Review zu den ersten beiden Staffeln "Bates Motel"

Charlie und die Psychopatenfabrik

22.07.14 20:55
Bates MotelDramaReview
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Peter
22.07.14

bates-motel

Ja, richtig gelesen! „Charlie“ aus „Charlie und die Schokoladenfarbik“ ist der Protagonist in der Serie „Bates Motel“. Nur mag Charlie hier neben Schokolade auch Blut, Messer und vor allem seine Mutter.

Bates Motel gilt als Prequel zu Hitchcocks „Psycho“, wobei der Zuschauer jetzt kein klar strukturiertes „Massaker zum Erwachsenen“ erwarten sollte. Die Serie hat meines Erachtens mit der Idee begonnen, diese kleine Vorgeschichte zu erzählen und muss sich jetzt mehr ausdenken, da die Show in Amerika immer wieder verlängert wird.

Ein kurzer Einblick in die Story: Norman Bates zieht mit seiner Mutter Norma Bates nach dem Tod seines Vaters in eine kleine Stadt in Oregon. Dort kauft Norma ein Motel, dass die beiden im Familienbetrieb führen wollen. Nach einigen Tagen taucht ein betrunkener Mann vor ihrer Tür auf, der ihnen von grausamen Ereignissen erzählt, die in dem Motel stattgefunden haben sollen. Nach einer hitzigen Diskussion verzieht sich der Störenfried wieder, doch das soll nicht die letzte Begegnung sein. Außerdem wird Norman immer wieder von Blackouts heimgesucht, die schlimme Folgen haben…

Okay, Okay. Bates Motel fängt vielleicht wie jeder zweite Horrorfilm an, das muss aber nicht heißen, dass er auch so vorhersehbar endet. Doch auch das ist hier leider der Fall. Bates Motel zeigt zwar, dass sie an sich eine gute Storyline haben, die Überraschungen bleiben leider nur aus. Jeder kennt das Gefühl, wenn er vor dem Fernseher sitzt und sich denkt „Jetzt müsste ja eigentlich das und das passieren“. Passiert’s dann, fühlt man sich im ersten Moment wie Michael Bay, als er das „Lense-Flare“-Tool entdeckt hat. Im nächsten Moment nervt einen aber auch schon die Vorhersehbarkeit der Story… oder nicht? Auch die Tatsache, dass einer der Lost-Produzenten seine Finger im Spiel hatte ändert da nichts dran. Gut, das Intro ist genauso spannungsaufbauend wie damals bei Lost – weniger ist bei den Dingern ja immer mehr.

Man hat bei Bates Motel schnell das Gefühl, dass das gute Pulver schon in der ersten Staffel verschossen wurde. Ab der zweiten wird mir das ganze aber etwas zu träge und auch die Charaktere sind nicht mehr bedrohlich genug. Plötzlich erinnerte mich die Serie an einigen Stellen sogar an „Fawlty Towers“, was nicht gerade für einen Thriller spricht!

Meine Meinung:

Wer sich für ein paar Stunden schocken lassen will, der kann gerne mal bei Bates Motel reinschalten. Aktuell läuft die Serie in Deutschland zwar nicht, Vox hat bis in den Juni hinein allerdings die ersten Staffeln gezeigt – die nächste sollte also auch nicht lange auf sich warten lassen. Leute, die einen durchgezogenen, spannenden Thriller erwarten, die sollten allerdings das Staffelfinale Nummer Eins als Ende ansehen. Vielleicht bringt die dritte Staffel den „Horror“ zurück, mal abwarten.

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