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Wenn keine Serie überzeugt

Mein TV-Aufreger der Woche: Der Serien-Blues

30.01.21 08:39
SerienTV
Spoilerfrei
Fabio
30.01.21

TV-Aufreger Serien-Blues

Der Januar hat es nicht einfach. Er folgt direkt auf den Dezember, der dank Weihnachtsdeko in grellem Licht erstrahlt, mit duftendem Gebäck lockt und mit seinen besinnlichen Festtagen im Kreis der Familie sicherlich zu den schönsten Monaten des Jahres zählt. Die ersten Tage des Jahres zeichnen sich hingegen meist durch Tristesse aus, die sich schon in gewöhnlichen Jahren bemerkbar macht, aber diesmal, dank verlängertem Lockdown, bei manch einem sogar noch trostloser ausfällt. Wir Serienfans können die Zeit natürlich nutzen, um TV-Shows durchzubingen. Aber nachdem ich schon zwischen den Jahren viele Stunden vor dem Fernseher verbracht habe, zeigen sich bei mir langsam erste Ermüdungserscheinungen.

King of Queens

Das neue Jahr hat verheißungsvoll angefangen. Ich habe einen „The Mandalorian“-Marathon eingelegt und die gelungene Star Wars-Serie um den interstellaren Kopfgeldjäger nachgeholt. Gleich im Anschluss ging es mit dem Meisterdieb aus dem französischen Netflix Original „Lupin“ weiter, das trotz einiger Logiklöcher zu unterhalten wusste. Als Kontrastprogramm zwischen den Episoden gab’s mit „Headspace – Eine Meditationsanleitung“ geführte Entspannungsübungen. Aber seitdem fällt es mir schwer eine neue Serie zu finden, die mich begeistert. Ja, der neue Marvel-Hit „WandaVision“ auf Disney+ ist toll, aber mit nur einer nicht mal 30-minütigen Folge pro Woche ist mir auch nicht wirklich geholfen. Ich versuche mich also an der Stephen King Adapation „The Stand“. Der Virenthriller, der von einer postpandemischen Welt erzählt, dürfte eigentlich gerade heute, in der die Realität dem Geschehen in der Serie nicht ganz unähnlich ist, voll überzeugen. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wie auch schon Chris in seinem TV-Aufreger kürzlich geschildert hat, bleiben die Figuren allesamt blass und uninteressant. So ist mir das Schicksal der Überlebenden völlig egal. Ob ich nach vier Stunden weitere Zeit in die Story investiere ist fraglich.

The Stand

Als nächstes spiele ich die ARD-Mediathek an, um mir die Krimi-Serie „Das Geheimnis des Totenwaldes“ anzusehen. Darin geht es um eine mysteriöse Mordreihe an jungen Pärchen im Jahr 1989. Eigentlich genau das richtige für kalte Winterabende, mag man meinen, aber irgendwie nerven mich die schnauzbärtigen Ermittler, die ständig ihre weibliche Kollegin heruntermachen.

Das Geheimnis des Totenwaldes

Es muss etwas leichtere Kost her. Ich switche also zu „Transformers: War for Cybertron – Erdaufgang“. Der zweite Teil der düsteren Animationsserie weiß zwar mit ein paar netten Schauwerten zu überzeugen, aber die Story bleibt schwach. Statt großem Schlachtengetöse gibt’s lahme Dialoge zwischen den Blechbüchsen, bei dem ich schon gar nicht mehr weiß, wer eigentlich zu wem gehört und wer wem jetzt eigentlich an den Hals will. In einer letzten verzweifelten Handlung mache ich von der „Etwas abspielen“-Funktion auf Netflix gebrauch. Eine beliebige Folge von „Brooklyn Nine-Nine“ startet. Ach, irgendwie auch nicht das Richtige. Vielleicht lasse ich den Fernseher auch einfach mal für einen Abend aus. Genieße stattdessen ein heißes Bad und lese mal wieder etwas.

Bilder: CBS, ARD

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