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Hoffentlich geht das nicht schief...

iZombie S01E05 – Flight of the Living Dead

16.04.15 16:54
iZombieReview
SPOILER !!
Maik
16.04.15

iZombie_S01E05

Ja, ich tue mich schwer, mich in die Haut einer Zombie-Ärztin zu fühlen. Aber irgendwie sollte vieles nicht so sein, wie es gerade bei iZombie ist. Der Auftakt war gut, aber kaum muss die Serie beweisen, wie komplex, vielschichtig und durchdacht sie sein kann – da ist sie es nicht. Wenn jemand dabei verloren geht, jemanden zu suchen, der vermisst wird, sollte das einen guten Detective nicht alarmieren? Ebenso, wenn jemand „Bowls of Spaghetti are my porn“ sagt?

Okay, Letzteres war noch recht lustig. Ebenso wie die seriellen Anspielungen, die hier und da gefallen sind.

„I did not know she meant ‚take care for it‘ Tony Soprano style…“ (Snowboarder-Dude)

Und auch einige schön durchdachte Dialoge und schlagfertige Momente waren dabei.

„He was the one guy not folling for Holly.“ – „‚The one guy‘? You are a guy…“ (Guy & Liv)

Aber sonst?! Liv muss den Tod einer Freundin verkraften, an die sie sich so wenig erinnern kann, dass sie sie aus fünf Metern Entfernung nicht erkennt. Und ihr Hirn? Ein paar Mini-Visionen, die langweilig sind und den adrenalin-berauschenden Extremsport-Skills des – Fahrradfahrens. Ein Zombie hat sie nie so lebendig gefühlt. Sorry, aber das war Blödsinn. Ja, sie wollte vielleicht kein Stunt-Double, verständlich, aber ein paar Stufen herunter fahren und im atemberaubenden Tempo von 10 km/h gerade so mit drei Metern Abstand einer aufspringenden PKW-Tür ausweichen? Puh! Das ist tatsächlich harte Kost, aber eher für den Zuschauer denn die Charaktere…

Positiv war dagegen die Einführung des neuen Zombies, der wie keiner aussieht. Wie er nach und nach den scharfen Cocktail erstellt, hat eine schöne Wirkung beim Zuschauer hervorbringen können. Und bei Liv. Dass aber plötzlich jeder scharfe Soße zu lieben mag, dürfte nur die herstellende Industrie zufrieden stellen.

Das war dann doch recht deutlich die bisher schlechteste Folge. Versteht mich nicht falsch: es ist immer noch viel Detailliebe im Titel, den Zwischentiteln und vereinzelten Dialogen zu spüren – aber irgendwann reicht das nicht mehr. Die plötzliche Schwemme an Untoten will mir nicht in den Kopf. Wenn die sich untereinander scheinbar derart schnell erkennen – wie hat es Liv dann 6 Monate ohne weiteren Kontakt geschafft? Wieso verspielt die Serie leichtgläubig die Möglichkeit, eben dieses Epische im plötzlich unerwarteten Entdeckens anderer Untoter darzustellen? Oder auch die Anpassungs-Schwierigkeiten Livs an ihre neues Leben? Irgendwie kommen mir diese Pacing-Probleme von „The Last Man On Earth“ bekannt vor. Hoffentlich geht das nicht schief und die Serie verkommt tatsächlich zu einer netten Variante von Psych mit immerhin so viel Biss wie einer Peperoni.

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