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Roman-Nebenfigur wiederentdeckt

Agatha Christies Hjerson: Alle Infos zur Mini-Serie im ZDF

Mini-Spoiler
16. Januar 2022, 09:55 Uhr
Mini-Spoiler
Michael
16.01.22

Ich bin nun wirklich kein Agatha Christie-Fan, aber trotzdem stehen bei uns zu Hause diverse Poirot- und Miss Marple-DVD-Boxen herum – weil meine Frau diese Krimi-Serien so liebt. Immerhin greift sie lediglich dann darauf zurück, wenn ich abends unterwegs bin oder sie mit einer Freundin einen Mädelsabend macht. Bei einer neuen Agatha Christie-Serie könnte es allerdings durchaus sein, dass ich mit vor dem Fernseher sitze: TV4 und B-Reel Films haben sich eine fiktive Figur aus dem Agatha Christie-Kosmos herausgesucht und in unsere Welt transferiert: Sven Hjerson. Das Schöne: Das ist eigentlich nur eine Nebenfigur aus den Romanen, der jetzt aber größere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Heißt also: Aufmerksame Leser:innen Agatha Christies Romanen kennen diesen Namen bereits. So heißt der Meisterdetektiv, den sich eine gewisse Ariadne Olivier ausgedacht hat. Und die wiederum ist natürlich ein Geschöpf von Agatha Christie – ein Alter Ego, mit deren Hilfe sie das eigene Schaffen und die Beziehung zu ihrem Helden Hercule Poirot gelegentlich selbstironisch reflektierte.

Anders als Hercule Poirot oder auch Miss Marple, die in unserer heutigen Zeit nur schwer vorstellbar wären, ist Sven Hjerson gut gealtert: Die neue Serie ist ein Crossover aus dem atmosphärisch dichten Scandi Noir-Genre und den filigranen „Whodunits“ und „Locked Room Mysteries“, denen Agatha Christie ihre Bekanntheit verdankt. Sven Hjerson selbst trägt dabei die Grundzüge, die seine Schöpferin ihm mitgegeben hat: geboren auf den Åland-Inseln mitten in der Ostsee zwischen Schweden und Finnland, leidenschaftlicher Eisschwimmer und Fan von veganer Küche. Es ist eine besondere Gabe Hjersons, die öde Sprache von Polizeiverhören mit staubtrockenem Humor aufzubrechen und Verdächtige dadurch aufs Glatteis zu führen. Im Nachhinein erscheint es kaum vorstellbar, dass jemand anderes als ein Comedian diese Rolle hätte spielen können: Johan Rheborg, der „schwedische Harald Schmidt“.

Agatha Christies Hjerson: Darum geht’s in der Mini-Serie in der ZDFmediathek und im ZDF

Sven Hjerson ist ein Mann, der schwierige Rätsel liebt und löst, aber auch jemand, der sich selbst ein Rätsel ist, und der verzweifelt die Frage zu klären versucht, wer seine Mutter und sein Vater wirklich waren. Ein zutiefst einsamer Mensch mit einer tragischen Vorgeschichte. Etwas Schockierendes war ihm zugestoßen. Doch Hjerson sieht sich nicht als Opfer. Neben den Kriminalfällen erzählt „Agatha Christies Hjerson“ auf der horizontalen Zeitachse die Emanzipationsgeschichte eines verlorenen Kindes, das immer wieder mit sich hadert und gleichzeitig, tief im Inneren, offenbar dennoch glücklich ist.

Als genialer Ermittler hat Sven Hjerson einige der schwierigsten Fälle in der Geschichte der schwedischen Kriminalpolizei gelöst, lebt jedoch mittlerweile zurückgezogen irgendwo in Stockholm – bis ihn eines Tages die TV-Produzentin Klara Sandberg aufspürt. Ihre Idee ist es, eine True Crime-Show fürs Fernsehen mit ihm zu produzieren. Ein Angebot, von dem Hjerson alles andere als begeistert ist. Als seine Mutter stirbt, reist er in seine alte Heimat, auf die Åland-Inseln inmitten der Ostsee. Unterwegs macht sich die hemdsärmelige TV-Produzentin an ihn heran, um ihre Absicht in die Tag umzusetzen. Als jedoch an Bord der Fähre eine junge Journalistin namens Aida Fabris ermordet in ihrer Kabine gefunden wird, erwacht sein alter Spürsinn. Bis zur Ankunft der Fähre bleiben Sven Hjerson nur wenige Stunden, um den Fall zu lösen. Das ist der Auftakt der Mini-Serie, die am Sonntag, 30. Januar 2022, 22.15 Uhr im ZDF startet. An den drei Folgesonntagen gibt es weitere Fälle, immer zur gleichen Zeit. In der ZDFmediathek sind alle Folgen ab Sonntag, 23. Januar, 10 Uhr bereits verfügbar. Könnte also ein spannender Krimi-Sonntag werden. Ein spoilerarmes Review der ersten Folge findet sich hier.

Bilder: ZDF / B-Reel / Johan Paulin

Ein Kommentar

  • Reinhard Wehr

    Hallo Michael,

    Ich habe den 2. Film gesehen. Dort wurde in einer Kirche das Lied Misirlou von Pulp Fiction, auf einer Orgel gespielt.
    West du, wer das gespielt hat oder wo man diesen Soundtrack bekommen kann. Habe schon viel durchgemacht, bislang ohne Erfolg.

    Mit freundlichen Grüßen

    Reinhard Wehr



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