Sitcom über William Shakespeare’s Leben

Erwartet uns mit „Upstart Crow“ ein neues „Blackadder“?

03.05.16 18:27
Comedy
Spoilerfrei
Tobias
03.05.16

UpstartCrow01

Nächste Woche Montag startet bei BBC two eine neue Sitcom Serie, die eine gewisse Aufmerksamkeit auf sich ziehen dürfte: „Upstart Crow“. Vor allem bei Fans der Serie „Blackadder“ mit Rowan Atkinson. Das liegt nun aber nicht daran, dass „Mr.Bean“ als Schauspieler am Start wäre, nein, die Verbindung ist eher hinter den Kameras zu suchen und zwar in der Person von Ben Elton, der sowohl für „Blackadder“ (Co-Autor neben Atkinson) als auch nun für „Upstart Crow“ verantwortlich zeichnet. Zudem spielt die Serie in einer ähnlichen Zeit.

Für mich persönlich stellt „Blackadder“ immer noch das Nonplusultra des britischen Humors dar. Zum Einen weil die Serie auch heutzutage noch funktioniert – also bei mir – und zum Anderen weil meine Serienleidenschaft für britische Serien eben mit „Blackadder“ begann. „Upstart Crow“ dürfte daher nicht nur bei mir auf dem Zettel stehen.

Worum geht’s?

In „Upstart Crow“ verfolgen wir das Leben von niemand geringem als William Shakespeare, DEM englischen Schriftsteller, Dramatiker und Lyriker. William ist gerade am Anfang seiner Schriftstellerkarriere und muss sich nicht nur mit seinen Verlegern und Geschäften in London auseinandersetzen sondern auch noch mit seiner Familie in seiner Heimatstadt Stratford-upon-Avon. Beides scheint wohl nur sehr schwer unter einen Hut zu bekommen sein, erst recht bei einer derartig zynischen Ehefrau – wie man hört.

In der sechs Folgen umfassenden ersten Staffel sollen zudem auch bekannte Erzählungen Shakespeares eine Rolle spielen, wir erleben nämlich, wie der große Dichter auf seine Ideen und kreativen Einfälle kam. Und wie man hört, hatte nicht nur einmal der Zufall die Führung in seinen Geschichten und Erzählungen übernommen. Und manchmal hört der Zufall eben auf den Namen Anne Hathaway, die bereits erwähnte Ehefrau.

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Verkörpert wird William Shakespeare von David Mitchell, den man vielleicht aus der Sitcom „Peep Show“ (eine gewisse Olivia Colman spielt da auch mit) bei Channel 4 kennen könnte. Zuletzt hatte ich Mitchell in der kurzlebigen Sitcom „Ambassadors“ gesehen, die aber nur eher so okay war. Mitchell ist einer der umtriebigsten Komiker der Insel und mir persönlich gefällt sein Humor und Herangehensweise schon ganz gut.

Um die Eingangsfrage zu beantworten, was natürlich ohne Kenntnisnahme der ersten Folge kaum möglich ist, würde ich sagen, eher nicht. Die bereits in der britischen Presse ersichtlichen Kommentare zur ersten Folge sprechen zwar schon davon, dass einige Gags und Dialoge recht nah am „Blackadder“ Feeling heranreichen aber nicht um es zu kopieren oder gar um an diesen Serienmeilenstein anzuschließen. Sondern weil dies eben anerkannte und bewährte Comedytechniken sind. Man sieht eben die Handschrift Eltons, was nun nicht die schlechteste Begründung hierfür ist.

Daher könnte man wohl ohne weitere Begründung einfach mal behaupten, dass sich Fans von „Blackadder“ von der Serie bestimmt begeistern lassen. Mindestens.

Trailer

Den Ansatz der Sitcom gefällt mir schon einmal ganz gut. Der Humor dürfte recht dialoglastig sein – mag ich. Es steht eine historisch bedeutende Figur im Mittelpunkt – mag ich. Denn so kann man eine bereits bekannte Persönlichkeit und sein Umfeld bewusst und unterbewusst benutzen, es in der Serie leicht verdrehen und dabei bestimmt einige lustige Situationen kreieren, die dadurch erst so richtig lustig werden, weil man die Realität kennt. Oder kennen könnte.

Und auch der kurze Einblick in die Serie durch den Trailer bestätigt meine Annahme, dass die Grundstimmung mir auf alle Fälle zusagen wird.

Das heißt dann wohl, dass ihr nächste Woche ein Review zur Pilotfolge erwarten dürft. Ich hoffe darüber freuen sich jetzt nicht nur die Romeos und Julias unter euch.

Bilder: BBC

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