Goodbye, friend.

Review: Mr. Robot S04E12+13 – Series Finale Part 1+2 (Serienfinale)

23.12.19 10:12
Mr. RobotReview
SPOILER !!
Maik
23.12.19

Puh! Ich bin immer noch emotional angeschlagen von dem, was ich gerade gesehen habe, versuche aber, es in Worte zu fassen, die so profund wie eben möglich angemessen beschreiben, was Sam Esmail uns mit „Mr. Robot“ allgemein, vor allem aber mit diesem Serienfinale, geliefert hat. Eine Doppelfolge mit insgesamt etwa 90 Minuten, die fortan als Paradebeispiel für den Abschluss einer Fernsehserie stehen dürften. Aber der Reihe nach.

Series Finale Part 1

„Hello, friend. Hello, friend? Wait, you can hear me again? Have you been there this whole time?“ (Elliot)

Yep, Elliot spricht wieder zu uns. Endlich. Das war natürlich abzusehen, aber fast eine komplette Staffel ohne seine Gedanken hören zu können, war schon hart. Nach dem Erdbeben-gleichen Rütteln findet er sich auf der Straße wieder, bzw. eigentlich am gleichen Ort, wo er zuvor noch war, nur, dass das Kraftwerk nicht mehr da ist. In der alternativen Realität ist alles besser und ein Community Center in Planung. Für die perfekte Einstimmung in das große Finale sorgt der „Domo arigato, Mr Roboto“-Soundtrack von Styx. Da hatte ich bereits zum ersten Mal ein bisschen Gänsehaut.

Die erste wichtige Erkenntnis: „Unser“ alter Elliot war nicht einfach nur eine Erscheinung in Form einer Charakter-Abspaltung des neuen Elliots, sondern ist eine für alle anderen sichtbare reale Person. Und muss auf diese alternative Realität erstmal klar kommen und verarbeitet sie parallel zu uns Zuschauern. Meine ersten Screenshots für Artikelbilder bestanden ausschließlich aus verwunderten Blicken seinerseits. Elliot war jedenfalls der Kunde, der den „Mr. Robot“-Laden in der vorherigen Episode wieder verlassen hat, als sein Alternativ-Vater mit seinem Alternativ-Ich telefoniert hatte.

„My monster is still alive.“ (Elliot)

Er fragt das gleiche Nachbarsmädchen bzgl. seines Familienhauses wie in einer früheren Staffel, als er im Zuge eines Morphium-Trips träumte. Sie ist zwar (deutlich?!) älter geworden, trägt aber noch das gleiche Outfit und fährt Tretroller. Das ist ihm aber genauso egal, wie die Vorhänge, deren Veränderung nun wirklich die letzte von Relevanz sein dürfte.

„Trust me on this, you‘ll notice the difference!“ (Alternativ-Mutter)

„This doesn‘t sound like my mom. This sounds like someone who loves their son.“ (Elliot)

Da Darlene in dieser Realität nicht existiert, befindet sich das Kinderzimmer Elliots woanders. Und ist voller Sportpokale. Elliot, der alte Skater! Neben diesen charakter-konträren Elementen setzen die Macher aber auch immer wieder gekonnt Informationen und vor allem Dialoge ein, die an die alte Realität erinnern. Die aufgesetzt gespielte „Mr. Alderson!“-Begrüßung von Price habe ich zum Beispiel sehr gefeiert. Ebenso, wie unser Elliot eher kläglich versucht, Euphorie in ein dahin-gemurmeltes „Okay…“ zu legen. Die Reaktion von Angelas Eltern spricht Bände. So erstaunt, wie sie über diesen seltsam wirkenden Elliot sind, so wirkt es auf uns Zuschauer allgemein unpassend, die Bilderwand zu sehen, wo Elliot lächelnd drauf zu sehen ist. Ein fröhlicher Elliot? Seltsam…

Seltsam fand ich zunächst auch, dass alle noch exakt dort wohnen, wo sie es in der realen Welt tun. Wäre das wirklich eine „kleine Veränderung führt zu großen Veränderungen“-Welt, hätte Elliot nie die Wohnung gewählt bzw. würde mit seiner Verlobten zusammen wohnen. Man kann es aber wohl zum einen schlichtweg nicht anders erzählen, zum anderen war das wohl ein erster Hinweis, dass es sich eben doch nicht um eine echte Welt handeln würde. Dazu passt auch dieses später nochmal deutlicher betonte „Evil never wins – HEROES“-Plakat, das am U-Bahn-Eingang zu sehen war.

Unser Elliot besucht jedenfalls „seine“ Wohnung und stellt leichte Differenzen im Inneneinrichtungs-Geschmack fest.

„This guy is definitely not me. And I am definitely not him.“ (Elliot)

Die vermeintliche Hack-Info-„CD-Sammlung“ ist hier lediglich ein familiäres Fotoalbum. Wir bekommen einen recht wirren Kamera-Schnell-Wechsel zu sehen, der den Zeitverlauf verdeutlichen soll (und mich immer wieder dazu brachte, irgendwen plötzlich in der Bildschirmecke stehend zu erwarten…). Die Art, wie Elliot sich quasi selbst über Social Media stalkt, um Informationen über sein Leben herauszubekommen, ist eine schöne (und surreale) Parallele zum Beginn der Serie, wo er selbiges mit seinen Hacking-Opfern getan hatte.

Auf einer versteckten Partition findet er gezeichnete Bilder seiner Realität. Spätestens hier fangen nicht nur bei ihm, sondern auch bei uns Zuschauern erneut die Synapsen zu glühen an. Theorien bahnen sich ihren Weg, man möchte sich selbst eine Erklärung zusammen bauen, ehe es die Serie für einen erledigt. Ist das etwa ein Comic, in dem der „neue“ Elliot sich selbst als „edgy“ und interessant dargestellt hat? Das wäre eigentlich ein ziemlich idealer Cliffhanger gewesen, um den Rest der Serie erst eine Woche verzögert zu zeigen. Aber es gibt noch so viel mehr…

Es folgt der eigentliche inhaltliche Anschluss an das Ende der letzten Folge – Elliot trifft Elliot. Und ja, der „neue“ hat sich alles nur ausgedacht. Also, sein Alter-Ego als Hacker und diese (banal benannte) Gruppe „fsociety“. Wie so oft liegt in vermeintlich unwichtigen oder unreal wirkenden Dialogfetzen mal wieder gehörig Wahrheit.

„Like a superhero! Except his power would be computers. He‘d be a cyber security engineer by day, vigilante hacker by night.“ (Alternativ-Elliot)

Als sehr gelungen empfand ich den Moment, als Alt-Elliot in Gedanken zu uns spricht und Neu-Elliot diese hören kann. Vor allem, weil Alt-Elliot zunächst im Affekt nicht damit aufhört, sondern weiter vermeintlich verdeckt mit uns kommuniziert. Ein schöner Kniff und ein weiterer surrealer Mystery-Aspekt.

„How are you doing that?!“ (Alternativ-Elliot)

Wir werden ruckartig aus der Szene geschüttelt und die Geschehnisse überschlagen sich. Neu-Elliot allem voran auf den Heizkörper. Alt-Elliot gehen die gleichen Gedanken wie uns Zuschauern durch den Kopf. Ist das die Chance, um ihn einfach zu ersetzen? Ein besseres Leben einzunehmen? Oder ist die Anwesenheit unseres Elliots alleine schon Grund für die Erdbeben? Wie die Serie es über die komplette Episode schafft, dass wir Elliot nicht nur beobachten, sondern wie er denken, ist schon verdammt beeindruckend gemacht.

Letztlich unterlässt er nicht nur notwendige Hilfeleistung, sondern bringt „sich selbst“ um und redet es sich mit den Erdbeben und allem schön.. Ein harter Schritt, den ich so nicht erwartet hätte. Nicht, dass er nur zeitweiser Gast in dieser Realität war und diese ihres Elliots beraubt und dadurch viele Menschen darin unglücklich gemacht hat…?

„I think, you should look away, too.“ (Elliot)

Das war ein sehr guter erster Teil, den ich irgendwo zwischen 4,5 und 5 Kronen eingeordnet hätte (auch wenn ich die Doppelfolge eher als Ganzes bewerten möchte). Das war viel Einordnung und Vorbereitung für das, das was folgt. Aber wir haben keine Zeit und Worte zu verlieren. Machen wir direkt weiter.

Series Finale Part 2

Wird jetzt alles gut? In einer schönen sprachlichen Analogie setzt unser und der einzig verbliebene Elliot zum „Full Whipedown“ seiner selbst an. Er transformiert sich in den „guten Elliot“ – ist er jetzt der böse? Während ich noch überlege, ob wir die ganze Zeit über einem Bösewicht zugeschaut haben, wird Elliot auch schon von der Polizei angehalten. Er hatte vom alten Parkplatz aus einer früheren Tyrell-Folge den entsprechenden Wagen geholt und sich selbst in einen Karton gepackt und will diesen gerade verladen. Trotz der Warnungen von Mr. Robot, der ihm wieder erschienen ist.

Dominique ist hier einfach nur eine einfache Polizistin, besitzt aber noch immer ihren gewohnten Spürsinn für Details. Interessant ist hier, dass Elliot angeblich „überhaupt nicht“ wie Elliot aussieht. Das lässt mal wieder ordentlich Interpretations-Spielraum für wirre Gedankenspiele. Doch bevor man diese ausformuliert hat, setzt ein erneutes Erdbeben-Ruckeln ein und Elliot kann Dank dessen (und der fehlenden Schussbereitschaft Dominiques) fliehen.

Fragen, weshalb dann plötzlich kein Polizei-Großaufgebot mehr hinter Elliot her ist, muss man gar nicht erst stellen. Schnell wird uns klar gemacht, dass es sich definitiv nicht um eine reale Welt handelt. Das wird spätestens klar, als eine Hochzeits-Gesellschaft mit fsociety-Masken zu sehen ist. Okay, ein bisschen habe ich in dem Moment noch auf einen weiteren Dreh in Form eines Gags gewartet, der Elliot abholen soll, aber hier bricht die Szenerie und Folge merklich.

Zum Abschluss darf unser Elliot nochmal mit Angela reden. Nach einer unecht anhörenden kleinen Stöckelschuh-Verfolgung direkt im alten fsociety-Verschlag, wo wir 1:1 Szenerien aus der Morphium-Traumsequenz (S01E04) zu sehen bekommen. Damals hatte die erdachte Angela ihm noch „Don’t you know, you’re not Elliot. You’re…“ gesagt, ehe sie abgekappt worden war. Eigentlich hat nur die Riesenrad-Fahrt gefehlt, um den Bogen zum Beginn zu spannen, aber das wäre dann wohl wirklich etwas zu viel gewesen.

Es stellt sich heraus, dass unser Elliot die komplette alternative Welt lediglich gedanklich konzipiert hat. Ein imaginäres Gefängnis für den echten Elliot, um diesen beschäftigt zu halten. Entsprechend wird die Erklärung eigentlich schon hier gegeben. Ist unser Elliot auch nur eine Persona wie Mr. Robot….?

Die Wahrheit wurde angeritzt, aber wie bei uns Zuschauern erst der Verarbeitungsprozess einsetzt, fängt bei „Elliot“ auch erstmal kleinteilig an, dass die Welt auseinanderfällt. Kleine Glitches und Fehler gelangen ins System. Plötzlich finden sich überall Mr. Robot-Gesichter, ein Alarm ertönt (aus dem echten Kraftwerk?) und Tyrell erscheint, der ihn unter Applaus der Passantenmasse erschießt.

Elliot wacht bei Krista im Rahmen einer Therapiesitzung auf. Ist das die echte Welt und die Erklärung für alles?

„I want my life back!“ (Elliot)

Nein, die Macher spielen nur mit uns. Aber mit Sinn und Verstand, denn auch diese Szene ist mit Bedacht gewählt. In Form der für unseren „Elliot“ als vertrauenswürdig eingestuften Krista wird ihm und uns eine Erklärung abgegeben.

Die erste vom echten Elliot Alderson erdachte Persönlichkeit in Form eines imaginären Freundes war Mr. Robot. Soweit bekannt. Als Vater-Ersatz und Schutz-Mechanismus. Als weitere Figuren werden die bereits von uns gesehenen Figuren der Mutter und des jüngeren Ichs aufgeführt. Die wurden von mir ehrlich gesagt nie als wirkliche Persönlichkeiten wahrgenommen, da sie scheinbar nie direkt die Kontrolle übernommen hatten, aber gut. Schön fand ich an dieser Stelle, dass auch wir Zuschauer als Teil der „imaginären Familie“ thematisiert worden sind.

„The voyeurs who think they aren‘t a part of this despite being here for all of it.“ („Krista“)

Aber es gibt sie natürlich noch, die weitere Persönlichkeit. Endlich. Mehrfach wurde sie diese Staffel direkt angedeutet, aber wie es bei Mr. Robot so oft ist, haben sich Twists bereits durch subtilere Andeutungen in den vorherigen Folgen und Staffeln manifestiert. Szenen bis zurück zur ersten Staffel zeigen uns, dass vor allem Darlene im Dialog mit Elliot und der Frage nach dem „echten Elliot“ eben nicht nur meinte, ob sie gerade nicht mit Mr. Robot spräche, sondern auch, ob nicht mit „unserem“ Elliot. Uff…

Die Wahrheit setzt so langsam ein. Nicht nur bei uns, sondern auch bei „unserem“ Elliot. Der war nur die Wut-Variante des echten. Die aufregende Person, die sich der echte Elliot erdacht hat, weil ihm die schnöde Alltagsroutine zu langweilig war. Aber eben auch die Figur, die die Kontrolle übernimmt und nur ungerne abgibt. Bis sie vergisst, dass sie gar nicht die echte Person ist. „The Mastermind“.

„This is my life! It always will be.“ (Mastermind-Elliot)

„Unser“ „alter“ „Elliot“ (Ja, sorry für die Anführungsstrich-Frequenz in diesem Beitrag…) geht „verschütt“ (ha!) in der Gedankenwelt. In der echten Realität wacht ein Elliot auf. Aber welcher? Zunächst handelt es sich um unseren Wut-Elliot. Noch immer kann und will er nicht loslassen. Zunächst muss er ja auch erstmal begreifen, was los ist. Er war körperlich anscheinend im Koma, so dass es einen Zeitraum gab, in dem keine der Persönlichkeiten Zugriff hatte. Eine Möglichkeit, sich zu sortieren.

„Sorry, I never came up with a better name for you. Then again, I don‘t even have a name. Just a guy trying to play god without permission.“ („Elliot“)

Unser Wut-Elliot zieht sich zurück zu den anderen Persönlichkeiten. Auf die „Brücke“, das Ausblick-Stockwerk, aus dem heraus sie die Welt beobachten. Er spricht noch mal zu uns und macht einen auf Peter Lustig, sagt, wir sollen abschalten.

„Come on. This only works if you let go, too.“ („Elliot“)

Ich will aber nicht… Ich will, dass es weiter geht. Nicht zuende. Und irgendwie brauche auch ich noch Zeit, das zu verarbeiten. Die Zeit bekommen wir aber noch. Ein paar letzte Minute. Mit unserem Elliot. Wir waren also auch nur der eingebildete Freund eines eingebildeten Freundes…?

Während die Persönlichkeiten gemeinsam im Kino das Leben des echten Elliots auf der Leinwand anschauen, setzt die Emotion dann vollends ein. Bei unserem Elliot und auch bei mir. Zunächst dachte ich, die benässten Augen kämen vom viel zu frühen Aufstehen, um die Folge zu sehen. Oder von meiner noch immer leicht vorhandenen Erkältung. Aber nein, dann flossen die Tränen. Richtig. Und wer mich kennt, weiß, dass ich beileibe nicht nah am Wasser gebaut bin. Erst recht nicht bei fiktionalen Dingen wie Fernsehserien. Aber wow – das hat richtig gesessen. Vielleicht um des Wissens, dass es jetzt schlicht vorbei ist, vermutlich aber eben auch, weil ich mit unserem Wut-Elliot mitfühle. Und vielleicht auch ein bisschen mit dem echten, der doch jetzt komplett überfordert sein dürfte mit der Realität, die er so lange nicht gesehen hat. Vor allem mit dem Tod Angelas…

„Hello, Elliot.“ (Darlene)

Uff. Beim Schreiben dieser Zeilen ist sie noch immer da. Die Gänsehaut. Und auch ein bisschen Nässe auf den Pupillen. Wahnsinn. Was für ein Finale. Und das Beachtlichste daran finde ich ja, dass man ohne die großen Klischee-Twists und -Sensationen auskam. Alles wurde auf kognitiver und emotionaler Ebene geregelt. Ohne gigantische Schusswechsel, Action-Sequenzen, Explosionen und vor allem Tode. Gut, zwei kleine imaginäre Dinge, aber das große Spektakel kam am Ende. Mit dem „Kontroll-Tod“ einer Figur, der wir über Jahre beiwohnen durften, die aber eigentlich gar nicht der Hauptdarsteller im Leben des Elliot Aldersons ist. Er hat – wie wir – nicht mal einen Namen. Wow.

Sam Esmail hatte bereits einige richtungsändernde Twists für uns parat. „Mr. Robot“ hat sich seit Staffel 1 dadurch definiert, die Leute haben nur auf die nächste Wendung gewartet, die alles Bisherige in einen neuen Kontext setzt, uns Zuschauern den Teppich unter den Füßen wegnimmt. In Staffel 3 gab es sowas – zumindest in der offensichtlichen Form – nicht, was ich im Review damals als Erwartungs-brechende Überraschung umschrieben hatte. Ab da hat die Serie aber auch enorm an allgemeiner Stärke gewonnen. Das Finale hat es jetzt aber mal wieder und vor allem so richtig geschafft. Selbst die vorherigen Wendungen waren alle nur Teil einer großen Inszenierung. Und nicht etwa der eher stumpfen „hat alles nur unter der Dusche geträumt“- oder „alle waren die ganze Zeit bereits tot“-Art, sondern einer komplexen erzählerischen. Die vor allem uns Zuschauer inkludiert hat. Und das über den normalen Durchbruch der vierten Wand hinweg. Wir waren Teil. Teil dieser Geschichte. Teil der Täuschung. Und entsprechend der Laufzeit der vier Staffeln verlief diese auch. Davor gab es uns nicht, da es unsere Bezugs-Persönlichkeit nicht gab. Entsprechend charmant hat man das begrenzte Dasein der Serie erklärt. Vorher gab es nichts, danach gibt es nichts. Wow. Und der Twist war eben nicht einfach nur ein Twist des Twists wegen. Das hat schon gepasst. Dass wir Zuschauer einen glücklichen, normalen Elliot als „falsch“ erachten ist logisch, kennen wir doch eben nur die „grumpy“-Version.

Aber auch einfach auf die Folgen bezogen war das mal wieder verdammt gutes Handwerk. Die Cinematography hat gesessen (auch wenn es natürlich spektakulärere Shots im Laufe vor allem dieser Staffel zu sehen gab). Die Dialoge waren bis aufs kleinste Detail bedacht gewählt und bieten immer wieder in vermeintlich unwichtigen Nebensätzen so viele Referenz und Hinweis auf das, was eigentlich geschieht. Dazu hat man sich eine perfekte Möglichkeit geschaffen, alte Schauplätze, Figuren und Szenen nochmal natürlich einzubinden, ohne in künstlich wirkende Flashback-Orgien verfallen zu müssen.

Nach viel zu vielen Worten gebe ich dieser letzten Folge und auch dem Doppelfolgen-Finale an sich natürlich fünf von fünf Kronen. Es geht gar nicht anders. Die Erwartungen waren so hoch und sie wurden erfüllt. Das hat man heutzutage eigentlich gar nicht. Das war zuletzt bei „Breaking Bad“ der Fall, dass man zumindest nicht enttäuscht war. Doch gilt die damals abschließende Folge „Felina“ als Benchmark oder zumindest stete Nennung, wenn es um gelungene Serienfinale geht, so muss ich sagen, dass „Mr. Robot“ es noch besser gemacht hat. Dabei beziehe ich es nicht nur auf die allerletzte Folge, sondern den allgemeinen Abschluss. Die letzte Staffel. Die Serie in Gänze. Wir haben alle „das neue ‚Breaking Bad'“ in seiner Art und Größe gesucht, in „Mr. Robot“ haben wir es gefunden. Zu wenige, denn die Serie tristet leider noch immer ein deutlich unterrepräsentiertes Dasein. Das wird sich hoffentlich spätestens ändern, wenn Sam Esmail, Rami Malek und Co. mit Auszeichnungen für dieses Meisterwerk zugeschüttet worden sind!

Mr. Robot – Staffel 4 Review

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich eher der kritische Kritiker. Eine 5-von-5 Wertung gibt es von mir recht selten, da es eben an Perfektion grenzt. Und doch habe ich es in dieser Staffel fünf Mal gemacht. Sei es eine tolle, auf einem Konzept-Gimmick aufbauende Folge (S04E05 – Review) oder ein modernes TV-Theater-Meisterwerk (S04E07 – Review). „407 Proxy Authentication Required “ hat bei IMDb übrigens noch immer einen perfekten (gewichteten) Bewertungs-Schnitt von 10,0 (bei mittlerweile 11.859 Stimmen).

Einzig die vierte Folge fällt merklich ab (Review). Da hatte ich noch ganz kleine und kurze Bedenken, ob die Staffel nicht einen ungewollten Gang nimmt und sich in die lange Liste der enttäuschenden Serienfinale anreihen würde. Aber das Gegenteil war der Fall. Ab da hat „Mr. Robot“ geliefert. Woche für Woche. Und ich kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus, habe zumindest vereinzelte Leute in meinem Umfeld (und auch Co-Autoren hier im Blog) anstacheln können, doch endlich weiter oder überhaupt rein zu schauen. Das würde ich euch auch raten, aber das habt ihr vermutlich, sonst würdet ihr das hier nicht lesen.

Eine exemplarische Staffel zum Abschluss. Eine würdige Staffel. Eine Staffel, die zeigt, dass Serien vor allem dann richtig gut sind, wenn sie durchdacht erzählt werden und eben dann ein Ende bekommen, wenn es für sie vorgesehen war. Wenn die Handlung es vorgibt. „Mr Robot“ hat das in einem außergewöhnlichen Stil geschafft.

Domo arigato!

„Domo arigato“ ist aus dem Japanischen und heißt so viel wie „Vielen Dank“. Danke, „Mr. Robot“. Danke, Sam Esmail. Danke für dieses absolute Meisterwerk der Fernsehkultur. War Staffel Eins bereits großartig, konnte man nur erahnen, was folgen sollte. Okay, die zweite Staffel war etwas undurchsichtig, dürfte einige Zuschauer verloren haben. Allgemein ist das Setting wenig lockerleicht-anfühlend, nicht immer ist alles direkt zugänglich gewesen. Die depressive Ader der Haupftigur schlug halt durch. Immerhin war es ihre Geschichte. Aber auch unsere. Wie wir Zuschauer mit einbezogen worden sind, war einfach nur genial. Kein nettes Gimmick nebendran, das zwar wie in „House of Cards“ oder „Fleabag“ durchaus smart ausgespielt werden kann, sondern erklärtermaßen in sich selbst ergründet.

Und das ist, was die Serie halt ausmacht. Die Durchdachtheit. Alles, wirklich alles, hat seinen Sinn und Zweck. Alle Handlungsstränge sind erklärbar, alle Kameraeinstellungen genau so bedacht gewählt, wie die Wort, die die Figuren von sich geben. Das ist schlicht Kunst. Fernsehkunst, die als Benchmark herhalten muss. Schön anzuschauen, mitreißend und voller Erzählebenen. Ihr merkt, ich komme es aus dem Loben nicht heraus, aber eben auch, weil ich es nicht enden lassen will. Sobald ich diesen Beitrag beende, war es das. Keine weitere „Mr. Robot“-Rezension. Wie „unser“ „Wut“-Elliot will ich nicht loslassen. Aber ich muss. Immerhin kann ich in meinem Heimkino nochmal einen Rerun starten. Das dürfte sich definitiv lohnen, jetzt im Wissen um die allgemeine Erklärung des Ganzen.

Goodbye, friend.

Bilder: usa Network

Vorherige Folge

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36 Kommentare

  • Hallo. Wo konntest du dir das Finale ansehen? Bei meinem Amazon Prime Konto ist lediglich Folge 12 verfügbar. Bei Folge 13 steht bei mir „nicht verfügbar“. Kannst du mir helfen, wie ich die 13. und letzte Folge endlich ansehen kann?

    • Hi, ich habe das selbe Problem wie Ferhat, außerdem war Folge 13 auch erst heute statt gestern verfügbar. Was ist da los?
      LG Markus

      • @Markus: Du meinst vermutlich Folge 12 statt 13?

        Das ist natürlich seltsam bei Amazon, da steht 13 noch immer als „derzeit nicht verfügbar“. Wie bescheuert. :/

  • Wo hast du das Finale angesehen?

  • Hi, es geht wieder. Laut Support gab es Fehler in der Folge. Wtf?!

    Zum Thema: Was ist nun mit Whiteroses Maschine, hat sie wirklich geglaubt das sie funktioniert, hätte sie im Kongo funktioniert? Was hat sie Angela gezeigt?
    Sie meinte tatsächlich das man damit Paralleluniversen erreichen kann?

    Wahrscheinlich war sie nur so verzweifelt, ihren Lover wieder zu sehen und hat sich deshalb in dieses hoffnungslose Projekt verstrickt?

    Nun wurde sie besiegt ohne die Maschine fertig stellen zu können. Also ist das Starten der Maschine und der Selbstmord eine letzte verzweiflungstat, da sie mit dem Rücken zur Wand steht. Wahrscheinlich hätte die Maschine niemals funktioniert?

    • Ungünstiges Timing für so einen Fehler… :/

      Letztlich wissen wir ja nicht, ob und wie ihre Maschine funktioniert hätte, da sie nie komplett lief. Vielleicht diente das alles nur, damit wir bei dieser Utopie-Welt verwirrt sein würden. Ich vermut aber ähnliches wie du schreibst, Whiterose stand am Ende mit dem Rücken zur Wand, das glich eher Wahnsinn. Vielleicht wollte sie sich auch nur ein gedankliches „Gefängnis“ schaffen, in dem ihre Liebe noch lebt. Ähnlich wurde ja auch Angela geködert, die schlicht den Verstand verloren hatte. Schwer zu sagen.

    • … es waren keine Sportpokale, sondern Auszeichnungen für Computer- Wettbewerbe an der Schule :-)

      • Einige ja, andere Figuren haben aber einen Ball in der Hand und Sportklamotten an. :)

  • Vanessa Reiners

    Ich konnte die letzte Folge heute schauen :)

    • Sehr schön. Und, hat‘s gefallen?

      • Nein.

        Staffel eins hatte was. Hacking. Yeah.

        Staffel zwei war schizophren.

        Staffel drei sinnlos.

        Staffel vier überdreht.

        Hätten sie sich auf Hacking und Gesellschaftskritik konzentriert, wäre es massentauglich.

        Keine gute Serie.

      • Weil es nicht massentauglich war, war es also keine gute Serie? Puh, dann wären also nur Dinge wie „The Big Bang Theory“ und anderer kantenloser und simpel gestrickter Mainstream-Kram „gut“. Dem wage ich zu wiedersprechen.
        Ja, es gab gerade in Staffel Zwei das ein oder andere Problem und sicher ist „Mr. Robot“ nicht für jeden was (halt wie so oft Geschmackssache, alles fein), aber gerade deshalb eben etwas Besonderes. Etwas abseits des Mainstreams, das sich traut, auch mal gelernte und oft wiederholte Sendemuster zu durchbrechen. Musst du nicht mögen, deine Meinung aber auf den Versuch, einer allgemeinen Bewertung zu adaptieren, halte ich aber gewagt bis fragwürdig. Zumal Hacking und Gesellschaftskritik eigentlich durchgängig omnipräsent sind. Mal ganz davon abgesehen: Wieso hast du es denn dann komplett geschaut, wenn man fragen darf? (Auch wenn dank Spaß-Mailadressen-Verwendung bei deinem Kommentar wohl nicht unbedingt mit einer Antwort zu rechnen sein dürfte…)

  • Wenn du 404 schlecht fandest hast du so manches nicht verstanden

    • Uh, da fühlt sich aber jemand verletzt – wieso so gehässig? :/ Habe nirgends geschrieben, dass die Folge schlecht war, 3,5/5 Kronen sind bei mir noch immer sehr solide Fernsehunterhaltung und die Episode hatte absolut ihre Stärken. Aber der Umgang mit Tyrell war nicht wirklich standesgemäß (leider auch im Nachgang betrachtet) und es ergaben sich eben Längen, auch fühlt sich die Folge eben wie der orientierungslose Exkurs an, der er bisweilen handlungstechnisch war. Letztlich ist es schlecht Geschmackssache und da solltest du genauso respektieren, dass andere sie vielleicht weniger gut fanden, wie ich respektiere, dass du sie anscheinend viel toller fandest.

      • Also erstmal: Mega Zusammenfassung und Kritik! Zweitens: 404 war tatsächlich eine Katastrophe. Drittens: Was genau war jetzt mit Elliot? Ein Komapatient? Ein Sterbender? Eine Geburt? Krieg es nicht zusammen :/

      • Hehe, danke, Andi! :)
        Elliot ist nichts von alledem. Unser Elliot ist lediglich eine eingebildete Person, so wie Mr. Robot oder er als Kind, etc. Er hat das Bewusstsein des echten Elliot aus Schutz in eine Art Gedanken-Gefängnis (diese Scheinwelt) gepackt, was ähnlich wirkt, als wenn Mr. Robot zwischendrin die Kontrolle übernommen hat. Nur hält unser Elliot die Kontrolle seit einer ganzen Weile und hat sogar vergessen, dass er selbst nur eine einbildete Persönlichkeit und NICHT der echte Elliot ist.
        Ich hoffe, das war soweit verständlich, oder worauf zielte die Frage genau ab?

      • Erstmal danke für die Erklärungen, aber eine Frage habe ich noch warum haben die Macher den echten Elliot nicht gezeigt auch wenn es nur für kurzer Zeit.
        Und warum taucht seine Schwester im perfekten Leben nicht auf ?

      • Wir waren der Freund „unseres“ Elliots und haben seine Geschichte begleitet. Er war die Hauptfigur und der echte Elliot in so fern irrelevant. Man hat sich da sicher einen Spaß erlaubt, bzw. die Fantasie des Zuschauers offen gelassen. Immerhin wissen wir ja, dass er komplett anders aussieht. :)

        Die zweite Frage kam in einem späteren Kommentar schon mal:
        „Darlene hatte er nicht mit eingefügt, weil es – wenn ich es richtig in Erinnerung habe – zu gefährlich gewesen wäre. In dem Sinne, dass das echte Ich dann dem Loop auf die Schliche gekommen wäre bzw. es eine Möglichkeit des Ausbruchs hätte sein können. Darlene war für den echten Elliot ein Ankerpunkt mit der intensivsten Beziehung. Da hätte er merken können, dass die Welt nicht echt ist.“

    • Valentin

      Maik, ein hervorragender Kommentar zum Staffelfinale. Ich stimme dir in allen Aussagen widerspruchslos zu! Ich kam leider erst jetzt dazu, die letzten Folgen zu schauen und ich muss gestehen, wie emotional berührt ich davon bin. Eine sehr gelungene Serie, der, wie du schon angemerkt hast, zu wenig Beachtung geschenkt wird.

      • Freut mich, dass du meine Einschätzung teilen kannst, Valentin. :)

      • Anonymous

        Ich liebe Mr.Robot…Das Ende ist super emotional.

  • NotMrRobot

    Hi, schöner Rewiew… so ganz habe ich das Finale nicht verstanden… aber das kommt bestimmt noch. Alles hat ein Ende… leider denn ich habe, wie sicherlich viele andere, Mr. Robot geliebt <3
    goodbye, friend

  • Patrickrobot

    Deine Kritik ist wie die Serie, wirklich sehr gelungen und ich stimme dir in allen Punkten zu. Gerade auf der Schlussgeraden hat es mich so gepackt und ich habe gehofft, dass die Erklärung nicht sein wird, dass die Maschine von Whiterose funktioniert. Diese SciFi Art hätte wie ich finde garnicht gepasst. Ich war so froh, dass genau das dann auch nicht passiert ist und die Erklärung auf der emotionalen, psychologischen Ebene stattfand. Jetzt liege ich hier und will die Serie einfach nicht loslassen. Ich war lange Zeit auf der Suche nach einer Serie die in Ihrer gesamten Stimmigkeit an Breaking Bad rankommt und habe sie hiermit gefunden. Leider ist so schön vorbei..eine Frage ist bei mir aber noch offen: Wieso hat Elliot in der „perfekten“ Welt die er erschaffen und um sein wahres Ich zu beschäftigen, diese Welt ohne Darline erschaffen? Müsste sie ihm nicht mindestens genau so wichtig sein, wie alle anderen Dinge die er hier erschafft? Würde mich interessieren was du hierzu sagst. LG Patrick

    • Dank dir für deine Einschätzung, Patrick, und schön zu wissen, dass es anderen genau wie mir geht. :)
      Darlene hatte er nicht mit eingefügt, weil es – wenn ich es richtig in Erinnerung habe – zu gefährlich gewesen wäre. In dem Sinne, dass das echte Ich dann dem Loop auf die Schliche gekommen wäre bzw. es eine Möglichkeit des Ausbruchs hätte sein können. Darlene war für den echten Elliot ein Ankerpunkt mit der intensivsten Beziehung. Da hätte er merken können, dass die Welt nicht echt ist.

      • Patrickrobot

        Hallo Maik, danke für deine Antwort. Du hast Recht das ergibt Sinn, vielleicht habe ich nicht aufmerksam gebaug zugeschaut😁 Sag Mal hast du deine Serien Empfehlung für mich? Also was vergleichbares wie Mr.Robot oder Breaking Bad?

      • Das ist schwer… „Better Call Saul“ und „Westworld“ sind gerade sehr starke Dramen, jedoch natürlich mit komplett anderen Ausrichtungen (wobei „Mr. Robot“ und „Breaking Bad“ das ja auch haben…).

  • Super Review :).
    Ich finde das Finale einerseits super und andererseits bin ich etwas enttäuscht.
    Eigentlich klärt sich ja alles gut auf und auch emotional war es richtig Klasse.Und ich finde es auch gut das keine „SciFi“ Elemente mit reingekommen sind.
    Andererseits hätte ich mir nach den ganzen Andeutungen usw. doch noch etwas mehr „Mindfuck“ erwartet.Ich dachte die Maschiene kann vielleicht doch so was Virtual Reality mäßiges erschaffen (hätte ich jetzt auch besser als alternative Welten gefunden)und wäre jetzt auch nicht zu sehr SciFi gewesen. Und ein paar Fragen bleiben da eben offen.Hätte die Maschiene funktioniert und was mich am meistens beschäftigt ist, was White Rose denn Angela nun gezeigt hat. Irgendwas muss da ja gewesen sein.
    Und was war das für ein Licht das Tyrell gesehen hat, war das einfach Einbildung weil er kurz vorm sterben war? Die Folge fand ich gar nicht gut.

  • Moin,

    vielleicht kann mir ja jemand weiterhelfen.

    Warum fliegt Dom allein mit dem Flugzeug davon, während Darlene überraschend zurück bleibt? Welchen Sinn soll das haben? Dom wird ja dann im weiteren Verlauf auch gar nicht mehr erwähnt, oder hab ich das verpasst?

    Ebenfalls äußerst merkwürdig fand ich, dass Tyrell verwundet in den Wald zurück läuft. Der hätte sich ja nun trotz allem auf den Weg ins Krankenhaus machen können, oder zumindest die Straße entlang, was bessere Chancen geboten hätte.
    Und was findet er da Leuchtendes im Schnee?? Ob er überlebt oder nicht wird in den folgenden Episoden dann auch nicht weiter behandelt..?

    Dennoch eine äußerst gelungene, unvergleichliche Serie!

    • Das mit Dom war einfach nur ihr Weg raus, um einen Neuanfang zu starten. Sie hatte ja noch auf Darlene gehofft, die hat sich aber dann doch nach ihrer Panikattacke dazu entschieden, zurück zu bleiben.

      Das mit Tyrell war, wie ich ja im Review schrieb, eh insgesamt etwas seltsam bis würdelos so als Abschied. Ich fürchte, das war einfach das Licht, in das man schreitet, wenn man ablebt. Etwas enttäuschend, ich weiß. :/

      • Danke für die Antwort!

        Eigentlich hatte ja Darlene auf Dom als Mitreisende gehofft, dann kam es anders rum und Dom landete im Flieger, und diese Wendung dann ohne tieferen Sinn zu belassen..

        Tja, armer Tyrell.
        Ich fand ja die Folge 4 richtig gut muss ich sagen. Hattest Du ja auch geschrieben, die drei im Verbund, das war einfach sympathisch, und der Wald hatte was mystisches, hätte man mehr draus machen können.

        Zu Beginn mindestens einer der folgenden Episoden wurde die „Lichtszene“ mit Tyrell (irgendwie wie blaues Handylicht) sogar nochmal erinnernd gezeigt.
        Ein wenig wirkt das, als hätten die Macher ursprünglich noch 1-2 weitere Folgen drehen wollen, die dann hinten runter fielen.
        Oder mag es sich um Hintertürchen für potentielle Fortsetzungen/Ableger handeln?
        Vielleicht kommt ja wenigstens noch ein Film, nach Breaking Bad Vorbild.
        Andernfalls kann man aber auch gut so damit leben, eine wirklich runde Sache!

      • Sorry, mit „Warten“ meinte ich im Flieger, etwas missverständlich. ;) Und ja, dachte auch zunächst an das Leuchten eines Telefon-Displays (vielleicht war es das ja sogar). Ich glaube jedoch nicht wirklich an einen Film, die Geschichte ist wie du schreibst eigentlich abgerundet und auserzählt.

    • Mr. Binge

      Ich denke das blaue Licht, welches tyrell zum Schluss gesehen hat, waren die Blau funkelnden Ohrringe, die er zuvor seiner Frau geschenkt hat. Die beiden sind im Jenseits quasi wieder vereint. Das arme Baby wird wohl ohne Eltern aufwachsen.

  • Moin. Eine großartige Serie mit einem gelungenen Ende. Ich habe Deinen Review auch deshalb gelesen, weil ich mir bei der Deutung des Endes nicht ganz sicher bin. Wäre es nicht auch möglich, dass der Zuschauer, der Freund, die ganze Zeit der wahre Elliot war? Also, dass jeder von uns der eigentliche Hauptdarsteller war? Ist das nicht der Grund, warum auch wir „loslassen müssen“?

    • Nein, ich denke nicht. Dazu passt der Rahmen zu perfekt, dass wir den falschen Elliot über dessen kompletten „Aktionszeitraum“ begleiten. Interessanter und kreativer Ansatz, funktioniert aber nicht in der Logik der Serie, weil der falsche Elliot sich ja nie bewusst war, dass es den richtigen gibt. Wir waren wirklich nur ein imaginärer Freund, um die vierte Wand durchbrechen zu können. :)

  • MR. Binge

    Ich denke das blaue Licht, welches tyrell zum Schluss gesehen hat, waren die Blau funkelnden Ohrringe, die er zuvor seiner Frau geschenkt hat.


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