Looks like a lot to me

sAWEntskalender 2017 – Tür 21: Evan Rachel Wood

Spoilerfrei
Kira
21.12.17

Ab jetzt können wir runterzählen: 3… 2… 1… Tatsächlich nur noch dreimal schlafen, dann ist Heiligabend! Wahnsinn. Jedes Jahr denke ich auf’s Neue: Wie ist das denn so schnell passiert? Wo ist die Zeit hin? Werde ich heute in einem Jahr wieder denken: Dieses Jahr verging noch schneller! Und die Antwort ist immer ja. Aber bevor es die ganz große Bescherung gibt, haben wir noch ein paar tolle sAWEntskalender-Türchen für euch. Und hinter dem 21-er Türchen verbirgt sich eine ganz wunderbare Schauspielerin: Evan Rachel Wood.

Im Rahmen unseres sAWEntskalenders gibt es jeden Tag eine Hommage auf einen erwähnenswerten Seriendarsteller – und immer wieder versteckte Buchstaben. Wer als erstes das gesuchte Serien-Zitat aus ihnen bildet, kann sich einen Preis aussuchen. Alle vier Tage gibt es einen Tipp von uns. Viel Spaß beim Durchschauen und Rätseln!

First Steps First

Bereits 1994 und mit gerade mal sieben Jahren hatte Wood ihren ersten Auftritt in dem TV-Film Bitteres Blut. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie ihre Schauspielkarriere sogar noch früher begonnen, denn schon mit fünf Jahren bewarb sie sich für die Rolle des Kindervampirs in Interview mit einem Vampir. Gegen Kirsten Dunst konnte sie sich damals aber noch nicht durchsetzen.

Von 1995 bis 1996 folgten vereinzelte Auftritte in ihrer ersten TV-Serie: American Gothic – Prinz der Finsternis ist eine Horror-Thriller-Serie, in der u.a. Stars wie Gary Cole (Good Wife, Veep), Sarah Paulson (American Horror Story, American Crime Story) und Lucas Black (Jarhead, Fast & Furious) mitspielten. Und auch wenn man Wood in diesem Clip, der mit einer ziemlich coolen Version von „Every Breath You Take“ unterlegt ist, nicht sehen kann, macht die Serie einen gar nicht mal so schlechten Eindruck. Tatsächlich gilt sie sogar als eine der besten TV-Serien der 90er!

Danach gab es einige Jahre kleinere und größere Rollen für Wood, u.a. in den Filmen Zauberhafte Schwestern an der Seite von Sandra Bullock und Träume bis ans Ende der Welt (Digging to China) mit Kevin Bacon. In der Serie Noch mal mit Gefühl (Once Again), die 2000 Premiere feierte, mit Sela Ward und Billy Campbell spielt sie eine magersüchtige Teenagerin. Vermutlich legte diese Rolle den Grundstein für das, was danach kam.

Hauptrolle und Durchbruch

Ihre Hauptrolle in dem Film Dreizehn verschaffte ihr 2003 den Durchbruch und auch ich kann mich sehr gut an diesen Film und daran erinnern, wie er mich bewegt hat, denn ich war zu dieser Zeit fast genauso alt wie die Figur, die Evan Rachel Wood verkörperte. Sie spielt hier die 13-jährige Tracy Freeland, die durch die Freundschaft mit der hippen Mitschülerin Evie in einen Sog aus Drogen, Diebstahl und Sex gerät und sich selbst damit immer mehr zerstört. Auf mich hat der Film definitiv gewirkt. Und Wood wurde für diese Rolle u.a. für einen Golden Globe, einen MTV Movie Award und den Screen Actors Guild Award nominiert.

In der Mini-Serie Mildred Pierce spielt Wood 2011 eine Sängerin und die Tochter einer allein erziehenden, erfolgreichen Mutter (verkörpert von der nur 12 Jahre älteren Kate Winslet), deren eh schon angeschlagene Beziehung weiter auf die Probe gestellt wird, als letztere ein Restaurant eröffnen will. Für ihre Nebenrolle wird Wood sowohl für einen Golden Globe als auch für einen Emmy nominiert. Ich habe die Serie noch nicht gesehen, sieht aber wieder sehr dramatisch aus.

Von 2009 bis 2011 ist Wood im Fantasy-Mystery-Drama True Blood zu sehen, natürlich – wie könnte es in dieser Serie anders sein – als Vampir – mit ihr richtig gut stehenden roten Haaren.

Und bevor ich zu DER Serie mit Evan Rachel Wood komme, möchte ich euch gerne noch mein 2013er Berlinale-Erlebnis Lang lebe Charlie Countryman (The Necessary Death of Charlie Countryman) ans Herz legen. Manchmal trügt die Erinnerung ja, sodass sicherlich auch ich diesen Film nochmal schauen sollte, aber ich hoffe, ich erinnere mich richtig. Der Film hat mir total gut gefallen. Darin reist Charlie Countryman (Shia LaBeouf) nach dem Tod seiner Mutter nach Bukarest und lernt die schöne, aber irgendwie unerreichbare Gabi (Wood) kennen. Diese hat nämlich einen etwas anhänglichen und zur Gewalt neigenden Ex, gespielt von Super-Bösewicht Mads Mikkelsen. Sogar Til Schweiger hat einen Auftritt. Nicht, dass das jetzt besonders positiv hervorzuheben wäre.

Die wandelbare Wood zeigt sich hier als rumänische Schönheit mit roter Kurzhaarfrisur und osteuropäischem Akzent.

Westworld

Jetzt aber: Die wohl beste Leistung erbringt Evan Rachel Wood meiner Meinung nach – und das behaupte ich jetzt einfach mal, ohne alle ihre Auftritte gesehen zu haben – als Verkörperung eines menschenähnlichen Roboters in der HBO-Serie Westworld. Die Serie lebt von jedem einzelnen ihrer unheimlich talentierten Schauspieler. Doch Wood übertrifft einfach alles. Mal sehr maschinell, mal total menschlich, beide Zustände switchend innerhalb von Millisekunden, sodass man als Zuschauer kaum selbst hinterher kommt. Wer diese Serie noch nicht gesehen hat, der kann sich einerseits sehr freuen, dass er es noch vor sich hat, andererseits möchte ich sagen: Do it. Now!

Ich freue mich schon sehr auf die im kommenden Jahr anstehende zweite Staffel der Serie.

Musik

Durch die aufgrund ihrer Gesangsausbildung naheliegende Passion für Musik wundert es nicht, dass Wood während ihrer umfassenden Schauspielkarriere auch mal in dem einen oder anderen Musikvideo auftaucht. So ist sie 2005 in Greendays Video zum Hit „Wake Me Up When September Ends“ mit ihrem damaligen Freund Jamie Bell, mit dem sie später auch zeitweise verheiratet war und ein Kind bekam, zu sehen.

Neben weiteren Auftritten trat sie während ihrer damaligen Beziehung mit Marilyn Manson 2007 auch im Video zu seinem Song „Heart Shaped Glasses“ auf. Und seit 2015 ist sie zudem Leadsängerin ihrer eigenen Band Rebel and a Basketcase, mit der sie Musik im Genre Elektropop macht.

In diesem Sinne: Behaltet diese talentierte Frau im Auge. Ich bin mir sicher, dass wir von ihr noch einiges hören und sehen werden.

Ein Kommentar

  • Hach, „Once and Again“ ….

    Großartiger Ensemble-Cast in einer Serie um zwei geschiedene Eltern mit je zwei Kindern aus ihrer ersten Ehe, die daten und schließlich heiraten. Das besondere war, das die Handlunsbögen recht unaufgeregt und langfristig waren, etwa auch die Essstörung von Woods Figur und ihre lesbische Beziehung mit Mischa Bartons Figur.

    Evan Rachel Wood singt in Once Upon A Time:



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