recht nun mal nicht immer nur faktisch ist, sondern auch Menschlichkeit beinhalten kann. Das zeichnet nicht nur die Figur des Psychiaters konkreter, sondern zeigt auch Louis‘ Entwicklung auf. Ihn endlich wieder deutlich abgeklärter präsentiert zu bekommen, als in den teils slapstickigen vorherigen Staffeln, ist sehr genugtuend.

„You got any more ex-girlfriend lawyers I should know about?“ – „I‘ll send you a list.“ (Samantha & Harvey)

Zum Ende der Folge wird dann noch wiederholt mit dem Holzhammer eingetrichtert, dass die mittlerweile doch recht leidige Harvey-Donna-Geschichte wohl abermals aufgekocht und zum Serienfinale dann endlich final entschieden werden dürfte. Die beiden mit einem Kuss / Hochzeitsantrag / Ja-Wort in der allerletzten Szene? Hm, wäre dann doch sehr nah am Ross-Rachel-Abschied dran und kitschig. Aber das macht es bei „Suits“ ja nicht unerwartbarer…

**½~~ (2.5/5)

Hm, die zweite Folge in Folge, die sich mir etwas zu sehr den schwachen alten Phasen und Schemata annähernd. Alle bei Minute 5 aufgebrachten Wogen sind bei Minute 40 wieder geglättet, hooray… Zwar wurden ein paar Figuren nebenbei ein bisschen entwickelt und geschärft, rein inhaltlich war mir das aber erneut zu wenig.

Bilder: bravo

Vorherige Folge

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Review: True Detective S03E05 – If You Have Ghosts https://www.serieslyawesome.tv/review-true-detective-s03e05-if-you-have-ghosts/ https://www.serieslyawesome.tv/review-true-detective-s03e05-if-you-have-ghosts/#respond Fri, 15 Feb 2019 09:02:39 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94751 [...]]]>

Die zweite Hälfte der dritten Staffel „True Detective“ ist angebrochen und die Auflösung des Falls rückt näher. Ja, ich ignoriere die Option, dass es ein offenes Ende geben könnte. Ich bin mir aber auch sicher, dass das nicht passieren wird.

Nach einem großen Knall am Ende der letzten Episode steigen wir in dieser Folge etwas ruhiger ein: Wir befinden uns in den 90ern und Wayne und Hays lassen den Fall nochmal ganz neu aufleben. Aber wie immer sitzt ihnen die Zeit im Nacken. Wenn die Überwachungskamera tatsächlich Julie gezeigt hat, ist das Risiko, dass auch noch jemand anderes nach ihr sucht, zu hoch, als wieder Jahre ins Land ziehen zu lassen. Alle Details werden nochmal hervorgeholt. Lucy, Julies Mutter, ist angeblich an einer Überdosis gestorben, doch die Bilder vom „Tatort“ schätzen die Ermittler beim genaueren Hinsehen als gestellt ein. Lebt sie vielleicht noch? Und wo steckt dieser Dan nur? Haben die beiden womöglich ein gemeinsames Geheimnis?

Tom Purcell taucht im Büro der Ermittler auf, da er ein öffentliches Statement zu Julies Erscheinen abgeben soll. Ausgestrahlt werden soll dies im Fernsehen. Doch als er die Bilder seiner toten Frau und seiner Tochter von damals und – vermeintlich – heute sieht, bricht er ein weiteres Mal emotional zusammen. Zehn Jahre sind vergangen, aber der Schmerz scheint noch genauso tief zu sitzen wie damals.

Front toward enemy

Doch zurück zum Schlachtfeld: Brett Woodard hat es darauf angelegt, sich ein kleines Shootout zu liefern. Nachdem er seine aufgebrachten Nachbarn zu sich auf das Grundstück gelockt hat, der erste direkt vor seiner Tür in die Luft geflogen ist und in Stücke gerissen wurde, nimmt er an den anderen nun Rache, indem er sie alle nacheinander und ohne zu zögern erschießt. Wie auch Hays ist er im Kampf geübt und bringt Erfahrung mit. Und so ist es auch kein Zufall, dass er West nur am Bein trifft und Hays knapp verfehlt, als diese am Ort des Geschehens eintreffen. Auch wenn Hays eine besondere Verbindung zu Brett zu haben scheint und ihn kurzzeitig versucht, von seinem Vorhaben abzubringen, heißt es nun doch: du oder ich.

„I’m’a count to three, in my head.
And when I hit three I’m gonna give you a full burst.
I’m countin‘, Sarge.“ (Brett Woodard)

Und es wirkt fast, als hätte Brett selbst sich gegen sein eigenes Leben entschieden, denn er lässt Hays einfach keine Wahl, als ihn zu erschießen. Und damit ist bestätigt: Es war wirklich Brett in „old-Hays“ Vision, die wir in der letzten Episode sehen konnten und in der die von ihm ermordeten Menschen auftauchten.

You can come home

Was wir im Weiteren erfahren: Es war tatsächlich Brett, der nach diesen Geschehnissen von allen als der Schuldige am Mord von Will und Julie betrachtet wurde. Over. Die Ermittlungen wurden eingestellt. Der Fall war geklärt. Der Schuldige gefunden. Die Meinung der skeptischen Nachbarn, die diesen seltsamen Müllsammler von vornherein für sein bloßes Sein verurteilt haben, bestätigt. Nach Julies Auftauchen in den 90ern soll sein Name nun wieder rein gewaschen werden. Dafür sind seine Kinder zum Pressetermin erschienen. Unterdessen richtet sich Tom in seinem Statement direkt an Julie und bittet sie, endlich nach Hause zu kommen.

Schuldiger unschuldig, Fall neu ausgerollt – da kommen alte Verdächtige wieder ins Spiel. Wir sehen den gealterten Freddie mit seiner Familie, während Hays und West ihm einen Besuch abstatten und erneut befragen. Seine Erinnerungen an die beiden sind allerdings so gar nicht schön. Scheinbar waren die beiden Ermittler bei ihren Nachforschungen zehn Jahre zuvor ziemlich hart zu dem damaligen Teenager und Verdächtigen, der davon ganz offensichtlich starke Spuren davongetragen hat. Er wirkt fast traumatisiert – bei dem, was er den beiden vorwirft, aber kein Wunder.

„I was a teenager, me. What’s your excuse?“ (Freddie)

Mary July

Mit dem öffentlichen Statement von Papa Purcell meldet sich der erste Zeuge, der meint, Julie zu kennen. Und tatsächlich weist einiges darauf hin, dass das stimmen könnte: Sie hätte öfter behauptet, sie heiße „Mary July“, sei eine „secret princess“, eine „princess from the pink rooms“ und sie suche ihren Bruder. Kann das Mädchen wirklich Julie sein? Wayne Hays ist sich sicher:

„This is her.“

Während der Fall Amelia und Wayne in den 80ern zusammengebracht hat, wirkt es fast so, als würde der zweite Anlauf ihre Beziehung nun zerstören. Bei einem gemeinsamen Abendessen mit Roland und seiner Freundin Laurie kommt Amelia auf den Case zu sprechen und bohrt nach Details für ihr bald erscheinendes Buch, doch Wayne versucht alles, das Thema abzuwürgen, wird fast aggressiv, wenn es um ihr Buch geht. Das gemeinsame Abendessen ist gestorben, der Streit geht richtig los und Hays befeuert meine eh schon große Skepsis Amelia gegenüber mit seinen mehr als drastischen Worten:

„But I think you’re a tourist, okay? I think you’re a voyeur. Lifting yourself up on people’s bad luck. […] I think you use people. Like we’re all stories to you, and you use ‚em to make yourself bigger than us.“

Wäre da nicht noch eine weitere Spur, die uns durch eine der Interview-Situationen in 2015 eröffnet wird: In den 90ern ist Harris James verschwunden, einer der ermittelnden Polizisten, der den Tatort bei Brett Woodards Haus gesichert hat. Er war damals dabei, als im gleichen Zuge Julies Rucksack unter den Trümmern entdeckt wurde und die Auflösung des Falls dadurch vermeintlich gegeben war. Harris James? Den kennt old-Hays angeblich nicht. Auch wenn sein Verhalten doch eher auf etwas anderes hindeutet.

„A lot people around this thing are dead. A lot of people gone.“ (Elisa)
„People do that, miss. Most people I ever knew are gone.“ (Hays)

Mit Beweisen, die in den 90ern plötzlich aus dem Polizeiarchiv verschwunden sind und der Gewissheit, dass Harris damals im Fall ermittelt hat, wird die Vermutung, dass Hays und West ihn damals genauer unter die Lupe genommen haben, bestärkt. Und da wäre ja auch noch der Mann im Anzug aus Hays Vision, ein weiterer Mann, den Hays in seinem Leben umgebracht hat. Könnte das nicht allzu gut James sein?

„It’s planted. It’s bullshit.“

Dass old-Hays kaum noch Erinnerung an die Ereignisse von damals hat, gibt uns als Zuschauer die Chance, gemeinsam mit ihm langsam aber sicher ein paar mehr Zusammenhänge zwischen den Zeitebenen herzustellen. Doch ein großer Schritt fehlt noch, um das Puzzle zusammenzusetzen. Nachdem old-Hays das erste Mal Amelias Buch gelesen hat und erkennt, dass sie damals schon wusste, dass Lucy, Wills und Julies Mutter, den Drohbrief selbst erstellt hatte – wahrscheinlich um Tom zumindest eine geringfügige Erleichterung zu verschaffen, dass es den Kindern gut geht – weiß er: Jetzt ist es an der Zeit, den einzigen Menschen aufzusuchen, der ihm noch weiterhelfen und Licht ins Dunkel bringen kann: Roland.

„You’re lookin‘ good, Purple.“

Tatsächlich, er lebt noch! Auch wenn er sich freut, seinen alten Freund und Kollegen wiederzusehen: Da ist eine tiefe Leere in West. Etwas, das in ihm kaputt gegangen ist und nie wieder geheilt wurde. Genau genommen wartet er ja auch schon seit 24 Jahren darauf, dass Hays sich bei ihm meldet. Er hat keine Kinder, keine Frau, nur Hunde (viele, viele, süße Hunde!). Und sein Leben in Einsamkeit wird uns durch viele sehr eindringliche Close-ups näher gebracht. Es ist etwas zwischen ihnen passiert, was aktuell noch unausgesprochen bleibt. Etwas, das es West schwer macht, Hays in die Augen zu sehen. Und etwas, das Hays vergessen hat und sich nun endlich wieder ins Gedächtnis rufen möchte.

„I don’t remember. I’m sorry. I’m sorry, but I just can’t remember. I don’t, I, uh, I can’t. Can’t remember my life, man. I can’t remember my wife I-I don’t know.“ (Hays)

Und so haben wir hier nun wirklich unsere zweite Reunion zwischen Hays und West, der eigentlich immer noch auf eine Entschuldigung wartet. Und so starten wir hier nach viel Zögern und Skepsis der älteren Herren den dritten Anlauf, den Fall zu lösen.

„But I don’t want to dip so much as a toe back in that shit.“ (West)
„She still be out there.“ (Hays)

Alone

Hoyt, James, O’Brien – es sind wieder einige Verdächtige im Spiel. Doch nicht mehr lange, denn plötzlich rückt ein ganz anderer in den Fokus des Verbrechens: Tom Purcell. Der Grund: Nach der Ausstrahlung seines Statements ging bei der Polizei ein Notruf ein. Und zwar von Julie – oder zumindest einer jungen Frau, die sich durch seine Nachricht angesprochen fühlte. Doch wer nun eine weitere Reunion erwartet, hat sich geirrt. Die Botschaft ist klar:

„Tell him to leave me alone.“

Die Beschuldigungen des Mädchens richten sich an Tom. Er ist für sie der Ursprung allen Übels. Derjenige, vor dem sie fliehen wollte. Vor dem sie gerettet wurde. Doch durch wen? Ist Tom nicht ihr Vater? Könnte er wirklich der Täter sein?

****~ (4/5)

Die Spannung, die schauspielerische Leistung, die Maske und die Inszenierung der Folgen „True Detective“ bleiben auch mit dieser Episode weiter auf einem hohen Niveau. Ich leide von Woche zu Woche mehr mit Scott McNairy als Tom Purcell, der seine Rolle als verzweifelter Vater (?) absolut überzeugend spielt. Sollte er in den Fall verstrickt sein – was ich nicht glaube – würde es mich wirklich sehr überraschen.

Ich bin sehr gespannt, welche einzelnen Pfade und Spuren sich am Ende als die richtigen in der Ermittlung herausstellen und wie wir im weiteren Verlauf zu dieser Auflösung gelangen. Dabei gefällt mir total gut, wie die einzelnen Timelines ineinander übergehen, wie sie uns voranbringen, aber nie zu viel verraten, zum Denken anregen und uns gerade, wenn wir etwas zu packen bekommen haben, wieder fallen lassen. Und so wird es sicherlich auch bis zu den finalen Minuten weitergehen. Ich freu mich drauf.

„My best friend’s a dog.“ (mein persönliches Lieblingszitat aus dieser Episode)

Bilder: HBO

Vorherige Folge

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Serienbilderparade #68 https://www.serieslyawesome.tv/serienbilderparade-68/ https://www.serieslyawesome.tv/serienbilderparade-68/#respond Fri, 15 Feb 2019 07:00:17 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94806 [...]]]> Da ist sie auch schon wieder, die gute alte Monatsmitte. Wobei, die hatten wir ja streng genommen bereits gestern (deswegen gibt es den Beitrag heute mal besonders früh)… Schon kurios, wie schnell wir bereits die ersten anderthalb Monate des Jahres hinter uns haben, obwohl 2019 doch gerade erst begonnen hat?! Drauf verlassen kann man sich aber immerhin auf uns und die allmonatliche „Serienbilderparade“. Auch heute haben wir mal wieder 50 neue Bilder auf drei Unterseiten für euch zusammengestellt, die alle irgendwie irgendwo irgendwas mit Serien und Fernsehen zu tun haben, mal mehr und mal weniger direkt. Alleine für das abschließende „Friends“-GIF lohnt es sich meiner Meinung nach bereits, hier alles durchzuschauen (ich sage nur so viel: Nicolas Cage!!). Aber auch abseits dessen finden sich einige Perlen unter den Bildern. Viel Spaß beim Durchschauen und kommt gut ins Wochenende!

Die Bilder #16-30 gibt es auf der nächsten Seite dieses Beitrages zu sehen.

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Fleabag: Amazon kündigt Staffel 2 an https://www.serieslyawesome.tv/fleabag-amazon-kuendigt-staffel-2-an/ https://www.serieslyawesome.tv/fleabag-amazon-kuendigt-staffel-2-an/#respond Thu, 14 Feb 2019 18:52:04 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94883 [...]]]>

Fleabag kommt zurück: Am 17. Mai 2019 kommt die 2. Staffel der wunderbaren kleinen Serie mit Phoebe Waller-Bridge („Broadchurch“, „Solo: A Star Wars Story“). Die erste Staffel hatte nur 6 Folgen mit Phoebe Waller-Bridge in der Hauptrolle und alleinige Autorin. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück, auch mit Phoebe Waller-Bridge. Wer sich genauer einlesen möchte – hier gibt’s meinen Serientipp.

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Review: Miracle Workers S01E01 – 2 Weeks https://www.serieslyawesome.tv/review-miracle-workers-s01e01-2-weeks/ https://www.serieslyawesome.tv/review-miracle-workers-s01e01-2-weeks/#respond Wed, 13 Feb 2019 17:05:27 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94869 [...]]]>

Jonas hat zu Beginn der Woche bereits seine Vorfreude ausgedrückt und ich auch habe dem Start der neuen tbs-Comedy „Miracle Workers“ mit Steve Buscemi als Gott und Daniel Radcliffe als Engel entgegengefiebert. In der Nacht zu Heute lief die erste Folge an und ich kann euch bereits so viel sagen: Unsere Gebete wurden erhört, aber vielleicht nicht ganz so wie erhofft.

Zunächst mal vorweg: Ihr dürftet Steve Buscemi als Gott lieben! Hundo drauf gewettet? Der Erfinder und Prozent der Erde wird als eine launige Mischung aus CEO und Lebowski dargestellt. Gelangweilt vom irdischen Alltag, den wir hoffnungslos verzapfen und den Gott im Wohnzimmer vor zig Fernsehbildschirmen verfolgt, gefolgt von der ein oder anderen Flasche Bier, die kurz darauf neben dem Mülleimer landet. Eine herrlich überdrehte Darstellung!

„I don‘t wanna sound cynical. But what‘s the point?“ (God)

Der Vorspann schaut ein bisschen so aus, als hätten Kinder die Intro-Animation aus „Elementary“ mit kitschig-buntem Plastik-Spielzeug nachgebaut, das passt für mich nicht so ganz, ist aber letztlich unwesentlich. „Heaven Inc.“ – also der Himmel als Unternehmen – wird wundervoll dargestellt und eingeführt. Seien es die Budgetkürzungen im Tierartenbereich, die angedachten Neuschöpfungen (wir könnten bald unsterblich werden, yeah!) oder die klassische Regenbogenmaschine. Dazu gibt es mit Angela Kinsey als Gail eine Kraft mit wahrhaftiger TV-Büro-Erfahrung (wobei ihr auch bei „The Office“ getragener bürgerlicher Name hier noch passender gewesen wäre).

Die eigentliche Handlung? Es geht um Eliza, die aus der „Dreck-Abteilung“ in das „Department of Answered Prayers“ versetzt wird und auf den Einsiedler-Arbeiter Craig trifft. Stets fokussiert auf das nächste kleine Mini-Wunder, wie der Hilfe bei verloren gegangenen Schlüsseln oder Handschuhen. Unmögliche Dinge – wie zum Beispiel gutes WLAN in Deutschland – lässt er lieber unbearbeitet an den Chef nach oben gehen.

„There‘s to be something, we can do!?“ – „Press F7.“ – „Does that stop the deadly typhoon?“ – „No, it mutes.“ (Eliza & Craig)

Der launische Gott hat aber nicht mehr wirklich Lust auf unsere Eskapaden und irdischen Probleme und fasst kurzerhand den Entschluss, die Erde zu zerstören und einer neuen genialen Business-Idee nachzugehen. Die Geschichte für die restliche Staffel wird recht schnell klar als Eliza eine Wette zur Erden-Rettung vorschlägt. Mich wundert etwas, dass die eigentlich bereits angebrochenen zwei Wochen nochmals starten, als sie die Paarzusammenführung als konkretes Vorhaben anbringt – und die rasante Rasur Craigs wurde ja zum Glück thematisiert, ich dachte kurz, ich hätte nur eine Vorschau zur nächsten Folge gesehen…

***½~ (3.5/5)

Und schon war es vorbei… Ein sehr kurzweiliger Start der Verseriung von Simon Richs Roman „What in God’s Name“, der gerne in doppelter Länge hätte starten können. Buscemi als Gott macht bereits richtig Laune und Radcliffe kann den etwas verschrobenen Freundeslosen mit Liebe für den Job verdammt gut verkörpern. Ich frage mich, ob es bei so einer Darstellung des Himmels zu Blasphemie-Debatten kommen wird, aber ich als bekennender Atheist feiere diesen ungezwungenen und modernen Umgang.

Klar sein dürfte zum einen (nicht zuletzt aufgrund der überraschend schnellen Rasur), dass Craig nicht nur ins soziale Leben geworfen werden, sondern sich auch eine Liaison mit Eliza anbahnen dürfte. Und die nächsten Episodentitel lauten „13 Days“ und „12 Days“, so dass wir das Romanzen-Vorhaben nun wohl en Detail erleben dürften. Bleibt die Frage, wie sie das Tempo in Richtung der sieben Episoden langen Staffel dosieren werden, nicht, dass wir einen Cut in der Mitte erhalten und die Serie dann gecancelt wird („A To Z“ kam ja auch nur zur Mitte des Alphabets…). Von der Stimmung und Inszenierung her erinnert mich „Miracle Workers“ jedenfalls etwas an „Powerless“, das ich auch originell und in Momenten witzig fand, aber viel zu früh abgebrochen wurde.

Aber erfreuen wir uns doch erst einmal an dieser frischen neuen Serienidee! Und jetzt: Jemand Lust, Burger essen zu gehen? Oder doch lieber einen Wurm…?

Bilder: tbs

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Machen Serien uns das Filmvergnügen kaputt? https://www.serieslyawesome.tv/machen-serien-uns-das-filmvergnuegen-kaputt/ https://www.serieslyawesome.tv/machen-serien-uns-das-filmvergnuegen-kaputt/#comments Wed, 13 Feb 2019 10:00:37 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94796 [...]]]>

Rein zufällig ist das hier der 100. Beitrag, der in die Kategorie „Film“ fällt. Das ist in beinahe sechs Jahren Blogleben natürlich nicht soo viel, liegt aber schlicht daran, dass wir Filme ja in der Regel nur aufgreifen, wenn sie einen Serien-Hintergrund oder -Bezug haben, sind wir doch eigentlich ein reiner Serienblog. Heute möchte ich aber mal über das Wechselspiel zwischen diesen beiden Bewegtbildformaten und seine Veränderung in den letzten Jahr(zehnt)en sprechen. Denn am Montagabend kam ich aus der Pressevorführung von „Happy Death Day 2U“ (Review hier) und Mitschauer Kien meinte zu mir „Hätten die mal mehr Serien geschaut!“, um auf die fehlende Stringenz und Komplexität hinzuweisen. Das hat mir zu denken gegeben…

Serien „fast wie Filme“

Während meines Studiums, das mittlerweile auch schon erschreckende neun Jahre her ist, kamen diverse Bezeichnungen für diese „neue Generation“ an Serien auf. Seien es die „Megamovie“-Serien (Markus Reinecke, 2007), die „Superseries“, „Uberseries“ oder was auch immer. Jedenfalls haben Formate wie „LOST“ das Serienschauen empfindlich verändert. Das lag vor allem an zwei Dingen: Einer hochwertigeren Produktion sowie einer veränderten Erzählweise.

Die Produktion ist recht einfach erklärt: Erstmals wurden richtige Budgets in die Hand genommen, Technik war insgesamt erschwinglicher geworden und Regisseure, Darsteller und Co. haben nach und nach das Stigma „Fernsehen“ weggearbeitet. Wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass jemand wie Kevin Spacey sich mal dazu „herablassen“ würde, Titelfigur in einer schnöden Fernsehserie zu sein? Okay, vielleicht nicht das glücklichste Beispiel… Jedenfalls sahen Serien besser aus, haben ihre vier Studiowände verlassen und waren letztlich wie ein sehr langer Film. Aber eben nicht nur, was das Aussehen anbelangt.

Da gab es noch den Wandel von den „Series“ zu den „Serials“. Früher war vor allem eine meist folgenweise abgeschlossene Handlung vertreten. Das typische „Monster of the Week“ bei Krimi- und SciFi-Serien, das es noch immer heutzutage gibt, oder halt einfach abgeschlossene Mini-Handlungen, die die Zuschauer nicht überfordern sollten und nebenbei den Vorteil hatten, dass man immer einfach einsteigen kann, selbst, wenn man keine der vorherigen Folgen gesehen hatte. Mit den langen Drama-Serien wurde das Pendel immer mehr zum „Serial“-Format geschlagen, bei dem übergeordnete Handlungen sich über komplette Staffeln und Serien spannen, so dass man möglichst chronologisch und komplett sehen sollte. Das bietet Platz für viel Handlung, Komplexität, Charakterentwicklung und so weiter.

Durch den Erfolg von Serien wie „LOST“ oder „The Sopranos“ haben Sender gesehen, dass ein Markt (ergo Einschaltquote und Werbeeinnahmen) vorhanden ist, mehr in der Richtung produziert, Qualität, Angebot und Marktanteile stiegen weiter – fertig ist der positive Trend für Macher, Zuschauer und eigentlich alle – yay!

Serien besser als Filme?

Das war jetzt viel Vergangenheitsbewältigung. Dass Serien hochwertiger und allgemein ein größeres Thema geworden sind, dürfte klar sein. Mein Gedanke war aber: Haben Serien den Film nicht nur überholt, sondern zerstören sie ihn auch ein wenig?

Ich schaue tatsächlich nur noch selten Filme. Kein Wunder, nehmen einem X Serienepisoden die Woche bei gerne auch mal 60-90 Minuten Netto-Spielzeit (was ja bei „Sherlock“ und Co. im Grunde genommen bereits Filmlänge ist) genug Zeit. Aber wenn ich dann mal einen Film sehe, spüre ich zunächst diese positive Erleichterung, nachdem er nach 90-270 Minuten vorbei ist: Der ist vorbei. Schluss, aus. Die Handlung ist auserzählt, ich muss nicht auf weitere Folgen warten oder Zeit freischaufeln, weil „Ich schaue ja gerade XY…“. Einfach vorbei. Das ist irgendwie ganz angenehm (und wird ja mittlerweile mit dem Trend der gut in einem Rutsch durchschaubaren Mini-Series aufgegriffen).

Was aber positiv im Sinne der Kürze ist, wird dem Film in all den zuvor angesprochenen Faktoren zum „Verhängnis“, um es mal etwas überzogen darzustellen: Charakterentwicklung, Plot-Komplexität, etc. pp. Und da fiel mir auf, was Kien meint. Wir sind verwöhnt von ~10-stündigen Staffeln, die uns klein-klein die Geschehnisse schildern, sich Zeit für die kleinen Momente und großen Twists nehmen und uns gar über mehrere Jahre an Serienfiguren binden und eine Beziehung zu ihnen aufbauen lassen. Da wirkt so ein auf wenige Stunden zusammengepresster Film, als hätte man Elementares ausgelassen. Natürlich schaffen viele Genre-Vertreter es auch, in kurzer Zeit tolle Geschichten zu erzählen, aber das schwieriger als je zuvor, weil die Benchmark heutzutage (zumindest fernab der 300 Mio.-Dollar-Blockbuster) das Fernsehen geworden ist. Welch skurriler Wandel binnen nicht einmal zwei Jahrzehnten.

Habt ihr gemerkt, dass euer (nehme ich aufgrund der Tatsache, dass ihr auf einem Serienblog unterwegs seid, und den allgemein wachsenden Marktanteilen einfach mal an) gesteigerter Serienkonsum zu einem verringerten und irgendwie anders gewordenen Filmverhalten und -Empfinden geführt hat? Vielleicht bin ich da auch so ein Sonderfall…

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Witziger Trailer zur neuen Mini-Serie „Catch-22“ https://www.serieslyawesome.tv/witziger-trailer-zur-neuen-mini-serie-catch-22/ https://www.serieslyawesome.tv/witziger-trailer-zur-neuen-mini-serie-catch-22/#respond Wed, 13 Feb 2019 07:14:51 +0000 https://www.serieslyawesome.tv/?p=94776 [...]]]> Catch-22 George Clooney Hulu

Catch-22 bezeichnet die irrsinnige Regel, dass man aus dem Kriegsdienst austreten kann, wenn man geisteskrank ist, dafür aber einen Antrag stellen muss. Wer aber in der Lage ist den Antrag zu stellen, wird als offensichtlich gesund eingestuft und kann den Dienst somit nicht quittieren. Berühmt machte die Regelung der Autor Joseph Heller mit seinem gleichnamigen Roman, den nun George Clooney für eine serielle Umsetzungen adaptiert hat. Der Hollywood-Star wirkt nicht nur als Produzent und Co-Autor mit, er führt auch bei allen sechs Folgen der neuen Mini-Serie Regie und glänzt noch in einer Rolle als Lieutenant Scheisskopf (ernsthaft). Im Mittelpunkt, der im zweiten Weltkrieg angesiedelten Kriegssatire, steht der Air Force Pilot Yossarin (Christopher Abbott), der sowohl den Gefahren des Krieges ausgesetzt ist, als auch der Unfähigkeit seiner Kameraden.

„What is this nonsense?“

Die ersten Bilder wirken vielversprechend und der bissige Humor erinnert an einen Film der Coen Brüder. Ich bin jedenfalls gespannt, wann das Hulu-Original bei uns zu sehen sein wird.

„Catch-22“ ist ab dem 17. Mai auf Hulu verfügbar.

via: ew | Bilder: Hulu

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