Die Briefe der Liebsten hallen im Dschungelcamp noch lange nach. Simone hält an Tag 16 den Laden am Laufen und kämpft zugleich gegen ein Image, das sie endlich abschütteln will, während Hubert zwischen Erschöpfung und stiller Trauer schwankt. Patrick ringt mit seinem Ruf als „Macho-Bauer“ und fragt sich, ob die Zuschauer ihn jemals anders sehen werden. Und mittendrin Gil: Zuspruch von außen, wachsende Zweifel im Camp. Simone und Patrick verlangen Antworten, Entschuldigungen, Klarheit – doch Gil bleibt ein Rätsel. Reicht Schweigen oder braucht es offene Worte? Und wie sieht es mit den Beleidigungen gegenüber Gil aus, die Ariel abgefeuert hat? Mehr dazu in diesem Beitrag hier im Blog – und hier in der Tageszusammenfassung für Tag 16 von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“
Emotionaler Abend hallt nach
Die Briefe der Liebsten hallen im Camp noch lange nach. In Gedanken versunken und mit feuchten Augen lesen Samira, Ariel, Gil, Simone, Patrick und Hubert ihre Zeilen immer wieder – jeder erlebt diesen Moment auf seine ganz eigene Weise. Patrick kämpft im Dschungeltelefon mit den Tränen: „Ich habe die tollste Freundin auf der Welt. Das macht mich so stolz!“ Kurz darauf muss er selbst über sich lachen: „Ich wollte nie im Fernsehen weinen.“ Gil rauft sich am Lagerfeuer die Haare und sagt leise zu den anderen: „Ich bin so kurz davor, den Satz zu sagen. So kurz davor.“ Im Dschungeltelefon bricht ihm die Stimme, als er sagt: „Papa kommt bald nach Hause.“ Samira betont im Dschungeltelefon, wie dankbar sie ist, dass ihre Kinder bei ihrer Oma und ihrer Cousine gut aufgehoben sind und eine schöne Zeit haben.
Das von Hubert erkämpfte Zwei-Sterne-Abendessen wird geliefert – und dank Simones Kochkünsten schwärmen alle vom Essen. Überraschend steht Hubert auf und reicht Ariel die Reste aus seinem Napf. „Ich kann nicht so viel essen. Ich denke immer an mein kleines Mäuschen, dass es nicht vom Fleisch fällt“, erklärt er. Ariel setzt noch einen drauf, hockt sich an den Topf und kratzt auch dort die letzten Reste heraus. „Ich esse noch die Krümel von den Bohnen“, sagt sie und ergänzt: „Was soll ich denn machen, ich habe Hunger! Wie so eine Ameise, überall wo Krümel sind, bin ich.“ Die Runde witzelt über einen möglichen Bandwurm. „Ich lasse das abklären“, verspricht Ariel und legt nach: „Wisst ihr, woran ich merke, dass ich für meine Verhältnisse nicht viel esse? In den ganzen Tagen hier war ich genau zwei Mal auf dem Klo.“ Nach dem Essen wird klar, wer im Camp den Laden zusammenhält. Während sich die anderen „verdünnisieren“, bleibt Simone zurück und kümmert sich um das, was noch ansteht. Sie spricht Teamchef Hubert auf die Aufgabenverteilung an: Müll müsse weggebracht, Geschirr gespült werden, gleichzeitig schlafen alle – und zwei müssen Wache am Lagerfeuer halten. „Wie sollen wir das machen“, fragt sie. Hubert wirkt ratlos. Simone denkt laut weiter: „Was ist denn eigentlich, wenn ich mal schlafen will, was passiert denn dann?“ Klar ist: Während andere ruhen, rackert Simone weiter, organisiert und hält das Camp am Laufen. Im Dschungeltelefon bringt sie es auf den Punkt: „Gerade jetzt, wo wir so wenige sind, ist noch wichtiger, dass wir zusammenarbeiten. Es ist hier wie zuhause, ich habe gekocht, gespült und den Müll weggebracht.“
Das leidige Thema mit dem eigenen Image
Bei der Nachtwache rätseln Simone und Hubert, welcher Camper bei den Zuschauern wohl am beliebtesten ist. Es sei kaum möglich, den Überblick zu behalten, meint Hubert. Simone blickt hinüber zu Gils Schlafplatz und sagt kopfschüttelnd: „Deswegen, kapiert kein Mensch!“ Sie würde sich „verarscht“ fühlen, sollte Gil am Ende sogar gewinnen. Hubert ergänzt im Dschungeltelefon: „Gil ist immer noch hier. Das ist unfair. Alle Camp-Mitbewohner sagen das, aber er hat wohl eine Fanbase.“ Simone macht deutlich: „Ich kann alles akzeptieren, nur das nicht.“ Kurz darauf dösen beide friedlich am Lagerfeuer ein. Später findet Hubert im Dschungeltelefon warme Worte für Simone: „Sie ist tough. Sie hat alles gegeben, wie sie gekocht hat, was sie gemacht und wie sie die Führung in der Hand gehabt hat.“ Als sie wieder wach sind, kommt das Gespräch auf Simones öffentliches Image. Sie gesteht ihre Enttäuschung: „Ich finanziere mich seit 14 Jahren alleine. Ich bin gar nicht daheim, sondern in Italien und arbeite für meine Kohle.“ Im Dschungeltelefon ergänzt sie: „Ich mag das nicht, wenn mich jemand auf eine Spielerfrau reduziert.“ Hubert blickt derweil in die Glut des Feuers und wird plötzlich still. „Das Ding sieht aus wie ein trauriger Hund. Jeden Abend sehe ich irgendetwas in dem Feuer“, sagt er leise. Im Dschungeltelefon wird er sehr emotional: „Das ist ein Zeichen von meiner Joys, die heute ihren ersten Sterbetag hat.“ Seine kleine Malteserhündin fehle ihm sehr. Unter Tränen schickt Hubert einen dicken Kuss und liebe Grüße zu Joys – überzeugt davon, dass sie über ihn wacht.
Im Dschungeltelefon zählt Patrick schonungslos auf, wie er öffentlich wahrgenommen wird: „Ich habe das Image des Macho-Bauern und Frauen-Hassers. Arrogant und überheblich. Narzisst. Das ist mein Image.“ Bei der gemeinsamen Nachtwache mit Gil erzählt er von seiner „Bauer sucht Frau“-Zeit: „Man hat mich beschimpft, der ist doch gar kein Bauer. Das ist fake.“ Sein eigenes Selbstbild sei jedoch ein anderes: „Ich empfinde mich als überhaupt nicht arrogant. Ich bin etwas überheblich, aber ich nehme mich selbst nicht so ernst. Ein völliges Selbstbewusstsein bei totaler Ahnungslosigkeit.“ Ein Satz, der Gil gefällt. Patrick glaubt, dass diese Art bei anderen oft falsch ankomme. Er habe sich alte Reality-Formate mit sich selbst angeschaut und gemerkt: „Das ging gar nicht. Ich war erschrocken.“ Auch über seine Exfreundin Antonia spricht er offen. Sie habe Probleme mit ihrem Aussehen und Gewicht gehabt. „Antonia stand manchmal morgens vor dem Spiegel und sagte, sie habe Cellulite. Dann habe ich gesagt ‚Du, Schatz, wenn dich das stört, dann musst du mehr Sport machen‘.“ Das sei privat gewesen, betont er. Doch Antonia habe ihre Erfahrungen später öffentlich gemacht. „Seitdem bin ich der Arsch.“ Dieses Image nagte an ihm, gesteht Patrick im Dschungeltelefon: „Es gibt so Sachen, die tun mir weh, weil sie stimmen einfach nicht. Ich bin ein bodenständiger Landwirt.“ Halt gebe ihm seine aktuelle Freundin Annelie. „Für alles, was ich durchgemacht habe, habe ich von oben ein Geschenk bekommen“, sagt er zu Gil. Trotzdem bleibt die Unsicherheit: „Ich kann nur hoffen, dass der Zuschauer mich mal als positiv wahrnimmt. Ich habe die letzten Jahre so schlechte Erfahrungen gemacht, dass ich selbst an mir zweifele und sage ‚Ey, vielleicht bist du wirklich ein Arsch‘.“ Gil muntert ihn auf: „Ich habe noch nie jemanden so hart Bullen-Anus essen sehen wie dich. Das kann nicht jeder.“ Patrick lacht und für einen Moment fällt die Last von ihm ab.
Ariel muss gehen
Reality-Star Ariel hat den Einzug ins Halbfinale nicht geschafft: „Die Enttäuschung ist sehr groß. Ich bin jetzt traurig“, gesteht sie im Dschungeltelefon. „Vielleicht war ich den Leuten ein bisschen zu direkt. Ich habe seit Tag eins gehofft, dass die Zuschauer die Augen öffnen und sehen, wer ist hier ehrlich und wer ist hier einfach kein guter Mensch ist. Ich wäre wirklich schockiert, wenn ein Gill hier gewinnen würde. Ich würde es ihm nicht gönnen, wenn so ein Mensch das Ding gewinnt und dafür belohnt wird, für das, was er getan hat.“ Beim Packen ihrer Sachen flüstert Ariel dann Samira zu: „Schatz, bitte gewinne das!“ Samira verspricht, alles zu geben und flüstert dann: „Ich habe Hubert unterschätzt. Das hätte ich gar nicht gedacht, aber diese ganzen ‚Hot oder Schrott‘-Menschen, die das gucken…“ Dann nimmt Samira Ariel in den Arm: „Ich bin echt froh, dass wir uns hier kennengelernt haben, ohne dich wäre es so anders gewesen.“ Zum Abschied drückt Ariel alle Camper und selbst Gil bekommt flüchtig eine Hand gereicht. Ihr erste Station nach dem Dschungel ist ein Restaurant, wo Ariel eine Portion Spaghetti isst und von ihrer Tante Özlem überrascht wird.
Sorry not sorry
Simone macht im Dschungeltelefon klar, dass sie nun weitere Antworten von Gil erwartet. Am Lagerfeuer konfrontiert sie ihn direkt: „Ich verstehe es nicht, vor der Show hast du Hasstiraden bekommen – zu: du bist immer noch da.“ Auch Gil selbst wundert sich über den Zuspruch der Zuschauer und darüber, weiterhin Teil der Show zu sein. „Was ist da draußen los“, fragt Simone in die Runde. Sie wirft Gil vor, sich in der ersten Woche zurückgezogen und devot verhalten zu haben. Für sie wirkte das wie ein schlechtes Gewissen. „Jetzt, wo du merkst, für dich wird angerufen, wechselt sich dein Verhalten in etwas Positiveres – was für dich gut ist, aber für uns schwer nachzuvollziehen.“ Gil widerspricht: Er habe sich geöffnet, weil sich das Verhalten der Mitcamper ihm gegenüber verändert habe, nicht wegen der Zuschauer. Im Dschungeltelefon sagt Simone über ihn: „Jetzt zum Ende kommt bei ihm immer mehr raus. Wir hätten erwartet, Gil entschuldigt sich auf dieser sehr großen Plattform.“ Patrick und Simone zeigen Verständnis dafür, dass Gil wegen einer Verschwiegenheitserklärung, die Gil selbst als Grund für sein Schweigen genannt hat, nicht über seinen Fall sprechen darf. Trotzdem bleibt die Frage, warum er sich nicht klar entschuldige. Patrick fragt sich: „Vielleicht sieht er seine Fehler auch gar nicht ein?“ Gil betont am Lagerfeuer: „Ich habe mich hier im Interview entschuldigt.“ Simone ist überrascht: „Du hast dich hier in den Interviews entschuldigt?“ Gil: „Ich habe mich entschuldigt für viele Dinge, auch zuvor, bevor ich hier war, habe ich mich entschuldigt bei den Leuten, bei denen es wichtig ist.“ Patrick hätte sich eine Entschuldigung direkt vor den Dschungelstars gewünscht. Simone will wissen, ob Gil sich auch bei dem Hotelmitarbeiter entschuldigt hat. Gil erklärt: „Vor ihm, vor dem Richter und der gesamten deutschen Presse. Bei Gericht. Es reicht den Leuten nicht, die nicht wollen, dass es reicht.“ Simone und Patrick haben diese Entschuldigung nicht mitbekommen.
Patrick hakt nach, warum Gil sich scheue, sich erneut öffentlich zu entschuldigen. Gil hält dagegen: „Ich scheue mich nicht und kann zugeben, wenn ich einen Fehler begangen habe. Ich kann auch bereuen und ich kann sagen, es tut mir leid. Ich habe das auch getan. Mehrfach.“ Auf die Frage, warum er dafür nicht Social Media oder Interviews für eine Entschuldigung nutze, antwortet er: „Wie viele Jahre und wie oft soll ich es noch machen?“ Simone zeigt sich im Dschungeltelefon irritiert: „Wir fragen uns die ganze Zeit, was ist passiert, warum ist Gil noch da, warum wird er von den Zuschauern weitergewählt. Heute kam raus, dass er sich hier im Interview entschuldigt hat. Für mich macht es keinen Sinn, sich nur im Dschungeltelefon zu entschuldigen und es vor uns geheim zu halten.“ Patrick und Simone machen Gil klar, er hätte ihnen von der Entschuldigung in seinem Dschungeltelefon-Interview erzählen sollen. Am Ende fasst Simone ihre Unsicherheit zusammen: „Gil ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich kann wirklich nicht in ihn hineinschauen. Es kommen immer neue Sachen, wenn man etwas anspricht. Man muss ihn immer ansprechen, von sich aus spricht er nichts an. Ich kann es nicht beurteilen, was dahintersteckt. Es wird sich wohl irgendwann aufklären, ich kann es hier in der Kürze der Zeit nicht aufklären.“ Patrick wundert sich, warum Gil im Dschungeltelefon eine Entschuldigung aussprechen kann, aber nicht im Camp – und weiter: „Das ist doch eine Sendung?“ Patrick zweifelt daran, dass sich Gil entschuldigt hat. Er fasst zusammen: „Gils Devise ist: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Wenn er meint, dass das seine Strategie zum Sieg ist, dann muss er das selbst wissen und schlussendlich muss der Zuschauer entscheiden, ob sie den Gil sehen wollen, den sie jetzt hier sehen.“
Happy Birthday, „Creek der Sterne“!
Halbfinale – und natürlich wartet die Kult-Dschungelprüfung „Creek der Sterne“, die in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal stattfindet, auf die fünf verbliebenen Stars. „Der Weg ins Finale führt fast immer über diese Rampe“, begrüßt Sonja die Halbfinalisten. Der australische Dschungel fährt alles auf, was er hat: orkanartiger Wind, glitschiger Schaum, fieser Schleim, Wassermassen von oben und Bälle so groß als hätten sie eine persönliche Rechnung mit den Stars offen. Die Mission ist klar: Jeder Star muss an dem rutschigen Hang seinen Stern auf die richtige Position bringen und diese bis zum Ende der Prüfung halten. Die Reihenfolge von unten nach oben: Hubert, Simone, Gil, Samira und ganz oben Patrick. „Es wird Zeit, aus Campern Helden zu machen. Startet die Maschinen“, ruft Jan – und die große Wasserschlacht beginnt. Vorsichtig legt Hubert los und ist schnell mit allen fünf Sternen auf seiner Position. Simone nimmt ihm vier Sterne ab und bringt sie auf ihren Platz, danach übernehmen Gil, Samira und Patrick. Doch dann kommt die erste Riesenwelle und spült Teile der Gruppe wieder nach unten. Schnell wird neu sortiert, gekämpft und geklettert, nur um kurz darauf von der nächsten Welle erneut überrascht zu werden. Wieder rutschen sie, wieder ordnen sie die Sterne, wieder kämpfen sie sich nach oben. Dann stehen alle endlich dort, wo sie sein sollen. „10, 9, 8 … 1“, zählen Jan und Sonja herunter. Geschafft! Fünf Sterne! Die Freude ist riesig. „Zum ersten Mal 2026 volle Punktzahl in einer Dschungelprüfung“, lobt Jan begeistert.
Mit Material von RTL / Bilder: RTL





































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