Kiefer Sutherland ist zurück im Seriengeschäft

Review: Designated Survivor S01E01 – Pilot

Mini-Spoiler
Jonas
27.09.16

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Das bekannte Actiongesicht Kiefer Sutherland ist zurück. In der neuen Serie Designated Survivor spielt er Tom Kirkman, einen US Staatssekretär, der zusammen mit seiner Familie ein unaufgeregtes Leben führt. Er ist nicht an Macht, sondern an der Durchsetzung seiner politischen Ziele interessiert. Kurz bevor der Präsident Teile dieser Pläne in einer Ansprache an die Nation verkünden soll, erfährt er, dass diese verworfen wurden und er entlassen werden soll. Seine letzte Handlung als Staatssekretär ist es, die Position des Designated Survivors auszufüllen – eine Person, welche sich bei Debatten der gesamten Regierung an einem anderen Ort aufhält und im Notfall die Verantwortung übernehmen kann.

Es kommt, wie es kommen muss. Ein verheerender Anschlag vernichtet das Parlament und die darin anwesenden Abgeordneten und den Präsidenten. Danach geht alles ganz schnell, Kiefer wird in seinem Hoodie im Weißen Haus vereidigt. Seine Frau, seine kleine Tochter werden von zu Hause und der drogendealende Sohn aus einer Underground Disco vom Secret Service abgeholt und in ihr neues Haus – dem Sitz des Präsidenten – gefahren.

Während sich seine Familie seltsam unaufgeregt im neuen Heim einrichtet, muss sich der unerfahrene Tom gegen kriegslüsterne Generäle durchsetzen sowie die Bevölkerung davon überzeugen, dass er das Heft in der Hand hat. Wer hinter dem Anschlag steckt, wird in der Auftaktfolge nicht aufgedeckt. Viel wichtiger ist, dass dem Zuschauer von einer FBI Agentin klar gemacht wird, dass dies erst der Anfang sei und es noch schlimmer kommen werde.

Blockbuster Unterhaltung im Serienformat

Kiefer Sutherland, der schlechteste und gleichzeitig der beste Schauspieler für actiongeladene Fernsehunterhaltung. In 24 schaffte er es, mit drei Gesichtsausdrücken 10 Staffeln zu füllen. Die gleichen Ausdrücke finden wir auch in Designated Survivor: Leiden, Nachdenklichkeit und aggressives Durchsetzungsvermögen. Was ich damit sagen möchte, der Unterhaltungsgrad der Serie steht und fällt mit dem Protagonisten. Als Kiefer noch die Brille aufhat und den Hoddie trägt, hat das was von Clark Kent – eine schlechte Verkleidung, bei der man in jedem Moment erwartet, dass er diese ablegt und als Super Präsident die Welt, pardon die USA, rettet. Und genauso kommt es dann auch. In Windeseile ist er nicht mehr der einfache Staatsbedienstete, sondern ein autoritärer Präsident. Wer sich darauf einlässt, der wird gut unterhalten.

Man kann es sogar noch weiter eindampfen: Wer 24 mag, der wird auch Designated Survivor interessant finden. Die erste Folge fühlt sich sehr stark nach dem Beginn von 24 an. Ein unerfahrener Kiefer, der durch dramatische Ereignisse über sich selbst hinauswachsen muss. Ab dem Zeitpunkt  des Anschlags kommen auch noch die Schnitte und der hektische Ablauf dazu, um das 24-Feeling komplett zu machen. Das Ganze kann also was werden, ich werde vorerst dran bleiben.

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Ein Kommentar

  • Kiefer Sutherland ein schlechter Schauspieler?! Das ich nicht lache – Ich würde eher sagen er gehört zu den überdurchschnittlich guten…. Drei Gesichtsausdrücke – Vielleicht noch mal genauer hinschauen…



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