Im Dschungelcamp gehen die Emotionen weiter hoch: Samira und Eva geraten nach dem Auftakt gestern bei der Tierfigur-Vergabe weiter heftig aneinander – alte Wunden, Schuldfragen und fehlendes Vertrauen brechen offen auf. Simone greift mit klaren Worten ein und Stephen fordert von Gil mehr Haltung und Offenheit. Nachdem an Tag 11 kein Promi das Camp bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ verlassen musste, kämpfen in der Dschungelprüfung Eva und Gil um Sterne.
Warum musste an Tag 11 kein Star das Dschungelcamp verlassen?
Beim Voting hat Tag 11 hatten Patrick und Stephen die wenigsten Stimmen – nur gehen musste keiner. Warum hat RTL das gemacht? Wir haben es gestern schon angedeutet: Es soll sich um ein dramaturgisches Element handeln. RTL setze es hier ein, um den Druck auf die Kandidat:innen zu erhöhen. Zudem solle der Reiz für die Zuschauer:innen erhöht werden, noch öfter für ihren Dschungel-Liebling anzurufen, heißt es in einem Beitrag von BILD. An einem Tag niemanden aus dem Camp zu schicken, habe immer gut funktioniert – also halte RTL auch in diesem Jahr daran fest, obwohl bisher niemand krank ist oder aufgegeben hat.
Einfach tierisch – Die Fortsetzung: Simones Machtwort und Gil entschuldigt sich
Bei der Verteilung der Tierfiguren eskaliert der Streit zwischen Samira und Eva. Nachdem Samira Eva die Schlange zuordnet und dies persönlich begründet, fühlt sich Eva angegriffen, Ariel mischt sich ein und spielt auf die Instagram-Nachricht auf Samiras Kissen an: „Wollen wir das Kissen noch mal holen?“ Eva verteidigt sich: „Das Kissen zeigt mich und mein schlechtes Gewissen. Mir wurde nie die Frage gestellt, warum hast du das geschrieben.“ Als Samira diese Frage nun stellt, platzt es aus Eva heraus: „Weil ich mich unglaublich schlecht gefühlt habe.“ Für Samira ist das zu wenig. Sie glaubt Eva nicht und wird laut: „Dir tut wahrscheinlich gar nicht leid, was du gemacht hast, sondern dir tut leid, dass du jetzt hier in diesem Scheißnest sitzt.“ Eva schreit zurück: „Warum du nicht mal einen Punkt setzen kannst?“ Samira explodiert: „Nein, kann ich nicht… Du hättest es einfach dabei belassen können.“ Eva hält dagegen: „Das war trotzdem provokant!“ Samira bleibt hart: „Aber diese Show ist provokant… Also nimm es bitte an und fertig!“ Doch Eva widerspricht erneut: „Warum musst du das auf eine Person beziehen? Es ist deine Ehe!“ Samira kontert entschieden: „Stimmt, es ist eine ganze Liste und du bist ein Teil davon… Du hast das Tier bekommen, trag es mit Würde.“ Am Ende bleibt nur ein leiser Satz von Eva: „Es tut mir leid!“ Dann ist Stille.
Entschlossen erhebt sich Simone und hält eine emotionale Brandrede: „Ich bin ja ein paar Jahre älter. Ich stand auch mal da, wo ihr jetzt steht, vielleicht sogar viel heftiger als bei euch allen zusammen.“ Ihre Botschaft ist eindeutig: „Es bringt nichts. Ein Mann, der nicht bei seiner Frau bleiben möchte, den wirst du nicht halten.“ Am Ende entscheide immer der Mann – „und wenn 25 Evas an ihm vorbeilaufen“. Simone wird deutlich: „Wenn der Typ so drauf ist, dann sei froh, dass er weg ist, weil das ist nicht dein Mann.“ Und sie setzt nach: „Es werden andere kommen, die viel besser sind, für beide von euch. Ganz ehrlich, der Typ soll euch am Arsch lecken.“ Dann greift Simone zur Schnecken-Figur und richtet sich direkt an Samira: „Deshalb gibt es von mir für Samira als Ansporn das hier: nicht mehr ins Schneckenhaus verkriechen, ’ne geile Schnecke zu werden, da rauszugehen, dein Haus, das du mit deinen Kindern trägst, immer mitzunehmen und dich am Arsch lecken zu lassen.“ Die Stars applaudieren, Samira und Simone fallen sich in die Arme. „Habe ich so gemacht! Danke schön“, sagt Samira ergriffen. Im Dschungeltelefon erklärt Simone abschließend: „Ich wurde auch schon betrogen, nicht nur einmal. Alles weiß man wahrscheinlich gar nicht. Da kommt so einiges zusammen…“
Doch das Spiel ist noch nicht zu Ende. Die nächste Brandrede hält Stephen, bevor er Gil die Chamäleon-Figur überreicht. Er beschreibt zwei Seiten: „Es gibt den Gil hier im Camp und den Gil draußen.“ Im Camp habe er zunächst den Eindruck gehabt, Gil ziehe sich zurück, passe sich an und mache „immer einen Schritt mehr, um nicht anzuecken“. In den letzten Tagen habe sich das jedoch verändert – „für uns hier im Camp etwas Positives“. Dann spricht Stephen den Gil „von draußen“ an, der Stephen beschäftigt habe, auch wegen seines eigenen Netzwerks in Leipzig bis hinein in das betroffene Hotel. „Das war alles sehr bedrückend“, sagt er und betont den Kontrast zwischen dem, was man von außen gehört habe, und dem Gil, der nun hier sei. Stephen wird deutlich: „Ich glaube, dass es nicht gut ist, dass du wie ein Chamäleon agierst“, denn mit der Teilnahme habe Gil eine hohe Erwartungshaltung geweckt. Er akzeptiere die Verschwiegenheitserklärung, meint aber: „Eine Entschuldigung für diese ganze Thematik kann darin nicht ausgeschlossen werden.“ Das Schweigen sei für viele „sehr unbefriedigend“. Sein Wunsch an Gil: „Dass du nach vorne trittst und sagst ‚Das ist scheiße gelaufen‘. Ich nehme die Kritik an – und dann wird das alles auch wieder abebben.“ Nachdenklich nimmt Gil die Trophäe entgegen und sagt leise: „Vielen Dank!“ Im Dschungeltelefon richtet er schließlich Worte an die Menschen in Leipzig und Sachsen: „Was mir wichtig ist, zu sagen: Der Vorfall ereignete sich in Leipzig, hatte aber nie etwas mit der Stadt Leipzig, mit dem Bundesland Sachsen zu tun.“ Und weiter: „Wenn das so rübergekommen ist, dann möchte ich mich entschuldigen bei den Bürgern von Leipzig und allen, die sich angesprochen fühlen in Sachsen. Das tut mir leid, das wollte ich nicht.“
Nachhall vom Tierfigur-Verteilen
Die Verteilung der Tierfiguren wirkt nach. In kleinen Runden wird diskutiert, ob Ariel mit dem Faultier für Hardy zu weit gegangen ist. Simone und Samira schütteln den Kopf. „Die Idee war gut, die Umsetzung war mal wieder explosiv“, lautet Samiras Fazit. Simone grinst und ergänzt knapp: „Grenzwertig!“ Im Dschungeltelefon wird Samira deutlicher: „Das war schon wieder aggressiv und auf Zündung. Das hätte sie schon auch freundlicher machen können!“ Hardy selbst bleibt gelassen. Zu Patrick sagt er: „Mit dem Faultier kann ich leben! Mir ist das wurscht. Die kann sagen, was sie will. Wer ist sie denn? Was glaubt sie denn, wer sie ist? Hat die einen Heiligenschein? Sie spielt hier den Richter.“ Für ihn zu Unrecht, denn Ariel tue nichts für die Gruppe und liege den ganzen Tag herum. Patrick bringt es trocken auf den Punkt: „Ist halt schwierig, wenn der Richter auch Täter ist.“
Anders als Hardy steckt Eva die Schlangen-Figur schwer weg. Sie fühlt sich „total beschissen“ und zieht Hubert zu Rate. „Ich hätte einfach meine Klappe halten sollen. Aber das hat mich so geärgert. Ich könnte mir so in den Arsch beißen. Ich glaube schon, dass mich das meinen Verbleib hier kosten wird. Ich will nicht gehen. Ich ärgere mich so“, sagt sie verzweifelt. Hubert reagiert zunächst trocken: „Das bist halt du! Und in Zukunft nicht nur die Fresse halten, sondern auch den nervösen Unterleib.“ Dann wird er ernst und gibt ihr einen klaren Rat: „Du musst jetzt mal schauen, dass du bei dir wirklich aufräumst! Feucht durchwischen und raus!“
Simones Ehen
Am Lagerfeuer wird es grundsätzlich. „Männer sind argh…“, sagt Simone zu Eva und Samira und erklärt, wie schwierig es sei, den richtigen Partner zu finden. „Es kann aber auch mehrfach im Leben passieren. Ich bin auch schon zweimal verheiratet und zweimal geschieden.“ Heute brauche sie keinen Mann mehr: „Ich komme super allein klar. Es ist auch wichtig, keinen zu brauchen. Wir sind keine Frauen mehr, die einen Versorger brauchen.“ Früher habe sie sich nach Männern gerichtet, darauf habe sie „keinen Bock mehr“ – jetzt mache sie nur noch, was sie will. Auf Ariels Frage nach einem Partner antwortet Simone ausweichend: „Keinen öffentlichen, besser nicht immer alles öffentlich stattfinden lassen.“ Dann spricht sie über ihr früheres Leben als Spielerfrau: Sie sei nicht mit High Heels ins Stadion gegangen, sondern „mit drei Kindern“. Nach der Scheidung von Michael Ballack im Jahr 2012 habe sie ihren Jugendfreund geheiratet. „Ich habe besoffen mit ihm geknutscht und dann dachten wir, warum haben wir das nicht schon früher gemacht.“ Drei Monate später der Antrag, nach acht Monaten die Hochzeit – vier Jahre hielt die Ehe. „Seit anderthalb Jahren bin ich jetzt wieder geschieden.“ Der Grund: „In der Zeit ist das mit meinem Sohn passiert. Er hat mich nicht mehr verstanden. Es war nicht sein Kind. Keine Kommunikation mehr.“ Für sie mache die Trennung Sinn: „Es hat eh nicht gepasst.“ Ariel hakt nach, warum Simone noch den Nachnamen ihres ersten Exmannes trägt. „Den würde ich immer behalten, meine Kinder heißen auch Ballack.“ Ihren Mädchennamen könne sie sich nicht vorstellen, „weil ich mich nicht danach fühle“. Auch über ihre Mutter spricht Simone offen: „Meine Mutter habe ich zuletzt vor 14 Jahren gesehen. Ich bin mit 15 zu Hause ausgezogen… Es war nie eine enge Verbindung.“
Ariel nimmt das Thema Spielerfrau mit Humor. Im Dschungeltelefon sagt sie: „Ich wäre gerne eine Spielerfrau. Also wenn es irgendeinen Fußballer gibt? Ich bin free!“ Und zum Nachnamen ergänzt sie lachend: „Für mich würde das gar nicht in Frage kommen – außer natürlich Ariel Ronaldo. Dann würde ich über den Nachnamen hinwegsehen. Und ihn auch behalten.“
Dschungelprüfung „Schwierige Fanggelegenheit“
Eva und Gil wechseln sich in der Dschungelprüfung „Schwierige Fanggelegenheit“ ab und kämpfen innerhalb von zehn Minuten um bis zu neun Sterne. Jeder Durchgang ist ein Sprint, der Schwimmausdauer, Koordination und Körpergefühl verlangt: Über schwimmende Pads geht es zum Steg, dort wird der Buzzer gedrückt, ab dann haben sie sechs Sekunden, um Position zu beziehen und im perfekten Moment vom Ponton abzuspringen und die Sternbälle aus der Luft zu fangen. Jeder erfolgreiche Fang bringt einen Sternball, jeder Fehlgriff kostet eine Chance – wer zu spät kommt oder danebengreift, sieht den Stern im modrigen Dschungelsee versinken.
Mit Material von RTL / Bilder: RTL






































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