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Alltag bei den Stormtroopern

Review: „Star Wars Obi-Wan Kenobi“ S01E03 – Teil 3

ACHTUNG: SPOILER !!
3. Juni 2022, 19:12 Uhr
SPOILER !!
Michael
03.06.22

Am Ende von Folge 2 wurde es durch das typische Atmen angedeutet, in Folge 3 wird’s Realität: Darth Vader taucht in „Obi-Wan Kenobi“ auf der Bildfläche auf, und das ist wirklich ziemlich beeindruckend inszeniert. Wie mir überhaupt diese Folge wieder besser gefallen hat als Folge 2.

Zunächst einmal lassen sich Regisseurin Deborah Chow sowie die Autoren Stuart Beattie und Hossein Amini ausrechend Zeit, uns Darth Vader zu zeigen. Es gab ja früher in den Filmen immer nur Andeutungen, was sich unter dem Anzug und hinter der Maske befindet. Neugierig war man aber natürlich schon, vor allem natürlich zu Zeiten der klassischen Trilogie, wo man gar nicht wusste, wer denn dieser Darth Vader überhaupt ist. By the way, ich fänd‘ mal so eine Art Comedy-Serie ganz witzig, die Darth Vader in Alltagssituationen zeigt. Der hat doch auch mal Pause, spielt mal Dejarik usw. – oder?

Zurück zur Folge: Vor unseren Augen wird Darth Vader Schritt für Schritt zusammengebaut, und das ist schon wirklich ergreifend. Dann der krasse Gegensatz zu Obi-Wan in seinen langen, einfachen Gewändern, von den Ereignissen der letzten Jahre gezeichnet und enttäuscht. Aber: Er hat eine Mission, er muss Leia retten. Die Momente auf Mapuzo sind dann ganz witzig und erinnern an Momente in „The Mandalorian“, in denen sich Trooper ganz alltäglich unterhalten. Das nimmt eine Distanz weg, deren Nicht-Existenz bis „The Mandalorian“ für mich undenkbar war.

Die Fluchtmomente von Obi-Wan und Leia sind auf jeden Fall ganz gut umgesetzt – die Befürchtung, dass Leia wieder etwas Unsinniges macht, erfüllt sich zum Glück nicht, im Gegenteil: Sie bügelt geistesgegenwärtig den einen oder anderen Fauxpas von Obi-Wan aus, der dem alten Ben ähnlicher wird als dem Alter Ego in den Prequels. Dafür kommt unerwartete Hilfe, was mir von der Inszenierung her auch wieder ganz gut gefallen hat – gerade auch in den Momenten im Versteck, in denen sogar Reva an ihre frühere Zeit als Jedi erinnert wird.

Aber keine Zeit, sich lange damit aufzuhalten: Darth Vader betrifft die Bildfläche, und Deborah Chow lässt ihn als zornigen, unbeherrschten Charakter auftauchen, wie es Anakin früher war, der spätere Darth Vader aber nicht mehr. Der Hass, der Zorn, das alles muss bei dem jungen Darth Vader ständig raus, und das lässt er die Menschen in dem Dorf spüren – eben bis es zum Aufeinandertreffen mit Obi-Wan kommt, worüber ja im Vorfeld der Serie bei den Star Wars-Fans viel spekuliert wurde. Stark, wie die Überlegenheit Anakins gegenüber der Hilflosigkeit Obi-Wans inszeniert wird. Obi-Wan hat wirklich mit der Macht abgeschlossen, er zieht die weitere Flucht dem Einsatz des Laserschwerts vor. Doch am Ende steht er seinem einstigen Schüler gegenüber, der Rache üben will. Auch hier ein Lob an die Regisseurin – sie zeigt eindrucksvoll, wie Anakin seinen einstigen Meister genauso leiden lassen möchte, wie er selbst gelitten hat.

Doch da kommt Obi-Wan Tala zu Hilfe – für mich die einzige Schwäche der Folge, weil sich Darth Vader hier für meinen Geschmack zu leicht abwimmeln lässt. Er hat Obi-Wan, den er zehn Jahre gesucht hat, endlich in der Hand, und lässt sich dann von ein paar Flammen abhalten. Für meinen Geschmack war das zu einfach.

Dafür konnte ich mit dem Cliffhanger ganz gut leben, der auch erklärt hat, warum Tala Obi-Wan überhaupt zu Hilfe eilen konnte – schließlich hätte sie ja auf Reva treffen müssen. Diese nimmt sich Leia an – und ich bin mal gespannt, ob das Mädchen in der nächsten Folge wohl auf ihren richtigen Vater trifft. Insgesamt eine sehr gute Folge, die uns viel über den Konflikt zwischen Anakin und Obi-Wan erzählt hat und die uns auch Einblick in den Rest Mensch unter der Maske von Darth Vader geliefert hat.

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