Die nie ausgestrahlte Pilotfolge von „The Big Bang Theory“

25.02.14 13:25
The Big Bang Theory
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Marco
25.02.14

‚Nie ausgestrahlt‘ im Sinne ‚die kam nie im Fernsehen‘, denn irgendwie fand sie ja ihren Weg ins Internet und wenn auch nur einer von euch das hier mittels WLAN anschaut, wurde das ja auch irgendwie ausgestrahlt.
Auf jeden Fall ist das aber der Pilot, den Chuck Lorre von CBS in die Hände gelegt bekam, bevor er die Serie zu dem machte, was sie heute ist: Einen Haufen Müll. Okay, das ist lediglich meine Meinung und ich bin mir bewusst, dass die Serie äußerst erfolgreich ist, allerdings schmerzen mich die ganzen halbgaren popkulturellen Anspielungen, obwohl zumindest der Wissenschaftsteil ja korrekt sein soll. Aber dieses nerdige immer, das funktioniert für mich überhaupt nicht. Vor allem vermutlich, weil die Serie darauf abzielt, dass man über die Nerds lacht und nicht mit ihnen und sowas mag ich einfach nicht.
Trotzdem ist es aber überaus interessant zu sehen, wie die Serie vor Lorre aussah. Leronard und Sheldon sind zwar immer noch Roomies, allerdings ist von Raj und Howard und sogar Penny nichts zu sehen. Die beiden treffen allerdings auf Katie, eine arbeitslose Hair Stylistin. Später treffen sie noch auf Gilda, eine Arbeitskollegin, die eigentlich auf Leonard steht, aber während einer Star Trek Convention mal etwas mit Sheldon hatte. Ein bisschen Vertraut klingt es ja, aber dass Sheldon in diesem Paralleluniversum tatsächlich Sex hatte, finde ich echt noch am überraschendsten. (via)

6 Kommentare

  • Interessant, vor allem, weil es dem Charakter von Sheldon komplett widerspricht (also das „arrousal“, etc.). Gibt es die komplette Folge irgendwo oder war die nur drei Minuten lang?

  • „Vor allem vermutlich, weil die Serie darauf abzielt, dass man über die Nerds lacht und nicht mit ihnen und sowas mag ich einfach nicht.“

    Den Vorwurf habe ich jetzt schon öfter gelesen, kann ich aber überhaupt nicht nachvollziehen. Ich sehe mich selbst auch als Nerd und wenn Sheldon voll Begeisterung von seinem Lego Todesstern spricht (mal als Beispiel) lache ich mit, weil ich genauso empfinde wie er. Die Jungs aus TBBT leben einfach den überspitzten Traum jeden Nerds, sich voll und ganz diesem Lebensstil zu verschreiben. Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich wahrscheinlich auch das ganze Wochenende Star Wars Online zocken, da werden doch Erinnerungen an die eigene Jugend wach.

    Trotzdem ist niemand von den vier Nerds ein „Loser“, ganz im Gegenteil. Leonard und Raj haben beispielsweise den LHC besucht, der Traum vieler Wissenschaftler, Howard war sogar auf der ISS! Alle vier sind beruflich sehr erfolgreich, haben nie Geldsorgen und drei der vier Jungs sind sogar in festen Händen.

    Wenn man sich hingegen die „normalen“ Charaketere wie Penny oder gar Zack ansieht schneiden diese kaum besser ab. Penny sieht gut aus, hat aber sonst im Leben nichts erreicht, sie hat einen anspruchslosen „McJob“, der sie gerade so über Wasser hält und träumt von einer unrealistischen Schauspielkarriere. Ich weiß wessen Leben ich lieber hätte.

    • Gute Zusammenfassung! Bin da auch deiner Meinung, auch wenn ich im Vergleich zu Marco sicherlich nur ein „Mainstream-Nerd“ bin. Aber ich kann mich da oft wiederfinden und dadurch meine Unterhaltung ziehen. Auch wenn ich die Serie eingangs gehasst habe, mittlerweile kann ich aber über vorhersehbare Gags hinwegsehen und erwarte keine Brüller sondern einfach lockere Unterhaltung.

  • „Vor allem vermutlich, weil die Serie darauf abzielt, dass man über die Nerds lacht und nicht mit ihnen und sowas mag ich einfach nicht.“

    Da muss ich dir vollkommen widersprechen! Natürlich funktioniert die Serie anders als andere gewöhnliche Sitcoms. Dort wird mit den unterschiedlichen Charakterzügen „normaler“ Menschen gespielt, während hier eine Randgruppe in den Mittelpunkt gestellt wird. D. h. aber nicht automatisch, dass über diese Randgruppe gelacht werden soll, sondern vielmehr, dass mal ausnahmsweise mit einer Randgruppe gelacht wird!

    Mir ist durchaus bewusst, dass sich die meisten Menschen – sollten sie einem solchen TBBT-Nerd in der Realität begegnen – verwundert den Kopf schütteln und seinen Humor nicht verstehen würden. Aber zielt die Serie nicht genau darauf ab? Dass man eben dies NICHT tut, sondern sich stattdessen mal in diese Randgruppe hineinversetzt und versucht deren Sichtweise zu verstehen? Dass man einfach mal spezielle Charkaterzüge toleriert, akzeptiert und evtl. sogar zu schätzen lernt?

    Wenn man ein wenig wissenschaftliches Hintergrundwissen verfügt, funktioniert die Serie allemal auch aus einer anderen Sichtweise als der, dass sich der „Coole“ über den „Nerd“ lustig macht. Das Übertragen von Witzen aus der theoretischen, wissenschaftlichen Welt in den realen Alltag funktioniert wunderbar und man kann sehr wohl mit den „Nerds“ lachen! Dazu braucht man übrigens keinen Hochschulabschluss in Naturwissenschaften. So gut wie alle wissenschaftlichen Themen, welche in TBBT angesprochen werden, kamen bereits im Zuge der normalen Schulausbildung zur Sprache (Heisenberg, Schrödinger, Curie…).



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