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Auftakt der neuen Serie

Review: „Star Wars: Ahsoka“ S01E01 – Meister und Schüler

Mini-Spoiler
23. August 2023, 07:18 Uhr
Mini-Spoiler
Michael
23.08.23

Star Wars ist zurück mit der neuen Serie „Ahsoka“- die allerdings viel Bekanntes zurück bringt. Das gilt für die Charaktere ebenso wie für die Welten, in denen „Star Wars: Ahsoka“ spielt. Und: Die Atmosphäre ist dann doch viel mehr klassisches Star Wars, als wir es zuletzt bei „Star Wars: Andor“ gesehen haben. Wie geht die neue Serie mit dem Erbe aus „Star Wars: The Clone Wars“ und „Star Wars: Rebels“ um? Die Pilotfolge liefert bereits viele Antworten.

Zunächst einmal steht ja die wichtigste Frage im Raum: Was muss man aus den anderen Star Wars-Serien schon kennen, um sich in „Star Wars: Ahsoka“ zurecht zu finden? Ich habe dazu hier im Blog ja bereits einen Beitrag veröffentlicht, was man gesehen haben sollte – hier zu finden. Nach Ansicht der ersten Folge meine ich: Sicher kommt man auch ohne die Vorkenntnisse zurecht – mit macht es aber extrem viel mehr Spaß (und man hat ein, zwei Fragezeichen weniger über dem Kopf).

„Star Wars: Ahsoka“ – viele Elemente aus der Vorgeschichte von „Rebels“ und „The Clone Wars“

Erstmal sind viele Jahre seit dem Ende der animierten Serie „Star Wars: Rebels“ vergangen. Und etwas überraschend schließt „Ahsoka“ auch nicht in erster Linie an die animierte Serie an, sondern referenziert zunächst auf Ahsoka Tanos Auftritt in der „Star Wars: The Mandalorian“-Serie. Dort hatte sie ja einen Kampf mit Morgan Elsbeth, die jetzt als Gefangene der Neuen Republik auf einem Schiff unterwegs ist. Es stellt sich heraus, dass sie eine der Nachtschwestern von Dathomir ist, womit wir „Star Wars: Rebels“ näher kommen, zunächst aber gedanklich noch Richtung „Star Wars: The Clone Wars“ abbiegen, wo George Lucas Motive der Nachtschwestern eingebaut hatte. Ahsoka Tano landet auf Arcana und besucht einen der Nachtschwester-Tempel, der ziemlich stark an die Motive der Zeffo erinnert, die man aus den Spielen „Star Wars Jedi: Fallen Order“ und „Star Wars Jedi: Survivor“kennen dürfte. Die Wände zeigen wohl drei Mortis-Götter, mysteriöse Wesenheiten, die mit dem Ursprung der Macht selbst verbunden sind und die im Zusammenhang mit Anakin Skywalker in „The Clone Wars“ tehematisiert werden. Näher befassen können wir uns mit dem Tempel nicht, denn kurz nachdem Ahsoka Tano dort auffindet, was sie sucht, wird die Tempel-Umgebung von Droiden zerstört. Immerhin zeigt uns Ahsoka Tano noch einen ihrer bekannten Moves aus dem animierten Teil des Star Wars-Universums, und erste Kampfszenen gibt es auch, doch dann widmet sich „Star Wars: Ahsoka“ erstmal wirklich „Star Wars: Rebels“.

Nacheinander werden bekannte Figuren aus der animierten Serie eingeführt, zunächst Hera Syndulla, die Ahsoka Tano mitteilt, dass die Gefangene befreit worden ist – von zwei Kämpfern, die sich als falsche Jedi herausstellen. Das Paar ist ganz spannend: Baylan Skoll agiert wie Darth Vader – im Kampf, mit dem Lichtschwert, in der Gestik – er könnte ein Schüler des dunklen Lords gewesen sein. Er hat allerdings selbst eine Schülerin an seiner Seite, Shin Hati, die wiederum mehr wie Darth Maul agiert und unter anderem auch einen der für Maul typischen Mini-Suchdroiden dabei hat, um – Sabine Wren aufzusprüen, die nächste Hauptfigur aus „Star Wars: Rebels“.

Hier steht ein wenig Geschichtsaufarbeitung an: Die letzten Sequenzen von „Rebels“ erzählen nach dem Verschwinden von Thrawn und Ezra Bridger, dass sich Ahsoka Tano und Sabine Wren zusammen auf die Suche nach Ezra begeben haben. Und auch in „The Mandalorian“ erfahren wir ja, dass Ahsoka sich immer noch auf der Suche nach Thrawn befindet – Ezra wird da nicht erwähnt. Was „Rebels“ nicht wirklich thematisiert hat, ist die Meister-Schüler-Beziehung zwischen Ahsoka Tano und Sabine Wren – das wird in der Pilotfolge stattdessen ein wenig ausgebreitet. Zunächst blicken wir auf Sabine, die immer noch der rebellische Charakter zu sein scheint, wie wir ihn in „Rebels“ kennengelernt haben. Sie flitzt lieber mit einem Speeder über die Wege von Lothal, statt bei einer Zeremonie mit Gouverneur Azadi (ja, der aus „Star Wars: Rebels“) dabei zu sein. Ahsoka Tano hat Sabine Wren während der Ausbildung offensichtlich verlassen, (so wie sie auch Anakin Skywalker während ihrer eigenen Ausbildung verlassen hat) was Sabine ihr übel nimmt, wie man aus diversen Anspielungen von Sabine Wren herauslesen kann. Sie bewohnt den alten Turm von Ezra, hat dort viele Erinnerungsstücke an die „Rebels“-Zeit deponiert, unter anderem auch eine holografische Botschaft von Ezra Bridger, der damit zumindest als Hologram seine Live-Action-Premiere feiert.

Sabines Mandalorianer-Helm sehen wir auch kurz, der ist aber irgendwo in einer Kiste verstaut – und dürfte im Laufe der nächsten Folgen nochmal zum Einsatz kommen. Zunächst muss es für Sabines Laserschwert reichen, das sie im Kampf gegen Shin Hati einsetzen muss. Das gelingt ihr mehr schlecht als recht, was auch nochmal zeigt, dass sie ihre Ausbildung zum Jedi offensichtlich nicht abgeschlossen hat. Dafür hat sie ihre künstlerische Ader behalten – es tauchen überall Zeichnungen und Graffiti von ihr auf, und nur durch ihr künstlerisches Denken kann sie wohl die Karte, die Ahsoka Tano gefunden und den Weg zu Thrawn und Ezra weisen soll, entschlüsseln. Das ist ein bisschen weit hergeholt, ist aber sicher der Geschichte förderlich. Auch dass es unbedingt eine Karte sein muss, die den Weg weist, freut natürlich mich als Geographen, ist aber sonst doch mehr in anderen Disney-Produktionen als Klassiker zu finden. So hat mir dieses Motiv insgesamt nicht so gefallen.

Rund um die neue Zusammenkunft von Ahsoka Tano und Sabine Wren bekommen wir noch ein paar Szenen aus „Rebels“ in Live-Action zurück – Ahsokas Überflug über Lothal zum Beispiel, der fast 1:1 der „Rebels“-Szene nachgebildet ist. Außerdem hat Sabine Wren eine kleine Lothkatze im eigenen Zuhause – auch hier Live-Action-Debüt eines „Rebels“-Elements. Und dann gibt’s da noch das Live-Action-Debüt einer Zeichnung – Sabine Wrens Graffiti aus „Rebels“, das die Ghost-Besatzung zeigt, hat es in „Star Wars: Ahsoka“ geschafft und wird dort als Monument eingeweiht – eine gelungene Verbindung der animierten mit der Live-Action-Welt.

Insgesamt fühlt man sich in „Star Wars: Ahsoka“ schnell wohl: Das altbekannte Star Wars-Feeling kommt schnell auf, allein schon durch das ikonische Text-Intro am Anfang und die Überflug-Szene des Kommandoschiffs als erste Szene der Serie, die typisch für diverse Star Wars-Filme ist. Die Rollen von Gut und Böse sind schnell verteilt, es gibt Kampfszenen, Jedi-Mythologie (und ältere Traditionen), Bilder aus anderen Filmen und Serien (siehe oben) und diverse Easter Eggs – offensichtliche, wie in diesem Review schon beschrieben aber auch ein paar versteckte, wie Ahsoka Tanos Deckname Fulcrum, ihre Schiffskennung T61974 (es ist der Geburtstag von Showrunner Dave Filoni), der Cameo-Auftritt von Admiral Ackbar aus „Star Wars; Return of the Jedi“ und die Rückkehr von Huyang, einem Droiden aus „Star Wars: The Clone Wars“, der für die Padawan-Ausbildung bei der Herstellung von Laserschwerten zuständig war, älter als Yoda ist und zu 75% noch aus Originalteilen besteht, wie er in der Premierenfolge stolz bestätigt. Die Pilotfolge holt uns also sowohl inhaltlich ab, bereitet aber auch die Story für die Serie (oder 1. Staffel) von „Star Wars: Ahsoka“ vor – die Suche und Rückkehr von Thrawn – und hoffentlich auch Ezra Bridger. Die Serie ist bei Dave Filoni und Jon Favreau ja in guten Händen, insofern sollte da nicht so viel schiefgehen wie bei „Star Wars: Obi-Wan Kenobi“. Der Auftakt passt auf jeden Fall – also gleich mal Folge 2 vornehmen, die ist ja auch schon da.

Bilder: Lucasfilm

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