Hand drauf!

Review: Suits S08E15 – Stalking Horse

21.02.19 16:54
ReviewSuits
SPOILER !!
Maik
21.02.19

Die vorletzte Folge der Staffel, da kann man mittlerweile recht sicher sein, dass „Suits“ zu altbewährten Techniken zurückgreift und uns entweder einen Zeitsprung oder einen alten Bekannten serviert. Doch wieso nicht gleich beides? So geschehen in „Stalking Horse“, wunderbar die eigentliche Handlung einrahmend. Na denn…

Es beginnt mit dem Rückblick auf Mini-Donna (und nein, das ist nicht Sadie Sink aus „Stranger Things“, sondern Jeni Ross aus „Titans“) und einem angedachten Paris-Trip. Dabei bekommen wir nicht nur eine kleine Emotions-Lehre, was das Zurseitestehen von Personen anbelangt, sondern auch demonstriert, dass Donna bereits in jungen Jahren Menschen verdammt gut lesen konnte.

„Mom, you were hot!“ – „Donna, PLEASE – I was SMOKING hot!“ (Mini-Donna & Mini-Donna-Mama)

Ihre Prioritäten in der Jetzt-Zeit muss Donna dann entsprechend zwischen dem aktuellen Mann an ihrer Seite, dem stets an ihrer Seite seienden Mann und der Firma ausmachen. Dabei geht es um einen plötzlichen Mall-Deal für Thomas, der so schnell auftaucht, wie er entschieden werden muss. Ein Handschlag als mündlicher Deal, aber jedem „Suits“-Zuschauer dürfte in dem Moment klar gewesen sein, dass Worte wie „Das machen schon die Anwälte…“ nicht wirklich was bedeuten. Aber ist so eine mündliche Vereinbarung mitsamt Handschlag unter Zeugen nicht bindend, vor allem, wenn Anwälte zugegen sind? Nun ja, daraus wird ein bisschen hin und her gespielt, gezeigt, dass Thomas entgegen des Handschlag-Nichteinhalter-Einkaufscenter-Bauers ein Ehrenmann ist und Harvey nicht nur gefeuert, sondern auch unter Beschuldigung illegaler Machenschaften angeklagt wird. Dabei hat er doch nur hypothetisch gesprochen…?

Sheila und Louis gehen Kinder-Artikel suchen – zum Glück sind all ihre Freunde reich. Passend zu dieser tollen Erkenntnis hat man Louis‘ Geldbörse gefunden mitsamt des Diebes. Die emotionale Verworrenheit, mit der Louis zwischen Identifizierung und Zeugenaussage mit sich selbst ringt, hat mir gefallen. Weniger dagegen, dass der technische Fehler, weshalb der Fall fallen gelassen wird, erst nach seiner emotionalen Rede angegeben wird. Das ist mir zu offensichtliche Plot-Malerei, da rein inhaltlich unnötig. Ebenso wirkt es mal wieder seltsam, dass selbst derart kleine Fälle gefühlt am gleichen Nachmittag verhandelt werden. Aber eine kleine Erpressung später stellt sich der Dieb selbst und neben der emotionalen Befreiung und Stärkung Louis‘ bekommen wir vor allem zu hören, dass Robert und Samantha Ähnliches vor acht Jahren selbst durchgemacht haben. Was da wohl noch folgen wird?

„I don’t believe it. You’re gambling, you’re making jokes – who are you?!“ (Brian)

Zunächst wenig folgen soll bei Brian und Kathrina (wer’s glaubt…). Der selbstbewusste Brian gefällt mir – die selbstbewusste Kathrina auch! Beide zeigen mal wieder, dass die Chemie zwischen ihnen stimmt und sie ein gutes Team abgeben (auch wenn die Algorithmus-Spielerei etwas halbgar wirkte). Aber genau das ist und war und bleibt das Problem, weshalb der schwärmende Brian kündigen will. Louis gibt ihm seinen gewonnenen Erstkunden mit und zeigt sich so weiterhin als Managing Partner erfreulich souverän und umsichtig.

„As big as this city is, Brian, it’s a very small world.“ (Louis)

Ach ja, und dann wäre da noch Daniel, hooray…

Schon komisch, dass direkt mehrere Verpachtungs-Fälle mit Anteils-Verrechnungen auf einmal auftauchen… Aber gut, wir wollen den kleinen Zuschauer ja nicht mit mehreren Themenfeldern überfordern. Und auch wenn ich Daniel sowie die fehlende Originalität, mal neue Stricke und Gegenspieler zu basteln, nicht wirklich gutheiße, ist so wenigstens mal wieder ein Plot angerissen worden, der etwas länger spielen dürfte. Wobei, das „große Finale“ der Staffel steigt ja bereits kommende Woche. Mal schauen, was für einen Cliffhanger sie uns präsentieren werden.

Bilder: bravo

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