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Keep fighting about it while I get dressed

Review: Blindspot – S01E15 Older Cutthroat Canyon

03.04.16 13:10
BlindspotDramaReview
SPOILER !!
Tobias
03.04.16

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Im letzten Review zu „Blindspot“ hatte ich angedeutet dass ich das Gefühl habe, dass ich mich in einer leichten Negativspirale befinde. „More of the Same“ hatte wir jetzt lang genug und die Geschichte könnte schon viel weiter sein, der Reiz des Unbekannten nährt sich ja auch aus der Hoffnung auf Erleuchtung. Wenn man aber überhaupt nicht mehr das Gefühl hat, dass sich die Geschichte auch mal in diese Richtung bewegt, kommt Langeweile auf. Wir haben nun April und man kann schon leicht das Ende der ersten Staffel erahnen, aber viel weiter in der Geschichte als nach dem ersten Drittel der Staffel sind wir immer noch nicht gekommen. An diesem Punkt setzt die Story endlich mal (etwas) an, packt dies in eine spannende Episode, mit einem echt gefährlichen Gegner, man spürt, dass Jane und das Team zum ersten Mal im Laufe der Staffel in Gefahr schweben und das tut der Serie echt gut.

Ausgangspunkt ist natürlich wieder ein Tattoo. Eine Rose. Here we go!

Handlung

In der letzten Szene in der vorherigen Episode wurde Reade beim rumschnüffeln – Carter/Jane/you know – niedergeschlagen. In dieser Episode wacht Reade wieder auf und hat eine Waffe im Nacken. Der Unbekannte gibt klar zu verstehen, wenn er die Untersuchungen gegen Jane in der Causa Carter nicht bleiben lässt, wird es seinen Liebsten schlecht ergehen. Und bei diesen Liebsten handelt es sich um Wellers Schwester und deren Sohnemann. Dies führt am Ende der Folge auch dazu, dass sich Reade von Sarah trennt. Sollte ein stückweit der Egoismus und Heroismus ihres Bruders in ihr schlummern, wird sie sich das wohl nicht gefallen lassen und erst einmal nicht locker lassen. Was aber auch wiederum heißt, dass Reade seine Untersuchungen nicht einstellen wird.

In der Zwischenzeit jagt das FBI Team einen Kunsträuber. Da sich das Aufgabenspektrum des FBI im Allgemeinen und dieses Teams im Speziellen wohl nicht über Nacht geändert haben dürfte, steht natürlich ein Bezug zu Janes Tattoos im Mittelpunkt. Das Tattoo einer Rose wurde von einem geheimnisvollen Graffiti Künstler etwas neu gestaltet und auf seiner Ausstellung präsentiert. Wie konnte der Künstler dieses Tattoo kennen, wer klaut ein derart neues Kunstwerk wenn doch deutlich bekanntere Werke des Künstlers ebenfalls in der Ausstellung zu bewundern waren und warum fehlt sonst nix? Diese Fragen könnte man natürlich den Künstler stellen, doch das stellt sich als schwieriger heraus als anfangs gedacht. Denn der Künstler arbeitet ähnlich geheimnisvoll und abseits des Tageslichtes wie Bankey und scheut die Öffentlichkeit wie ein Vampir das Weihwasser. Seine Verbindungsperson ist seine Assistentin, die aber auch nicht viel beisteuern kann.

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Aber wir haben hier ja Super-Weller und seine Spürnase. Und Auge. Denn er bemerkt, das eine Skulptur, die sich in der Nähe des Standortes des geklauten Kunstwerkes befand, leicht verrückt ist. So schaut er unter der Skulptur nach und findet eine Bombe. Weller kann sich gerade noch so aus dem Gefahrenbereich bringen, wird aber durch die Explosion schon in Mitleidenschaft gezogen. Und landet im Krankenhaus.

So kommt es, dass Reade, Zapata und Jane zunächst allein den wenigen Spuren folgen. Über ein Selbstportrait des Künstlers findet Patterson aber die Adresse des Künstlers, denn obwohl das Gesicht des Künstlers ein Kreuz „verpixelt“, kann Patterson über den Hintergrund herausfinden, wo dieser Banksy lebt.

Reade und Jane kommen aber zu spät. Sie können eine leblose Person durch den Türspion sehen und stürmen den Raum obwohl Reade darauf hinweist, dass dies auch eine Falle sein könnte. Man ist sich nämlich einig, dass das eigentliche Ziel des Unbekannten das FBI Team darstellt. Als sie den Raum stürmen müssen sie aber bemerken, dass das Ziel Jane zu sein scheint. Denn ein Sniper hat nur auf diesen Moment gewartet und trifft ins Ziel. Was er nicht bedacht hat, trägt Jane natürlich eine schusssichere Weste. Während das Team den Sniper sucht, entfernt sich Jane von der Truppe und versucht auf eigene Faust – die Faust hört auf den Namen Oscar – den Sniper zu finden. Zudem hat nun auch Jane erkannt, dass es der Unbekannte auf Sie abgesehen hat und sie hofft, durch ihr Verschwinden das Team zu schützen.

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Weller, der im Krankenhaus davon erfährt, entledigt sich sämtlicher Verkabelungen und stellt sich selber wieder in den aktiven Dienst, um die Suche nach dem Sniper zu unterstützen und Jane zu finden. Das ist übrigens eines dieser Mysterien in amerikanischen Filmen und Serien, dass sich verletzte Soldaten und Polizisten auf eigene Verantwortung wieder in den aktiven Dienst stellen können, da sie ja der Held in der Geschichte sind. Das hat für mich noch nie gepasst. Hollywood is calling!

Jane: So this dog can really smell bombs?
Reade: Well if it can’t, it’s a pretty terrible bomb smelling dog.

Der Showdown der Folge erfolgt dann auf einem Schiff, dem Unterschlupf von Cade, einem ehemaligen Mitstreiter im Team Jane/Taylor, der sein eigenes Ding durchziehen will. Zudem hat er noch eine Rechnung mit Oscar offen. Und den will er treffen, in dem er Jane trifft – und tötet. Zunächst treffen Weller und Co am Schiff ein und können Cade auch ausfindig machen, lassen sich von ihm aber in einem Raum einschließen. Hier zeigt dann Weller, dass er viele A-Team und MacGyver Folgen gesehen hat. Er bemerkt, dass die Tür hohl ist. Er schießt ein Loch in die Tür und füllt den Hohlraum durch Gas. Glücklicherweise befindet sich alles, was man gebrauchen könnte, genau in diesem Raum. Nachdem ausreichend Gas in die Tür geführt wurde, schießt er erneut auf die Tür – Explosion, Applaus, Tür auf und raus.

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In der Zwischenzeit war auch Jane am Schiff angekommen, wurde von Cade aber zunächst gefasst, es kam zu einem kurzen Austausch der jeweiligen Kampfkunstskills auf engstem Raum – nicht so cool wie in den ersten Folgen – und man endete auf dem Oberdeck. Cade hatte sich durchgesetzt und wollte gerade den finalen Schuss setzen da kommt Oscar um die Ecke, Schuss, Treffer und ab mit ihm ins Wasser.

Gerade noch rechtzeitig, denn Weller und Co tauchen nun auch auf dem Oberdeck auf. Na das hätte ja zu Fragen geführt, nur gut, dass den Drehbuchautoren noch rechtzeitig eingefallen war, dass sie sich auf einem Schiff befinden und man sich einfach so in dunkle Nichts fallen lassen kann.

Wie wir am Ende sehen, haben Oscar und Cade den Sturz überlebt. Gut so.

Meinung

Seit Ewigkeiten passiert mal wieder etwas in der Serie, mit dem man nicht unbedingt rechnen konnte.

Oscar hatte zwar angedeutet, dass „die Organisation“ nicht zimperlich ist und sich Weller und Co in Gefahr befinden, sollte sich Jane nicht an den Plan halten. Nun stellt sich aber heraus, dass aus dieser weiterhin äußerst mysteriösen Gruppierung auch Gefahr für Jane besteht. Und das in einer Art und Weise, dass man Zwischendurch schon auf den Gedanken kommen konnte, dass dies heute nicht unbedingt glimpflich ausgehen musste.

„I loss you once before and I spent most of today thinking I lost you again.“ (Weller)

Das tat der Folge sehr gut. Spürbare Gefahr, eine laufende Spannungskurve mit einem ersten Höhepunkt am Ende der Folge. Denn gottseidank haben die Drehbuchautoren Cade als wiederkehrenden Antagonisten auserkoren. Das wird sich noch als gute Idee herausstellen und die Grundgefahr für Jane weiterhin spürbar und bestimmt auch visuell bemerkbar machen. Bisher war da ja eher „tappen im Dunkeln ohne echte Gefahr“. Ich vermute mal, dass hier das Staffelfinale vorbereitet wird.

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Gegenüber der letzten Folge hatte dieses Mal Stapleton seine kleine Auszeit so wie Alexander in der vorherigen Episode. Wenn auch nur kurz. Und ich musste wieder einmal feststellen, dass ich auf Stapleton gut verzichten könnte. Mir fehlte er nicht und seine kurzzeitige Auszeit führte dazu, dass Reade und Zapata mal wieder etwas mehr im Mittelpunkt standen. Und Brown und Esparza verkörpern ihre Rollen in meinen Augen deutlich realistischer als Stapleton seinen Super-Weller. Sie benutzen dazu aber auch mehr als ihren 08/15 Gesichtsausdruck. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ein wenig aufgesetzt empfand ich die Warnung von Mayfair, dass sich Jane das letzte Mal ohne Erlaubnis von der Truppe entfernt hat. Damit spaßen die Amerikaner nun wahrlich nicht. Das sollte dann wohl noch einmal am Ende gesagt sein, damit es jeder Viewer auch versteht, auch wenn Mayfair dies mit ihren eigenen Vermutungen und Untersuchungen in Verbindung bringen dürfte, da sie Jane zusätzlich warnt, nicht in etwas Dunkles hineinzurutschen aus dem man sie irgendwann nicht mehr befreien kann.

Alles in Allem kann man sagen, dass sich meine Laune wieder gebessert hat und ich freudig auf die nächsten Episoden schaue. Auch wenn ich nun wieder erst einmal ein paar „old school“ Folgen erwarte. Aber vielleicht überraschen mich die Autoren und es geht mit Cade weiter. Hoffen wir, dass nach einer weiteren Folge nicht schon wieder alles vorbei ist.

Vorherige Folge

Bilder: NBC

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