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Was kann es Unrealistischeres im TV geben?

Kolumne: Die Sache mit dem leeren Kaffeebecher

Spoilerfrei
22. Mai 2022, 12:27 Uhr
Spoilerfrei
Kira
22.05.22

Eine Sache direkt vorweg: Nee, wir befinden uns hier heute nicht beim Aufreger der Woche. Denn das Thema, das mich hier umtreibt, ist kein Thema, das sich auf nur eine Woche begrenzt. Es ist ein essentielles Thema, das mich schon seit etlichen Jahren stört und das kein (Film- oder Serien-schaffender) Mensch zu ändern wollen scheint. Leere Kaffeebecher.

Sollte es euch bisher nicht aufgefallen sein, lest bitte nicht weiter. Ich möchte euch nicht auf etwas hinweisen, das euch von nun an so gut wie jeden Film und jede Serie mit leichter Aggression schauen lässt. Solltet ihr genau so einen Groll hegen wie ich, lasst uns diesem Gefühl doch gemeinsam nachgeben und der Sache auf den Grund gehen. Auf den leeren Bechergrund sozusagen.

Aber nochmal von vorne – worum geht es? Vielleicht kennt ihr die Situation: Ihr holt euch einen schönen frischen Kaffee aus eurem Lieblingscafé und sofern ihr mal nicht euren eigenen Recup-Becher dabei habt, erhaltet ihr einen To-go-Becher. Falls ihr nicht beide Hände frei und auch noch eine Tasche oder gar einen Hund mit dabei habt, wird es plötzlich schon direkt ein schwieriges Unterfangen, den vollen Becher mit heißem Inhalt zu transportieren. Da muss die Hand ab und zu mal gewechselt werden, da muss man aufpassen, dass nichts daneben geht und vor allem muss man ab und zu auch mal stehen bleiben, um das leckere Brühgetränk zu verköstigen. So weit so gut. Aber habt ihr mal gesehen, wie Menschen in Filmen und Serien mit ihren Kaffeebechern umgehen? Könnte es etwas Unrealistischeres geben? Da wird der „volle und heiße“ Becher mal mit nur zwei Fingern gehalten, er wird beim wilden Gestikulieren leicht durch die Lüfte geschwungen und wenn dann wirklich mal „getrunken“ wird, wird sich nicht mal bemüht, so zu tun, als wäre gerade eben wirklich Flüssigkeit aus dem Becher in den Mund und in den Magen befördert worden. What the hell!?

Ist es wirklich so ein Aufwand, die Becher zumindest mit Flüssigkeit zu füllen, damit etwas mehr natürlicher Widerstand gegeben ist und die Schauspielenden sich nicht so sehr bemühen müssen, es echt aussehen zu lassen, was sie einfach nicht hinkriegen? Oder ist es möglicherweise mittlerweile schon ein Running Gag unter Film- und Serienschaffenden geworden, der sich einfach durchzieht und wo demnach auch gar kein Bedarf besteht, diese Situation zu ändern? Ich jedenfalls könnte bei jedem Anblick eines wieder einmal vollkommen leeren Kaffeebechers einfach nur die Krise kriegen, vor allem, da gerade die „Gilmore Girls“ Vorreiter auf diesem Feld sind. In der Tat bringt mich fast nichts so sehr aus der Story raus wie diese „leere-Becher-Sache“, kaum ein Anschlussfehler oder übernatürlicher Einschub schafft es. Und ich freue mich fast schon, dass ich damit nicht alleine dastehe. Denn auch den kanadischen Professor und TV-Kritiker Myles McNutt treibt das seit geraumer Zeit in den Wahnsinn. Er hat daraufhin den Hashtag #EmptyCupAwards geschaffen, damit Zuschauende unter diesem Hashtag Szenen aus Filmen und Serien sammeln, in denen genau das „Empty-Cup-Problem“ deutlich wird. Doch nicht nur das. Für das Web-Magazin „Slate“ produzierte er, ebenfalls unter dem Titel „EmptyCupAwards“, ein knapp fünfminütiges Video-Essay, das sich mit genau dieser Thematik beschäftigt.

Danke Myles, für diese Zusammenfassung. Und gut zu wissen, dass nicht nur ich mich an dieser vermeintlich völlig belanglosen Sache so sehr aufreiben kann. Doch wie geht es euch? Ist euch der leere Becher auch so ein Dorn im Auge? Ist es euch überhaupt schon mal (negativ) aufgefallen? Oder könnte euch nichts egaler sein als das?

Bilder: Netflix

Ein Kommentar

  • Das erinnert mich daran, dass ich mal eine werbliche Kooperation mit einem Kaffeehersteller gemacht habe, in der ich einen kleinen Talk hatte, wo ich einen Becher in der Hand halten sollte – ich mag aber keinen Kaffee, also war auch der leer… xD #schuldigimSinnederAnklage



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