Offene Enden frustrieren!

Awesome 5 – Abgesetzte Serien mit Cliffhangern

27.07.18 12:00
Serien
SPOILER !!
Susanne
27.07.18

AS5_abgesetzteSerien-640x360 Awesome 5 - Abgesetzte Serien mit Cliffhangern

Manche Dinge gehen einfach viel zu schnell vorbei. Gleiches gilt auch für Serien. Wenn genügend Zuschauer am Start sind, bekommen wir viele Staffeln bis zu einem hoffentlich grandiosen Finale spendiert. Wenn aber nur ein kleines Publikum zuschaut, ist der Spaß oft über Nacht vorbei. Bei manchen Serien sogar mit einem Cliffhanger der nie beantwortet wird.

Vielleicht gibt es mal eine Petition für die folgenden AWESOME 5 und sie werden noch beendet, siehe aktuell beim Fall „Star Wars Clone Wars“. Wohl wahrscheinlich ist aber der Abgang ins Nirvana. Deshalb hier eine kleine Würdigung fünf doch fantastischer Serien mit plötzlichem Ende.

1. Flash Forward

Ein Blackout für alle Menschen auf der Erde. Alle sehen einen Ausschnitt ihrer Zukunft. Whoa! Nun ja, fast alle. Wer nichts gesehen hat, ist entweder beim Blackout gestorben und wird bis zum 29. April 2010 um 22:00 Uhr das Zeitliche segnen. Gemischt mit ein wenig Thriller, Krimi und Sci-Fi Noten war „Flash Forward“ ein willkommener Ausgleich zu „Lost“. Vor allem weil Dominic Monaghan ebenfalls mit von der Partie war. Doch leider litt die Serie gleich zu Beginn der Staffel unter einigen trägen Folgen. Richtig in Fahrt ist sie erst gen Ende der Staffel gekommen, da war es schon zu spät. Niedrige Quoten führten zum Aus. Die Serie endete mit einem zweiten Flash Forward, ausgelöst (wieder) durch Menschenhand. Was danach passieren wird, weiß nur der Autor.

2. The Event

Wir sind im gleichen Produktionsjahr wie „Flash Forward“. 2010 startet NBC „The Event“. Eine Notlandung von Außerirdischen in den 40er Jahren ist der große Aufhänger. Sehen aus wie Menschen, wurden aber als Bedrohung angesehen und deshalb landeten 97 der Sorte in einem Gefängnis in Alaska. Einige sind aber entkommen und agieren verdeckt auf der Erde. Intrigen, Verschwörungen und große politische Pläne prägen die Serie. Für den entspannten Zuschauer leider etwas zu verworren erzählt. Hier passiert lange nichts, die große Spannung kommt erst gegen Ende der Serie. Die letzte Folge war dann der Aha-Moment schlechthin. Dann findet das „Event“ statt und die Aliens holen ihren halb zerstörten Heimatplaneten in die Nähe der Erde. Obendrauf gibt es noch als finalen Cliffhanger eine Szene mit der amerikanischen Präsidentenfamilie. Die First Lady wird von ihrem Sohn gefragt, was das denn am Himmel sei. Ihre Antwort: „Home“. Wo bleibt Staffel 2?

3. V

Und wieder geht es um Aliens. Die verstecken sich allerdings nicht heimlich unter den Menschen, sondern hängen in diesem Remake einer 80er Miniserie mit ihren Raumschiffen über Großstädten auf dem ganzen Globus. Sie wollen nur ein paar Ressourcen von der Erde, dafür bekommen die Menschen deren Technologie. Fairer Tausch. Damit die Menschen nicht in Angst davon laufen, nehmen die Aliens eine menschenähnliche Form an (produktionstechnisch bestimmt auch günstiger). Natürlich gibt es eine Rebellion von Menschen und Aliens gegen die „Besucher“ und langsam kommt der eigentliche Plan ans Tageslicht: Ressourcentausch adé, die Aliens wollen den ganzen Planeten. Der Cliffhanger am Ende der Serie ist der Ausblick auf einen großen Krieg. Noch mehr Alienschiffe und mehr Spannung. Fand leider nie statt. Vielleicht sehen wir ja bald ein Remake vom Remake.

4. Heroes

Wenn wir bei Sci-Fi sind, bleiben wir doch gleich hier. Bevor Marvel mit dem MCU richtig groß auf der Leinwand und im TV wurde, gab es „Heroes“. NBC hat sich hier einiges getraut und ein amibtionierte Superheldenserie geliefert. Und gleich vorweg: Heroes reborn gehört da definitiv NICHT dazu. Zwischen 2006 und 2010 gab es vier solide Staffeln. Mit dem super Bösewicht Sylar, Peter, Claire und dem Zeitreisenden Hiro. Letzterer war für mich immer der serielle Höhepunkt, bis es in die Samuraizeit ging. Heroes glänzte mit verhältnismäßig guten Effekten, spannenden Charakteren und interessanten Superheldenkräften. Die Serie litt dann leider an teils wirklich öden Folgen, sicherlich auch wegen dem Autorenstreik in dieser Zeit und hörte dann mit einem Naja-Cliffhanger auf. Viele Fragen blieben hier auf der Strecke, das störte wohl mehr.

5. Pushing Daisies

Hach ja. Kuchen aus verdorbenem Obst, Krimi Geschichten mit „Kurzzeit-Zombies“ und einem verträumten Barry Sonnenfeld Look. Das alles gab es bei „Pushing Daisies“. Zwei Staffeln hat Ned mit der „von den Toten wieder erweckten“ Chuck mysteriöse Fälle aufgeklärt und noch dazu Chuck vor ihrer Tanten Vivian und Lily verstecken. Die beiden wissen nicht, dass Chuck noch lebt. Problem bei der ganzen Liebesgeschichte war: Ned kann Chuck kein zweites Mal berühren. Dann würde sie für immer sterben und es gäbe kein Happy End. Gut, das gibt es so oder so nicht. Die Serie hörte leider mittendrin auf. Es gab einen kleinen Epilog zum Ende der zweiten Staffel. Chuck zeigt sich den beiden Tanten. Doch wie alles schlussendlich erklärt wird, bleibt leider offen. Schade. Die Welt von „Pushing Daisies“ war bunt und amüsant. Eine gute Serie, die mittlerweile ein gleichwertiges Pendant mit Eine Reihe betrüblicher Ereignisse gefunden hat.

Natürlich gibt es noch mehr Serien mit plötzlichem Ende. „Firefly“, „Deadwood“ und ganz aktuell „The Last Man On Earth“ lassen grüßen. Habt ihr noch andere Tipps für die Liste? Immer fleißig her damit.

3 Kommentare

  • Colony ist ganz aktuell und dann Revolution, die ich noch immer vermisse.

  • „Flash Forward“ hatte mich damals sowas von gewurmt. Eigentlich war schon klar, dass die Serie abgesetzt wird und doch konnten sich die Macher diesen Trotz-Ausblick nicht mehr sparen. Wer die Serie jetzt noch schauen will, macht den Fernseher am besten zehn Minuten vor dem Ende einfach aus. Sehr ärgerlich (zumal es eine vielversprechende Serie war…).

  • Hoffentlich werden die Fernsehmachenden bald einsehen, dass Staffelcliffhanger nichts bringen und damit aufhören. Okay, wenn eine echte, durchgehende Handlung erzählt wird, lässt sich so etwas schwer vermeiden, aber eigentlich gibt es keinen Grund mehr, die Zuschauer damit aus einer Staffel zu entlassen.

    Der Schockfaktor ist seit den „Who shot J.R.“ und „Locutus von Borg“ Zeiten, in denen so ein Erzählkniff noch ungewöhnlich war, schon lange weg und wenn die aktuelle Staffel nicht gerade kompletter Rotz war, werden die Fans sowieso nächstes Mal wieder einschalten. Alles was bleibt, ist ein genervtes „Jetzt muss ich bis zur nächsten Staffel warten“, wenn die Serie verlängert wurde (oft gefolgt von einem „Und für diese billige Auflösung musste ich so lange warten?“ am Anfang der nächsten Staffel) und großes Heulen und Zähneknirschen, wenn sie eingestellt wurde.

    Die zwei Beispiele, die mir spontan einfallen, kommen beide aus den 90ern: „Pretender“ und „Millennium“. Letztere zählt sogar doppelt, da uns eine Auflösung in einer Folge „Akte X“ versprochen wurde, man uns dann aber keine echte gab.

    Quasi-frustrierend war „The Blacklist: Redemption“. Ja, man war so nett uns in einer Folge der Hauptserie zu erzählen, wie der Cliffhanger endete, aber es wäre nett gewesen, wenn man dem eine ganze Folge und nicht nur einen kurzen Dialogfetzen gewidmet hätte.



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