Tag 2 im Dschungelcamp – da kommt zur besten Sendetewit am Samstagabend traditionell eine Menge auf den Tisch. So auch bei der 19. Auflage des Dschungelcamps – die Kurzfassung: Eva steht durch Ariel massiv unter Druck, während andere Mitcamper klare Kante zeigen. Gleichzeitig sorgen Familienmomente, Geständnisse über gescheiterte Beziehungen, Abstürze und Neuanfänge für Einblicke in die Vergangenheit der Stars. In der Dschungelprüfung eskaliert die Situation endgültig, mit dramatischen Folgen für alle Camper bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“
Erwartbar: Ariel stellt Eva an den Pranger
Es hatte sich an Tag 1 bereits angedeutet: Ariel spricht mit Eva über deren Affäre mit Samiras Exmann Serkan und wird dabei deutlich: „Wenn ich einen verheirateten Mann mit Ring am Finger sehe und der mich anmacht, dann bin ich abgeturnt und denke mir: ‚Was für ein Widerling!'“ Besonders emotional wird sie, als sie erklärt: „Ich wurde selbst betrogen, als ich eine frische Mama wurde. Ich weiß, wie schlimm das ist und was das kaputt macht in dir.“ Eva versucht, sich zu verteidigen: „Das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Zwei unterschiedliche Geschichten.“ Doch Ariel widerspricht und stellt im Dschungeltelefon klar: „Du hast die Chance, live vor ganz Deutschland deine Reue zu zeigen, was willst du noch mehr?!“ Eva hingegen betont, jeder dürfe seine Meinung haben, es gehe jedoch niemanden etwas an. Im Dschungeltelefon fragt sie: „Wer ist Ariel, um von ihr ein Urteil zu bekommen?“ Ariel bleibt hart und sagt zu Eva: „Ich gebe dir eine Chance, deine Story zu erzählen, was ganz normal ist, wenn du hier bist. Aber so, wie du das abwehrst, bestätigst du das, was ich von dir denke.“ Auf einen gemeinsamen Nenner kommen die beiden nicht. Später schildert Eva an der Waschstelle Mirja ihre Situation als alleinerziehende Mutter, räumt Fehler ein und wirft Samira vor: „Samira haut drauf. Das ist Hetze und ganz klar Rufschädigung.“
Väter, Mütter, Kinder – die Luxusartikel sind da!
Teamchef Umut holt die Luxusartikel aus dem Dschungeltelefon und bringt sie ins Camp. Alle sind glücklich und drücken die Kissen, auf denen die Gesichter ihrer Liebsten abgebildet sind. „Das ist die Anja, meine Lieblingskuh“, so Patrick mit seinem bedruckten Kissen in der Hand. Und dann wird es ganz schnell ganz emotional. Ariel kommen die Tränen beim Anblick ihres verstorbenen Vaters auf ihrem Kissen. Mirja ist von den Bildern ihrer Kinder auf ihrem Kissen ergriffen. Dann wird Umut ungewohnt still: „Mir hat mal jemand eingeredet, dass ich kein guter Vater sein könnte, dass ich niemals ein Kind finanzieren könnte und dass ich niemals der Vater ihres Kindes werden könnte, und dann hat sie es abgetrieben.“ Der 28-Jährige hätte gerne eine eigene Familie: „Ich bin sehr traurig, sehr verletzt und habe das lange verarbeiten müssen. Gerne hätte ich dieses Kind jetzt an meiner Seite.“
Bauer sucht Frau: Wie war das eigentlich damals?
„Mir wurde ja immer gesagt, dass ich Frauen klein mache, um mich groß zu machen“, so Patrick, während er Eva beim Abwasch hilft. „Ganz im Gegenteil: Ich würde mich freuen, wenn ich mit Helene Fischer zusammen wäre. Ich will ’ne Powerfrau, ’ne starke Frau.“ Und dann packt der TV-Bauer aus, wie alles mit seiner Ex Antonia anfing. Sie schrieb ihm eine Nachricht: „Sag‘ ‚Bauer sucht Frau‘ ab und heirate mich. Ich fand den Spruch damals kreativ. Sie wollte sich unbedingt schon vorab treffen, wurde richtig übergriffig. Auch nach ‚Bauer sucht Frau‘ hat sie nicht lockergelassen, ist ‚all in‘ gegangen und ich hatte das Gefühl, sie meint es wirklich ernst mit mir. Aber ab dem Moment, als ich ihr eine Chance gegeben habe, hat sie mir die Liebe entzogen, schon lange vor dem ‚Sommerhaus‘. Ich habe mich dann nur noch so fürs Fernsehen benutzt gefühlt. Im Fernsehen konnte man dann mal im Bett kuscheln. Im Fernsehen bin ich recht, aber sonst zum Lieben nicht?! Ich habe mich nicht mehr geliebt gefühlt und dann hatte ich was mit einer anderen. Dann spätestens war es zum Scheitern verurteilt. Wir haben nicht zueinander gepasst.“
Ariel grillt Gil – neue Runde
„Dazu kann ich nichts sagen, weil ich nichts sagen darf. Es gibt eine Unterlassungserklärung, die musste ich unterschreiben. Deswegen war der Prozess auch relativ schnell vorbei“, erklärt Gil auch Ariel, als sie ihn wegen der Vorfälle in Leipzig löchert. Zuvor hat er ihr schon den Grund für seine Teilnahme eingestanden: „Ich muss auch Rechnungen bezahlen und habe Kinder!“ Diese Antworten gehen Ariel nicht aus dem Kopf und sie spricht mit Mirja darüber: „Das war seine Antwort, weil er Geld braucht. Da denke ich mir, du chillst gerade deine Eier hier, damit du dein Geld nimmst, nach Hause gehst und keinen Menschen, der das hier guckt, aufklärst, was du für eine Scheiße gebaut hast, keine öffentliche Entschuldigung abgibst und immer nur: ich, ich, ich!“ Auch Mirja versteht Gil nicht. Was für eine Unterlassung kann das sein? „Das ist Bullshit“, meint Ariel zu wissen…
Evas reines Gewissen und Mirjas Ängste
Im Deep Talk spricht Mirja mit Eva über innere Ruhe und ungelöste Konflikte. Mit Blick auf Evas Verhältnis zu Samira sagt sie: „Ich bin fein in meinem Leben. Ich habe keinen Beef und habe mich bei allen entschuldigt, bei denen ich mich entschuldigen musste. Ich kann dir das nur als Rat geben“, während Eva entgegnet: „Ich persönlich bin mit mir im Reinen. Aber es ist mein Ziel, dass ich hier das endlich mal aus der Welt schaffe!“
Themenwechsel: „Wie hast du damals Sky kennengelernt?“ Das war beim Deutschen Filmpreis, als Mirja 25 Jahre alt war: „Das hat sofort gematcht!“ 17 Jahre waren die beiden ein Paar. In den letzten Jahren hatte die 50-Jährige mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ein Hörsturz führte zu Schwindel sowie Angst- und Panikstörungen: „Ich hatte 40 Jahre das geilste Leben, ich hatte vor gar nichts Angst. Und dann war mein Leben vorbei.“ Es folgten zwei Jahre Psychotherapie: „Das war die härteste Zeit in meinem Leben. Und dann fragte mich der Psychologe: Warum sind Sie denn nicht gerne allein?“ Mirja versagt die Stimme, Tränen kommen: „Da ist mir aufgefallen: Weil ich mich nicht mag! Weil ich mich nicht leiden kann.“ Mirja weint, Eva tröstet. Mirja: „Das war ein langer Weg da heraus und auf dem bin ich immer noch! Hier dabei zu sein, ist der Versuch, zu gucken, wie weit ich mein Unterbewusstsein in den Arsch treten kann, dass ich Sachen mache, auch wenn ich Angst davor hab‘!“
Simone erzählt Samira, wie sie Michael Ballack kennengelernt hat. Sie habe mit der Trennung abgeschlossen. Simone fragt Samira, ob es ein Zurück mit Serkan geben könnte. Diese widerspricht deutlich: „Serkan hatte nicht nur einen Seitensprung mit Eva, da gab es sehr viele und zu allen möglichen Zeitpunkten.“ Samira unter Tränen: „Rückblickend tut das extrem weh, dass man nicht ausgereicht hat, zu gar keinem Zeitpunkt.“
Und nochmal Gils Karriere – was darf er wirklich sagen?
Während der gemeinsamen Nachtwache sprechen Umut und Gil offen über die Zeit nach der Einstellung des Verfahrens gegen Gil. Auf Umuts Frage, was er danach gemacht habe, erzählt Gil, dass er zu seiner Frau zurückgegangen sei, seine Kinder jedoch derzeit bei seiner Exfrau leben. Aus finanziellen Gründen musste er räumlich Abstand nehmen und kann sie nur jedes zweite Wochenende sehen. „Mein Ziel war es und das habe ich meinen Kindern versprochen: Papa kommt bald wieder. Ich halte meine Versprechen“, betont Gil und macht deutlich, wie sehr ihn die Distanz belastet.
Anschließend spricht er über seine Musikkarriere: Er wuchs mit Musik auf, wurde von einer Plattenfirma entdeckt und feierte mit seinem ersten Song Erfolge in Asien. Doch nach dem Vorfall in Leipzig und der Einstellung des Verfahrens brach vieles weg: „Nach dem Vorfall in Leipzig und dem Tag, an dem das Verfahren geschlossen worden ist, wurde vieles andere auch geschlossen…“ Die Zeit danach beschreibt er als extrem belastend: „Bei der Einstellung des Verfahrens vor Gericht, da ging es mir sehr, sehr miserabel und es gab Momente, wo ich mich fragte, wozu das alles noch…“ Seine heutige Frau und eine Bekannte brachten ihn schließlich in eine Klinik, wo er acht Monate blieb und 25 Kilo abnahm. Rückblickend sagt Gil, er habe während des Gerichtsverfahrens „gesoffen wie ein Loch“. Der Weg zurück führte ihn wieder zur Musik: „Ich habe kleine Gigs gespielt, um zu testen, ob mir das etwas gibt und ob ich dem Publikum etwas geben kann. Schnell habe ich herausgefunden, ich liebe das und habe noch so viel zu geben.“ Im Dschungeltelefon erklärt Gil: „Meine Familie ist der Grund, warum ich noch hier sitze, atme und lebe. Dafür bin ich sehr dankbar. Wenn es nach Deutschland geht, kommt Papa nach Hause.“ Auch Umut zeigt sich bewegt: „Es ist beeindruckend, abgesehen von dem Vorfall, was sich ein Mensch so aufgebaut hat.“
Hardys Schicksalsschläge im Detail besprochen
Am Lagerfeuer sprechen Hardy und Patrick offen über Alkoholkonsum und dessen Folgen. Während Patrick anmerkt: „Es gibt Leute, die trinken sechs Flaschen Wodka und die leben noch“, beschreibt Hardy seinen eigenen Weg: „Ich war ein Biertrinker. Immer so kontinuierlich. Ich war aber nicht besoffen, sondern ruhig und konnte mich konzentrieren.“ Auf Patricks Nachfrage bestätigt er, dass es oft schon morgens begann: „Ja, ja. Morgens erstmal ein Desperados. Schön kalt! Du wachst morgens auf und bist schon auf Entzug, da musst du erstmal etwas trinken.“
Hardy erzählt, dass nach mehreren Schicksalsschlägen vor allem die Arbeit sein Halt war. „Die Konstante in meinem Leben war meine Arbeit. Ich habe mich in die Arbeit gestürzt, kaum geschlafen. Die Arbeit war mein einziger Halt“, erklärt er – doch um das durchzuhalten, griff er zum Alkohol. Mit der Zeit steigerte sich sein Konsum drastisch: „Ich habe immer mehr gebraucht, um den Pegel halten zu können. Irgendwann bist du dann bei sieben Flaschen Wein. Ein Körper kann so etwas aber nur begrenzt mitmachen.“
Auch während der Arbeit trank Hardy, wie er Patrick gesteht: „Ich hatte gerne mein Wohnmobil am Set. Da drin habe ich meinen Vorrat gebunkert und zwischendurch immer mal einen Schluck genommen, um ruhig zu bleiben.“ Auf das Thema Entzug angesprochen, wird er ehrlich: „Ein halbes Jahr ging es gut, dann bin ich rückfällig geworden. Ein Klassiker – mit der Frau gestritten, dann führt das eine zum anderen. Und dann sagst du dir: ‚Ach scheiß drauf‘ und weg war die nächste Flasche.“
„Wissen macht Bah!“: Hubert kämpft, Ariel schreit, Null Sterne für alle
Hubert aus „Snake Rock“ und Ariel aus dem gegnerischen Team wurden zur Dschungelprüfung „Wissen macht Bah!“ gewählt. Die beiden Stars erwartet eine stinkende Urwald-Müllhalde. Ein Jahr lang gammelte der Dschungelmüll in zwei Tonnen vor sich hin und was sich darin sammelt, ist mehr als nur Gestank: Fisch- und Fleischabfälle, Krabbelndes, Kriechendes, alles, was der Dschungel so hergibt. Und mittendrin: sechs Sterne pro Tonne.
Klar ist endlich auch: Die beiden müssen zusammenarbeiten, es ist also keine Camp-Challenge. Innerhalb von zehn Minuten müssen Ariel und Hubert in den Tonnen erst Fragen beantworten und dann Zahlenschlösser öffnen, mit denen die Sterne gesichert sind. Nur wenn die beiden zusammenarbeiten, können sie die zwölf Sterne einsammeln. Doch das ist der Haken: Teamwork ist nicht möglich. Nachdem beide in ihre Tonne gestiegen sind, schreit Ariel nahezu ohne Unterbrechung. Egal was Hubert ihr zuruft, hört die Schweizerin einfach nicht. Regungslos steht sie am Rand der Tonne, klammert sich an die Leiter und macht nichts außer zu schreien. Hubert gibt alles und brüllt: „Ariel, such die Sterne!“ Doch es ändert sich nichts. „Ariel, einfach mal rein da“, mahnt auch Jan. Vergeblich. Hubert dagegen kämpft. Zwischen Kakerlaken, Ratten und Krokodilen schraubt der 58-Jährige eine Fragentafel nach der anderen ab, doch Ariel schreit, schreit, schreit und schreit in einer Tour. Kommunikation, die Beantwortung der Fragen und die damit verbundene Öffnung der Schlösser sind unmöglich. Dann ist die Zeit vorbei.
Auch nach Ende der Prüfung hört Ariel nicht auf und schreit immer wieder: „Ich wollte doch meine Ängste überwinden. Ich hatte so Angst!“ Null von zwölf Sternen, doch nicht nur für ein Camp, sondern für alle Stars, denn die Camps werden zusammengelegt. „Ihr seid jetzt in einem Team. Lieber Hubert, du gehst jetzt direkt Ariel hinterher zu den anderen.“ Und während Hubert und Ariel gemeinsam losziehen, machen sich auch alle Stars aus „Snake Rock“ auf den Weg ins Hauptcamp.
Mit Material von RTL / Bilder: RTL






































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