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Witz & Charme

Ähnliche Serien wie „The Marvelous Mrs. Maisel“

Spoilerfrei
2. Juli 2023, 17:10 Uhr
Spoilerfrei
Kira
02.07.23

Im April dieses Jahres feierte die fünfte Staffel „The Marvelous Mrs. Maisel“ bei Prime Video Premiere und läutete damit das Finale der Serie ein, das von da an in Häppchen bis Ende Mai veröffentlicht wurde. Wie immer ist auch heute wieder Vorbereitung alles für mich, denn obwohl ich persönlich die Serie noch nicht beendet habe, möchte ich mich auf den Moment vorbereiten, in dem das Gefühl der Leere einsetzt, das ihr Serienfans sicherlich alle schon mal gespürt habt. Der Moment, in dem wir uns von unseren Lieblingscharakteren, dem (mitunter fiktiven) Spielort oder dem ganzen Fantasy-Universum verabschieden müssen und uns das gar nicht so leicht fällt. Da ist es gut, sich doch direkt in das nächste Abenteuer zu stürzen. Dafür habe ich ein paar Serien mitgebracht, die ähnliche Komponenten aufweisen wie „The Marvelous Mrs. Maisel“ und euch vielleicht auch gefallen könnten.

Was macht „The Marvelous Mrs. Maisel“ aus?

„The Marvelous Mrs. Maisel“ ist eine besondere Serie, zunächst einmal aufgrund ihres besonderen Looks. Sie entführt uns in die 1950er und 60er Jahre und zeigt uns die kleine Zeitreise vor allem anhand der auffallenden Kostüme, den kegelförmigen BHs, den schwungvollen Frisuren und dem speziellen Make-up. Ihre Hauptfigur Miriam „Midge“ Maisel, gespielt von der zauberhaften Rachel Brosnahan, lebt als Hausfrau und Mutter mit ihrem Mann und ihren Kindern in New York. Als ihr Leben etwas aus den Fugen gerät, findet sie sich betrunken auf einer Stand-up-Bühne wieder und landet nach einem gelungenen, aber kurzzeitig zu freizügigen Auftritt im Gefängnis. Dort herausgeholt wird sie von Susie Myerson, verkörpert von der grandios unterhaltsamen Alex Borstein, einer Angestellten aus dem Nachtclub, in dem Midge zuvor aufgetreten ist und die ihren Auftritt ziemlich gelungen fand. Sie beschließt, Midge fortan als Stand-up-Comedian zu managen. Unabhängig von den zahlreichen Stand-up-Auftritten, die wir im Verlauf der fünf Staffeln der Dramedy zu sehen bekommen, hat die Serie so viel Charme und Humor, das es einfach Spaß macht, zuzuschauen. Die Charaktere sind auf ihre ganz eigene Art und Weise liebenswert und auch ein bisschen seltsam. Sie sind schlagfertig und hauen in kürzester Zeit zig Worte raus – was manche sicherlich bereits von Schöpferin und Drehbuchautorin Amy Sherman-Palladino kennen. Welche andere Serie kann uns über „The Marvelous Mrs. Maisel“ nur hinweg helfen?

Bridgerton

Apropos aufwendiges Kostüm: Wer sich weiterhin auf Zeitreise begeben und über die üppige Ausstattung schwärmen möchte, wird im „Bridgerton“-Universum definitiv fündig. Hier geht es allerdings ein bisschen weiter in der Zeit zurück und zwar an den Anfang des 19. Jahrhunderts – und von New York wandern wir nach London. In dem Drama sind die acht Geschwister der Familie Bridgerton auf der Suche nach geeigneten Partner:innen. Dabei ist nicht nur die Herausforderung, jemanden zu finden, der oder die den Bridgertons zusagt, sondern auch jemanden, der ihrem Status in der Londoner High Society entspricht. Dabei werden vorgespielte Gefühle zu echten, Gefühle werden unterdrückt, ändern sich oder ihnen wird nachgegangen. Auch wenn der Fokus der Serie mehr auf Liebe, Beziehung und Intimität liegt, hat die Serie ebenfalls eine Menge Charme und zahlreiche witzige Momente, die hier und da auch an „The Marvelous Mrs. Maisel“ erinnern. Besonders an der Serie ist zudem die Diversität ihrer Besetzung.

Die ersten beiden Staffeln „Bridgerton“ stehen auf Netflix zum Abruf bereit. Weitere Staffeln sind bereits bestätigt.

Queen Charlotte

Und apropos Zeitreise und „Bridgerton“-Universum: Wenn ihr euch schon an die „Bridgerton“-Geschichte wagt, dann könnt ihr gleich mit „Queen Charlotte: A Bridgerton Story“ weitermachen. Das Prequel erzählt von der jungen Königin Charlotte (India Amarteifio), die auch schon in der Mutterserie eine wiederkehrende Rolle einnimmt. In der Vorgeschichte dazu folgen wir ihr Mitte des 18. Jahrhunderts auf ihrem Weg von Deutschland nach London, begleiten ihre Hochzeit mit König George und das Leben, das die beiden sich zusammen aufbauen. Doch trotz der Liebe, die sich zwischen den beiden entwickelt, stehen sie nicht nur aufgrund ihrer königlichen Pflichten so manchen Herausforderungen gegenüber. Auch in dieser Miniserie finden wir wieder einmal charmante und liebenswerte Charaktere, viel Witz, der vor allem durch die Kommunikationsschwierigkeiten der unterschiedlichen Figuren hervorgerufen wird und natürlich wieder die aufwendigsten Kostüme.

„Queen Charlotte: A Bridgerton Story“ ist ebenfalls via Netflix abrufbar.

Gilmore Girls

Wenn wir mit „The Marvelous Mrs. Maisel“ eine Serie von Amy Sherman-Palladino betrachten, kommen wir nicht drumherum, uns auch ihrem anderen, absolut nennenswerten Serienprojekt zu widmen – natürlich, den „Gilmore Girls“. Die Dramedy ist nach wie vor eine meiner Lieblingsserien, verbinde ich auch heute noch so viele nostalgische Gefühle mit ihr: nach der Schule nach Hause kommen und zum Mittagessen direkt den Fernseher anschalten, um bloß keine einzige Minute der neu ausgestrahlten Episode „Gilmore Girls“ zu verpassen; das Aufzeichnen der Folgen auf VHS-Kassetten, um bloß auch jede einzelne Minute der Serie nochmal schauen zu können; die vielen Serienstunden, die ich mit meiner Schwester auf der Couch zusammen verbracht habe, um Mutter Lorelai (Lauren Graham) und Tochter Rory (Alexis Bledel) in der fiktiven US-amerikanischen Kleinstadt Stars Hollow bei ihrem Rausch durch popkulturelle Referenzen zu folgen. Wenn eine Serie einen Award für die schnellsten Dialoge und meisten Wörter in einer Minute verdient hätte, dann wäre das wohl diese. Und dazu sind die Dialoge auch noch so smart und geladen mit Humor, der so manches Mal an Absurdität kaum zu übertreffen ist. Gefällt euch „The Marvelous Mrs. Maisel“, so werdet ihr auch die „Gilmore Girls“ in euer Herz schließen. Vielleicht könnte man auch behaupten, dass „The Marvelous Mrs. Maisel“ eine moderne und weiterentwickelte Version der „Gilmore Girls“ ist.

Die sieben Staffeln „Gilmore Girls“ sowie die vier Episoden des Revivals „A Year In The Life“ stehen auf Netflix zum Abruf bereit.

Ginny & Georgia

Und wenn wir bei einer besonderen Mutter-Tochter-Beziehung sind, dann darf das Comedy-Drama „Ginny & Georgia“ nicht fehlen. Ginny Miller (Antonia Gentry) ist 15 Jahre alt, als sie mit ihrer 30-jährigen Mutter Georgia (Brianne Howey) und ihrem kleinen Bruder nach New England zieht, um dort nach vielen Umzügen endlich ein normales Leben zu leben. Doch wie normal kann das Leben einer 15-jährigen Teenagerin schon sein? Ginny beginnt Freundschaften zu schließen und sich zu verlieben, doch die düstere Vergangenheit ihrer Mutter erschwert es ihnen, richtig Fuß zu fassen. So manches Mal ist Ginny die Erwachsenere der beiden, was dem angespannten Verhältnis zu ihrer Mutter nicht gerade zu Gute kommt. Während die erste Staffel von „Ginny & Georgia“ noch recht oberflächlich bleibt und den Fokus darauf legt, die aufkeimenden Liebesgeschichten mit geheimnisvollen Krimielementen zu ergänzen, schafft es die zweite Staffel nochmal stärker, sich ernsteren Themen wie Depression, Trauma, mentaler Gesundheit und Alltagsrassismus zuzuwenden. Damit erlangen die Figuren deutlich mehr Tiefe, aber auch die Serie an sich deutlich mehr Schwere. Dabei verliert sie jedoch nicht ihren Witz und ihre Schlagfertigkeit, die recht häufig an die „Gilmore Girls“ erinnert.

Die ersten beiden Staffeln „Ginny & Georgia“ sind via Netflix streambar. Eine dritte Staffel ist bereits bestätigt.

Jane the Virgin

Weitere besondere Mutter-Tochter-Beziehungen finden wir auch in der romantischen Komödie „Jane the Virgin“. Darin wird die in Miami lebende, junge, gläubige Katholikin Jane (Gina Rodriguez) durch einen Fehler ihrer Gynäkologin künstlich befruchtet und schwanger. Wie sich vermuten lässt, wirft das ihr Leben vollkommen aus der Bahn und die Beziehung zu ihrem Freund Michael wird auf eine harte Probe gestellt. Das Charmanteste an der Serie, die einige satirische Telenovela-Züge aufweist, ist ihre Selbstreferenzialität. Durch den Erzähler aus dem Off wird die bisherige Story zu Beginn einer jeden Episode wiederholt, eingeordnet und bewertet, und zwar auf überzogene Art und Weise, mit der sie sich selbst auf den Arm nimmt. Die Geschichte wird mit ganz viel Humor erzählt, die Figuren nehmen sich alle selbst nicht zu ernst und wirken überzeichnet, gleichzeitig geschieht das in einem sehr erträglichen Maße und ohne, dass sie ihre Glaubhaftigkeit in diesem Kontext verlieren. Und auch, wenn es nicht immer nur um leichte Themen geht, können ernste Erzählstränge mit der nötigen Ernsthaftigkeit vermittelt werden, ohne zu viel Härte oder Last mit sich zu bringen. Am besten gefällt mir an der Serie, das der spanischen Sprache so viel Raum gegeben wird. Jane hat venezolanische Wurzeln, was in der Kommunikation mit ihrer Großmutter Alba immer wieder spürbar ist, da diese fast ausschließlich Spanisch spricht. Und auch darüber hinaus wird die lateinamerikanische Herkunft der Familie immer wieder thematisiert, was die Serie noch viel interessanter macht.

Die fünf veröffentlichten Staffeln „Jane the Virgin“ findet ihr auf Netflix.

Was fehlt?

Euch fallen weitere Serien ein, die euch an „The Marvelous Mrs. Maisel“ erinnern oder einige ähnliche Elemente aufweisen? Dann lasst uns eure Serientipps zu ähnlichen Serien wie „The Marvelous Mrs. Maisel“ in den Kommentaren da!

Titelbild: Prime Video

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