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Review: Power Rangers (2017)

23.03.17 19:45
Power RangersReviewTV
Mini-Spoiler
Kien
23.03.17

Power Rangers trainieren © Lionsgate

Inhalt

Alien(s) böse, Erde in Gefahr und fünf zum Nachsitzen verdonnerte Teenager werden vom Schicksal zu Retter der Menschheit auserkoren, bekommen ein Vollkörper-Upgrade, dürfen aber über ihre neue Identität mit niemandem sprechen außer untereinander. Power Rangers (2017) in a nutshell. Habe ich was Wichtiges vergessen? Ich glaube nicht.

Was gibt der Film her?

Power Rangers – Trini © Lionsgate

Für die Herkunft- und Entwicklungsgeschichte rund um Jason Scott und Co. wurde sich erstaunlich viel Zeit gelassen, aber eben auch nur, was so ein Spielfilmformat zeitlich hergibt. Ich werde einfach den Eindruck nicht los, dass ein Reboot als Serie hier die bessere Wahl gewesen wäre. Die Choreografien und Stunts sind gut, bildlich betrachtet teilweise sogar sehr passabel. Optisch gesehen also ganz akzeptabel. Selbst an die neuen Suits lässt es sich irgendwann gewöhnen.

Ansatzweise wird den einzelnen Protagonisten Tiefe geschenkt. Eine besondere Beachtung verdient hierbei die Einbindung der bildliche Figur des Außenseiters, wie auch die Unterbringung der Thematik der Homosexualität, verkörpert durch die Charaktere Billy (der Blaue Ranger) und Trini (der/die Gelbe Ranger). Doch wie schon erwähnt liegt die Betonung hierbei auf das Wort: ansatzweise. Ironischerweise scheint sich jedoch zwischendurch alles andere ewig in die Länge zu ziehen. Man bekommt fast das Gefühl, in der Masse der Unwichtigkeiten zu ersticken.

Power Rangers © Lionsgate

An sich war zum ersten gemeinsamen Morphing recht ansehnlich, was jedoch abrupt von einer Boyband-Pose à la Backstreet Boys unbarmherzig zerstört wurde, die noch nicht einmal „in sync“ ist (Wortspiel beabsichtigt). Nein, mal im Ernst: Wen wollen die Macher damit glücklich machen? Ebenfalls will sich mir nicht erschließen, warum der Showdown zeitlich so komprimiert wurde. Hätte ja eventuell auch funktioniert, wenn nicht das, was gezeigt wurde, nicht so abgrundtief schlecht ist. Warum beispielsweise sieht der Megazord aus wie er aussieht? Halt einfach null nachvollziehbar. Da haben Fans bessere Filme produziert, so wie diesen hier.

Wahrscheinlich hat Ende wieder die Aussicht auf viele Zahlungswillige Besucher den Rest in den Hintergrund gestellt. Denn von einer Förderung des Intellekts seitens des Zuschauers kann hier wirklich nicht die Rede sein. Schade, Potential ist auf jeden Fall da. Ich persönlich kann allerdings nicht glauben, dass sich hier großartig was in der Fortsetzung ändern wird, die ebenso mit einem Hinweis auf den Grünen Ranger in den Post-Credits angekündigt wird.

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2 Kommentare

  • Ich fand die ersten zwei Drittel tatsächlich noch überraschend un-scheiße (bin allerdings eh ein großer Fan dieser Sebstfindungsphasen). Das war locker und bedacht geschrieben und schlichtes Popcorn-Kino. Der eigentliche Power Rangers-Kram am Ende plus einige sehr starke Logikfehler haben es dann aber doch zur absehbaren Enttäuschung werden lassen. Fazit: meh.

    • Bin auch ein Riesenfan von solchen Phasen: Charaktertiefe und so – Hammer!
      Ja, am Ende kommt schon echt unverblümt die Kommerzkeule raus. Sehr schade.



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