Das war gestern natürlich recht clever gemacht, dass RTL zwar Ariels Rückkehr ins Dschungelcamp nach der „Prüfung“ gezeigt hat, die Reaktionen darauf aber weggelassen hat. Bedeutet im Umkehrschluss: Jede Menge Content für Tag 5 von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Fast folgerichtig: Die Stimmung im Camp eskaliert. Eva rastet völlig aus, Ariel gerät immer mehr ins Abseits. An allen Ecken und Enden wird gelästert, und die Schweizerin fühlt sich ausgegrenzt. Trotzdem muss sie wieder zur Dschungelprüfung antreten – immerhin mit mehr Einsatz als bisher.
Null-Sterne-Rückkehr mit Ausraster
Nach der nicht angetretenen Dschungelprüfung und dem Streit mit Eva kehrt Ariel zuerst ins Camp zurück. Unter Tränen berichtet die Schweizerin: „Ich sage es kurz und knapp. Ich bin diese Prüfung nicht angetreten. Eva hat mich als Mutter beleidigt, hat meine Erziehung in Frage gestellt, hat mein Kind ins Spiel gebracht und das ist meine persönliche Grenze.“ Die Empathie bei Nicole, Umut und Samira ist groß, tröstend wird Ariel in den Arm genommen. Doch die Stimmung kippt. Stephen kann Ariels Entscheidung nicht verstehen: „Scheiß‘ doch drauf, was sie sagt, man muss doch dann da drüberstehen! ‚Fuck off, halt‘ die Fresse‘ und dann weiter!“ Simone legt nach: „Genau, wir haben alle Hunger und danach kannst du ihr auf die Fresse hauen!“ Eva und Gil kommen ins Camp. Es dauert nur wenige Momente, da diskutieren Eva und Ariel wieder heftigst. Dann bricht es aus Eva heraus und sie brüllt völlig außer sich: „Ich möchte nicht mehr von dir beleidigt werden. Verstehst du das? Mein Sohn hat mehr Anstand als du.“
Lästerstunde im Camp – wie erwartet
Null-Sterne-Frust im Camp. Von der höchsten Position im Camp lassen Simone und Patrick ihren Gefühlen über Ariel freien Lauf und es wird gelästert, was das Zeug hält. „Sie pikst jeden an“, sagt Simone. Patrick legt nach: „Sie beleidigt jeden die ganze Zeit. Aber die persönliche Grenze von anderen? Die ist ihr egal! Sie ist ein egozentrischer Mensch.“ Eva gesellt sich dazu. „Sie zieht ihr Ding durch. Sie will wieder in die Prüfung, die will ihre Showtime – und du wirst das nicht ändern können, egal was du machst“, meint Simone. Eva rät: „Du musst sie ignorieren.“ Die Stimmung ist gelöst, der Ton spitz, doch das Gespräch bleibt nicht ungehört. Am Lagerfeuer sagt Ariel zu Samira: „Schau, wie die lästern.“ Auch Hardy gesellt sich zur Lästerrunde. Eva behauptet: „Die erwartet, dass wir alle ohne Gefühle und Emotionen sind. Sie darfst du niemals angreifen, sonst bist du die größte Schande.“ Patrick ergänzt: „Dann stellt sie sich gleich wieder in die Opferrolle.“ Simone wird deutlich: „Die ist eiskalt berechnend. Du musst bei ihr aus der Schussbahn gehen. Ich habe keinen Bock, mit der Krieg zu bekommen.“ Die Gruppe wirkt amüsiert, das Lästern geht munter weiter.
Im Dschungeltelefon meldet sich Ariel zu Wort: „Eva zieht gerade alle auf ihre Seite und redet davon, sie sei reifer und weiser. Aber dann sollte sie wissen, dass man als Gruppe nicht offensichtlich laut über jemanden ablästert.“ Am Lagerfeuer platzt Ariel schließlich der Kragen. Sie fordert Simone auf, ihre Probleme direkt zu sagen: „Es ist räudig, wie ihr da oben lästert. Vier erwachsene Leute!“ Simone ruft zurück: „Es ist schwer, mit dir zu reden.“ Ariel wird lauter: „Ich finde es beschämend, was ihr macht. Ihr lästert ab und ich höre es. Das ist peinlich und bodenlos!“ Simone hält sich demonstrativ die Ohren zu.
Im Dschungeltelefon zieht Ariel ihr Fazit: „Wenn ich sehe, wie die über mich lästern, ärgere ich mich nicht, in der Dschungelprüfung nicht angetreten zu sein. Das zeigt mir deren Charakter und deren Gesicht.“ Auch Samira, die den Streit beobachtet hat, findet klare Worte: „Ich fühle mich hier wie im Zoo! Lauter Affen, die sich hier von einer Seite zur nächsten entlang hangeln.“ Sie stellt klar, dass sie Grüppchenbildung ablehnt und es nicht okay findet, wenn alle über eine Person lästern.
Lovestory ist nochmal Thema
Umut und Ariel versuchen am Dschungelweiher ihre „Love-Story“-Geschichte zu klären. Beim Erzählen kommen der 22-Jährigen völlig überraschend die Tränen: „Du hast mir geschrieben, als mein Papa gestorben ist. So hat unser Kontakt begonnen.“ Sie schildert weiter, wie es zu dem Missverständnis kam: „Du hast mich angerufen, als ich zuhause war, und ich habe gefragt, ob du im Dschungel bist wegen einer Love-Story. Du hast gelacht und gesagt: ‚Ich denke schon‘ – und ich lachend: ‚Vielleicht bin ich auch deshalb da.'“ Ariel wirkt verletzt und sagt: „Es hat mich schockiert, dass du das verdrehst und sagst: ‚Ich schwöre auf Gott.‘ Ich habe niemals im Kopf gehabt, mit dir eine Love-Story zu machen. Ich komme nicht mit einem Plan in ein Format.“ Umut bleibt bei seiner Version: „Ich habe wirklich in Erinnerung, dass du mich das gefragt hast. Lass uns das einfach so stehen lassen.“ Doch im Dschungeltelefon wird deutlich, wie festgefahren die Fronten sind. Ariel sagt: „Ich weiß ganz genau, ich habe ihn niemals gefragt wegen einer Love-Story. Man hat gemerkt, dass Umut lügt.“ Umut kontert: „Ariel will nicht die Wahrheit sagen. Ich habe gemerkt, ich komme nicht dagegen an. Ich weiß, was wirklich war.“ Einen gemeinsamen Nenner finden die beiden nicht. Als Samira später fragt, wer denn lüge, fällt die Antwort eindeutig, aber gegensätzlich aus. Ariel sagt: „Umut“, Umut sagt: „Ariel“. Als Umut den Weiher verlässt, bleibt Samira mit Ariel zurück – und macht deutlich, gegen wen sich ihr wahrer Ärger richtet. Über Eva sagt sie: „Ich habe so einen Hass auf diese Frau…“
Stephen ist ja auch noch da…
Stephen und Umut verstehen sich gut und albern zunächst miteinander herum. „Ich habe Männertitten, deshalb kann ich nicht zu viel essen. Je mehr ich esse, desto mehr wachsen die“, scherzt Stephen. Neckisch legt er nach: „Ich weiß, du stehst drauf. Don’t touch me, damit wir hier kein Problem bekommen.“ Er überlege sogar, seine Männerbrust einfach weiter wachsen zu lassen. Umut kontert lachend: „Dann kannst du mit deiner Frau die BHs teilen.“ Doch am Weiher wird das Gespräch schnell ernster. Stephen erzählt, dass er seit 25 Jahren mit seiner Frau zusammen ist, für Umut kaum vorstellbar. Er erklärt offen, dass er sich bei Konflikten emotional zurückziehe. „Ich will mein Herz schützen und distanziere mich emotional von meinen Beziehungen“, sagt er. Im Dschungeltelefon wird der 28-Jährige sehr ehrlich: „Mir tut es weh, dass ich keine Bindung eingehen kann. Nach einer gewissen Zeit, wenn es schön wird, dann distanziere ich mich, weil ich Angst habe, verlassen zu werden.“ Der Wunsch nach Familie sei da: „Wenn ich andere Menschen sehe mit ihrer Familie, würde ich das auch gerne haben.“ Gleichzeitig erkennt er ein Muster: „Ich bin in einem Teufelskreis, der von meinem Vater auf mich vererbt wurde.“
Auch Stephen hört aufmerksam zu, als Umut weiter ausführt: „Mein Vater hat immer falsche Versprechungen gemacht. Mal war er da, dann wieder weg. Ein Trauma, das sich auf meine Beziehungen überträgt. Ich fühle die Liebe, die man mir gibt, gar nicht.“ Umut sehnt sich nach einer stabilen Beziehung, Kindern und gemeinsamen Urlauben. Stephen versucht, ihm Mut zu machen und ist überzeugt, dass Umut die richtige Frau einfach noch nicht gefunden hat. Im Dschungeltelefon zeigt sich Stephen nachdenklich: „Ob Umut jetzt schon Vater werden sollte? Ich weiß nicht, vielleicht wartet er noch ein bisschen. Ich würde ihn aber am liebsten in den Arm nehmen und sagen: ‚Pass mal auf, auch du wirst das schaffen. Du wirst reifen, du musst dich mit deiner Vergangenheit auseinandersetzen und dann die richtige Partnerin finden.'“ Das intensive Gespräch endet schließlich abrupt, als eine riesige, aber friedliche Libelle den beiden am Weiher gefährlich nahekommt.
Hardy fragt Stephen, ob er auch mal Alkoholprobleme hatte. „Nein, ich war in einer depressiven Phase zwei Jahre lang und das gipfelte in einem Alkoholabsturz mit 3,4 Promille Alkohol im Blut. Das war bei einer Feier von ‚In aller Freundschaft'“, so Stephen offen. „Ich habe eine Flasche nach der anderen aufgemacht. Ich habe gekotzt. Dann kam ein Krankenwagen und die haben mich erkannt und gesehen, dass das ein Filmset ist. Da haben die gesagt: Das ist doch hier ‚Verstehen Sie Spaß?‘. Dann hatte ich einen Atemstillstand und bin blau angelaufen. Dann haben sie es ernst genommen! Erst dann! Und dann ist mein Herz stehen geblieben! Zwei Mal wurde ich mit dem Defibrillator zurückgeholt!“ Im Dschungeltelefon berichtet der Schauspieler später: „Da hatte ich ein Gefühl von Leichtigkeit, von Frieden und ich bin von mir weggegangen. Es war alles hell. Ich bin gegangen, merkte aber, wie ich immer wieder zurückgezogen wurde. Zwei Mal. Zum Glück wurde ich zurückgeholt, es war einfach noch nicht meine Zeit.“
Alle haben vor allem eines – Hunger
„Es schlaucht, es zehrt an der Kraft und Psyche. Seit fünf Tagen essen wir nur Reis und Bohnen“, sagt Hardy zu Patrick. Der Hunger setzt beiden sichtbar zu. Bildlich beschreibt Hardy seinen Zustand: „Ich habe das Gefühl, mein Körper frisst sich selbst auf. Ich drehe durch. Man kann sich nicht ablenken, man ist so sehr auf sich konzentriert.“ Auch Gil spürt die Auswirkungen deutlich. Im Dschungeltelefon erklärt er: „Ich ziehe mich zurück, jetzt mit dem Hunger, um die Kräfte einzuteilen. Jeder Schritt, der in Deutschland easy ist, ist hier nicht so einfach.“ Und weiter: „Alles ist hier nicht selbstverständlich. In Deutschland schon und trotzdem meckern wir alle sehr gerne und ausgiebig. Der Dschungel ist ein guter Reminder, wie gut es einem sonst geht.“ Für Hubert ist selbst ein fleischloser Tag eine Herausforderung. Karfreitag und Aschermittwoch seien für ihn schon schwer, doch im Dschungel wird es besonders hart: „Verzicht mag ich nicht“, so die Produkttest-Legende. Auch die Frauen leiden unter dem Nahrungsmangel. Simone beklagt, dass die Dschungelprüfungen immer morgens stattfinden und man deshalb den ganzen Tag niedergeschlagen sei. Samira erklärt nüchtern: „Wenn man mit einem großen Magen hier reinkommt, dauert es einfach bis dieser klein wird.“ Eines ist klar: Der Hunger geht an niemandem spurlos vorbei, alle Stars kämpfen gleichermaßen mit den körperlichen und mentalen Folgen.
Ariel bricht in Tränen aus
„Heute war ein Scheißtag“, sagt Ariel zu Samira. Sie könne nicht mehr gute Miene zum bösen Spiel machen und fühle sich ausgegrenzt. „Ich habe mich nicht gut gefühlt und kenne das Gefühl von Ausgrenzung gar nicht. Ich bin froh, dass Samira da ist. Sie ist meine Bezugsperson und bestärkt mich.“ Als Samira nach Ariels im November 2025 verstorbenem Vater fragt, kommen ihr die Tränen: „Krebs. Ich realisiere das noch gar nicht. Er war der beste Mensch in meinem Leben, neben meiner Tochter.“ Samira nimmt die 22-Jährige tröstend in den Arm und sagt: „Du machst das ganz toll. Lass dir nichts anderes sagen.“ Ariel, die ihre Tochter allein erzieht, wird noch emotionaler: „So einen Vater würde ich mir für meine Tochter wünschen. Er hat alles für mich gemacht, auch als er schon schwerkrank war.“ Selbst kurz vor seinem Tod habe er sich noch um sie gekümmert. Dass er trotz gesunder Lebensweise Lungenkrebs bekam, kann Ariel nicht begreifen: „Ich verstehe es nicht, es ist so ungerecht.“ Samira betrachtet Ariels Kissen und sagt leise: „Du hast einen hübschen Papa.“ Im Dschungeltelefon erklärt sie: „Ariel kommt immer so laut und forsch rüber, aber sie ist eine verletzte, kleine, süße Seele.“ Auch Ariel findet dort Worte des Trosts: „Ich weiß, dass mein Papa mich stärkt von oben. Er war immer ein Kämpfer – und ich bin das auch!“ Als Samira bejaht, an ein Leben nach dem Tod zu glauben, schenkt das Ariel spürbar Zuversicht. Später kämpft auch Samira im Dschungeltelefon mit den Tränen: „Sie würde so gerne ihren Papa treffen. Das tut mir so leid für sie, sie ist erst 22. Ich wüsste als 32-Jährige nicht, wie ich damit umgehen soll. Es ist echt hart.“ Schließlich drückt sie Ariel erneut und versichert ihr, jederzeit für sie da zu sein.
Eva und die Liebe
Mit Patrick sinniert Eva über die Liebe und die Männer: „Es ist schwierig, einen zu finden.“ Patrick bringt Dating-Apps ins Spiel. Da wird Eva resolut: „Ich tinder‘ nicht, ich kann das nicht. Ich setz‘ mich nicht hin und schreib‘ mit denen. Da habe ich keine Zeit für. Ich glaube eher daran, dass man im echten Leben den Partner finden kann. Ich werde auch selten angesprochen.“ „Ja, weil die Angst vor dir haben“, vermutet der TV-Bauer. „Und du bist natürlich bekannt aus dem Fernsehen und sie haben Angst, abgewiesen zu werden, weil dir ja 50 Typen hinterherhecheln.“ Scheinbar ist es nicht so, vor allem auch nicht bei den Reality-TV-Kollegen, die ja gerne überall ihre Fühler ausstrecken. Eva ist dennoch zuversichtlich: „Mir hat noch nie einer geschrieben! Ich suche auch nicht. Ganz spontan steht er irgendwann vor mir, von jetzt auf gleich kann es passieren!“
Gil taut auf
Während der Nachtwache spricht Gil mit Stephen über kleine Fluchten und große Sorgen. Er gesteht lachend, den ganzen Tag von einem alkoholfreien Pils geträumt zu haben. Im Dschungeltelefon wird er ernster: „Ich merke, manche Mauern hier im Dschungelcamp in Bezug auf mich bröckeln. Man muss mich nicht lieben, aber Respekt beiderseits ist schön.“ Das Lagerfeuer-Gespräch mit Stephen kippt in die Tiefe, als es um Ängste geht. Auf Gils Frage, wovor er sich fürchte, antwortet dieser lachend: „Der Schnitt.“ Dann dreht Stephen den Spieß um und hakt bei Gil nach. Was ihm nicht gefalle, sei der Zynismus, erklärt Gil, vor allem wegen seiner Kinder: „Ich habe Sorgen um meine Kids und ob sie sich dumme Sprüche an der Schule anhören müssen.“ Stephen fragt nach: „Weil du in den Dschungel gehst?“
Im Dschungeltelefon wird Gil sehr persönlich: „Ich habe sehr viele Ängste in Bezug auf meine Kinder. Wenn überall das Gesicht deines Vaters zu sehen ist und dann stehen fürchterliche Sachen über mich… Das ist nicht okay.“ Seine Kinder verstünden nicht, dass vieles Boulevard sei. „Ich schütze sie sehr“, betont er. Als Stephen wissen will, ob Gil mit so viel Aufmerksamkeit gerechnet habe, antwortet dieser: „Dieser Hass, diese Anti-Haltung, hätte ich nicht gedacht.“ Stephen zeigt sich skeptisch. Im Dschungeltelefon sagt er: „Nach der ganzen Story… Es war ein weltweites Thema und hat einige Menschen in massive Schwierigkeiten gebracht.“ Bislang könne er nicht erkennen, dass Gil geläutert aus der Sache herausgehe. „Was soll denn der Dschungel sonst für eine Reaktion hervorrufen? Gerade der Dschungel!“
Am Lagerfeuer erklärt Gil seine Sicht: „Meine Teilnahme hier ist kontrovers. Man muss heutzutage so aufpassen, was man sagt, man wird schnell gecancelt.“ Trotzdem sei er hier, um etwas abzuschließen: „Ich bin unter anderem hier, um noch etwas zu erledigen, was ich zu machen habe. Ich starte einen Neuanfang. Das kann es nicht gewesen sein.“ Stephen beobachtet ihn nachdenklich und fragt sich im Dschungeltelefon, ob Gil den Dschungel nutzen wolle, um sich zu erklären. „Ich glaube nicht, dass der Dschungel für Gil ein Neuanfang sein kann“, sagt er, „wenn er nicht das Essentielle macht, was alle von ihm erwarten.“ Wenn Gil das nicht mache, könne ihm der Dschungel auch nicht helfen. Gil blickt dennoch nach vorn. Im Dschungeltelefon sagt er leise: „In einem Jahr stehe ich auf der Bühne mit meiner Band, die ich sehr vermisse. Da sehe ich mich.“
Dschungelprüfung „Dschungelprüfungs-Bähro“
In der Dschungelprüfung kämpft sich Ariel allein durch das sogenannte „Dschungelprüfungs-Bähro“ – einen düsteren, unterirdischen Ort voller Abfälle und Dschungeltiere. Innerhalb von zwölf Minuten kann sie zwölf Sterne einsammeln, bevor ein Alarm das Ende ankündigt und sie den Ausgang erreichen muss. Schon beim Start ist Ariel von Angst gezeichnet. „Mir kann nix passieren“, fragt sie unsicher. „Dir kann nix passieren“, antworten Sonja und Jan. Vorsichtig knotet sie den ersten Stern ab, doch schon im nächsten Raum schreit sie panisch. Vor einem Glaskasten mit Echsen zögert sie: „Beißen die?“ – „Die beißen nicht! Deine Zeit läuft, Ariel“, mahnt Jan. Sie greift nicht hinein, sichert sich aber einen anderen Stern. In einem Raum mit Schlangen wird Ariel immer nervöser. „Was macht die Schlange“, fragt sie panisch. „Sie riecht dich mit der Zunge“, erklärt Sonja. Orientierungslos klagt Ariel: „Ich sehe nichts! Alles ist verschwommen.“ Trotzdem schraubt sie in einer Kommode mit Schlange ihren dritten Stern ab. Der Gestank von Fleischabfällen raubt ihr im nächsten Raum den Mut, doch trotz Schaben und Kakerlaken auf dem Rücken sammelt sie noch einen weiteren Stern ein. Als die Zeit knapp wird, flüchtet Ariel hastig aus der Prüfung, mit vier Sternen und sichtlich gezeichnet von Angst und Anspannung. Zurück im Dschungelcamp ist die Freude über die erspielten Sterne bei den anderen Campern groß.
Mit Material von RTL / Bilder: RTL








































Die Zuschauer des Dschungelcamps, unterstützen mit ihre Schaulust ein System, das für Quote und Aufmerksamkeit die Schwächen, Ängste und Leiden der Teilnehmer gezielt inszeniert. Menschen werden hier zu Unterhaltungszwecken geopfert. Wer dabei zuschaut und es bewirbt macht sich zu einem Komplizen einer menschenverachtenden Unterhaltungsindustrie.
Diese Beihilfe zu Demütigungen, Erniedrigungen und psychischen Belastungen als eine „guilty pleasure“ zu verharmlosen ist nur der Versuch die eigenen Schuldgefühle zu minimieren. Die Mitschuld und Verantwortung für die möglichen und tatsächlichen negativen Auswirkungen auf die Teilnehmer und unsere Gesellschaft bleibt jedoch bestehen.
Den Spaß am Leiden anderer gesellschaftlich zu normalisieren ist antisozial und in letzter Konsequenz selbstschädigend.