Die besten VFX

AWESOME 5: Serien mit atemberaubenden visuellen Effekten

Spoilerfrei
Fabio
08.01.21

AWESOME 5 VFX

Ob Stop-Motion-Technik, Greenscreen, Bullet-Time-Aufnahmen oder Performance Capturing – bahnbrechende Verfahren für visuelle Effekte ließen sich bislang als erstes im Kino auf der großen Leinwand bestaunen. Mit dem Siegeszug hochwertiger Qualitätsserien in den letzten Jahren setzt inzwischen das Fernsehen und Streaming die Maßstäbe für neue Techniken. Innerhalb kurzer Zeiträume kreieren Serienmacher fantastische Welten und unvorstellbare Kreaturen. Ich habe daher fünf AWESOME Serien ausgewählt, die durch ihre außergewöhnliche visuelle Arbeit bestechen. Anders als Spezialeffekte, die live vor der Kamera entstehen, handelt es sich bei visual effects (kurz VFX) um Effekte, die mit der Kamera selbst oder in der Postproduktion entwickelt werden.

The Mandalorian

Die „Star Wars“-Serie um den mysteriösen Kopfgeldjäger „The Mandalorian“ dürfte derzeit das eindrucksvollste Beispiel für den gelungen Einsatz von visuellen Effekten sein. Mit Hilfe der sogenannten Stagecraft-Technologie erzeugten die Macher eine digitale Filmumgebung, die um die Schauspieler herum auf einem 25 Meter breiten und sechs Meter hohem Rund mit hochauflösenden LED-Leinwänden projiziert wird. Verändert sich die Position der Kamera, passt sich die Umgebung auch automatisch der neuen Perspektive an. Für die von ILM (Industrial Light and Magic) entwickelte Technologie orientierte man sich an modernen Videospielen, in denen sich die Umgebung ebenfalls in Echtzeit je nach Blickrichtung ändert. Der Vorteil gegenüber einem Greenscreen ist, dass die Schauspieler*innen vor authentischer Kulisse spielen können und spontan auch Kamerapositionen gewechselt werden können. Wer genau wissen will, was in der Serie echt und was am Rechner entstanden ist, dem kann ich nur empfehlen in die Making-Of-Reihe „Disney Gallery – Star Wars: The Mandalorian“ reinzuschauen.

The Mandalorian VFX

„The Mandalorian“ gibt’s bei:

Game of Thrones

Die Hit-Serie „Game of Thrones“ gilt, insbesondere ab Staffel 3, als Vorbild in Sachen VFX und deren effiziente Umsetzung. Eine bessere Rechenleistung und preiswerte Software ermöglichen es, dass wir Zuschauer*innen auf dem heimischen Bildschirm riesige Drachen und gigantische Schlachten zu sehen bekommen, die real wirken. Aber auch Felsen, Burgen und selbst der Schnee auf den Bäumen wurden hier mittels Green- und Bluescreen nachträglich am Rechner hinzugefügt. 3-D Modellierungen lassen außerdem die SchauspielerInnen mit Drachen interagieren. An der Realisierung wirkten unter anderem die Stuttgarter Effektschmieden Mackevision und Pixomondo mit.

Game of Thrones VFX

„Game of Thrones“ gibt’s bei:

Stranger Things

Die beliebte Mystery-Serie „Stranger Things“ punktet nicht nur durch eine gehörige Portion Nostalgie, sondern bietet auch allerlei Schauwerte. Hier verschmelzen ebenfalls 3-D Modelle mit CGI- und Live-Aufnahmen miteinander. Vor allem die ekelerregenden Creature-Effekte, wie der Demogorgon und das Shadow Monster suchen ihresgleichen. Auch kameratechnisch wird für die Serie in die Trickkiste gegriffen. So verwendeten die Macher beispielsweise einen rotierenden Kameraeffekt, um in die „andere Seite“ einzutauchen. Mehr beeindruckende Effekte gibt es im nachstehenden Video mit vielen Vorher-/Nachher-Aufnahmen zur dritten Staffel.

„Stranger Things“ gibt’s bei:

Lost in Space

Die Neuinterpretation der gleichnamigen Serie aus dem Jahr 1965 über eine Familie in einem Raumschiff auf Entdeckungstour schöpft die Möglichkeiten der modernen Tricktechnik voll aus. Auch hier werden reale Aufnahmen mit CGI-Elementen kombiniert, um das Leben im Weltall glaubhaft darzustellen. Dröge Landschaften werden so zu außergewöhnlichen Oberflächen fremder Planeten. Besonders herausragend ist hier der kilometerlange Wasserfall aus der zweiten Staffel.

„Lost in Space“ gibt’s bei:

Westworld

Der SciFi-Western „Westworld“ handelt von einem technologisch fortschrittlichen Vergnügungspark, in dem die Menschen ihre innigsten Wünsche ausleben können. Die visuellen Effekte haben auch hier ganze Arbeit geleistet. Roboter, die dank Motion-Capture äußerst menschlich handeln oder Anthony Hopkins, der mittels De-Aging Software verjüngt wird, sind nur zwei Beispiele für gelungene Effekte, die uns in die futuristische Welt katapultiert.

Westworld VFX

„Westworld“ gibt’s bei:

Es gibt noch viele weitere Serien, wie „Altered Carbon“ oder „Vikings“, die uns ins Staunen versetzen. Am besten funktionieren visuelle Effekte dann, wenn wir sie nicht als solche ausmachen können. Damit dies gelingt, müssen diese zumindest in der Theorie auch real umsetzbar sein, damit der Zuschauer diese als echt annimmt. Ich bin gespannt, was sich hier in den kommenden Jahren noch alles tut.

Bilder: Disney | HBO | Netflix

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