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Maniac Mansion - anyone?

Review: Blindspot S01E18 – One Begets Technique

25.04.16 08:20
BlindspotDramaReview
Mini-Spoiler
Tobias
25.04.16

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Die letzte Folge bei „Blindspot“ war komplizierter aufgebaut als das Point-and-Click-Adventure „Maniac Mansion“ aus meiner Jugend. Im Mittelpunkt der Folge „One Begets Technique“ steht ein Kunstraub im Hause eines Kunstdiebes, im Auftrag eines altbekannten Widersachers, dem eigentlichen Dr. Fred Edison der Folge, wenn man so will. Mit ähnlich witzigen Sprüchen und Dialogen. Oder so.

One Begets Technique

In dieser Folge feiert Ritch Dotcom (Episode 09) seine Wiederauferstehung, denn er bietet dem FBI einen Deal an, dem FBI einen der obersuperdupaschlimmsten Topterroristen zu liefern, im Austausch einer Verlegung in ein anderes Gefängnis. Neben der Tatsache, dass er als einziger weiß wie Shohid Akhtar aussieht – die FBI Akte enthält ein großes Fragezeichen als Profilbild – weiß er auch schon ganz genau, wie man ihn aus der Reservce locken kann.

Durch Kunst.

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Das Problem ist nur, dass Herr Akhtar einen sehr ausgeprägten Geschmack hat. Da muss es schon eine legendäre Kunstsammlung sein, die man eigentlich für verschollen hält. Aber Richie wäre nicht Dotcom, wenn er nicht wüsste, wo sich die Bilder befinden. Glücklicherweise nämlich in der Stadt.

Quelle surprise!

Allerdings ist der aktuelle Besitzer, neben seinem daytime Job als Geschichtslehrer und seiner Wochenendbeschäftigung als Kunstdieb auch noch versierter Security-Fanatiker und Schöpfer einbruchssicherer Alarmsysteme. Sinngemäß beschrieb Dotcom die Sicherheitsmaßnahmen mit den Worten, dass er rund um diese Sammlung das Gebäude aufgebaut hat und nicht umgekehrt.

Aber Dotti hat natürlich einen ausgeheckten Plan, der mich schwer an das bereits erwähnte Click-Adventure erinnerte. Alles sehr konstruiert aber irgendwie unterhaltsam.

Der Raub gelingt wenn auch mit einer kurzen aber nicht so coolen Kampfeinlage mit dem Geschichtsprofessor. Dummerweise wird eines der Bilder beschädigt. Aber auch hier weiß Richie Rat. Sein früherer Partner scheint ein passionierter Kunstmaler und Fälscher zu sein, nach einer Ohrfeige als Begrüßung (man war nicht wirklich freundschaftlich auseinander gegangen) macht sich dieser ans Werk. Puh, man kann auch mal Glück haben.

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Natürlich nicht. Wie sich am Ende herausstellt, war alles von Dotti als äußerst komplizierter Gefängnisausbruch inkl. Kunstraub geplant. Und ob der tänzelnde, glatzköpfige Waffennarr mit den goldenen Pistolen im Anschlag der gesuchte Topterrorist ist, Jane konnte ihn natürlich in einer kleinen Kampfsequenz auf dem Dach überwältigen, werden die Jungs und Mädels beim FBI wohl nie erfahren, denn Richie macht vorher die Fliege – und outet sich nebenbei auch noch als geübter Fallschirmspringer. Ein Mann vieler Talente.

Meinung

Da hat sich das FBI aber mal schön über den Tisch ziehen lassen. Dafür hatte der Zuschauer eine unterhaltsame Stunde voller unglaublicher Handlungsideen und Auflösungen. Von einer sinnigen Handlung kann man nur im Entferntesten sprechen, aber das wissen wir ja schon länger.

Unser Liebling Patterson hätte übrigens beinahe ihren vollständigen Namen genannt, wurde dann aber von Dotti gestoppt. Ärgerlich. Wobei der gesamte Auftritt von Rich schon ganz witzig war, seine unverblümte Art, die Dialoge, das hatte schon was. Die Folge hatte dadurch wieder etwas pepp.

Nichts, was die Serie an sich bräuchte, wie haben hier ja immer noch eine Dramaserie mit thrilleresken Einschüben, aber für Zwischendurch war das mal wieder ganz nett. Das was die Serie benötigt, also eine Fortentwicklung des roten Fadens, war dieses Mal leider eher Nebensache.

Es kam zum Aufeinandertreffen zwischen Jane und Wellers Vater. Für den alten Mann recht emotional. Für Jane eher nur vorgetäuscht, richtige Erinnerungen an ihre Verbindung hat sie noch nicht.

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Auch Mayfair hat ein Treffen der besonderen Art. Wie wir in einigen früheren Episoden gelernt haben, lebte sie einmal in einer festen Beziehung zu einer Sophia, ebenfalls einer Agentin mit Herz. Oder war sie Anwältin, Ärztin? Egal. Jene tot geglaubte Sophia sitzt auf einmal neben Mayfair im Auto und macht ein ernstes Gesicht. Huch, da haben wir uns aber erschrocken oder Director Mayfair? Nicht wirklich.

Die Vergangenheit Mayfairs scheint sich also in der Serie zurückzumelden. Vielleicht nicht die schlechteste Idee.

Ganz grundsätzlich war die Folge recht kurzweilig, ein Verdienst vom Ennis Esmer als Rich Dotcom und seinem ständig in Betrieb befindlichem Mundwerk. Ich denke, ihn werden wir wiedersehen. Die Abwechslung und die fühlbare Lockerheit durch Dotti war in der Tat spürbar, sogar Sullivan Stapleton als Kurt Weller kam mir in dieser Folge weniger stoisch und hölzern vor.

Für die restlichen Folgen der Staffel würde ich mir aber wünschen, dass man sich wieder intensiver dem roten Faden widmet.

Vorherige Folge

Bilder: NBC

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