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Koffer packen und los!

AWESOME 5: Mit welchen Serien vor Weihnachten fliehen?

Spoilerfrei
Susanne
11.12.20

Wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt, steckt hinter unseren Adventskalendertürchen jede Menge Weihnachtszauber. Doch was machen die Zeitgenossen unter uns, die beim zehnten Mal „Last Christmas“ im Radio Ausschlag bekommen und nachts nicht schlafen können, weil die Weihnachtsbeleuchtung der Nachbarn die Luxstärke der Sonne übersteigt? Ja, ihr seid gemeint! Lehnt euch zurück, denn wir reisen nun in Welten, in denen Weihnachten ein weitentfernter Alptraum ist. Nicht einfach nur weg, sondern Sommer, Sonne, Sonnenschein…

Lost

Diese Dramaserie erscheint auf den ersten Blick perfekt, denn wer wünscht sich nicht mal auf eine „einsame“ Insel, wenn es um Weihnachten geht. Doch schnell offenbaren sich Probleme. Schwarze Qualm-Monster, Eisbären und sogar Regen verderben einem die Laune. Auch die Inselbewohner sind gewöhnungsbedürftig und nicht unbedingt friedfertig. Bei näherer Betrachtung ist man ja auch gar nicht alleine. Da sind ja jede Menge Mitreisende, die teils kopflos, teils hinterhältig, teils einfach nur durchgeknallt durch den vermeintlichen Rückzugsort eine Furche ziehen. Ja, gut, es sind viele gutaussehende Menschen, aber das ändert nichts daran, dass eine Schwangere dabei ist (das kann nur Ärger geben), ein Folterknecht, ein Junkie, ein Trickbetrüger….oder war es eine Trickbetrügerin? Ich soll mit dem Aufzählen aufhören? Aber ich habe doch erst angefangen. Denn die wichtigsten fehlen ja noch! Darf ich vorstellen: in der einen Ecke sitzt „Gut“ und wirft dem Gegner in der anderen Ecke, „Böse“, ein stinky Eye zu. Und sowieso wissen versierte “Lost”-Schauer wie es für die Reisegemeinschaft ausgeht. Und überall liegen Flugzeugwrackteile rum. Das gibt Abzüge in der B-Note. Das retten auch Strand, Palmen und Meer nicht. Okay, schauen wir uns also lieber nach einem anderen Domizil um.

McLeod’s Daughters

Vielleicht ist dies eher der Fluchtort für die Damenwelt, aber immer wenn ich diese Serie gucke, kriege ich Lust auf Sommer, Sonnencreme LF 5000 und Schafe scheren. Es ist warm, es ist sonnig und man ist viel an der Natur. Und obwohl die Serie beinahe so etwas wie die australischen „Gilmore Girls“ ist, findet man kein Weihnachten. Zumindest nicht mit dem pink-gold glitzernden Vorschlaghammer. Mit einer einsamen Insel ist Drover’s Run, die Farm der McLeods, auch nicht zu vergleichen. Überall laufen Menschen, größtenteils weiblicher Natur, durch die Gegend. Irritierend ist besonders, dass die Familienstrukturen immer wieder umgeformt werden. Da ist auf einmal jeder überraschenderweise doch irgendwie mit jedem verwandt. Und ziemlich dramatische Todesfälle gibt es hier auch. Schade, denn nachdem ich mir ein paar Bilder der ganzen schönen Menschen angesehen habe, wollte ich eigentlich bleiben. Aber war Australien nicht eh das Land mit den vielen fiesen Spinnen und Schlangen? Na fein, suchen wir weiter.

Spartacus

In Capua muss es einfach warm sein, schließlich haben die Leute da immer nur einen Hauch von Kleidung an und selbst der scheint zu stören. Besonders die thematisierte Dürre, läßt einen die Kälte vor der eigenen Haustür vergessen. Und klassischer Weihnachtswahn ist in Ermangelung einer christlichen Gemeinde um ungefähr 70 v.Chr. auch kein Thema! Rote Sonne, die Hitze flirrt über dem Sand. Allerdings darf man sich nicht über Blutflecken ärgern und auch das Gebrüll nach dem „Bringer of Rain“ und das Scheppern der Schwerter im Hintergrund kann stören. Man darf nicht zu zimperlich sein, was Schimpfwörter, Sex und Gewalt angeht. Aber ist das nicht allemal besser als „Driving Home for Christmas“ in Dauerschleife? Uns ist ja bewusst, dass wir uns im Ludus vom Lanista Batiatus nicht zu lange aufhalten sollten. Vorausgesetzt wir verbringen den Winterurlaub da und sind nicht als Sklave vor Ort. Obwohl…selbst dann… Wo war ich? Ach ja! Mord und Totschlag. Aber schauen wir uns nicht nur die Örtlichkeit an, sondern auch die Serie. In der letzten Staffel kann ich Schnee und Eis sehen. Dann ist dieser Zufluchtsort doch nicht perfekt. Ja, na gut, dann gucken wir mal weiter.

Death in Paradise

Wie viel Glück muss man haben, um einen Job in der Karibik zu bekommen? Selbst, wenn es in dem Beruf um Tötungsdelikte geht. Aber wenn man aus der Hauptstadt des Weihnachtsmannes (London) kommt, wo es Kälte, Schnee und Christmas Caroler gibt, dann kann es doch eigentlich keinen besseren Zufluchtsort geben. Die Karibik, der Inbegriff für alles sommerliche. Man sollte aber seinen Anzug ablegen können. also auch mental. Aber es gibt wohl Leute, die einfach kein Fisch oder Meeresfrüchte mögen. Oder karibische Klänge. Oder frisches Obst in allen Formen. Oder tropisches Wetter. Oder Palmen. Oder eine Hütte direkt am Strand. Mich persönlich würden nur die vereinzelten Straftaten abschrecken. Ein bisschen… Ihr seid nicht überzeugt? Tja….dann kommen wir zum Höhepunkt unserer Reise….

Letzter Auftritt für DI Jack Mooney: In Staffel 9 wird der Ermittler von DI Neville Parker (Ralf Little) abegelöst.
(© BBC/Red Planet/Denis Guyenon)

Baywatch

Seid ehrlich, auf diese Serie habt ihr gewartet. Mehr Strand, Ozean, wogende….ähm….Wellen und Sonnenschein geht einfach nicht. Aber vorsichtig! Es gibt sehr wohl Weihnachtsanwandlungen, auch wenn man die Dank des sommerlichen Wetters nicht so ernst nehmen muss. Jede Staffel fährt eine neue Ladung an hübschen, jungen Menschen auf. Wenn Mitch Buchannon seinen Brustpelz krault und C.J. Parker ihren Badeanzug umschneidert, damit alles nur ein bisschen raushüpft, dann kann man sich zurücklehnen. Weihnachten? Was ist das denn? Gut, der eine oder andere tragische Todesfall passiert und auch jede Menge Soap Opera-Gedöns, aber trotzdem Sonne, Strand und Meer! Brauchen wir etwas anderes? Malibu ist der richtige Ort für eine laaaaange Binge-Session!

Honorable Mentions und mehr

Also, das war eine kleine Auswahl an Serien, die einem spontan in den Sinn kommen, wenn man „sonnig und sommerlich“ hört. „Magnum“, „Miami Vice“, „Unter der Sonne Kaliforniens“ können sich in die Liste einfügen. „Breaking Bad“ oder „Westworld“ haben es warm und sonnig und irgendwie „wüstig“. „Siren“ hat viel Meer. Aber das war nicht das, worauf ich abzielte. Ich wollte das Sommerurlaubsfeeling. Das Gefühl, das man hat, wenn man die Schuhe abstreift und die ersten Schritte durch den warmen Sand macht, kurz bevor einen die erste kleine Welle umspült. Kennt ihr Serien, die das noch besser können, als die oben genannten? Wohin binged ihr euch zur Weihnachtszeit?

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