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Patrick Stewart hätte mehr verdient

Mein TV-Aufreger der Woche: „Star Trek: Picard“ war vielleicht doch keine gute Idee

Mini-Spoiler
24. April 2022, 20:16 Uhr
Mini-Spoiler
Jonas
24.04.22

*Update: Folge 9 der zweiten Staffel macht es sogar noch schlimmer, siehe hier*

Mir tun diese Zeilen weh, aber wir stehen kurz vor dem Ende der zweiten Staffel und ich frage mich, ob die Serie „Star Trek: Picard“ wirklich hätte entstehen sollen. Patrick Stewart gab vor ein paar Jahren vor Fans und tosendem Applaus bekannt, dass es ein Comeback von Jean-Luc Picard geben würde. Und zwar deshalb, weil diese Welt einen Picard braucht; jemand, der moralisch fest verankert ist und den Zuschauern Halt bietet. Aber was haben wir bekommen? Eine erste Staffel, in der Picard gegen wild gewordene Romulaner und eine übermächtige Weltraumkrake aus einer fernen Dimension kämpft (ja, das ist eine stark vereinfachte Zusammenfassung, aber zutreffend); und eine zweite Staffel, die zwar stark anfing, aber inzwischen verlaufen und mehr an eine „Law & Order“ Dauerschleife erinnert.

Zugegeben, Picard setzt sich übergeordnet in Staffel 1 für künstliche Lebensformen ein und jetzt gegen totalitäre Regime; das ist ehrenwert. Aber die Erzählweise transportiert das leider zu wenig. Für viele bleibt am Ende eher eine beliebige actiongeladene Szene im Gedächtnis und nicht die Botschaft der Serie. Und in Staffel 2 versinkt die Handlung in Spelunken und Gassen von Los Angeles.

Eine innere Stimme in mir versucht, mir an dieser Stelle zu widersprechen. Da waren die doch sehr starken Szenen mit Data am Ende der ersten Staffel. Aber am Ende ist es doch etwas wenig. Zu wenig für das große Comeback. Ich bin der Meinung, man hätte mehr aus dem Potential rausholen können, ja sogar müssen: Eine bessere Idee für die Geschichte, aber auch qualitativ hochwertigere Szenenbilder. „Star Trek: Discovery“ hat eindeutig die schwächere Story, aber visuell hat die Serie immer überzeugt. Bei „Star Trek: Picard“ eiern wir auf beiden Ebenen nur um ein ‘Befriedigend‘ herum. Gut genug für eine Versetzung, aber nicht gut genug, damit man sich in ein paar Jahren noch an die Serie erinnern wird. Patrick Stewart hätte mehr verdient. Schade.

5 Kommentare

  • „man hätte mehr aus dem Potential rausholen können, ja sogar müssen“
    Damit sprichst du mir leider aus der Seele!
    Irgendwas läuft bei Paramount „gehörig aus dem Ruder“, oder spiegeln sie am Ende doch nur den Zeitgeist und die Erwartungen der Konsumenten wieder?
    „(Seichte) Masse statt (bewegender) Klasse“?!

    Ach, hätten sie sich dafür doch nur eine andere „Trademark“ ausgesucht!!!

    • Ich hab eine interessante These gelesen: Es gibt ab Mai 5(?) parallel laufende Star Trek Serien. Früher gab es nur kurze ÜBerlappungen: eine Star Trek Serie sollte/musste alles abbilden. Jetzt, in den Zeiten von Streaming, geht es um Gewinnmaximierung und jede Star Trek Serie schnappt sich nur ein Teil des Franchise. Und das führt dazu, dass bspw. Discovery und Picard recht festgefahren sind auf ihrer Spur und da auch nicht ausbrechen…. bzw. es erstmal keine Star Trek Serie geben wird, die an die alten Tage anknüpft.

      • Jede/r Kauffrau/Kaufmann wird hinter der Strategie von Paramount die „Matrix der Boston Consulting Group“ wittern: Weil die Marketingabteilung die Marke „Picard“ (ich fürchte aber auch „Star Trek“ insgesamt) nicht mehr für eines der vielversprechendsten Produkte des Unternehmens hält, mit einem hohen zu erwartenden relativen Marktanteil in einem Wachstumsmarkt, wird auch auf keinen Fall mehr investiert, als voraussichtlich zeitnah abgeschöpft werden kann. Es wirkt, als diene „Picard“ (…und Star Trek? Bleibt abzuwareten.) nur noch als „Cashcow“. Die „Marke“ wird nicht weiter aufgebaut, sondern es wird nur noch der „Ruhm alter Tage“ abgemolken. Meiner Meinung nach sorgen aber erst die ziemlich schlecht geschriebenen Storys und die relativ billigen Settings (vergleichen mit dem, was heute alles möglich wäre) für einen Marktschwund, und sinkendes Kundeninteresse. Wenn „Star Trek“ zu einem Auslaufmodel unter den Produkten von Paramount wird, wird‘s selbstverschuldet sein.

        „Poor Dog“!
        In jedem Sinne!

  • Alex1605

    Ich find PIC Klasse! Die erste Staffel, geprägt von Charakteren, weniger von Weltraum und Raumschiffen, noch etwas holprig.
    Die 2. Staffel aus einem Guß, mit einer klaren Storyline mit viel Platz für die Crew….etwas langatmig.
    Gut das sich P-Stew entschloßen hat, Picard wieder aufstehen zu lassen. Klar, auch mir fehlt für „mein“ Star Trek das eine oder andere…aber das ist immer so.
    Freue mich auf das Finale und die dritte Staffel!!

    • Danke für die Meinung: Ganz abgeschrieben habe ich die Serie auch noch nicht aber mit der Historie und dem Hype bleibe ich dabei, da hätten sie mehr machen können.


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