Auf und davon

AWESOME 5: Serien mit Schauplätzen, die Fernweh in uns wecken

Spoilerfrei
Kira
28.06.19

Serien, die Fernweh hervorrufen – da gibt es offen gestanden eine ganze Menge. Allein aufgrund der Tatsache, dass wir hier in Deutschland von US-Serien überschwemmt werden und es in den USA einfach so viele wunderschöne und unterschiedliche Staaten gibt, ist die Auswahl riesig. Daher habe ich mich ganz bewusst für eine Mischung entschieden, die eben genau nicht nur diesen Teil der Welt zeigt. Und noch eine bewusste Entscheidung hat es gegeben: „Game of Thrones“ auszuklammern. Ich bin gerade so satt von dem Thema, dass ich es trotz der vielen atemberaubenden Drehorte nicht in den Blick nehmen möchte.

Bei den nachfolgenden Serien passiert es mir immer wieder, mich in den Schauplätzen, an den Küsten, in den Straßen, in den Bergen zu verlieren, dass ich der Handlung kaum noch folgen kann. Ob das gut ist? Für die künftige Reiseplanung bestimmt. Und dafür kann man dann ja auch nochmal zurückspulen.

1. Outlander – Die schottischen Highlands

Nein, wir sind hier nicht im Guilty Pleasure-Beitrag. Und ja, ich schaue die Serie wirklich gerne. „Outlander“ hatte große Wirkung auf mich, denn durch die Serie ist mir bewusst geworden, wie unglaublich schön Schottland ist und dass ich mich ganz bald selbst von dieser Landschaft und Natur überzeugen muss. Ganz klar war, dass die Schottlandreise in die Highlands führen muss – was sie letztendlich auch tat. Schottland ist zwar nicht der einzige Drehort dieser Serie, dennoch trägt das Land so enorm zur Identität von „Outlander“ bei, dass sie an einem anderen Spielort nicht denkbar wäre. Die endlose Natur lässt uns als Zuschauer die Freiheit riechen, die schottisch-gälische Sprache bringt einen dazu, immer und immer wieder das „R“ zu rollen und das Tragen der traditionellen Kilts zeigt wieder einmal mehr, dass absolut nichts dabei ist, wenn Männer Röcke tragen. Ein Trip in die Highlands erdet. Eine Folge „Outlander“ erweckt Fernweh. Ungemein. Insbesondere, wenn zu den Bildern noch die Dudelsack-getränkte Abwandlung des The Skye Boat Songs läuft.

2. Big Little Lies – Monterey, Kalifornien

Die Strände, die Felsen, das Meer – und diese eine ewig hohe Brücke, über die die Autos rollen. „Big Little Lies“ besticht mit unglaublich toller Musik, welche die schönen Bilder noch einmal mehr unterstreicht. Man muss gestehen: Die reichen Menschen, die in Monterey wohnen und in der Serie gezeigt werden, machen das alles teilweise etwas unerreichbar – aber irgendwie auch begehrenswert. Einen Kaffee mit Meerblick genießen? Zum Nachdenken mal eben an den Strand fahren und die Füße in den Sand graben? Herrlich. Auch wenn die Serie und die Bilder mitunter düster sind und viele Schattenseiten des Lebens zeigen, ist Monterey doch ein Ort, der es wert ist, mal besucht zu werden. Ich meine hey… es ist Kalifornien! Und kein geringerer als Schriftsteller John Steinbeck hat diese Stadt durch seine Romane eins weltberühmt gemacht.

3. Sherlock – Wunderbares London

Back to Great Britain! „Sherlock“ gehört zu London wie ein Hundebaby zu mir – ein Sherlock ohne London wäre einfach nicht vorstellbar. Die Stadt ist sein Metier, sein Schauplatz, sein Boden, auf dem er seine deduktiven Schlüsse zieht. Durch Sherlock lernen wir die Stadt nochmal anders kennen, leben in ihr und wollen nicht wieder gehen. Nein, eigentlich wollen wir auch in die Baker Street ziehen und zudem an der Themse eine Runde Riesenrad fahren. Ohne die Touristen natürlich, denn dazu zählen wir ja nicht mehr. Auch wenn es Sherlock nie wirklich gegeben hat, ist das Angebot an Sherlock Walking Tours, Pubs und Museen groß. Aber nichts geht darüber, die Stadt einfach auf eigene Faust zu erkunden und sich durch die Straßen treiben zu lassen. Mit Regenschirm versteht sich.

Dexter – Sonniges Miami in Florida

In „Dexter“ erleben wir nicht nur das sonnig-warme Sommerfeeling von Miami, sondern auch ganz viele kubanische Einflüsse, die gleich doppeltes Fernweh wecken. Palmen, strahlendes Licht und Menschen in luftiger Kleidung hüllen Dexters Taten in einen fröhlichen Mantel und lassen die Verbrechen der Serie nicht ganz so sehr auf unserer Brust drücken. Ob das moralisch richtig ist? Ganz bestimmt nicht. Aber genau das ist ja auch der Punkt. Durch das Setting und die Erzählweise werden wir schnell zum Komplizen des sympathischen Forensikers, der jedoch zugleich ein Selbstjustiz-ausübender Serienmörder ist. Es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille. Wie wäre es jetzt mit einem kleinen Ausflug auf Dexters Boot? Nein, natürlich nicht in einem Plastiksack, sondern mit einem erfrischenden Drink in der Hand.

Sense8 – 9 Locations auf 4 Kontinenten

Berlin, Deutschland. Chicago, USA. London, Großbritannien. Mexiko-Stadt, Mexiko. Mumbai, Indien. Nairobi, Afrika. San Francisco, USA. Seoul, Südkorea, Reykjavík, Island. In keiner anderen Serie stehen acht Figuren aus und in neun verschiedenen Städten im Mittelpunkt. Allein deshalb ist „Sense8“ schon ein besonderes Werk. Bereits im Intro rasen wir durch verschiedene Städte, Klimazonen, Kontinente und während der Episoden springen wir von Schauplatz zu Schauplatz und sehen, dass es überall auf der Welt Menschen gibt, mit denen wir auf welche Art auch immer verbunden sind oder verbunden sein könnten. Gleichzeitig bekommen wir mit der Serie in Fülle eröffnet, an welchen Orten in der Welt wir noch nicht waren und wo wir unbedingt einmal hinreisen sollten. Manchmal ist halt auch ein Langstreckenflug nötig, um sein Blickfeld zu erweitern.

Was fehlt?

Die Liste wäre ganz einfach noch zu erweitern, doch jetzt seid ihr dran! Welche Serie liebt ihr aufgrund ihres Schauplatzes? Beim Schauen welcher Serie könnt ihr euch innerhalb von Sekunden in der Stadt, der Landschaft, auf dem Wasser verlieren? Nennt uns eure Serien – oder auch Lieblingsdrehorte – gerne in den Kommentaren. Und habt ein schönes Wochenende!

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