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Die vorletzte Folge in dieser Staffel

Review: Better Call Saul S04E09 – Wiedersehen

ACHTUNG: SPOILER !!
3. Oktober 2018, 09:27 Uhr
SPOILER !!
Jonas
03.10.18

Die vorletzte Episode in dieser bisher sehr gelungenen Staffel. Nicht selten wird in einer derartigen Folge alles für ein bombastisches Finale vorbereitet, ob das auch bei „Better Call Saul“ der Fall ist?

Zumindest in der ersten Szene bleibt sich die Serie auch in dieser vorletzten Folge treu. Kim und Jimmy ziehen eine typische (klein-)betrügerische Nummer ab. Diesmal profitiert Kim, denn sie schafft es den bereits genehmigten Bauantrag für ihren Arbeitgeber auszutauschen und die geplante Bankfiliale nachträglich noch zu vergrößern. Alles wirkt harmonisch, Kim ist mit ihrem Jimmy-Arrangement zufrieden. Jimmy freut sich darüber und insbesondere darüber, dass er kurz davor steht, seine Lizenz zurück zu erhalten und genau hier liegt der Knackpunkt der Folge.

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Als Zuschauer rechne ich nun fest damit, dass das klappt und überlege schon, wie es weitergehen kann. Jimmy redet schon darüber, dass er nur als Saul Goodman bekannt sei und, dass er die Leute vertreten will, denen er die Handys verkauft hat. Man sieht infolgedessen Jimmy, wie er vor die Anwaltskammer tritt und eine wirklich gute Performance hinlegt bis auf eine Ausnahme. Bei der Frage, was ihm das Gesetz bedeutet und wer ihn inspiriert hat, nennt er nicht seinen Bruder Chuck, warum? Eine tränenreiche Einlage, dass er durch seinen Bruder zum Gesetz und Anwaltsberuf gekommen ist, wäre doch das perfekte Argument gewesen.

Also kommt es wie es kommen muss, Jimmy wird seine Lizenz nicht erhalten. Boom! Damit habe ich nicht gerechnet und wohl viele Zuschauer. Und auch, dass infolgedessen Kim und Jimmy aneinandergraten. Kim hatte sogar schon eine teure Ledertasche für ihren Freund(?) gekauft aber es kommt anders. Jimmy wirft Kim an den Kopf, dass sie ihn ihm doch immer nur Slippin Jimmy gesehen habe. Am Ende des Streits äußert sie, dass er doch schon immer ganz unten gewesen wäre – das hat dann gesessen. Danach sieht man Jimmy, wie er seine Sachen in der gemeinsamen Wohnung packt und eingesteht, dass er alles zerstört habe. Doch Kim will ihm offenbar doch noch helfen seine Lizenz zu bekommen; ob damit auch gemeint ist, dass die Beziehung auch noch eine Zukunft hat wird mir nicht klar. Fest steht, dass die Beziehung der beiden eine Art Hass-Liebe ist und auch in gewisser Weise toxisch. Beide können nicht mit, aber auch nicht ohneeinander.

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Was ich mir – egal was passiert – aber nicht wirklich vorstellen kann ist, dass Jimmy noch ein Jahr auf seine Lizenz warten muss. Dafür sind alle anderen Teile der Geschichte zu weit vorangeschritten. Wir sehen in dieser Folge unter anderem Hector, der sogar seine Klingel bekommt. Dann ist der Bau des Drogenlabors einen guten Schritt voran gegangen, auch wenn Werner türmt und Mike vor Probleme stellt. Dieser Teil der Geschichte ist nett aber interessiert mich nicht wirklich. Deswegen zurück zu Jimmy; ich glaube, dass wir doch noch ein halbes Happy End sehen. Er wird seine Lizenz zurückerhalten aber Kim dabei verlieren. Oder vielleicht doch nicht?

Am Ende bleibt erneut eine überraschende Folge, die aber mehr ein Übergang zum Finale darstellt. Deswegen bin ich nicht ganz so enthusiastisch und gebe diesmal nur dreieinhalb Kronen.

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Bilder: Netflix / AMC

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3 Kommentare

  • Ich habe immer noch leichte Probleme damit, wie die Serie neuerdings zu viel Fokus auf die Ereignisse um BREAKING BAD legt und Jimmy mehr und mehr zum Nebendarsteller in seiner eigenen Serie verkommt, aber es ist einfach alles zu spannend und hochwertig erzählt, um sich zu beschweren.

    Trotzdem, die Szene mit Salamancas Klingel war schon irgendwie lächerlich. Da ist man tatsächlich kurz in die Prequelfalle getappt und hat einem kleinen, völlig unwichtigen Detail, viel zu viel Bedeutung zugemessen. Ich meine, okay, die Komplette Serie ist eigentlich eine Reihe von Antworten auf Fragen, die man sich nie gestellt hat, aber so eine bedeutungsschwangere Inszenierung von „Salamanca kann jetzt klingeln“? Das war eher etwas aus einem SNL Sketch, den man vor Ausstrahlung der Serie geschrieben hätte, um sich über die Idee eines BB Prequels lustig zu machen.

    Aber ein nettes bait & switch bei den Deutschen. Wochenlang ist Kai die tickende Zeitbombe und dann haut einfach Werner ab. RIP. Mike und Gus werden dich finden und garantiert nicht laufen lassen.

  • Konrad Kuklinsky

    Ich sehe noch nicht, daß Werner richtig arg bestraft werden wird für seine Flucht. Natürlich, er hat sich den Anordnungen widersetzt, gefährdet damit die Fertigstellung des Labs und dient seinen Männern eventuell als Vorbild im Aufbegehren.

    Sollte er es jetzt aber wirklich bis nach Deutschland schaffen (was allerdings schwer wird, da Mike ja u.A. auch die Pässe der Arbeiter eingesackt hat), wäre er sicherlich außerhalb der Reichweite von Mike. Kehrt er dann freiwillig zurück, wäre es doch verrückt von Mike, ihn zu liquidieren. Das würde nur noch viel mehr Staub aufwirbeln, denn seine Frau würde ihn garantiert bald vermissen (keine Anrufe mehr!) und dann irgendwann Alarm schlagen. Und die Loyalität seiner Männer zu Fring würde sicher auch nicht besser, würden sie sehen, wie ihr Chef drakonisch bestraft wird.

    Ich denke eher, daß Mike ihn irgendwo wieder einfangen wird, bevor er es außer Lande schafft, und ihn dann massiv bedrohen und an der kurzen Leine führen wird, bis das Lab fertig ist.

    Das es fertig wird, wissen wir ja aus Breaking Bad. Und nach der Fertigstellung werden die Deutschen dann so schnell wie möglich „abgeschoben“, zurück nach Hause.

    Ich denke die größte Auswirkung hat diese Flucht im Endeffekt nicht auf Werner, sondern auf Mike, der dadurch vermutlich noch härter und kompromißloser in der Mitarbeiter-Führung werden wird.

  • Mir hat die Folge wieder besser gefallen als letztes Mal.

    Eventuell kann Jimmy durch eine Namensänderung und seine Transformation in Saul Goodman eine erneute Anhörung erwirken? Wobei das zu einfach wäre.

    Ich denke, dass Werner nicht nur Heimweh nach seiner Frau hatte, sondern dass ihm durch die konstante Überwachung bewusst wurde, dass sein ganzes Team niemals lebend das Arbeitslager verlassen darf (die Panikattacke also unabhängig von der Sprengung war).
    Wenn Mike mit voller Härte durchgreift, wäre aber evtl. die Fertigstellung des Labors in Gefahr und es gäbe Nachforschungen über dessen Verbleib.

    Durch die Klingelszene wurde nochmals die Brutalität der Salamancas in den Vordergrund gerückt. Ich denke, Gus wird dem Neffen in der nächsten Folge ein Ende setzen.

    Es bleibt spannend! :)


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