So langsam bringen sich die Dschungelbewohner in Position für das Voting – zumindest habe ich so ein bisschen das Gefühl, wenn ich auf die aktuellen Ereignisse im Dschungelcamp schaue. An Tag 7 von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ entschuldigt sich Eva bei Ariel. Die wiederum zieht bestens gelaunt und hochmotiviert Richtung „TraumAschiff“, ihrer siebten Dschungelprüfung, los, und räumt massig Sterne ab – auf einmal geht’s. Stress gibt’s trotzdem: Nach 146 Regelverstößen im Camp müssen alle Raucher ihre Zigaretten abgeben.
Rückkehr von der Schatzsuche
Das selbsternannte „Team Chaos“, Nicole und Umut, kommt einfach nicht von der Schatzsuche zurück. Es wird wild spekuliert: „Vielleicht müssen die doch irgendwo übernachten und haben ’ne Pizza gekriegt“, überlegt Simone. Doch es gibt einen ganz anderen Grund: Nicole ist auf dem Rückweg ins Camp auf einer der Brücken gestürzt und hat blutige Knie. „Es fängt an wehzutun und das Knicken tut weh“, so die Schauspielerin mit schmerzverzerrtem Gesicht. Nicoles Wunden werden versorgt und endlich geht es langsam und humpelnd weiter. Natürlich sehen die anderen Stars sofort, dass die Schatzsucher keine Kiste dabei haben. Unmut macht sich breit. „Bin schon ein bisschen traurig, dass es keine Schatzkiste gibt. Hatte gehofft, es gibt ein Stück Schokolade oder irgendwas zum Würzen“, so Mirja enttäuscht. „Ein Satz mit x“, legt Patrick nach. Am Ende bringt es Umut auf den Punkt: „Wir sind beide einfach Hohlköppe und haben es verkackt!“
Eva entschuldigt sich bei Ariel
Am Lagerfeuer sucht Eva das Gespräch mit der oben liegenden Ariel. „Ariel, ich wollte dir nochmal kurz etwas sagen und aus der Welt schaffen“, beginnt sie und stellt klar: „Ich würde nie dein Kind angreifen. Es tut mir leid, wenn das so rübergekommen ist.“ Ariel nimmt die Entschuldigung an und entschuldigt sich im Gegenzug für ihre Beleidigung („Du bist Schmutz!“). Eva bedankt sich lächelnd. Gleichzeitig betont Ariel: „Ich habe dich nie Schlampe genannt.“ Eva entgegnet: „Es ging um den Inhalt, nicht um den klaren Satz.“ Ariel erklärt ihre Sicht: „Ich lege alles auf die Goldwaage, ich weiß genau, was ich sage und denke mir dann ‚What the fuck, was wird hier verdreht‘.“ Nach außen wirkt der Konflikt geklärt, doch im Dschungeltelefon wird Ariel deutlich: „Eva und ich sind jetzt beste Freunde – natürlich nicht! Ich würde keinem Feind so eine Freundin wünschen wie Eva.“ Eva bewertet das Gespräch hingegen positiv: „Es war nett, mit Ariel ein ruhiges Gespräch geführt und das Thema geklärt zu haben.“ Ariel unterstellt der Entschuldigung jedoch Kalkül: „Wir haben Tag 6 im Dschungel und bald sind die Rauswahlen. Eva muss sich jetzt natürlich Gedanken machen, ansonsten könnte es für sie knapp werden.“ Später bei den Toiletten wundert sich Ariel beim Blick in den Spiegel über ihr geschwollenes Gesicht. Samira witzelt: „Allergisch, gegen Menschen.“ Ariel lacht: „Oh ja, schon lange.“ Dann erzählt sie Samira von Evas Entschuldigung: „Ich habe es ganz erwachsen angenommen.“ Samira glaubt nicht an echte Reue und wird deutlich: „Es ist eine Lüge. Sie meint nichts ehrlich und ernst. Es ist ihr scheißegal.“
Erinnerungen an Hardys Vater
Patrick setzt sich zu Hardy Krüger auf die Pritsche und fragt den 57-Jährigen vorsichtig, woran sein Vater gestorben sei. Hardy antwortet leise: „Wenn ich das wüsste…“ Sein Vater sei eines Nachts in Kalifornien verstorben. Danach habe sich dessen Ehefrau per E-Mail gemeldet: Man solle Rücksicht auf ihre Trauer nehmen, sie müsse alles verarbeiten und wünsche, „in Frieden gelassen zu werden“. Seitdem herrsche Funkstille. „Kein Mensch weiß, was wirklich passiert ist“, sagt Hardy. „Ob er beerdigt ist oder nicht, weiß ich nicht. Ich vermisse meinen Vater sehr.“ Im Dschungeltelefon ergänzt er: „Ich weiß nur, dass Rettungsdienst und Feuerwehr da waren. Aber sonst nichts.“ Für ihn und seine Geschwister sei das schwer auszuhalten: „Für uns Kinder ist das ganz furchtbar, weil wir nicht wissen, ob er in Frieden gehen konnte oder nicht.“ Der Tod liege zwei oder drei Jahre zurück, sagt Hardy unsicher (Anmerkung: Hardy Krüger Sr. starb am 19.01.2022). Patrick fragt nach einer Sterbeurkunde. Hardy erklärt: „Man müsste dafür in die USA reisen und sich dort ausweisen, sonst bekommt man diese Informationen nicht.“ Warum er diesen Schritt bisher nicht gegangen sei, lässt er offen. Patrick zeigt sich betroffen: „Ich kenne Hardys Verhältnis zu seinem Vater nicht, aber wenn das meinem Vater passieren würde, dann würde ich in den nächsten Flieger steigen.“ Am Lagerfeuer hakt Patrick später noch einmal nach. Hardy beschreibt das Verhältnis zu seinem Vater als gut, auch wenn dieser sich im Alter zurückgezogen habe. „Wir haben telefoniert, er war informiert, was ich tat. Es ist, wie es ist“, sagt er ruhig. Für Patrick unvorstellbar: Er betont, wie wichtig ihm der Kontakt zu seiner Familie sei. Später auf dem Weg zur Dschungeltoilette, spricht Hardy über seine Stiefmutter: „Wir wollen doch nix von ihr. Wir wollen nur wissen, was passiert ist. Wir wollen kein Geld.“ Patrick bleibt skeptisch und merkt im Dschungeltelefon an, dass es vielleicht auch um „persönliche Gegenstände, Dokumente oder dergleichen“ gehen könne. Zurück bleibt vor allem eines: eine offene Frage, die Hardy bis heute begleitet – und ein Abschied, der für ihn nie wirklich stattgefunden hat.
Bauer hat Frau
Einmal mehr geht es im Camp um die Liebe. Patrick gesteht Gil, dass seine Freundin Annelie die Liebe seines Lebens ist: „Das ist die Letzte definitiv.“ Wie sieht es mit einem Heiratsantrag aus, will Gil wissen. „Sie wartet drauf, aber ich warte noch auf den richtigen Moment! Beim ersten Treffen habe ich gewusst, die will ich. Am ersten Abend habe ich schon die Schwiegermutter, also die Mutter von Annelie, angerufen: ‚Du Schwiegermutter, ich will die Annelie‘, habe ich gesagt. Nix anbrennen lassen! Das passt so mega.“ Auch Gil ist mit seiner jetzigen Freundin glücklich: „Wie du sagst, es passt. Das ist wie: zwei Dumme ein Gedanke, man denkt dasselbe, man fühlt dasselbe, man unterstützt sich gegenseitig und hat keine Geheimnisse voreinander und wir lachen stundenlang.“ Patrick kommt auf das Thema Vertrauen zu sprechen: „Annelie hat sogar mein Handy! Und nichts ist persönlicher als das eigene Handy. Und wenn wir uns nicht sehen, telefonieren wir jede Nacht durch. Auch wenn wir nicht reden, das Handy liegt nebendran und am Morgen sagen wir noch ‚Guten Morgen Schatz‘, legen auf und starten in den Tag.“ Als hätte er das Gespräch belauscht, sagt auch Umut zu Hubert: „Alle heiraten, ich will auch! Das wäre mein Traum. Und Kinder! So drei, vier, fünf vielleicht!“ Hubert versorgt Umut dann direkt mit diversen Ratschlägen: „Heirate nicht so schnell. Du musst sie erst richtig kennenlernen. Und such‘ dir keine aus der Reality-Welt, lieber eine ganz normale.“ Umut macht sich Gedanken, wie er denn herausfinden soll, dass eine Frau ihn als Mann mag und nicht nur wegen seines Fame interessant findet. Auch da kann Hubert beruhigen: „Es trifft dich irgendwann. Glaub‘ es mir. Dann sagst du: ‚Die ist es.'“
Simones Vergangenheit
Mirja und Simone verstehen sich immer besser. Bei der Nachtwache will Mirja wissen, wie Simone zu ihren Eltern steht. „Kein Kontakt“, lautet die klare Antwort. „Mit meiner Mutter seit 14 Jahren und meinen Vater habe ich auch seit der Beerdigung (Anm. ihres Sohnes Emilio) nicht mehr gesehen. Ich habe mich daran gewöhnt. Meine Mutter hat mich ja rausgeschmissen, weil die nicht alle Latten am Zaun hat. Ich will auch gar keinen Kontakt mit ihr. Für mich ist das auch nicht meine Mutter, sondern irgendeine Person, die ich nicht kenne.“ Im Dschungeltelefon wird Simone, selbst geschieden, dann emotional: „Manche Dinge wiederholen sich halt. Ich bin ja auch ein Scheidungskind. Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als ich sieben war und davor kann ich mich eigentlich nur an Krieg erinnern.“ Anders als bei ihr und ihren Eltern, ist bei ihren Söhnen die Bindung sehr, sehr eng geblieben – und das sogar über den Tod hinaus. „In der Nacht, in der mein Sohn verstorben ist, habe ich das ja gefühlt. Ich wusste es. Ich war in Deutschland, er in Portugal. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen und habe im Haus ganz laute Geräusche gehört. Ein lautes Klopfen und Hämmern, was ich überhaupt nicht zuordnen konnte. Das ging ganz lange bis zu dem Zeitpunkt, als mein Telefon klingelte und ich die Nachricht bekommen habe, dass Emilio verstorben ist. Und da wusste ich, da war eine Energie, die noch nie da war. Ich glaube ja an Engel und auch an Energien. Da ziehe ich mir meine Kraft raus. Das hilft mir. Ich bin froh und dankbar, dass ich meine zwei Jungs habe. Und der dritte passt von oben auf. Es ist gut zu wissen, dass das alles nicht so endlich ist.“
Das Schweigen der Camper
Simone kennt die Exfrau von Gil u.a. von gemeinsamen Events in München. Scheinbar weiß Gil davon nichts. „Ich habe mit Verena noch telefoniert, bevor ich hierhin gekommen bin“, so die Unternehmerin zu Gil. Der staunt nicht schlecht: „Ihr kennt euch?! Kennst du auch meine Kinder?“ Simone kennt nur seine Tochter: „Ganz zauberhaft.“ Dann fühlt sie Gil knallhart auf den Zahn und fragt nach der Trennung: „Vielleicht möchtest du ja dazu was sagen?“ Gil antwortet gewohnt diplomatisch: „Ich werde hier nichts Schlechtes über meine Exfrau sagen. Es gibt auch keinen Grund dazu.“ Das reicht Simone nicht: „Es geht ja auch nicht um das, was jetzt ist, sondern wie es war bei der Trennung. Also du bist der Meinung, du hast nichts falsch gemacht?“ Was will Simone damit andeuten? Gils Antwort wirft noch mehr Fragen auf: „Das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, das, was passiert ist, war nicht unsere Entscheidung. Die Entscheidungen treffen in den meisten Fällen die Jugendämter und die Richter! Und alles weitere wäre nicht fair und nicht in Ordnung!“ Dann ist es Simone, die mit weiteren Andeutungen für noch mehr Unklarheiten sorgt: „Ich könnte ja ein, zwei Sachen sagen, aber ich kann nicht. Ich kann nichts sagen aus einem Grund, den kann ich euch erst danach erzählen, weil es gibt da eine Überschneidung mit meinem Privatleben.“ Samira wird sauer und regt sich im Dschungeltelefon auf: „Was ist das für eine Staffel, in der keiner quatscht? Was ist das denn? Wieso redet hier keiner?“
Regelverstöße sorgen für Entzug
146 (!) Regelverstöße haben die Stars seit ihrem Einzug begangen. „Unter anderem respektiert ihr die Fauna und Flora des Dschungels nicht“, liest Ariel vor. Das hat natürlich Konsequenzen: Die Raucher müssen ihre Zigaretten abgeben. Das trifft Nicole besonders hart. Sie ist auf Entzug und will wissen, wer daran schuld ist: „Wer hat hier Tiere gequält?“ Dank Umut kommt schnell raus, dass Patrick bei einer Nachtwache ein Krabbeltier zertreten und ins Feuer geworfen hat. Nicole hat nur noch ein Ziel: den TV-Bauern zur Rede zu stellen.
Dschungelprüfung „Das TraumAschiff“
„Ich bin es jetzt ja langsam gewohnt, jeden Morgen in die Prüfung zu gehen“, so Ariel ungewohnt gelassen vor ihrer siebten Dschungelprüfung. „Je öfter ich gewählt werde, desto mehr Ehrgeiz bekomme ich!“ Und so zieht die Schweizerin motiviert in Begleitung von Mirja und Samira los: „Ich bin stark und voller Energie! Ich steigere mich jetzt und es werden mehr als vier Sterne.“
Ariel stellt sich der Dschungelprüfung „Das TraumAschiff“ 40 Meter hoch über dem Blätterdach des Dschungels. Unter ihr gähnt die Tiefe, vor ihr ein wackeliges Schiff – zwölf Minuten bleiben ihr, um zwölf Sterne zu sammeln. Von einer Plattform aus startet sie, tastet sich über Koffer und schmale Bretter vor, auf denen Ameisen wimmeln, und balanciert über bewegliche Fässer dem „TraumAschiff“ entgegen. Schon auf dem Weg sichert sie sich die ersten fünf Sterne. Immer wieder quiekt und juchzt sie laut, wirkt dabei aber deutlich fokussierter und ruhiger als in ihren bisherigen Prüfungen. An Bord wird es noch heikler: Auf instabilen Flächen sucht Ariel nach weiteren Sternen, die nur über riskante Kletterpassagen erreichbar sind oder in Eimern und Kisten voller Mehlwürmer und Schaben stecken. Zwei Sterne sammelt sie auf dem Schiff ein, dann balanciert sie zur nächsten Plattform und holt sich ihren achten Stern. Zum Finale greift Ariel ein Steuerrad, dreht es mit aller Kraft und senkt damit einen letzten großen Stern ab – rechtzeitig, bevor die Zeit abläuft. Doch kaum ist die Aufgabe erfüllt, folgt der Schreckmoment: Die Plattform unter ihren Füßen klappt weg, Ariel hängt plötzlich schreiend in der Luft. Erst als sie wieder festen Boden unter den Füßen hat, fordern Jan und Sonja sie auf, ihre Sterne zu zählen. Ariel erspielt neun von zwölf Sternen. Jan lobt: „Respekt, eine tolle Leistung“, und Sonja ergänzt: „Wir sind stolz auf dich!“
„Ich habe neun Sterne“, jubelt Ariel auf dem Rückweg. „Ich bin überwältigt und weiß gar nicht, was für Gefühle ich gerade habe. Adrenalin, Glücksgefühle und Stolzgefühle. Und es ist befreiend, der Druck ist von mir!“ Glücklich macht sich Ariel auf den Weg zurück ins Camp. Dort erlaubt sie sich zunächst einen Spaß: „Ich habe die Prüfung nicht angetreten!“ Doch keiner glaubt ihr. „Ich habe neun Sterne“, platzt es aus Ariel raus. Jubel bricht aus und die 22-Jährige wird frenetisch gefeiert. „Und morgen kommt jemand anderes dran“, ist sich Mirja sicher.
Mit Material von RTL / Bilder: RTL





































Kommentiere