Die Erschaffung von Robot Boy, Dolores & Dr. Ford

CGI in Westworld

13.03.17 12:12
Westworld
Mini-Spoiler
Kira
13.03.17

Ein Blick hinter die „Kulissen“ bzw. die Technik hinter Serien hebt zwar manchmal die Illusion etwas auf, macht die Arbeit, die hinter einer Serie steckt, aber noch viel greifbarer und führt uns wieder einmal vor Augen, dass nicht nur schauspielerische Leistung große Anerkennung verdient. Westworld spielt in einer hochtechnologisierten Welt mit Robotern, futuristischen Bahnhöfen und erstaunlichen Settings. Es ist spannend zu sehen, wie dies alles am Computer geschaffen wird und uns das Gefühl vermittelt, dass das, was wir sehen, wirklich „echt“ ist.

In den folgenden Bildern und Videos bekommen wir einen kleinen Eindruck von der Entstehung von Westworld, für deren visuelle Effekte u.a. das digitale Animationsstudio Important Looking Pirates (ILP) verantwortlich ist.

Dolores

Die Figur der Dolores ist nicht nur aufgrund der Verkörperung durch die unglaublich talentierte Evan Rachel Wood bemerkenswert, sondern auch durch die visuellen Effekte und die digitale „Nachhilfe“, die an der Person vorgenommen wurden. In der letzten Folge der ersten Staffel wurde nicht nur Dolores mechanischer Körper, sondern auch ein Teil ihrer Haut in CGI geschaffen. Dafür wurde Evan Rachel Wood in einem blauen Anzug gefilmt, um entsprechende Parts ihres Körpers später durch CGI ersetzen zu können.

Robot Boy

Sehr coole Szene in Folge 6, wenn Ford den kleinen Ford „öffnet“: das menschliche Gesicht weicht, der mechanische Schädel kommt zum Vorschein. Die größte Herausforderung stellte laut ILP hier das Haar des Jungen dar, das letztlich vollends computergeneriert wurde.

Dr. Ford

Eine der erstaunlichsten visuellen Arbeiten in Westworld ist allerdings die digitale Nachbildung von Anthony Hopkins Gesicht. Der mittlerweile 79 Jahre alte Schauspieler spielt den „Chef“ des Themenparks und wird in diversen Rückblicken auf die Anfänge von Westworld als etwa 40 Jahre jüngerer Mann gezeigt, der aber nicht einfach durch einen anderen Schauspieler verkörpert, sondern ohne Zweifel, dass es sich um eine jüngere Version des gleichen Mannes handelt, nachgebildet wurde. Dafür wurde Hopkins Gesicht gescannt und alle Umrisse und Oberflächenbeschaffenheiten wurden auf ein Modell übertragen. Dieses wurde anhand älterer Bilder von Hopkins aus den 70ern und 80ern angepasst, um sich ihm auch aus verschiedenen Perspektiven so genau wie möglich anzunähern. Durch einen „stand-in-Darsteller“ für Hopkins wurden die Animationen an Kopf- und Körperbewegungen angepasst.

Züge, Bahnhöfe & Co

Zu den zahlreichen, qualitativ sehr hochwertigen Aufnahmen wurden beispielsweise in den Folgen 2 und 10 futuristische Bahnhöfe, Schienen und Dampfeisenbahnen hinzugefügt. Einige Parts waren real, andere wurden durch Animationen ersetzt oder ergänzt.

Und auch der riesengroße, zerstörerische Bagger aus Episode 4 wurde animiert – nicht nur die Maschine an sich, sondern auch der Rauch, Sand, Steine und Pflanzen.

Atrium

Allein das Rendering der kurzen Szenen hat meistens zwischen 15 und 60 Minuten gedauert, das von schwierigeren Set-Erweiterungen oder umfangreicheren Simulationen sogar 1 bis 3 Stunden. Witziger Weise heißt das Rendering-System, mit dem das Team von ILP hier gearbeitet hat, Arnold. Was für ein Zufall! Oder?

via: CGSociety Bilder: Important Looking Pirates

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