Das war es also! Nicht nur 2025 ist vorbei, auch „Stranger Things“ ist zu Ende und zurück bleibt einerseits eine gewisse Erfüllung, wie es zumindest bei mir nach dem Abschluss einer Serie häufig der Fall ist – gleichzeitig finde ich es super schade, dass die Serie nun zu Ende ist.
Der folgende Abschnitt enthält kleinere Spoiler zur fünften Staffel.
Seit nicht mal einer Woche bin ich im absoluten „Stranger Things“-Fieber. Durch eine längere Reise konnte ich erst Ende Dezember anfangen die fünfte und finale Season zu schauen. Dadurch bestanden meine letzte Woche und die letzten Tage des Jahres aus „Stranger Things“-Binge-Watching und großer Vorfreude auf das Finale, das an Neujahr Premiere feierte. Und für mich war ganz klar: Das Finale wird auf jeden Fall auch direkt am Tag der Veröffentlichung geschaut. Viel zu groß ist das Risiko für Spoiler in den Sozialen Netzwerken oder durch Freund:innen, die direkt ihre persönliche Bewertung teilen möchten. Doch das ist natürlich nicht der einzige Grund gewesen. Ich habe mich einfach riesig gefreut, dass es mit der Veröffentlichung von „Stranger Things“ in drei Etappen endlich mal wieder ein richtiges Gemeinschaftsgefühl unter Zuschauenden gab, das ich auch beim Finale erleben wollte.
Community
Die Community und Fangemeinde rund um „Stranger Things“ ist der Wahnsinn. So viele engagierte Leute, die Theorien stricken, Memes kreieren, Screenshots analysieren, lustige Referenzen aufzeigen und sich einfach gemeinsam auf das Finale freuen. Das hab ich in dieser Form zuletzt bei „Game of Thrones“ verspürt. Sind ja auch beides extrem gut bewertete Serien, die die Gemeinschaft lange Jahre begleitet haben und dies vermutlich auch künftig weiter tun werden. Und egal, wie man das Ende der beiden Serien finden mag: Sich in diesem popkulturellen Diskurs zu bewegen, macht einfach extrem Spaß.
Server-Probleme
Wie krass die Zuschauenden aus aller Welt die finale Season von „Stranger Things“ erwartet haben, zeigt sich vor allem an dem Server-Zusammenbruch, der sich am Tag der Veröffentlichung der ersten Episoden Ende November auf Netflix ereignete. Der Andrang war einfach zu groß, obwohl nach Angaben von Ross Duffer die Kapazitäten der Server bereits um 30% erhöht wurden. Wie verrückt ist diese Vorstellung bitte? „Stranger Things“ ist in der Tat ein globales Phänomen, die Veröffentlichung der Episoden ein globales Happening. Über den Server-Zusammenbruch berichtete sogar das neuseeländische Radio, das mich in meinem Urlaub dadurch zumindest schon zu dem Zeitpunkt hat etwas an dem Happening teilhaben lassen. Und natürlich war die finale Folge an manchen Standorten erneut einige Minuten nicht abrufbar. Was für ein Glück, dass die Veröffentlichung in deutscher Zeitzone am 1. Januar um 2 Uhr nachts stattfand, wo vermutlich nur ein überschaubarer Teil der Bevölkerung nach der Silvesterparty noch direkt eingeschaltet hat.
Das Coming-out
Die finale Staffel ist meiner Meinung nach definitiv nicht die stärkste Staffel von „Stranger Things“. Und im Rahmen dieser Season wird extrem viel über Wills Coming-out in der siebten Episode gesprochen, denn die Meinungen dazu gehen sehr stark auseinander. Richtig hart finde ich jedoch, dass die Folge eine Lawine extrem schlechter Bewertungen nach sich gezogen hat. Mit einer IMDb-Bewertung von 5,6/10 (Stand 03.01.2026) ist diese Folge die aktuell mit Abstand am schlechtesten bewertetste Folge der ganzen Serie. Die ebenfalls siebte Episode der zweiten Staffel hat eine 6,0 erhalten, darüber hinaus ist jedoch jede weitere Episode der Serie mit mindestens 7,8/10 bewertet worden.
Natürlich bildet eine Bewertung auf IMDb nicht die Mehrheit der Meinungen ab. Aber war die Episode wirklich so schlecht? Es wird jedenfalls gemunkelt, dass die schlechten Bewertungen ausschließlich auf Wills Coming-out zurückzuführen sind. Die Duffer Brüder haben sich nach dem Backlash der Episode zu Wort gemeldet und betont, wie stolz sie auf diese Szene und die Entwicklung von Wills Figur sind, die so wichtig für den Fortgang der Handlung ist. Wills Coming-out ist essentiell, um das Böse und um Vecna zu besiegen. Und irgendwie fühlt sich der Backlash durch die schlechten Bewertungen für mich so an, als würden hier vor allem queerfeindliche Personen ihrem Frust freien Lauf lassen. Reine Spekulation natürlich, aber warum sollten die Bewertungen zum Rest der Staffel sonst so enorm auseinander liegen? Wie habt ihr die Szene erlebt und wie bewertet ihr diese Episode als Ganzes?
Fan-Content & Fan-Art
Ich freue mich immer enorm darüber, wenn in meinem Instagram Feed Videos über Theorien zum Ende der Serie auftauchen (Voraussetzung natürlich, dass ich es denn schon gesehen habe) oder Posts geteilt werden, die beispielweise die Ähnlichkeit von Will aus „Stranger Things“ mit Frodo aus „The Lord of the Rings“ aufzeigen und ich dadurch merke, dass ich mit manchen Gedanken nicht alleine bin auf der Welt. Und ich bewundere es einfach, wie viel Aufwand Menschen in solche Dinge stecken, von denen andere wiederum zehren können. So ist das mit Kunst halt. Nach dem Finale und dem Öffnen meines Instagram Feeds hat es wirklich nicht mal eine Sekunde lang gedauert, dass ich gespoilert worden wäre, hätte ich das Ende zu dem Zeitpunkt nicht bereits geschaut gehabt. Fatal! Natürlich wollen alle popkulturellen Seiten, aber auch sämtliche Marken und Influencer:innen zeigen, dass sie diesem Phänomen beiwohnen und in den Sozialen Netzwerken ist Schnelligkeit natürlich wichtig, um relevant zu bleiben. Doch der Grat zum Spoiler ist echt schmal. Die einzige Lösung? Finale schauen und mit uns in den Kommentaren darüber diskutieren!






































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