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Wer oder was ist Piper?

Review: Emergence – Staffel 1

Mini-Spoiler
7. März 2020, 07:55 Uhr
Mini-Spoiler
Michael
07.03.20

Letztens hatte ich noch der starken Pilotfolge von „Emergence“ ein ausführliches Review gewidmet, jetzt ist Staffel 1 schon zu Ende gegangen: Am Mittwoch lief auf FOX die letzte Folge der ersten Staffel. Im Review hatte ich die gute Inszenierung, die tollen Schauspieler und die stimmige Story gelobt. Das hält sich auch über die weitere Staffel: Es bleibt solide, ohne herausragend zu werden.

Dass man dabei bleibt, liegt natürlich wie so oft daran, dass man wissen möchte, wie es zu Ende geht. Bevor ich auf die weitere Storyline eingehe, sammle ich noch ein paar lobende Worte für „Emergence“ zusammen. Der Cast bleibt die ganze Staffel über überzeugend: Das betrifft Allison Tolman als Jo eben so wie Donald Faison als Alex und Clancy Brown als Ed. Soweit die bekannten Darsteller, wobei man sagen muss, dass Terry O’Quinn (Locke aus „Lost“) als Richard Kindred leider viel zu früh entsorgt wurde. Wie gut das Casting für diese Serie aber wirklich ist, zeigt sich dann bei der Besetzung der anderen Hauptfiguren mit weniger bekannten Darstellern: Owain Yeoman als Benny zum Beispiel, oder Robert Bailey Jr. als Chris, und natürlich Ashley Aufderheide und Alexa Swinton, die die beiden Kinder Mia und Piper spielen. Dazu werden alle fast durchgehend gut inszeniert. Glücklicherweise wurde Paul McGuigan („Sherlock“) neben der Pilotfolge auch das Staffelfinale anvertraut. Dazwischen machen Christopher Misiano („Eli Stone“), Peter Leto („Marvel’s Agent Carter“) und J. Miller Tobin („Terminator: The Sarah Connor Chronicles“) ihre Sache solide.

Enttäuscht war ich dann allerdings zwischendrin in Sachen Konsistenz der Storyline. Im letzten Drittel wird’s dann doch recht durchsichtig und dünn, zum Beispiel die Rettung von Piper, die kurze Affäre von Jo und Brooks oder die Auflösung ganz am Ende. Auch gelingt es nicht so ganz, den emotionalen Faktor bei der Beziehung zu Piper herauszuarbeiten. Sie ist anders, aber was macht sie so besonders im Gegensatz zu den anderen? Vor allem, wenn Jo mit Benny hadert oder sich Helen in Piper verwandelt, wird das Ganze für mich zu glatt erzählt und ohne zu großen Widerspruch dargestellt. Helen wird zu Piper, und schon haben alle die KI wieder lieb – gerade diese Verwandlung bot Potenzial für mehr Hinterfragen, mehr Hadern, mehr innere Konflikte. Doch diese Chance wurde leider vertan.

Dafür gab’s den tollen Gamechanger am Ende von Folge 9 mit dem starken Cliffhanger, der bei der Ausstrahlung in Deutschland natürlich nur eine Woche wirkte, bei dem in den USA aber knapp vier Wochen, das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel lagen. Mehr gesehen hätte ich gerne von dem Mitarbeiter des Justizministeriums, der in Folge 12 das Geschehen an sich reißt. Aber: Noch besteht ja Hoffnung auf eine zweite Staffel, wofür auch der Cliffhanger am Staffelende spricht.

Wer sich die 13 Folgen „Emergence“ vornimmt, erhält solide Serienkost aus dem SciFi-Mystery-Bereich. Der Serienfan wird sich über die tolle Inszenierung, den passenden Score von DC-Veteran Blake Neely und die tollen Darsteller freuen, aber auch mit der mitunter dünnen Handlung und den teilweise auch eher schlechten Effekten hadern.

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