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"Technically, faking your death isn't a crime..."

Review: „Dexter: New Blood“ S01E06 – Too Many Tuna Sandwiches (DEXTER S09E06)

ACHTUNG: SPOILER !!
13. Dezember 2021, 10:55 Uhr
SPOILER !!
Maik
13.12.21

Eine Folge, die mit der Stimme Chris Cornells beginnt (RIP! – das war übrigens der Songs „The Keeper“) kann ja schon mal nicht schlecht werden. Tatsächlich baut „Dexter: New Blood“ auf der gewonnenen Stabilität auf, schafft es aber meiner Meinung nach nicht ganz, die Größe der vorherigen Folge zu erreichen.

Erfreulich ist, wie verwoben die Handlungsstränge mittlerweile sind. Normalerweise kann ich bei Folgen oftmals einzelne Entwicklungen unchronologisch gesammelt durchgehen, nicht jedoch in dieser Folge. Aber okay, ich versuche es mal. Zum einen hätten wir da natürlich die Tatsache, dass Angela Dexters wahre Identität erfahren hat. Das wird in einer netten Wiederholungs-Situation offenbart, die jedoch auch – wie vieles in dieser Folge – sehr offensichtlich für uns Zuschauer:innen kommt.

„Licence and registration.“ – „Yes, mistress – officer! Sorry…“ (Angela & Dexter)

Mir gefällt allerdings, dass Angela Dexter direkt drauf anspricht und nicht etwa total unsinnig eine so große Information vorerst für sich behält. Dexter selbst spielt die emotionale „Da waren so viele Morde…“-Karte, die zumindest indirekt der Wahrheit entspricht. Vor allem hinten heraus fühlte sich das an, als könne er wirklich mal sein Herz ausschütten. Das war quasi der erste Therapie-Moment der Folge.

„I couldn’t be Dexter Morgan anymore – he was cursed!“ (Dexter)

Statt Logans Break-up-Playlist hört aber lieber einen alten True-Crime-Podcast über sich. Die Idee, dass er denkt, Molly wäre vor allem wegen ihm in Iron Lake, fand ich gut. Nur hat sich das meiner Meinung nach etwas zu schnell aufgeklärt und wir waren selbst als Publikum bereits im Klaren, dass Molly (primär) anderweitig unterwegs ist. Dahinter steht aber ein großes „NOCH“, denn als passive Hintergrund-Gefahr birgt ihre Rolle dann natürlich doch ein gewisses Spannungs-Potenzial.

„I do feel a little ‚butchery’…“ (Dexter)

Die echte Therapie-Stunde mit Dexter und Harrison war von elementarer Bedeutung. Dass beide jedoch abseits dieser in der Folge ihre wirklichen Wahrheiten an andere aussprechen, sagt eigentlich schon alles aus. Vor allem Dexter hat dann aber doch einige Erkenntnisse aus dem Gespräch ziehen können. Zum Beispiel, dass Harrison vom Mord an Rita weiß.

Außerdem weiß er auch, wie man in Wohnungen einbricht. Die Szene, in der er mit den Handschuhen durch die Gardinen reicht, war natürlich viel zu lang und unglaubwürdig inszeniert, hatte aber dennoch was! Dass er sich dann Audrey derlei anvertraut, wirkt nicht komplett sinnvoll, aber gut, hormonisierte Teenager halt… Sie selbst spricht aber auch eine interessante Sache an, wie ich finde: Trotz ihrer augenscheinlichen Popularität in der Schule fühlt sie sich als Außenseiterin. Wir alle können nun mal schlecht in andere Leute hinein schauen, entsprechend wichtig sind Worte!

„I think about hurting… everyone. All the time.“ (Harrison)

Apropos „nicht reingucken“ – das fällt auch Kurts letzter Leiche schwer. Die kurzerhand erstellte Augen-Prothese genügt seinen Ansprüchen nicht, so dass er ein erstes von mehreren Löchern diese Folge schlägt. Ich mag seinen Charakter an sich ungemein, strahlt er doch eine intensive Art aus. Aber die impulsiven Wut-Ausbrüche passen nicht ganz zu einem Serienmörder, der bislang derart souverän und kaltblütig vorgegangen zu sein scheint. Direkt will er ein nächstes Opfer, stapft jedoch in die gute alte Boyfriend-Falle… Armer Kurt!

Als Kurt merkt, dass Molly ihm auf die Schliche kommt, will er ihr seine abgelegene Killer-Hütte zeigen. In dem Zuge hat mich überrascht, dass Dexter die Situation auflöst. Zum einen, weil sich sein mögliches Molly-Problem so doch (vermutlich) von alleine gelöst hätte? Oder war er nach der abgehörten Aufzeichnung nicht mehr selbst gewillt, sie umzubringen, so dass sie eigentlich als unschuldig im Sinne des alten Codes galt? Vor allem hat mich aber auch gewundert, wie sehr er sich hier auf dem Präsentierteller gezeigt hat. Dass er dort nicht „gerade vorbeifahren“ würde, dürfte deutlich sein. Letztlich passt es aber in die allgemeine Dynamik des abzusehenden Kurt-vs-Dexter-Kampfes. Und die schnelle Analyse des Raumes sowie das „soll ich die Tür schließen?“, nachdem Dexter gesehen hatte, dass diese von außen versperrt wird, war super!

„This is serial killer 101.“ (Dexter)

Wie bereits angedeutet sind mir einige Dinge etwas zu offensichtlich vonstatten gegangen. Auch wenn der vermeintlich gesuchte Ratschlag bei Logan nicht wirklich Dexters primäres Interesse war, hat er einer direkten Alternativ-Turtelei abgesagt und schwuppse ist die Barfrau da und hält Händchen. Besonders unsicher bin ich aber noch, ob mir die ganze Vaterfiguren-Situation in dieser Art und Weise gefällt. Ja, manchmal spitzen sich Situationen auch im echten Leben derart unglücklich und doch passend zu, dass alle Anzeichen für eine Seite positiv und alle für die andere negativ erscheinen. Vor allem im Teenager-Alter. Dass Harrison quasi die Privat-Therapie bei Kurt der echten vorzieht, dass Kurt ihm Ratschläge gibt, seine Wut auszunutzen und letztlich sogar sagt, er sei stolz, nachdem Harrison einem Gegenspieler den Arm bricht, ist natürlich Balsam für dessen Seele und zeigt, dass Dexter mit dem direkten Harry-Ansatz vermutlich eine stärkere Bindung zu seinem Sohn aufgebaut bekommen hätte.

Harrison hat sich aber natürlich einen Bärendienst erwiesen, der – wie es erneut nicht wirklich subtil von einem Mitglied des gegnerischen Wrestling-Teams angedeutet worden ist – noch eine gewaltvolle Spirale hinabgehen dürfte. Wieso er als Neuling im Wrestling-Team mit vielleicht einer Woche Erfahrung im Sport, direkt gegen einen der Besten ran darf, muss man jedoch nicht ganz verstehen können, oder?

„Encouring teenagers to commit acts of violence on one another – normal people are so strange.“ (Dexter)

Kurt hat mittlerweile nicht nur Molly und Dexter, sondern auch Angela im Nacken. Die geht mit Teddy raus zu einer Höhle und findet – natürlich – ihre lang vermisste Freundin Iris. Und auch wenn wir alle jetzt nicht wirklich darüber verwundert sind, dass der Höhlenbesuch ereignisreich war, dieser eine abschließende Satz, hat es in sich gehabt!

„I don’t need Jim. I need Dexter Morgan.“ (Angela)

Insgesamt war das mal wieder eine gute Folge. Erneut gab es viel vom klassischen Dexter zu sehen und vor allem zu hören. Die inneren Dialoge waren on point, einige Schmunzler gab es auch und etliche Entwicklungen haben sich verflochten sowie intensiviert. Vielleicht waren das gar etwas zu viele Offenlegungen, zumal sie nicht nur uns oder Dexter offenbart worden sind, sondern auch anderen Figuren oder gar der kompletten Öffentlichkeit. Außerdem waren mir einige Dinge schlicht zu vorhersehbar. Das muss nicht immer schlecht sein, hat man zum Beispiel in der Wrestling-Szene nach dem Abklopfen selbst für einen Moment das Gefühl gehabt, einem würde die Luft wegbleiben. An manchen Stellen hat man sich selbst aber möglicher Überraschungen beraubt. Dennoch gab es auch dieses Mal wieder wenige wirkliche Fehler und die Atmosphäre hat gepasst. Beinahe wäre ich wieder auf 4,5 Kronen gegangen, aber die Folge vergangene Woche hat mir dann doch besser gefallen gehabt.

Nächste Woche dürften wir dann den einen oder anderen „Trust Chat“ zu sehen bekommen. Vor allem aber auch Dexter in seiner alten Rolle als Forensiker! Mal schauen, wie sehr die Dynamik dann aufdreht.

Bilder: Showtime

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