Staffelstart der ITV-Serie bei Netflix

Review: Marcella S02E01 – Episode 1

12.06.18 12:06
DramaReview
Mini-Spoiler
Michael
12.06.18

marcella09 Review: Marcella S02E01 - Episode 1

Marcella ist zurück – und damit gleichermaßen die Serie wie die Hauptfigur der ITV-Serie. Vor zwei Jahren war die achtteilige erste Staffel eines der Highlights der Seriensaison. Sie überzeugte vor allem mit einer tollen Story von Hans Rosenfeldt, einem grandiosen Cast um Anna Friel und einer starken Inszenierung von Regisseur Charles Martin (der auch einige großartige Folgen der Serie „Skins“ geschaffen hat). Hohe Erwartungen also, wenn jetzt die zweite Staffel startet. Folge 1 enttäuscht schonmal nicht.

marcella07 Review: Marcella S02E01 - Episode 1

Am Ende von Staffel 1 war nur zu offensichtlich, dass Ermittlerin Marcella Backland psychische Probleme hat, die auch in ihre Ermittlerarbeit hineinspielen. Ihre Unberechenbarkeit war einer der Faktoren, die für so viel Spannung gesorgt haben. Das führt Autor Hans Rosenfeldt, der glücklicherweise wieder mit an Bord ist, in Staffel 2 auch fort. Marcella ist immer noch die clevere Ermittlerin, aber auch immer noch die nicht zu durchschauende Ex-Frau, Freundin und Mutter.

Der neue Fall spielt in ihr persönliches Umfeld hinein, wie es zuletzt der Vierteiler „In the Dark“ der BBC ebenfalls mit der Protagonistin getan hat. Der Fall erzeugt eine mehrfache Betroffenheit, geht es doch um einen Kinderentführungsfall, ausgerechnet mit Beteiligung eines Freundes von Marcellas Sohn. Die Eltern des toten Kindes machen Marcella und ihrem Sohn Vorwürfe, und auch der Sohn scheint nicht ganz ohne Schuldgefühle zu sein. Oder geht es etwa noch weiter?

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Marcella leidet jedenfalls mit – und sieht Rot, als ihr Sohn von jemand anderem von der Schule abgeholt wird. In ihrem Wahn erkennt sie nicht, dass es sich um die Verlobte ihres Ex-Mannes handelt. Sie so rasend und danach orientierungslos zu sehen, ist sicher das Highlight der Auftaktfolge – und ziemlich gut gemacht, schauspielerisch wie dramaturgisch, aber auch vom Score (von Lorne Balfe, der bei Hans Zimmer gelernt hat), vom Schnitt und von der Kameraführung. Eigentlich ziemlich perfekt.

Ansonsten streuen die Autoren bereits ordentlich (falsche?) Fährten in die Handlung. Gleich mehrere Verdächtige tummeln sich im Polizeirevier und am Tatort, aber man wird auch das Gefühl nicht los, dass es Menschen aus Marcellas Umfeld sind, die in den Fall stärker involviert sind – oder (wieder) Marcella selbst. Die nächsten sieben Folgen werden es zeigen.

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