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Love is in the air

Review: Star Trek Picard S02E10 – Abschied (Staffelfinale)

ACHTUNG: SPOILER !!
7. Mai 2022, 14:12 Uhr
SPOILER !!
Jonas
07.05.22

Das letzte Review hat für einiges an Diskussionen gesorgt. Auf Facebook hat der dazugehörige Post 100.000 User erreicht und diverse hitzige Diskussionen erzeugt. Während viele die letzte Folge ebenfalls kritisch sahen, gab es aber gegenteilige Stimmen. Die große Frage lautet für das Finale: Werden Kritiker und Fans der Serie versöhnt?

Die ersten Szenen des Finales schließen direkt an „Das Versteckspiel“ an. Picard stellt fest, dass die Einschusslöcher der 2024-Autobatterie-Powered-Borg auch in der Zukunft existieren und sich dementsprechend auf dem richtigen Weg befinden. Dennoch ist die große Aufgabe für die Crew nun, den Start von Renée Picard zu ermöglichen. Und ohne viel Wartezeit machen sich alle auf den Weg. Picard schließt sich Tallinn an, obwohl sie das nicht möchte. Raffi, Seven und Rios kümmern sich um Soong. Doch den treffen sie nicht an, aber können die Drohnen zerstören, die auf die Rakete angesetzt sind. Parallel opfert sich Tallinn für Renée und stirbt in Picards Armen. Picard kann nur noch den Tod begleiten, denn Soong hat sie vergiftet ohne Chance auf Heilung. Und damit ist die große Aufgabe nach 20 Minute schon erledigt. Was, so schnell? Genau und dementsprechend kommt man gar nicht erst in die Verlegenheit, Spannung zu fühlen. Irgendwie läuft alles wie geplant und die Zeitlinie ist wiederhergestellt. Soong darf nur noch die Mappe mit dem Projekt „Khan“ in die Kamera halten und bietet damit Fanservice, da diese Thematik in „Star Trek: First Contact“ und „Star Trek: Enterprise“ und natürlich in „Star Trek: The Original Series“ aufgegriffen wird.

Während ich das doch sehr befremdlich finde, freut mich aber, dass sich genug Zeit genommen wird für einen emotionalen Abschluss der Staffel. Bevor ich darauf eingehe, müssen wir das Thema Wesley Crusher abhandeln. Das war ein sehr gut behütetes Geheimnis, Wil Wheaton selbst hatte noch – mehr oder weniger – kritisiert, dass er nicht in Staffel 3 dabei sein wird. Als Antwort auf die Ankündigung, dass die komplette Brückencrew aus „Star Trek: The Next Generation“ in Staffel 3 auftreten wird. Mich hat es sehr gefreut, ihn wiederzusehen. Aber ich frage mich, was dies zu der Geschichte beitragen soll. Zunächst hätte man ihn doch etwas spaciger aussehen lassen sollen. Man könnte meinen, Wil Wheaton ist am Set vorbei gegangen und kurz vor die Kamera gesprungen. Ich kann durch das Aussehen und den kurzen Auftritt gar nicht kognitiv in den Modus schalten, dass ich hier den Reisenden aka Wesley Crusher sehe und nicht den Ready Room Moderator Wil Wheaton. Das hätte man deutlich besser machen können. Und auch seine Botschaft, dass er Kore als neue Reisende rekrutiert. Muss man dafür nicht irgendwelche Fähigkeiten haben? Wesley konnte damals die Zeit anhalten. Er wurde nicht als Auszubildender angelernt. Und heißt das nun, dass er und Kore auch in Staffel 3 dabei sein werden? Ich werde nicht schlau daraus. Man kann nur hoffen, dass dies in der neuen Staffel aufgegriffen wird, sonst kann man das als WTF Moment abspeichern.

Viel wichtiger – selbst für mich, der nach der letzten Folge schon 200 Puls hatte – ist der emotionale Teil der Folge. Der Abschied von Q ist viel zu übertrieben, aber auch melancholisch schön. Er sagt tatsächlich, dass er Picard gerne hat. Hach, wie schön. Ich hätte lieber eine subtilere Liebeserklärung gesehen, aber da der gute Q sterben wird, kann man es verstehen. Und auch die Botschaft dieser Folge bzw. der Staffel, dass Q Picard ein Leben allein ersparen will, ist wirklich schön. Dass Q damit gefühlte 200 Jahre zu spät kommt, haken wir auch mal ab. Aber das Auflösen des Traumas von Picard, doch, das geht mir nahe. Ich verstehe allerdings nicht, warum Q dafür Soong auf Renée hetzen musste? Es scheint im Kontext von der Botschaft, die Q an Picard richten wollte, doch etwas übertrieben. „Ich will dir Seelenfrieden bringen, aber vorher hetze ich noch Borg Drohnen auf dich und bringe die Menschheit an den Rande der Vernichtung“ – „Danke Q!“. Was mich aber am meisten an der völlig übertrieben-kitschigen Q Rede erfreut, ist dass „Star Trek: Picard“ am Ende von Staffel 2 doch den Geist des Franchises untermalt.

Die letzten Szenen zeigen dann die Zukunft dort, wo wir in Folge 1 gestartet sind. Und auch das letzte Mysterium der Staffel wird aufgelöst. Agnes ist die neue Borg Queen und will nur die Hilfe der Föderation. Wirklich nachvollziehbar ist das nur nach einem Six-Pack-Bier. Sollen wir also glauben, dass Queen Agnes 400 Jahre ohne Kontakt zu den Borg aus der bekannten Zeitlinie gereist ist, um dann ganz schnell Frieden und Freiheit dem Kollektiv in einem Crash Kurs beizubringen? Und außerdem, gab es denn nicht schon eine Borg Queen? Musste Agnes mit der Queen aus dieser Zeit um die Führung kämpfen? Alles nicht gaaaanz logisch oder zumindest in der Kürze der Szene nachvollziehbar. Aber es ist auch ein Cliffhanger und dementsprechend können wir der Serie Kredit geben und sagen: Vielleicht erfahren wir in Staffel 3 mehr.

Ebenfalls emotional ist das Wiedersehen mit der echten Guinan und Elnor. Q hat sich erbarmt und den jungen Romulaner zurückgeholt. Das freut Raffi, aber nicht mich. Schauspielerisch und auch der Charakter hat mich nicht wirklich überzeugt. Guinan darf noch ein paar warme Worte loswerden. Während ich mich freue, die echte Guinan zu sehen, frage ich mich auch hier, welchen Sinn sie für die Staffel hatte. Wie dem auch sei, fasst sich Picard am Ende ans Herz und gesteht Laris seine Liebe – wie schön. Da kann man nur hoffen, dass er auch Zeit für die Liebe bekommt und nicht am Ende in Staffel 3 das Zeitliche segnet.

Fassen wir zusammen: Die schludrige Art der Autoren zeigt sich auch im Finale. Die Geschichte ist nicht rund. Man fragt sich ständig, warum denn jetzt das? Aber, und damit versöhnt mich das Finale dann doch noch mit der Staffel, kommt der emotionale Höhepunkt mit Q. Staffel 2 hätte gut bis sehr gut werden können, wenn man die Geschichte deutlich gestrafft hätte. Die Folgen 1 und 2 waren super und auch jetzt die letzte Folge hat ihre Momente gehabt. In der guten alten Zeit hätte man das alles in einer Doppelfolge erzählt und alle wären zufrieden gewesen. Jetzt musste man das aber auf 10 Folgen aufblähen und irgendwelche Ereignisse hineinwerfen, an die man sich mit dem Start von Staffel 3 nie mehr erinnern wird.

Bilder: CBS Studios / Paramount+ / Amazon Prime Video

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Ein Kommentar

  • Mein Gott, immer die selbe Leier. Wieso gucken Leute die ganze Staffel, also 10 Folgen, wenn die Staffel doch schon ab Folge 3 schlecht war. Das gleiche übrigens auch immer bei Discovery. Ist mir ein Rätsel.
    Vermutlich hätte die Kritiker auch damals bei TNG alle rumgemotzt?!



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