CHUBBY-CHUCK!

Review: Suits S07E12 – Bad Man

05.04.18 16:30
ReviewSuits
SPOILER !!
Maik
05.04.18

Den Mini-Cliffhanger aus der letzten Folge bekommen wir zum Auftakt von „Suits“ zwar an sich direkt aufgelöst (Paula sagt nämlich was), aber so schnell kommen wir dann doch nicht davon. Denn zunächst erbittet sie sich rund 40 Minuten Bedenkzeit (und dann ist alles wieder irgendwie okay – vorerst…).

Einen deutlich schmuddeligeren Einstieg bietet da Louis in seiner Schlammbadewanne, wobei das vor allem an Sheila liegt, die auf eine noch nie billiger gewesene Art und Weise nicht nur sexuelle Praktiken andeutet. Naja, wenigstens kennen wir nun Louis‘ Safe Word…

„No-nonono-NONO – CHUBBY-CHUCK!“ (Louis)

„Two plus two equals… something I rather not picture.“ (Gretchen)

Viel schöner ist da der Rückblick in das Jahr 1986: Klein Maik wurde geboren, irgendwas mit Atommeilern und Louis hat noch Haare! Neben der kleinen Anspielung auf eben jene zukünftige Brach-Entwicklung am oberen Körperende hat mir die Besetzung des „Furure Lawyers of the World“ generell ganz gut gefallen. Mimik, Zähne, Pfunde und vor allem das Temperament passen, lediglich die Stimme hätte für mein Dafürhalten bereits post-pubertäre Tiefe erreichen müssen, aber sei es drum.

Einen etwas unglücklich inszenierten Zeitsprung aus den 80ers nach Vorne in „Zehn Jahre Zuvor“ (von Jetzt) später sehen wir, wie ein kaum jüngerer Harvey in ein kaum anders aussehendes Studio eines später kaum älter aussehenden uns Unbekannten eintritt. Ach ja, alte Schuldensache mit.. Vic… äh, genau. Da war – neben der Darstellung von Klein-Harvey samt Dad im Tonstudio – der Sprung ins Hier und Jetzt deutlich gelungener. Wirklich angenehm finde ich jedoch nicht, dass mit den von Ex-Schild-Namen Jessica aufkommenden Geld-Problem ein altes Ventil zunächst vorgestellt werden muss, ehe es geöffnet werden kann. Aber gut – Produzent Vic hat damals natürlich ebenso genau zwei Millionen an Kredit erhalten, jetzt sollen die Platten des Vaters (Achtung, das ist das Signalwort für „emotional werden, bitte“!) und somit ein Stück Geschichte Harveys dran glauben. Am Ende sollen wir glaube ich einfach nur denken, Jessica hätte gar aus der Ferne helfen können, wieso auch immer sie das Geld braucht (ob das dann wohl Bestandteil des kommenden Spin-Offs mit ihr in Chicago wird?).

Ach, schau an, Oliver gibt es ja auch noch! Die Frage, ob es wohl schiefgehen wird, dass er die Gegenseite von Mike betreut, ist eher rhethorischer Natur. Ein stolzmachender Rachefeldzug spielt sich auf erstaunlich schnell in sehr hohe Prozentzahlen gehende Größen, die zwar bis 90 „aber nicht weiter!“ gehen. Wieso so unrealistische Zahlen? Als ob die letzten zehn Prozent derart unrealistisch wären, dann fangt doch bitte mit 40 an und geht auf 60 oder so…

„He pulled a ‚me‘!“ – „And now you have to pull a ‚Harvey‘.“ (Mike & Rachel)

Am Ende wird daraus eine zwar nette „Der Schüler wird zum Lehrer“-Sache draus gedreht, aber das ging mir alles zu schnell. Vor allem das „Danke“ von Oliver und die ultraschnelle Versöhnung über schlechte Pasta – naja. Aber okay, Rachel rockt, wir haben es verstanden.

„It‘s a lot harder to do the smacking than to receive the smacking.“ – „You should put that on a card!“ (Mike & Harvey)

Dann bliebe da noch der ultimative psychologische Durchbruch bei Louis: Endlich ist er ein Bad Boy! Entsprechend kriegt er (vielleicht) das Mädchen und (auf alle Fälle) KEINE Berechtigung, einen derart dick aufgetragenen Abschlusssatz zu bekommen. Au weia…

„You really are a bad boy!“ – „No, Sheila – I‘m a bad man.“ (Sheila & Louis)

Diese Folge fand ich etwas besser als den Auftakt zur zweiten Staffelhälfte vergangene Woche, was vor allem an den kurzweiligen Rückblicken lag. Und ja, auch die kleine Oliver-Lektion war irgendwie nett und lehrreich, wenn auch insgesamt erneut sehr viel Stückwerk in kurzer Zeit abgefrühstückt wurde, das am Ende eben wenig wirkliche Dramatik aufkommen lässt. Feel Good-Krams eben, so langsam dürfte man aber vor allem in Richtung Mike und Rachel mal so auf die Zielgeraden einbiegen, bitte. Nicht dass da am Ende mal wieder plötzlich zu wenig Zeit zum Auserzählen bleibt…

Bilder: bravo

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