Doppelfolge zum Staffelfinale

Review: iZombie S02E18+19 – Dead Beat / Salivation Army

13.04.16 18:18
iZombieReview
SPOILER !!
Maik
13.04.16

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Das war vergangene Woche tatsächlich die Ruhe vor dem Sturm. Das Finale zur zweiten Staffel „iZombie“ hat direkt mal eine Doppelfolge für uns parat – und ungewohnt viel Untoten-Action.

Review: iZombie S02E18 – Dead Beat

Es könnte besser laufen für Liv und unsere Protagonistengruppe insgesamt, betrachtet man die Ausgangssituation der Folge. Polizei überall und eine scheinbar aussichtslose Situation. Zum Glück gibt es einen herrlich überzeichnet gespielten Spitzenanwalt, der zur Hilfe eilt.

„What the hell is he talking about? Don’t answer that!“ (Anwalt)

Ansonsten ein bisschen Brain-Business hier, etwas ehrliche Brutalität und brutale Ehrlichkeit dort – das Übliche. Das Videospiel-Ratgeber-Telefonat im Knast war ganz nett, allgemein dürfte Ravi einer der mir liebsten Charaktere der neueren Serienzeit sein.

„People I work with normally don’t speak much…“ (Ravi)

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Heute gibt es dann außer der Reihe doch noch etwas zu futtern: Drummer. Und scheinbar gab es direkt ein Drumkit zum Hirn dazu. Die wirkliche Hauptspeise für Clive fällt dagegen enorm aus. Er hat verdammt viel zu schlucken und in letzter Konsequenz auch aufzugeben. Ein wie ich finde sehr gute und glaubwürdiges Spiel von Darsteller Malcolm Goodwin.

„Hellooo booonesaaw!“ (Liv)

Am Ende beginnt dann die Final-Action. Der vermeintliche Profi-Killer lässt sich etwas banal vom handlungsschnellen Ravi ausschalten, der damit nicht so ganz klar kommt. Aber Achievement Unlocked – als Belohnung gibt es ein Bodyguard-Gehirn. Yay.

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Eine Folge ohne viele Highlights und das Reintischmachen mit Clive verlief irgendwie anders als ich mir das erhofft hatte. Und plötzlich ging es dann erstaunlich einfach und schnell, dass Major frei ist (und scheinbar auch unantastbar). Auch wenn die Serie versucht hat, es zu erklären – das fühlte ich irgendwie unrund an. Ansonsten bleibt ja zum Glück nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn Folge Nummer Zwei folgt auch schon.

Review: iZombie S02E119 – Salivation Army

„Go, bad Ravi!“ habe ich meinem Fernseher zugerufen und mich gefreut, dass Peyton ähnlicher Meinung wie ich war. Weniger glücklich war ich dagegen über diese ganze Lockdown-Sache bei der Theme-Party. Das war seltsam und nur da, um künstlich Spannung zu erzeugen.

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Gefreut habe ich mich sehr über den Gastauftritt von Rob Thomas. Und nein, damit ist nicht der Serienschöpfer selbst gemeint (wobei, vermutlich auch). Direkt beim ersten Intro-Anschauen damals hatte ich kurz gedacht „Ist das etwa DER Rob Thomas von ‚Matchbox Twenty‘?“ – natürlich nicht. Aber genau dieser prominente Namensvetter des Showrunners taucht als Special Guest bei der Party auf. Herrlich!

„You can’t believe the crap, he gets away with.“ (Partygefängniswärter)

Etwas sehr bescheuert fand ich die Tatsache mit den „neuen“ Zombies. Natürlich Leute, die Utopium von der Bootparty finden und es direkt vor einer Ladung „Super Max“ zu sich nehmen – welch ein Zufall. Das ist dann plötzlich ungewöhnlich krasse Zombie-Action, die da die zweite Episodenhälfte abgeht.

„Looks like the party’s over.“ (Clive)

Call of Duty-Squad Leader Ravi kämpft parallel mit einem mehr und mehr zum Protagonisten überwandelnden Blaine, während Liv sich selbst einen Haufen Arbeit schießt. Mir hat dabei sehr gefallen, dass trotz der vermeintlichen Survival-Horror-Action noch immer Zeit für die kleinen, auflockernden Momente im Dialog blieb. Zum Beispiel wissen wir jetzt, dass Clive Major noch nie nackt gesehen hat.

„Major Lillywhite. Personal trainer.“ (Major)

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Und wir wissen, dass Drake nun wirklich weg ist. Dass er sich da aufgeopfert hatte – naja. Wirkt schon komisch, wenn drei Leutchen aus der großen Gruppe weg sind und genau zwei davon von speziellem Interesse für die Gruppe (Liv und Major). Dafür wurden wir mit einer schönen „Shining“-Hommage abgelenkt.

„Heere’s Major!“ (Major)

Passend zum Thomas-Tod gibt es noch etwas !Matchbox Twenty“-Mucke gen Ende, ehe das ganz große Offenbarungs-Spektakel startet.

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Überraschung! Das war tatsächlich recht krasse Action, die eigentlich nicht zur Serie passt. Und zwischenzeitlich hatte ich mich damit wirklich etwas unwohl gefühlt. Ist das noch die Serie, die man sonstigen „Zombie-Hassern“ empfehlen kann? Vermutlich nicht. Aber an sich war das dann eben doch im eigenen Stil durchgesetzt, blieb größtenteils unterhaltsam und war eher als gewaltvolles Zwischenspiel zu betrachten. Staffel 1 hatte ja auch so seinen Shooter-Moment, der eigentlich nicht ganz gepasst hatte. Damals hatte mir jedoch mehr gefallen, wie sämtliche Handlungsstränge zusammen gegriffen haben. Das war hier etwas simpler gehalten.

Die Doppelfolge hat wohl gepasst aus Dramaturgie-Gründen, auch wenn es gerne hätte enger verzahnt werden dürfen (und vielleicht direkt als Langfolge anstelle von zwei Einzel-Episoden). Insgesamt hat mich das Staffelfinale aber durchaus unterhalten und den erhofften „Big Bang“ zum Abschluss geliefert. Bei weitem nicht perfekt, aber gefällig.

Staffelrückblick

Das insgesamt starke Finale über das letzte Staffeldritte wie beim Debüt gab es dieses Mal nicht. Dafür gab es dieses Mal aber eben auch keine kompakte Season mit 13 Folgen, sondern satte 19. Das war jedoch auch nicht wirklich notwendig, wie ich finde, auch wenn die schwächeren Episoden nicht so krass ins Gewicht gefallen sind, weil die Messlatte eben auch deutlich höher lag. In der ersten Staffel hat mich die Serie mit ihrer Entwicklung noch überrascht, jetzt war relativ klar, dass es auch mal komplexer werden wird und sollte. Das wurde ganz gut durchgezogen.

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Die wöchentlichen Fälle waren mit aber teils zu banal, zu vorhersehbar, zu schnell abgespielt und zu wenig in die Haupthandlung integriert. Das wurde meist zu sehr getrennt und hatte in Staffel 1 öfters mal besser funktioniert. Dennoch eine durchaus solide zweite Staffel, die einige richtig starke Momente (vor allem in Sachen Dialog) zu bieten hatte.

Ausblick auf iZombie Staffel 3

Im Vergleich zu Staffel 1 ist das Ende hier deutlich kurioser. Mittlerweile wissen eigentlich alle Protagonisten vom Geheimnis und selbst Blaine könnte man ggf. als Gegenspieler streichen. Geht es jetzt vielleicht darum, die „neue“ Organisation zu infiltrieren und von innen heraus zu zerstören? Soll das Zombie-Problem auf ewig hin gelöst werden? Ich vermute nicht, weil es dann letztlich um das Töten hunderter Leute ginge. So ganz will sich mir noch nicht ergeben, in welche Richtung Staffel 3 gehen wird. Aber eines dürfte klar sein: Die Gute-Laune-Zombie-Serie für Mädchen, die sonst „so etwas“ nicht sehen ist „iZombie“ nicht mehr. Ob das nun gut oder schlecht ist, muss jeder einzelne für sich entscheiden.

Vorherige Folge

Bilder: The CW

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