Martells, Greyjoys und der ganze Rest

Game of Alternativen – Part III

Mini-Spoiler
Tobias
24.09.16

GameofThronesAlternativenPartIII

Mit dem heutigen Beitrag endet meine kleine Serie zu Alternativen zu „Game of Thrones“. Im ersten Beitrag ging es noch ganz stereotypisch bei derartigen Listen um Alternativen zur Serie an sich. Aber wir wären hier nicht bei seriesly AWESOME wenn wir derartigen Listen nicht noch ein Schleifchen mehr AWESOMNESS hinzufügen würden. Im letzten Beitrag als auch in diesem Beitrag geht es mehr um die bedeutenden Schauspieler der Serie und ihre anderen tollen Serien, in die man unbedingt mal reinschauen sollte.

Nachdem es in der letzten Woche um die Starks, Lannisters, Baratheons, Tullys und Tyrells ging, wenden wir uns heute den Häusern Martell und Graufreud zu sowie den weiteren Figuren, die uns das Serienuniversum rund um den Eisernen Thron vergolden.

Und noch mal zur Erinnerung, es geht hier in der Auflistung nur um Serienhighlights. Solltet ihr also den ein oder anderen Schauspieler vermissen, wird dieser sehr wahrscheinlich keine weitere großartige Serie vorweisen können. Also in meinen Augen, aber meine Augen sind auch schon schwach und alt. Sollte ich eine herausragende Serie eines ungenannten Schauspielers – oder eines genannten Schauspielers – übersehen haben, haut sich in die Kommentare.

Pedro Pascal

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Man könnte schlechter in einen abschließenden Beitrag starten als mit Pedro Pascal alias Oberyn Martell, einem der wohl coolsten Charaktere der Serie, der leider in einem atemberaubenden Fight erst sein Augenlicht und dann auch noch sein Leben verlor. Schade um diese Figur. Pascal himself war vor „Game of Thrones“ schon in diversen Serie zu sehen, beispielsweise in „Buffy“, „Homeland“ oder in „The Mentalist“. Aber eben immer nur kurz und ohne großen Impact.

Neben seiner Rolle in „Game of Thrones“ sollte jeder Serienfan Pedro Pascal einmal auch als Javier Pena in Narcos gesehen haben. Pascal spielt hier einen der beiden DEA Agents, die an der Verhaftung Escobars beteiligt waren bzw. in der Serie sind und dabei selbst in den Sumpf aus Korruption und Gewalt gezogen werden. Wer das Spiel Pascals aus „Game of Thrones“ liebt, wird auch in „Narcos“ auf seine Kosten kommen.

Indira Varma

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Auch die Mutter von Oberyns Töchter, Ellaria Sand, hat neben „Game of Thrones“ bereits eine ganz ansehnliche Fernsehserienkarriere hinter sich. Zwei Serien kennt ihr schon aus den beiden ersten Beiträgen, denn auch Varma spielt in Rome als auch in Silk mit.

Die Serie, die ich euch in Bezug auf Indira Varma ans Herz legen möchte, ist aber eine andere: What Remains. „What Remains“ ist wieder mal eine dieser kleinen UK Dramaserien, die ich euch immer wieder gerne ans Herz lege. Spannende Unterhaltung, tolle Schauspieler und interessante Geschichten – all das schreibe ich immer und immer wieder wenn es um UK Serien geht. Und auch „What Remains“ spielt hier keine Ausnahme.

In der vierteiligen Miniserie geht es um den Mord an Melissa Young, deren Leiche erst nach zwei Jahren in ihrem Appartment in einem Mietshaus gefunden wird. Detective Len Harper übernimmt die Ermittlung, kann die Akte aber während seiner aktiven Dienstzeit nicht schließen. Da ihn der Mord und die Umstände weiterhin beschäftigen, beschließt Harper auch in seinem Ruhestand an diesem Fall zu arbeiten. Seine Kollegen haben die Akte nämlich schon längst geschlossen. Ungelöst.

So dringt Harper nach und nach immer tiefer in die verschiedensten Verbindungen unter den Einwohnern des Hauses ein, eine darunter ist Indira Varma, denn jeder hat eine besondere Beziehung zu Melissa Young über die sie bisher nicht gesprochen haben. Nicht sprechen wollten.

Mir hatte die Dramaserie aus dem Jahr 2013 seinerzeit gut gefallen und auch Indira Varma macht hier in den vier Stunden eine gute Figur.

Gemma Whelan

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Aus dem Hause Greyjoy kommt eine der wichtigen und für den weiteren Verlauf der Serie bestimmt noch bedeutendsten Frauenfiguren aus der Serie, Yara Greyjoy, gespielt von Gemma Whelan. Whelan war bisher vor allem auf den Bühnen des Landes bekannt aber neben „Game of Thrones“ gäbe es aus meiner Sicht noch eine weitere, wenn auch deutlich kleinere Serie, die man in Bezug auf Gemma Whelan nennen müsste.

Denn Gemma Whelan spielt in Upstart Crow, einer Comedyserie in der BBC auf der Basis des Lebens und der Stücke von William Shakespeare, die Tochter des Vermieters von Shakespeare, Kate, die nichts lieber werden möchte, als eine Schauspielerin. In den Stücken Shakespeares natürlich.

Und die immer währenden Versuche Kates, Shakespeare von ihren schauspielerischen Künsten zu überzeugen, sind einer der running gags der Serie. Dabei darf man nicht vergessen, dass Frauen damals eigentlich nicht auf den Bühnen Englands standen und selbst die Frauenfiguren von Männern gespielt wurden. Aber das wisst ihr natürlich, da ich ja vor einiger Zeit über die Pilotfolge geschrieben habe. „Upstart Crow“ ist in der Tat eine unterhaltsame und lustige Serie und Gemma Whelan zeigt hier ihr komisches Talent. Etwas, was sie als Yara Greyjoy jetzt eher weniger ausleben kann.

Aidan Gillen

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Aidan Gillen spielt mit Petyr „Littlefinger“ Baelish eine der wohl bekanntesten, hinterhältigsten, durchtriebensten und geheimnisvollsten Figuren in „Game of Thrones“. Aber auch schon vor „Game of Thrones“ hatte Gillen eine interessante Figur in einer ebenso erfolgreichen Serien gemimt. Ich denke hier an Tommy Carcetti in The Wire.

Der HBO Hit vor „Game of Thrones“ spielt in Baltimore und hat eine Sondereinheit der Polizei im Fokus, die wiederum den Drogenhandel in der Stadt bekämpfen. Aber nicht nur. Die Serie hat als übergeordneten Handlungsstrang auch die Realität der amerikanischen Gesellschaft und der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten zum Inhalt und bildet diese ab. So widmet sich jede Staffel einer anderen Gesellschaftsschicht bzw. sozialem Problem, immer umrandet vom Drogenproblem der Stadt und der Sondereinheit. Gillen spielt ab Staffel 3 einen Politiker, der ganz große Pläne für sich und Baltimore hat. Man könnte, wenn man will, behaupten, dass Gillen hierbei das 1×1 der Intrigen und großen Pläne gelernt hat, die er dann als Petyr Barelish zur Vollendung bringen konnte.

„The Wire“ sollte man nicht nur wegen Aidan Gillen gesehen haben, aber auch.

Als zweiten Tipp hätte ich natürlich „Queer as Folk“ nehmen können, aber die mehrfach ausgezeichnete Serie, in der Aidan Gillen eine der Hauptrollen spielt, dürften die meisten von Euch kennen. Und ich meine das UK Original von Channel 4. Daher habe ich mir eine weitere, wahrscheinlich eher unbekanntere Serie ausgewählt, in der mir Aidan Gillen noch ein wenig besser gefallen hat: Mayday.

In „Mayday“ spielt Gillen einen verzweifelten, durch die Tragik des Todes seiner Frau innerlich zerstörten Mann, der sich neben vielen anderen im Mittelpunkt eines weiteren mysteriösen Verschwindens einer jungen Frau befindet. Die Serie spielt in einem kleinem Dorf und man erwartet mit Freude die Feierlichkeiten zum Maifest und auf die Parade mit der Maikönigin an ihrer Spitze. Doch die Maikönigin, Hattie Sutton, taucht nicht auf. Es dauert nicht lang und jeder im Dorf verdächtigt jeden, er oder sie könnte etwas mit dem Verschwinden von Hattie Sutton zu tun haben.

Drama, Spannung und eine wahnsinnig gute Performance des Casts, darunter auch Schauspieler wie Peter Firth (Spooks) oder auch Sophie Okonedo (The Hollow Crown), machen aus diesem Fünfteiler einen großen Spaß. Und Aidan Gillen ist mittendrin.

Ciarán Hinds

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Auch bei Ciarán Hinds alias Mance Rayder ist die Liste an interessanten Serien nicht gerade klein. Neben „Rome“ – Hinds spielt hier Gaius Julius Caesar – würden mir zwei weitere Serien in den Sinn kommen, auf die man mal verweisen sollte. Beides sind Dramaserien im Crimesektor dieses Genres.

Ciarán Hinds spielt beispielsweise eine der Hauptrollen in Above Suspicion, einer durchaus erfolgreichen und unterhaltsamen Dramaerie auf ITV. Leider in 2012 aufgrund fallender Zuschauerzahlen „geaxed“. Die Serie mit nur 11 Episoden in vier Staffeln hat neben Hinds als Detective James Langton noch Kelly Reilly (Black Box, True Detective) als Detective Anna Travis zu bieten, einer jungen Polizisten, die sich im harten Männergeschäft durchsetzen muss. Und das macht sie ganz erfolgreich. Die Staffeln befassen sich dabei jeweils mit einem Fall eines grausamen Mordes. Nichts für zartbesaitete Serienseelen. Aber für Genrefans.

Außerdem mag ich Kelly Reilly.

In Shetland spielt Hinds zwar keine Hauptrolle aber in der dritten Staffel einen der Protagonisten. Wer „Broadchurch“ liebt, wird „Shetland“ mindestens mögen. Die schottische Dramaserie auf der Basis der Bücher von Ann Cleeves spielt, wie der Name schon sagt, auf den Shetlandinseln und hat Detective Inspector Jimmy Perez im Mittelpunkt diverser Mordermittlungen, die uns Zuschauer mit auf die Reise durch diese ganz eigene Community nehmen. Neben tollen Landschaftsaufnahmen kann die Serie auch durch die Fälle/Ermittlungen überzeugen, mit eben Ciarán Hinds in einer der tragenden Rollen in Staffel 3.

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