Review: Under The Dome S01E03

12.07.13 11:33
SciFantasyUnder The Dome
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Sascha
12.07.13

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Also ich will ganz ehrlich sein: Ich habe nach bereits drei Folgen absolut keinen Bock mehr auf die Serie, noch bin ich wirklich motiviert diese Review zu schreiben, weil ich ohnehin nur meckern werde und prinzipiell ist das eher uninteressant. Aber ich führe diese Rubrik weiter und werde auch die Serie weiter verfolgen, weil es ja sein könnte, dass – durch magische Beihilfe von Göttern (so weit sind wir nämlich schon) – sich die Autoren und Produzenten dem Potential ihrer Serie bewusst werden und Under The Dome irgendwann noch einmal eine ansehbare Serie wird. Außerdem sollte jedes Sommerloch mit ein bisschen Trash gefüllt werden und Falling Skies reicht mir da nicht mehr aus.

Also fangen wir direkt mal bei dem größten Manko an: Diese Woche gab es keinerlei Kontakt zur Außenwelt. Ich meine, kann den niemand mal ein Schild hochhalten? Winken? Irgendwas? Dazu ist die Stadt immer noch nicht im Chaos untergegangen. Das ist nach den paar Tagen auch irgendwo verständlich, aber vielleicht könnte sich mal eine Figur der eventuellen Finalität ihrer Situation bewusst werden und was dazu sagen. Stattdessen erwähnt jemand den Simpsons Film mit gleichem Plot wie die Serie und irgendwo stirbt ein Professor für Intertextualität an Metakrebs.

Die Folge teilt sich in zwei Geschichten auf. Einmal ist Barbie mit Big Jim unterwegs auf der Jagd nach dem Cop, der in der letzten Folge durchdrehte. Das ist alles ganz interessant und auszuhalten, aber hier wird halt auch an Dean Norris‘ Darstellung deutlich, wie wichtig ein nuanciertes Drehbuch ist und wie gut Breaking Bad tatsächlich geschrieben ist. Die zweite Geschichte um Junior, der zum ersten Mal eine längere Konfrontation mit seinem Vater hat (denen ich ihre Beziehung und ihre Verwandtschaft auf Teufel komm raus nicht abkaufe) und später in eine labyrinthartige Betonfirma geht. Oder so. Es macht keinen Sinn. Ein Scout fand wohl die Location und sie sah nett aus und wurde geholt. Dort ist er dann mit der Journalistin, sie labern ein bisschen und er sagt etwas Drohendes, dreht sich auch in seinem creepigen Dasein um und schaut sie finster an – nur um dann nach der Werbepause Nichts zu tun. Die Situation wird nicht nur nicht weitergeführt, sondern bleibt komplett unbeachtet zurück. Das war nicht nur billig, das war unnötig und unerklärlich. Die Nebengeschichte mit den coolen Kids, die reden als ob dein uncoolster Lehrer Jugendsprache übt, will ich gar nicht erwähnen.

Alles in allem wieder eine super miese Folge. Man wird wohl dank der guten Quoten nicht eine nette Miniserie bauen, die das Buch in 10 Folgen durchkriegt, sondern das Mysterium so lange wie es geht hinausziehen. Das wäre in Ordnung, wenn alles nicht so dumm wäre und das Mysterium und das Potential an sich etwas bearbeitet, erweitert oder erfroscht würde. Bis dahin werden wir uns wohl nun mit Monster-of-the-Week Folgen rumschlagen müssen. Bisher war das einzige Highlight der Serie die geteilte Kuh.

Meine Meinung:

2 Kommentare

  • Großartig Sascha, bitte halte durch; dank deiner Reviews hat die Serie doch noch ihre Daseinsberechtigung im Universum :-)

  • „Außerdem sollte jedes Sommerloch mit ein bisschen Trash gefüllt werden und Falling Skies reicht mir da nicht mehr aus.“
    Oh das könntest du gerne einmal ausführen. Ich mag die Serie eigentlich, aber fasse mir in jeder Folge drei mal an den Kopf und muss fünfmal die Augen verdrehen.


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