Extraordinary but fairly known British TV shows worth seeing!

Serientipp: Uncle

13.08.16 18:55
Comedy
Spoilerfrei
Tobias
13.08.16

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Es ist Mitte des Monats, da wird es wieder Zeit für einen kleinen UK Serientipp meinerseits. Dieses Mal verschlägt es uns „ganz“ weit an den Rand des BBC Programmes, nämlich zu BBC three. Und zu Andy und Errol. Und einer Comedy mit viel Musik und dem Humor von Nick Helm.

Seriensteckbrief

Name: Uncle
Genre: Comedy
Laufzeit: 30 Min.
Staffeln (Folgen): 2+ (12)
Ausstrahlung: seit 13.01.2014
Darsteller: Nick Helm, Daisy Haggard, Elliot Speller-Gillott, Sydney Rae White u.v.m.d.m.n.k.

Handlung

Im Mittelpunkt steht die große Buddy Freundschaft zwischen Andy, einem eher erfolglosen Musiker und chaotischen Typen und seinem Neffen Errol, der wiederum mit seiner alleinerziehenden Mutter, Andys Schwester, bisher ein eher zurückgezogenes Leben führen konnte. Abseits von Coolness und dem Teenagerdarsein. Errol würde wohl eher als Nerd durchgehen, ein schüchterner aber wie man schnell bemerken darf, nicht auf den Kopf gefallener Junge, mit ironischen Sprüchen und der Sehnsucht, dann doch etwas cooler zu sein, als er sich das selbst eingestehen mag.

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Und irgendwie haben sich beide auch gesucht. Und gerettet. Die erste Episode beginnt auch damit, dass wir Andy in der Badewanne sehen, wer er dabei ist, Selbstmord zu begehen. Doch dann klingelt das Telefon und seine Schwester bittet ihren Bruder darum, ihren 12jährigen Sohn von der Schule abzuholen, sie selber schaffe es nicht, da müsse doch auch mal sein Onkel einspringen können. Bisher hielt sich Andy nämlich aus allem raus was mit Familie zu tun hat. Bis zu jenem Tag. Der Auftakt der hier erzählten Onkel-Neffen-Freundschaft ist zwar recht holprig, aber schnell merken beide, dass sie viel Spaß miteinander haben können.

Und so kommt es, dass beide sehr viel Zeit miteinander verbringen und sich Andy dabei auch eher wie der große Bruder als der Onkel benimmt. Dazu gehören dann natürlich auch Gespräche über Frauen und Mädchen, dem ersten Kuss, dem Besuch eines Gay-Strip Clubs usw. Also all das, was man so von seinem coolen Onkel erfahren will. Oder auch nicht.

Meinung

„Uncle“ schafft es in meinen Augen sehr gut, den harten und schwarzen Humor Nick Helms (und vor allem seine harte Sprache) mit einer wohlig warmen Familiengeschichte zu verbinden. Wobei die family comedy dann doch überwiegt. Die drei Hauptcharaktere, Andy, Errol und seine Mutter Sam sind sehr sympathisch gezeichnet und man schaut sich deren „ganz normales“ Familienleben sehr gerne an. Aber auch die anderen Figuren der Serie haben ihre Reize, vor allem Gwen, dem Dauer-Love-Interest von Andy – sehr zum Verdruss ihres Vaters Val, einem Strip-Club Besitzer – und auch Melodie, die Lehrerin von Errol, die einen Blick auf Andy geworfen hat aber ähnlich zurückhaltend ist wie Errol. Ganz im Gegensatz eben zu Gwen.

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Aber der USP der Serie ist die Musik, die sehr häufig eingesetzt wird. Nick Helm ist neben seiner Stand Up Sache ja auch Musiker und das kann er hier groß ausleben. Immer wieder werden kleine Musikclips eingeworfen, die zumeist in der Fantasie Andys stattfinden, daher sehen wir Zuschauer diese Musikeinlagen (allesamt eher lustig als ernst gemeint) auch aufbereitet wie professionelle Musikclips.

Und hier mein absoluter Lieblingsclip, ein Ohrwurm wie ich finde…

… und man kann immer noch einsteigen

„Uncle“ ist für mich die perfekte Dosis einer kleinen und besonderen Familiencomedy mit den zwei unglaublich sympathischen Hauptfiguren Andy und Errol. Ich mag die Mischung und natürlich auch den Humor der Serie. Das „Ende“ von BBC three als normales Fernsehprogramm – BBC three ist seit Anfang des Jahres nur noch als digitaler Kanal im Internet zu empfangen – hat gottseidank nicht dazu geführt, dass die Serie eingestellt wurde.

Die zweite Staffel lief sogar bei BBC One. Wenn auch nur als Wiederholung, aber immerhin. Eine dritte Staffel ist derzeit in Produktion und wird schon sehnsüchtig erwartet. Bei nur bisher 12 Episoden kann man noch sehr gut in die Serie einsteigen, denn die Handlung hat man schnell aufgeholt bzw. ist jetzt nicht zwingend erforderlich, wenn man einfach mittendrin einsteigen würde.

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