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Knight Rider meets Star Trek

Review: Star Trek Discovery S04E07 – Verbindung

ACHTUNG: SPOILER !!
4. Januar 2022, 08:05 Uhr
SPOILER !!
Jonas
04.01.22

In dieser Folge habe ich eine Entdeckung gemacht. Wenig schmeichelhaft muss ich zugeben, aber dazu später mehr. Die Episode beginnt im Trockendock, denn das Schiff muss noch repariert werden. Stamets und Adira haben deswegen ausgiebig Zeit, sich mit den gewonnenen Daten auseinanderzusetzen. Der Computer, Verzeihung Zora, findet die Lösung, woher das planetenfressende Phänomen stammt. Aber er mag es nicht verraten. Joa, da schauen alle ziemlich dumm aus der Wäsche… und ich auch. Ein Schiffscomputer fängt an, sich selbst bewusst zu werden, Emotionen zu entwickeln und weigert sich infolgedessen, diese Information zu teilen und damit seiner Aufgabe nachzugehen. Denn Zora hat Angst, dass die Crew sich in Gefahr begibt. Kovich wird an Bord geholt und zusammen mit Stamets, Saru, Adira, Gray und Culber fängt die Gruppentherapie an. Ich weiß gar nicht, warum ich das alles so lächerlich finde, aber es ist so.

Ich weiß, fühlende Computer sind für Star Trek eigentlich kalter Kaffee. Wir hatten beispielsweise die TNG Episode, in der Data die sich selbst bewussten Exocomp Roboter schützt. Oder die Diskussion um Data selbst, ob er Eigentum der Sternenflotte sei. Aber in Discovery wirkt diese moralische Geschichte, ob Zora sich fügen solle, aufgesetzt. Die sehr weit hergeholte Verbindung zu Gray wird gezogen, der in einem künstlichen Körper lebt. Bei Zora sieht man dann ihre Träume mit Szenen von der Crew – wobei ich mir nur denke, sie beobachtet alle, rund um die Uhr? Etwa auch in intimen Momenten; was, wenn sie sich in jemanden verliebt und eifersüchtig wird? Klingt blöd, aber auf dieser Ebene bewegen wir uns. Ein fühlender Schiffscomputer, der am Ende dieser Therapiesitzung sogar Teil der Crew wird. Das ist mir echt zu viel. Was ist, wenn Zora die Sternenflotte verlassen will, um ihre Träume zu verwirklichen? Und sich mit einem anderen Raumschiff befreundet und dann will, dass auch dieses seinen eigenen Willen durchsetzen darf? Wir werden sehen und müssen damit leben, dass „Star Trek: Discovery“ in dieser Folge das Raumschiff Discovery zu einem lebenden Wesen gemacht hat. Das witzige daran ist, dass mir die Visualisierung von Zora – eine rechteckige Darstellung ihrer Stimme – irgendwie bekannt vorkommt. Richtig: „Knight Rider“. „Star Trek: Discovery“ ist zu „Knight Rider“ geworden, herzlichen Glückwunsch für diese kühne dramaturgische Idee, liebe Autoren.

Star Trek meets Knight Rider: Discovery hat jetzt auch seinen K.I.T.T.

Diese Thematik um Zora ist aber nicht die einzige tiefschürfende moralische Erzählung. Im zweiten Strang geht es um die Vorgehensweise der Föderation gegenüber dem Phänomen, welches nicht natürlichen Ursprungs ist. Soll man angreifen oder lieber mit den noch unbekannten Schöpfern reden? Diplomatie oder Krieg: Das ist hier die Frage. Und beide Standpunkte werden von jeweils Michael und Booker vertreten. Also Diplomatie vs Krieg vs Liebe – oh mein Gott. An dem Punkt, an dem Ruon Tarka auftaucht, denkt man, oh, jetzt wird es spannend. Aber auch seine Geschichte verpufft, denn er möchte das Phänomen sprengen, um so in ein anderes Universum zu seinem Freund zu kommen. Dieser ganze spannende Charakter basiert also doch nur auf Liebeskummer – sehr schade.
Die Geschichte wird dadurch abgerundet, dass es (wieder einmal) ein vorhersagbares Ende gibt. Booker und Ruon starten auf eigene Faust, entgegen dem Abstimmungsergebnis für die Diplomatie, und wollen das Phänomen in die Luft jagen. Was mich neben der Vorhersagbarkeit auch stört, ist dass es Ruon auf einmal möglich war, den Sporenantrieb in die Größe einer Autobatterie zu schrumpfen und einfach so mit Bookers Schiff zu kombinieren.

Oh man, das ist echt zu viel. Halbherzige moralische Gedanken und völlig übertriebene technische Fortschritte. Nein, hier wird kein erfolgreicher Cliffhanger für die kurze Staffelpause gesetzt (denn jetzt heißt es erstmal warten) und ich bleibe etwas ratlos zurück. Wenn das so weiter geht, dann entpuppt sich noch Michael selbst als Ursprung für das Phänomen… würde mich nicht wundern.

Bilder: CBS / Paramount+

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