I have no idea what I’m doing, but I know I’m doing it really, really well.

sAWEntskalender 2017 – Tür 8: Chris Pratt

Spoilerfrei
Susanne
08.12.17

Von drauß’ vom Walde komm ich her; Ich muss euch sagen, es seriet sehr!
Okay, zugegeben, das passt nicht so ganz ins Bild, aber es war einen Versuch wert. Bleiben wir doch bei den Dingen, die uns liegen: über Serien schreiben und keine Gedichte verhunzen. Unser sAWEntskalender ist in vollem Gang und ihr rätselt bestimmt fleißig jeden Tag mit. Damit euch das rätseln ein wenig leichter fällt, gibt es heute von mir einen neuen Tipp für die Lösung. Aufgepasst: Unser gesuchtes Zitat kommt von einem männlichen Charakter. Na? Schon eine Idee? Vielleicht findet ihr ja auch in meiner kleinen Lektüre noch den ein oder anderen wichtigen Buchstaben. Wer weiß…

Nun aber zum eigentlich Wichtigen, dem Kalendertürchen. Dahinter versteckt sich kein geringerer als Chris Pratt. Hmm. Warte. Den kenn ich doch aus dem verrückten Marvel Streifen im Weltraum und mit Dinosauriern hat der auch zu tun. Richtig. Aber bevor es für Chris ordentlich los ging im Hollywood Filmgeschäft, hat er sich seriell „hoch gearbeitet“.

Everwood und O.C. California

Irgendwo und irgendwann fängt jeder mal an. Mit jungen 23 Jahren bekam er einen festen Platz in Everwood. Gut, ich muss zugeben, 2002 war noch nicht mein Serienjahr und bei Everwood muss ich passen. Vom Hören/Sagen soll es aber wohl eine der eher unterschätzten Serien der 2000er sein. Vielleicht gebe ich mir die vier Staffeln mal in einer ruhigen Minute. Zurück zu Chris. Er spielt Bright Abbot. Ein halblustiger Typ, der mit Schuldgefühlen leben muss, nachdem er betrunken einen Autounfall hatte und sein bester Freund, der auch der Lover seiner Schwester ist, im Koma liegt. Drama pur. Im Verlauf der Serie lernt er mehr über sich selbst, was er vom Leben will, trifft die ein oder andere Fehlentscheidung und führt eine Langzeitromanze mit Hannah. Klingt „spannend“. Von der ganzen Qualität kann man sich mit dieser herzzerreißenden Szene überzeugen:

Nach den Ups und Downs in Everwood ging Chris für eine Staffel nach Kalifornien. O.C. California um genau zu sein. Wobei ich mich ehrlich gesagt auch bei dieser Serie eher ausgeklinkt habe. Bis auf dass Interpol zwei Songs zur Serie beisteuerten bzw. gespielt wurden, weiß mein Serienherz recht wenig damit anzufangen. Chris mimte zumindest in der vierten Staffel den Umweltaktivisten Che Cook. Passenderweise war die Rolle auch etwas abgedreht und er konnte hier und da sein musikalisches Talent unter Beweis stellen.

Parks and Recreation

Nach O.C. California war es ein wenig ruhiger. Kleine Rollen und Auftritte. Keine spannenden Filmographie Punkte. Bis 2009 die Durchbruchserie für Chris begann. In Parks and Recreation übernahm er seine Paraderolle als Andy Dwyer. Mit „kleinem“ Fettbauch und selbst komponierten Songs war Andy der Running Gag der Serie. Anfangs noch als liebevoller Freund von Ann. Er sorgt gleich in der ersten Staffel für den Aufhänger schlechthin: betrunken fällt er in eine Grube, bricht sich beide Beine und wird fortan von Ann kindlich versorgt. Die Grube wird später das Großprojekt von Leslie und endet im grande Serienfinale mit einem, Achtung Spoiler, Happy End. Parks and Rec. hatte in Deutschland eher einen mäßigen Erfolg. Ausgestrahlt auf Comedy Central hat es hier nicht die Bedeutung errungen, wie in den USA. Dort war die Mockumentary ein gutes Pendant zu The Office. Der dickliche Andy aka Chris Pratt schaffte es während der Serienzeit aufs Sprungbrett nach ganz oben. Wobei ganz oben natürlich immer relativ zu sehen ist. Für viele Filmschauspieler scheint ja heute der Serienmarkt das Non-Plus-Ultra zu sein.

Marvel, Lego und Dinos

Amüsant zu sehen ist ein Behind the Scene Clip zu Parks and Recreation. Während des Clips bekommt der noch untrainierte Chris Pratt eine SMS. Von Steven Spielberg natürlich. Da er aber gerade das Making Of drehen muss, meldet er sich später bei ihm noch einmal wegen Jurassic Park Vier. Zur Zeit des Clips noch ein kleiner Spaß des Schauspielers.

Ein paar Jahre später Realität. Zwar nicht unter der Regie von Steven Spielberg, aber trotzdem ein Kassenschlager. Chris spielt die Hauptrolle in Jurassic World. Über den Film kann man sich sicherlich streiten, genügend Geld hat er allemal eingespielt (wenn das denn die Hauptsache eines Films ist…). Dazu kam die Rolle als Starlord in Guardians of the Galaxy und die Haupt(sprech)rolle im Lego Film. Für Parks and Recreation hatte Chris in der letzten Staffel nicht mehr allzu viel Zeit. Andy tauchte immer weniger in der Serie auf und wenn er dann zu sehen war, hatte er plötzlich einen durchtrainierten Körper.

Seine lockere Art hat er durch den Erfolg nicht verloren. Wer eifrig seinen Social Media Kanälen folgt (besonders Instagram) wird vom Star persönlich versorgt. Dem Seriengeschäft hat er zwar den Rücken gekehrt, aber auch im Filmbusiness bleibt Chris Pratt seiner ironischen Art treu. Musikalische Untermalungen gibt es auch weiterhin von ihm. Getreu dem Motto von Andy Dwyer: I have no idea what I’m doing, but I know I’m doing it really, really well.

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