Staffelabschluss in Rome

Review: Outcast S01E10 – This little light

16.08.16 08:18
OutcastReview
SPOILER !!
Michael
16.08.16

Das war es also, das Staffelfinale zu „Outcast“ – es war eher ruhig, so wie die gesamte Serie. Dafür aber keineswegs ereignisarm: Die Konfrontation von Gut und Böse zum Finale lag zwar auf der Hand, war aber mitunter klug umgesetzt. So schließt eine insgesamt recht erfreuliche erste Staffel der „kleinen“ Serie von „The Walking Dead“-Erfinder Robert Kirkman. Aber keine Sorge: Verlängert worden ist sie schon um eine 2. Staffel.

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Bleiben wir aber zunächst beim Serienfinale: Hier war man natürlich gespannt, wie Megans Verwandlung fortgesetzt würde. Optisch zunächst einmal überragend: Loni Peristere durfte ran – sicher eine gute Besetzung des Regiestuhls für die Aufgaben, die zum Staffelfinale anstanden. Peristere durfte bis jetzt einige „Banshee“-Folgen sowie einige Episoden von „American Horror Story“ in „Freak Show“ und „Hotel“ umsetzen. Der Anfang ist wie gesagt visuell überragend: Wie Megan das trockene Blut an sich entdeckt, wie sie Marks Auge untersucht und schließlich durch die Wohnung irrt, war gut gemacht. Dazu passte erneut das gute Spiel von Wrenn Schmidt als Megan.

In der Folge hat mir auch gut gefallen, wie Loni Peristere und Autor Chris Black mit Doppeldeutigkeiten arbeiten: Die Mädchen tuscheln in der Küche und haben spaßeshalber Angst vor der Mutter für den Fall, dass sie sie beim Eisessen erwischt. Später wird aus dem Spaß ernst. Oder die Verwechslung von Kyle und dem Reverend bei der Suche nach Megan, als sie plötzlich erkennen, jemand ganz anderes gefunden zu haben.

Alles läuft natürlich auf die große Konfrontation hinaus: Wichtig war aus meiner Sicht dramaturgisch, dass Sidney und Kyle nach dem Gespräch im Gefängnis einen weiteren Dialog führen, der etwas mehr zum Freilegen des Outcast-Geheimnisses beiträgt. Und dann überrascht Outcast tatsächlich mit einer schönen Wendung in Sachen Kyles Tochter – guter Abschluss einer guten Folge.

Ganz am Ende bekommen wir dann noch ein starkes Bild präsentiert, wenn Kyle und seine Tochter an der Tankstelle stehen und umringt sind von Menschen, die sie offensichtlich beobachten. Staffel 2 kann kommen.

Kurzer Rückblick auf die 1. Staffel

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Mir hat der Staffelabschluss von „Oucast“ Season 1 wie gesagt gut gefallen – er war visuell stark umgesetzt und konnte mit einigen dramaturgischen Feinheiten aufwarten, die zuletzt gefehlt hatten. Damit sind wir schon beim Thema: Die Serie lebt definitiv von der optischen Inszenierung. Das passt insofern gut, als dass sie auf einer Graphic Novel basiert. Entsprechende Elemente haben die Regisseure und Autoren der ersten Staffel auch angenommen und gut ins Serienformat umgesetzt. Schwächen offenbarte die Serie teilweise in einer plumpen Inszenierung und vielfach in der schauspielerischen Leistung. Patrick Fugit als Hauptfigur Kyle Barnes überzeugt wirklich selten, Philip Glenister als Referend Anderson ist leider auch oft wenig glaubhaft. Je weiter es in den Nebenfiguren-Bereich geht, umso besser werden allerdings die Leistungen – allen voran natürlich Brent Spiner als Sidney und Grace Zabriskie als Mildred. Auch Reg E. Cathey liefert eine solide Leistung ab. Im Regiebereich muss man natürlich neben Loni Peristere Howard Deutch nennen, der ein gutes Drittel der Serie inszeniert hat, unter anderem den starken Anfang. Mittendrin waren die Folgen von Leigh Janiak und Emmy-Preisträger Scott Winant echte Highlights. Da macht es Spaß zuzuschauen.

Was man wissen muss: Outcast ist natürlich ganz anders als Robert Kirkmans Erfolgsserien „The Walking Dead“ und „Fear the Walking Dead“. Alles geht hier viel ruhiger zu, und es kommt oft auf die Details an, die es zu entdecken gilt. Wer daran Spaß hat und auf optisch ansprechende Inszenierungen steht, hat viele überzeugende Folgen und eine insgesamt solide Staffel vor sich.

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