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"OZ", "Wentworth", "Orange is the new black", "Prison Break", "Locked up"

AWESOME 5: Knast-Serien – Wenn Mauern mehr erzählen als Freiheit

25. Januar 2026, 10:54 Uhr
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Knast ist als Setting so dankbar, weil hier keine Figur lange ihre Tarnung aufrecht erhält. Da gibt’s kein „Ich bin eigentlich ein netter Kerl“. Im Zweifel regelt das der Speiseplan, die Zelle, die Gangs – und ein Wärter, der heute vielleicht einfach nur schlechter geschlafen hat als du.

Hier sind fünf Serien, die das Thema Gefängnis nicht nur als Kulisse benutzen, sondern als eigentlichen Motor.

1) „Oz“

„Oz“ ist nicht einfach „eine Knastserie“. „Oz“ ist quasi der Ort, an dem „Prestige-TV“ irgendwann beschlossen hat, die Handschuhe auszuziehen. Wir sind im Oswald State Correctional Facility, und im experimentellen Trakt „Emerald City“ soll alles moderner, humaner, kontrollierter laufen. Spoiler: Menschen bleiben Menschen.

Wichtigste Figuren (und warum sie hängenbleiben):

Tobias Beecher (Lee Tergesen) – der „normale“ Typ, der viel zu weich reinkommt und lernt, dass Moral im Knast ein Luxus ist.

Vernon Schillinger (J.K. Simmons) – Antagonist aus der Hölle, sadistisch, rassistisch, Machtmensch. Der Name allein macht schon Puls.

Kareem Saïd (Eamonn Walker) – muslimischer Anführer/Idealist, der zwischen Überzeugung und brutalem Knast-Realismus pendelt.

Christopher Keller (Chris Meloni) – Charme, Manipulation, Liebes-/Hassdynamik – eine Figur, bei der du nie weißt, ob du sie gerade feiern oder fürchten sollst. (Wird u.a. in Beecher-Plot stark.)

Warum schauen?
Weil „Oz“ gnadenlos zeigt, wie schnell Menschen sich verändern (oder entblößen), wenn der Alltag nur noch aus Regeln besteht, die andere schreiben.

Oz Trailer HBO Red band

2) „Wentworth“

Wenn „Oz“ die grobe Abrissbirne darstellt, dann ist „Wentworth“ das Skalpell – nur halt auch mit ordentlich Blut am Griff. Frauenknast, aber nicht als „Drama light“, sondern als knallhartes Macht- und Überlebensspiel, bei dem sich die Rollen permanent verschieben.

Wichtigste Figuren:

Bea Smith (Danielle Cormack) – startet nicht als Königin, aber entwickelt sich genau dahin. Eine der besten „Transformationen“ in diesem Genre.

Franky Doyle (Nicole da Silva) – großartige Energie: impulsiv, gefährlich, aber nie eindimensional.

Vera Bennett (Kate Atkinson) – auf der „anderen Seite“ (Personal), moralischer Kompass mit ziemlich vielen Rissen.

Joan Ferguson (Pamela Rabe) – „The Freak“: eiskalt, kontrolliert, Albtraum in Uniform (später mehr als das). Antagonistin mit Legendenstatus.

Warum schauen?
Weil die Serie versteht, dass im Knast nicht die stärkste Faust gewinnt, sondern oft die beste Strategie – und dass „Macht“ manchmal nur ein Blick ist, der zu lange hält.

Wentworth - Staffel1, Trailer Deutsch

3) „Orange Is the New Black“

„OITNB“ ist der Beweis, dass eine Serie über Gefängnis gleichzeitig witzig, bitter, warmherzig und politisch sein kann – manchmal alles innerhalb einer Episode. Ja, es startet mit „privilegierte Frau landet im Knast“, aber danach wird es schnell zum Ensemble-Stück über Systeme, Ungleichheit und Überleben im Alltag.

Wichtigste Figuren:

Piper Chapman (Taylor Schilling) – Einstiegspunkt in die Welt, oft nervig, aber als Blick durch die „Anfängerbrille“ wichtig.

Alex Vause (Laura Prepon) – komplizierte Vergangenheit, komplizierte Gegenwart – und Piper ist selten die beste Idee.

Galina „Red“ Reznikov (Kate Mulgrew) – Matriarchin mit Küchenmacht und großem Herzen, wenn man sie nicht an der falschen Stelle anfasst.

Tasha „Taystee“ Jefferson (Danielle Brooks) – eine der Figuren, die der Serie ihr emotionales Gewicht geben.

Suzanne „Crazy Eyes“ Warren (Uzo Aduba) – anfangs „creepy“, dann eine der menschlichsten Figuren, die zeigt, wie brutal ein System sein kann.

Warum schauen?
Weil es nicht nur um Knast geht, sondern darum, was Knast mit Menschen macht – und wie verschieden „Schuld“ und „Strafe“ verteilt werden.

Orange Is the New Black | Staffel 1 | Offizieller Trailer | Netflix

4) „Prison Break“

Das ist weniger „Knastalltag“ und mehr: „Wie zur Hölle ist das überhaupt geplant?!“ „Prison Break“ ist Adrenalin-TV, Plot-Getriebe, Cliffhanger-Futter. Das Ding ist das Serien-Äquivalent zu „Noch eine Folge… ach komm, zwei…“.

Wichtigste Figuren:

Michael Scofield (Wentworth Miller) – der Planer, der Architekt, der Typ, bei dem du dich fragst, ob er nachts auch Flowcharts träumt.

Lincoln Burrows (Dominic Purcell) – Bruder im Todestrakt, emotionaler Kern und gleichzeitig der „Anker“ im Chaos.

Theodore „T-Bag“ Bagwell (Robert Knepper) – einer der ikonischsten Serien-Schurken: widerlich, clever, unkaputtbar.

Brad Bellick (Wade Williams) – Wärter mit Machtkomplex und schwankender Bedrohlichkeit.

Warum schauen?
Weil’s Spaß macht. Punkt. Realismus? Zweitrangig. Spannung? Dauerzustand.

PRISON BREAK Staffel 1-5 + Final Break Trailer deutsch | Cinema Playground Trailer

5) „Locked Up“ (Vis a vis)

„Locked Up“ ist der spanische Tritt in den Magen: schnell, hart, emotional, manchmal völlig drüber – aber genau dadurch so binge-bar. Einstieg über Macarena, die in eine Welt fällt, die sie nicht versteht. Und dann lernt sie schnell. Sehr. Schnell. Weil sie es muss.

Wichtigste Figuren:

Macarena Ferreiro (Maggie Civantos) – der naivste Startpunkt, aber kein dauerhaftes Opfer. Die Serie macht mit ihr Dinge.

Zulema Zahir (Najwa Nimri) – „Queen of prison“, gefährlich, manipulierend, ständig einen Schritt voraus.

Saray Vargas (Alba Flores) – temperamentvoll, loyal, explosiv – und oft das Pulverfass, das jede Szene kippen kann.

Rizos (Berta Vázquez) – ein Herz zwischen Betonwänden, wichtig fürs emotionale Gegengewicht.

Warum schauen?
Weil es sich nicht schämt, dreckig zu sein – und weil die Figuren so schnell in Extremsituationen landen, dass du automatisch dranbleibst.

Extended Trailer: Locked Up Season 1 (Vis A Vis) | Channel 4

Bilder: AppleTV, Disney+, Netflix, Amazon Prime Video Channels

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Sonntag, 25. Januar 2026, 10:54 Uhr
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