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"Die Bergretter", "Die Chefin", "Oktoberfest 1900"

sAWEntskalender 2021 – Tür 23: Interview mit Stefanie von Poser

Spoilerfrei
23. Dezember 2021, 07:20 Uhr
Spoilerfrei
Leonie
23.12.21

Stefanie von Poser

Achtung Achtung, das ist keine Übung! Wer immer noch nicht alle Geschenke hat (und nicht in der Großstadt wohnt), sollte spetestens jetzt mal nachsehen, ob er oder sie etwas zu Hause hat, aus dem man wenigstens noch etwas basteln kann. Nicht sofort natürlich, erst liest Du bitte noch das Interview mit Stefanie von Poser, das im heutigen 23. Türchen des sAWEntskalenders steckt. Lesen, Buchstabe finden, dann um die Restgeschenke kümmern.

INFO: Im „sAWEntskalender“ gibt’s jeden Tag ein Türchen mit einem neuen Interview – und tolle Preise für euch! In jedem Türchen können Buchstaben versteckt sein, die gemeinsam ein Serienzitat ergeben. Viel Spaß beim Lesen und Buchstabensuchen!

Stefanie steht seit 2004 entweder auf der Bühne oder vor der Kamera und spielt sowohl Film- als auch Serienrollen. Nach einigen Episoden-Rollen unter anderem in „Die Rosenheim-Cops“ und „Um Himmels Willen“ spielt Stefanie bereits seit 2009 die Rolle der Emilie Hofer in der Fernseh-Reihe „Die Bergretter“. Zu ihren aktuellen Produktionen zählt beispielsweise der Kurzfilm „Gör“ – Gewinner des Deutschen Kurzfilmpreises 2021. Und was könnte einer waschechten Münchnerin wie von Poser näher liegen, als eine Rolle in „Oktoberfest 1900“? Hier verkörperte sie die Anita Augspurk.

Vorweg nehmen möchte ich außerdem, dass just heute eine neue Serie mit Stefanie von Poser bei Amazon Prime erscheint: In „Sex Zimmer, Küche, Bad“ sucht eine Münchner WG ein neues Mitglied, und dass alles, was in den acht Episoden passiert, garantiert schon so oder mindestens so ähnlich stattgefunden hat, dafür kann ich ungesehen jetzt schon meine Hand ins Feuer legen! Ich lass euch mal den Teaser da, und dann schauen wir mal, wie es Stefanie mit Serien hält, wenn sie nicht selbst vor der Kamera steht.

Interview mit Schauspielerin Stefanie von Poser

Welche Serie hast du zuletzt gesehen?

Die letzte Serie hieß „Furia“, eine deutsch-norwegische Serie, die ich im ZDF gesehen habe – einmal auf deutsch und einmal auf norwegisch.

Dein absoluter Serien-Geheimtipp?

Hm. Garnicht so einfach. Natürlich erstmal die Reihe „Die Bergretter“, die sind natürlich immer ein Geheimtipp ;). Was ich wahnsinnig toll fand war „Die Morning Show“, die finde ich total genial, weil sie einfach soviel politisches aufzeigt, wie es wirklich ist.

Mit welcher Serienfigur kannst du dich am besten identifizieren und warum?

Ich spiele ja seit 2009 die Emilie Hofer in „Die Bergretter“ und kann mich natürlich am allerallerbesten mit ihr identifizieren, weil ich sie einfach schon so wahnsinnig lange kenne und schon so intus habe. Die Gefühle, die sie hat, kann ich schon als Emilie spielen und muss mir die nicht irgendwo erst herholen, weil ich sie so gut kenne und so wahnsinnig liebe. Ansonsten kann ich mich bei jeder gut gemachten Serie eigentlich immer mit irgendeiner Figur identifizieren. Das finde ich auch ganz wichtig – wenn man sich nicht identifizieren kann, ist die Serie auch irgendwie nicht gut.

Woran arbeitest du zur Zeit, was ist dein nächstes Projekt?

Ich habe dieses Jahr acht Projekte abgedreht. Unter anderem einen Kurzfilm, der „Gör“ heißt und gerade den Deutschen Kurzfilmpreis gewonnen hat. Dann habe ich bei der Serie „Herzogpark“ mitgespielt, bei einem Teil von „Ein Krimi aus Passau“, bei einer Reihe, bei der ich schon lange dabei bin, „Toni, männlich, Hebamme“, und zwei neue Serien: Die eine heißt „Sex Zimmer, Küche, Bad“ und startet am 23. Dezember auf Amazon; die andere ist eine Mini- Serie, sie heißt „Völlig meschugge“, in der geht es um die Auseinandersetzung mit verschiedenen Religionen und Kulturen.

Kannst du uns eine Anekdote vom Set/von einer Produktion erzählen?

Da gibt es soviel und so wenig, wenn man nicht weiß, was genau man veröffentlichen darf ;) Eine fällt mir aber direkt ein: Bei den Bergrettern hat meine Figur eigentlich drei Kinder. Die Kleinste war beim Dreh ungefähr eineinhalb, wir saßen alle am Tisch. Franz, der einen älteren Herren spielt, saß mit am Frühstückstisch und hat beim drehen so laut geniest, dass sich die Kleine so erschrocken hat, das wir erst einmal eine halbe Stunde Pause machen mussten, weil sie so geschrien hat.

Wir haben dann vorsichtig wieder angefangen und haben sie wieder in ihren Stuhl gesetzt, dann hat sie ihn wieder gesehen und sofort wieder angefangen zu schreien. Wir konnten einfach nicht mehr weiterdrehen und mussten die Szene sogar umschreiben und ohne die Kleine drehen.

Inzwischen ist Emilies drittes Kind auch aus der Reihe herausgeschrieben worden, weil es einfach zu anstrengend ist, mit Kindern zu drehen – was ich sehr schade finde, weil es sonst keinen erklärbaren Grund gab.

Wie bist du zur Film-/Serienbranche gekommen?

Ich habe Musical und Schauspiel studiert und habe irgendwann eine von Sat.1 gesponserte Talent-Class mitgemacht. Da haben sich 1.400 Leute beworben und 24 durften mitmachen und ich hatte wahnsinniges Glück und durfte dabei sein. Man musste sich mit einem kleinen Video bewerben und da habe ich quasi „vom Theater zum Film“ gelernt. Und ab da ging es dann los mit Drehen, so bin ich zur Filmbranche gekommen, finde Theater aber immer noch sehr wichtig und mache das auch noch sehr gerne.

Woraus ziehst du deine Inspiration?

Meine Inspiration ziehe ich immer aus Dingen, die mir in meinem Leben passieren und natürlich aus Dingen, die ich höre, also Geschichten, und aus Personen, die ich beobachte. Schauspieler beobachten sehr genau, das wissen viele nicht. Viele sagen: „Wenn ich mit einem Schauspieler rede, kann ich dem ja garnichts glauben, der kann ja immer lügen und das so gut spielen, dass ich es nicht merke.“ Aber das stimmt nicht.

Schauspieler haben überhaupt keine Lust, ständig zu spielen, weil das eine hohe Konzentration fordert. Aber Schauspieler beobachten die ganze Zeit- das ist eine kleine Berufskrankheit – und können dadurch glaube ich relativ schnell Menschen gut einschätzen.

Was zeichnet deiner Meinung nach eine gute Serie aus?

Ich glaube, eine gute Serie zeichnet aus, dass man sich mit der Hauptfigur identifizieren kann, dass sie politische Themen aufgreift und sie aufzeigt, wie sie sind oder sein könnten in der derzeitigen Situation – und natürlich muss sie mich fesseln!

Mit wem würdest du gerne mal an einer Serie zusammenarbeiten?

Ich liebe internationale und besonders norwegische Serien. Da wäre ich wahnsinnig gerne mal dabei. Aber wenn der Inhalt stimmt, spiele ich überall gerne mit. ;-)

Wenn dein Leben zu einer Serie werden würde: Wer würde dich verkörpern?

Natürlich würde ich mich selbst spielen ;) Aber sagen wir mal so: Mich könnten sehr viele verkörpern, ich finde, ein Schauspieler ist ein Schauspieler, weil er sich verwandeln kann. Deswegen kann ich mir von vielen Schauspielern vorstellen, dass sie mich spielen könnten.

Was macht dir an deinem Job den meisten Spaß?

Am meisten Spaß macht mir, dass ich in viele verschiedene Rollen schlüpfen kann und auch mal Figuren spiele, die ich persönlich selber so garnicht bin, wo ich wirklich lange wühlen muss in den dunkelsten Ecken meiner Seele, um das zu verkörpern – und auch zu rechtfertigen, warum die Figur so ist. Das macht mir großen Spaß.

Und ich finde es wunderbar, immer wieder an neue Sets zu kommen, mit neuen Kollegen zu arbeiten und freue mich immer, dass an den meisten Sets so eine gute Atmosphäre ist.

Welcher Teil deiner beruflichen Tätigkeit erfährt viel zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit?

Natürlich das Theater! Oder auch die Kurzfilme. Ich finde das sehr interessant: „Die Bergretter“ haben immer so fünf, sechs Millionen Zuschauer. Dann spiele ich Theater, und wenn ein Theater mal voll ist, dann freut man sich sehr – aber auf fünf oder sechs Millionen Zuschauer wird man im Leben nicht kommen. Obwohl man da teilweise Stücke spielt, die einem wahnsinnig ans Herz gewachsen sind und die man unglaublich gerne einer breiten Öffentlichkeit zeigen würde.

Und ich wünsche mir so sehr, dass diese ganze Corona-Zeit am Theater unbeschadet vorübergeht und das Theater weiterleben wird und auch mit mir weiterleben.

Außerdem unterrichte ich (und ich unterrichte sehr gerne!) Erwachsene aus den unterschiedlichsten Berufen, Auszubildende, ich bereite junge Leute auf Schauspielschulen vor, bereite Castings vor und alles mögliche, und das erfährt natürlich auch zu wenig öffentliche Aufmerksamkeit. Aber die Frage ist da ja auch, wieviel Aufmerksamkeit möchte man überhaupt.

Bingen oder Häppchen?

Ich kann das nicht mit den Häppchen. Ich würde es gerne können, es wäre gut für mich und meinen Schlaf, aber wenn ich irgendwas Gutes anfange, hänge ich fest. Aus dem Grund fange ich oft gar keine Serien an, weil ich Angst habe, dass ich nicht mehr aufhören kann und dann bis fünf Uhr morgens gucke. Und wenn meine Familie dann morgens die Augen aufmacht, weiß ich nicht, wo oben und unten ist – bin aber erfüllt vom Bingen, dass ich die Serie zu Ende gesehen habe.

O-Ton oder Synchro?

Das kommt darauf an. Wenn es etwas norwegisches ist, schaue ich gern erst die Synchro und dann den O-Ton oder wenn es die entsprechenden Untertitel gibt, auch deutsch mit norwegischem Untertitel, weil man da gut die Sprache lernen kann. Auf Englisch gerne O-Ton. Leider sind die anderen Sprachen für mich etwas zu schwierig, deswegen Synchro.

Sonntagabend: lineares TV oder Streaming?

Naja, so dieser klassische „Viertelnachacht“-Gucker bin ich nicht mehr, weil ich das einfach familienmäßig nicht schaffe. Deswegen wäre es eher ein Streaming. Aber ich streame durchaus auch die klassischen Sender wie ARD, ZDF, BR und 3sat.

Was läuft bei dir an Weihnachten (Weihnachtsfolge/Weihnachtsfilm)?

Eigentlich läuft immer irgendwann „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“, das versuchen wir immer zu gucken. Meine Tochter meinte aber letztes Jahr, nachdem sie es das erste Mal geguckt hat, sie will es nicht mehr schauen, weil da ja ein Fuchs und ein Vogel geschossen werden – und jetzt weiß ich noch nicht, ob wir es dieses Jahr wieder gucken. Sie mag es nicht, dass Tiere totgeschossen werden, was ich ja eigentlich unterstützenswert finde.

Ansonsten habe ich gesehen, dass dieses Jahr „Anna“ wieder läuft, was ich echt super finde, weil das so meine Kindheit ist, und ich habe mir überlegt, wenn ich irgendwie die Zeit finde, würde ich das wahnsinnig gern mal wieder gucken.

DANKE FÜR DAS INTERVIEW.

Buchstaben gefunden?

Wie im Gewinnspiel-Beitrag zum „sAWEntskalender“ erläutert, kann jeden Tag ein gesuchter Buchstabe im Türchen-Beitrag versteckt sein. Hast du ihn/sie gefunden oder bist dir sicher, dass es keinen gibt? Dann schreib uns die Tages-Lösung über das Kontaktformular hier und sichere dir bei richtiger Einsendung ein Gewinn-Los:

Wie ist welcher Buchstabe versteckt?

Lösungszitat erkannt?

Solltest du mithilfe der bisher entdeckten Buchstaben das gesuchte Serienzitat erraten haben, schick deinen Lösungsversuch über das Formular im großen Gewinnspiel-Beitrag (ganz unten). Dort gibt es auch alle Infos zu den Preisen und dem Ablauf des Gewinnspieles.

Artikelbild ©Daniela Pfeil

Türchen #22

Türchen #24

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