Marvels Agentenserie besser als erwartet

Serien-Tipp: Agents of S.H.I.E.L.D.

Spoilerfrei
Laura
12.11.14

aos

Mich hat in den letzten Wochen das Marvel-Fieber gepackt. Um die Zeit, bis der nächste Film “Avengers: Age of Ultron” in die deutschen Kinos kommt, zu überbrücken, habe ich mich endlich dazu aufgerungen, der zum Marvel-Franchise gehörenden Serie Agents of S.H.I.E.L.D. mal eine Chance zu geben.

Die Serie dreht sich um eine neu gegründete Gruppe von S.H.I.E.L.D.-Agenten, wie Marco und Jonas in der Review zur Pilotfolge schon einmal angerissen hatten. Das Team setzt sich zusammen aus Agent Phil Coulson (dem Chef der Truppe, den wir schon in The Avengers, den Thor– und Iron Man-Filmen gesehen haben), Agent Melinda May (die nur widerwillig dabei ist und den Spitznamen “The Cavalry” trägt), einem jungen Team von Forschern namens Leo Fitz und Jemma Simmons, (die jeder nur mit Fitzsimmons anspricht, weil die gar nicht voneinander loszukriegen sind), einer Hackerin namens Skye (die einfach mal eben so in der Pilotfolge von S.H.I.E.L.D. gekidnapped wird) und einem Agenten namens Grant Ward. Zu dem hatte ich in der Pilotfolge dann Folgendes zu sagen:

Einige Folgen später hat sich Ward dann aber als eigener Charakter mit weniger Bond-Einfluss und mehr “Marvel-Kickass” herausgebildet, und ist tatsächlich unter meinen Favoriten gelandet. Unerwarteter Weise sorgt der Agent, der die Wichtigkeit von Regeln predigt aber sich selbst oftmals nicht dran hält, einige Male für das Comic Relief, zum Beispiel wenn er sich selbst nicht ganz so ernst nimmt.

Nachdem die Reviews zu den ersten paar Folgen mit schlechten Ergebnissen zurück kamen, hatte ich die Serie eigentlich schon abgeschrieben. Nun dass ich die Serie gesehen habe, weiß ich auch warum.

Mein Tipp: Skippt die ersten drei Folgen, oder haltet sie durch. Denn nachdem sich das Team eingespielt hat — in den ersten paar Folgen waren deren Interaktionen und Dialog echt cringe-worthy — und man sich an die Eigenarten der Show — wie zum Beispiel die grässlich schlechte Hollywood-Science, die auf der Kinoleinwand einfach nur geil ausschaut, auf dem kleinen Bildschirm aber echt cheesy herüberkommt — gewöhnt hat, macht es tatsächlich Spaß zuzuschauen.

Nach der dritten, und spätestens bei der sechsten Folge haben sich die Charaktere und die Dynamiken untereinander dann soweit heraus geblidet, dass man doch gerne zuschaut. War zu erwarten, es ist ja auch der Herr Whedon am Werk. Wenn ich beim Intro richtig hingeschaut habe, ist da allerdings Joss Whedon’s Bruder Jed mehr am Werke als der vielbeschäftigte Joss, der nur den Piloten mitgeschrieben hat und ansonsten als “creator” auftritt.

Die Agents of S.H.I.E.L.D. fliegen dann in so einem riesigen, schwarzen Jet um die Welt, um Aufträge, die das übernatürliche Extra haben, auszuführen und das ein oder andere Leben zu retten. Unter anderem wird da dann aber auch mal nach den Ereignissen des zweiten Thor-Films aufgeräumt.

Nach und nach erfährt man mehr über die einzelnen Charaktere, die einem dann verständlich machen, warum sie so sind wie sie sind. Man lernt die “Ganoven” des Universums kennen, die den Agents of S.H.I.E.L.D. das Leben schwer machen. Wer sich im MCU auskennt, erkennt unter anderem auch gleich einen Charakter in einer der S.H.I.E.L.D-Zentralen, bei dem man weiß, dass da noch etwas weitaus Größeres hinter den Kulissen abläuft und früher oder später Probleme bereiten wird. Die ein oder andere Referenz zu Captain America, The Black Widow und Thor und Auftritte von MCU-Charakteren wie Maria Hill und Lady Sif, sowie die unausweichliche Stan Lee-Cameo, runden das Ganze dann ab.

Die Serie steht vor allen Dingen aber auch unter einem Stern namens PLOT TWIST, wie man das so von dem Agenten-Genre kennt. Ich will euch da jedoch nicht zu viel verraten, da ich denke dem Schocker der Serie sollte man unerwartet entgegen treten. Ich selbst war da leider schon gespoilert. Alles in allem ist die Serie überraschend unterhaltsam. Wer zum Beispiel die Spion vs. Spion-Action von ALIAS genossen hat, wird auch hier seine Unterhaltung finden.

Wer sich nicht alle 22 Episoden der ersten Staffel antun, aber trotzdem wissen will, was abgeht, sollte sich diese Liste von Must See-Episoden anschauen. (Vorsicht: Spoiler!) Meine persönliche Empfehlung schaut ein bisschen anders aus: 1, 4, 6, [7], 10, 11, 14, [15], 16, 17, 18, 19, 20, 21 und 22. (Wobei die Episoden in Brackets eher unterhaltsam sind, als dass sie den Plot voranbringen.)

Um euch die Entscheidung, ob ihr Euch Agents of S.H.I.E.L.D geben solltet, einfacher zu machen, findet Ihr auf der zweiten Seite eine Pro und Contra-Liste (Achtung: ein paar kleine Spoiler!)

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