Defender of Zephyria, Conqueror of the Tribes of Aegon

Review: Son of Zorn S01E01E02 – Return to Orange County / Defender of Teen Love

Mini-Spoiler
Tobias
27.09.16

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Habt ihr euch mal gefragt, was wohl rauskommt, wenn man „He-Man“ und „Archer“ miteinander vermixt, diesen Mix in der Realwelt ansiedelt und dem ganzen noch eine „Vater-Sohn“ Beziehungskistenschleife oben drauf bindet? Nein? Falls doch, dann sollte „Son of Zorn“ auf eurer Serienliste 2016/2017 stehen. Denn die 20-minütige Animations-Real-Comedyserie bei Fox ist genau das.

Zum Inhalt der Serie bzw. der bisherigen zwei Folgen reicht es eigentlich kurz zu beschreiben, um was sich die Grundprämisse der Serie ganz grundsätzlich dreht.

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Handlung

Wir hätten hier Zorn, einem animierten Helden aus dem fernen Zephyria, der zum Geburtstag seines nicht animierten Sohnes Alangulon alias Alan eine Stippvisite bei seiner Ex-Frau in Kalifornien macht, um mit den beiden ein paar schöne Tage zu verbringen, bevor es wieder nach Zephyria geht, um den Bösewichten dieser Welt ein paar Köpfe einzuschlagen. Als Zorn allerdings in Kalifornien ankommt, muss er bemerken, dass sich Alan eher für seinen Vater schämt als sich auf ihn freut und die beiden kaum Gemeinsamkeiten miteinander verbindet, und noch viel schlimmer, dass seine Ex-Frau Edie wieder verlobt ist. Da er im Laufe der ersten Folge einsieht, dass er schon viel zu viel Zeit im Leben von Alan verpasst hat, entscheidet Zorn sich, Zephyria für eine zeitlang zu verlassen, nach Kalifornien zu ziehen, sich einen normalen Job zu holen und dafür zu sorgen, dass sich Vater und Sohn wieder annähern.

Garniert werden die ersten beiden Folgen noch mit einem Schwarm von Alan, bei dem Zorn versucht, Alan mithilfe eines Artefaktes (u.U. aus dem Warehouse 13) bei seinen zaghaften Annäherungsversuchen zu unterstützen und den grundsätzlichen Gegebenheiten, die die reale Welt und das normale Arbeitsleben für einen animierten Helden so mit sich bringt. Und man kommt nicht umhin zu erkennen, dass zwischen Zorn und Edie noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde.

Neue US Serien 2016/2017: Alle neuen Serien findet ihr in dieser Übersicht.

Wenn man nun einen Schritt vom Bildschirm nach hinten tritt, wird man erkennen, dass wir hier eine ganz normale und oft schon gesehene Vater-Sohn-ExFrau-fish-out-of-water Comedy haben, deren USP die Tatsache ist, dass Animation und reale Welt miteinander vermischt werden. Im Übrigen einfach so. Niemand findet es komisch, dass Zorn eine animierte Figur ist, mit einem Riesenschwert durch die Gegend läuft und eine kleine Spur der Verwüstung hinterlässt.

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Und diese grds. Idee ist auch am Anfang wirklich cool und gut umgesetzt. Es macht Spaß den ersten 20 Minuten zu folgen, wie Zorn mit einem archeresken Humor und einem eher kindlichen Verhalten durch die erste Folge stolpert. Auch die anderen Figuren sind grundsympathisch und insbesondere Johnny Pemberton kann als der etwas schüchterne Alan, der seinem Vater natürlich schon mehr als cool findet aber dann auch wieder gekränkt ist, dass er lieber halbnackt in Zephyria sein Schwert schwingt als sich um seinen Sohn zu kümmern, überzeugen. Auch die vielen animierten Kleinigkeiten im Hintergrund können sehr wohl gefallen.

Auch die Stimme von Zorn, gesprochen von Jason Sudeikis, gefällt und dürfte auch irgendwie bearbeitet sein, denn in meinen Ohren hört sich seine Stimme wirklich „animiert“ an. Wenn man versteht, was ich meine. Also eigentlich ist alles vorhanden, was eine unterhaltsame Comedyserie benötigt.

Meinung

Aber schon in der zweiten Folge nimmt man das Besondere an der Serie, also der Mix aus Animation und Realwelt kaum noch wahr und man verfolgt nur eine xte Version einer Vater-Sohn Geschichte, bei der der Vater eben deutlich kindischer ist als sein Sohn – „aber er meint es ja nur gut“. Die Gags zünden schon weitaus weniger und man lässt die Story einfach auf sich einprasseln. Denn eigentlich hat man schon nach 30 Minuten in dieser Serie das Gefühl, genau zu wissen, was noch kommen wird.

Man erwartet schon jetzt nichts unvorhergesehenes mehr. Schade. Aber woran liegt´s?

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Meinen die Produzenten wirklich, dass es reicht, „He-Man“ in der realen Welt seinen Sohn zum Mann erziehen zu lassen und eine Beziehung zu ihm aufbauen zu wollen? Es scheint fast so. Denn der Mix Animation/Realwelt tritt für mich schon in der zweiten Folge nur noch in den Hintergrund.

Und auf den Comedyfaktor bezogen: Wenn die Storyline an sich nicht wirklich lustig ist, wird sie es durch die Verwendung der Animation auch nicht mehr. Es scheint, dass die Produzenten aber genau das denken. Nur funktioniert diese Theorie bei mir schon nach zwei Episoden nur noch bedingt. Zudem hatte ich recht schnell das Gefühl, dass ich die Grundprämisse der Storyline schon irgendwo her kenne, weil mehrfach in Filmen gesehen. Und mich langweilt das.

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Was die Serie vielleicht noch retten könnte, wäre die Tatsache, dass man am Ende der ersten Folge gezeigt hat, dass Alan dann doch mehr Alangulon ist, als man zunächst denken könnte, denn seine Beine und Füße sind animiert. Was auch immer die Drehbuchautoren damit andeuten wollen, welche Geschichte sind damit verbinden und im Köcher haben?

Aber zunächst müssten die Autoren wirklich mehr mit der Animations/Realweltgeschichte spielen und vor allem die Szenen an sich lustig(er) und fresher schreiben, damit die Serie unterhaltsam bleibt. Sonst dürfte Zorn bald wieder die Koffer packen und zurück nach Zephyria reisen.

Ob mit oder ohne Alangulon ist dann auch schon wieder egal.

Bilder: Fox

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