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Time to say goodbye...

Vom Sterben (m)einer Seriengeneration

30.08.13 11:13
Serien
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Maik
30.08.13

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Etwa 2005 bin ich so ein richtiger Serienjunkie geworden. Klar, davor habe ich bereits die Simpsons geguckt. Oder Akte X. Oder den Sitcom-Vormittag. Aber erst dann habe ich angefangen, mir amerikanische Serien im Original und möglichst zeitnah zum Veröffentlichungstermin zu schauen.

Meine Serienwelt wurde immer größer und reichhaltiger. Ganz neue Genres haben sich mir ergeben. Und schnell hatte ich eine ganze Bandbreite an Serien, die mir Woche für Woche – egal ob Season oder Midseason – den Kalender gefüllt haben. Ich habe so viele tolle Serien kennen gelernt – und plötzlich gehen alle.

Natürlich ist immer mal eine Serie vorbei. Auch mal eine große, wie LOST. Oft ist es ja auch mal ganz gut, wenn endlich Schluss ist, ehe die Serie sich selbst verliert. Oder aber, Serien hätten bereits vorher vorbei sein sollen (siehe LOST). Man wird aber durch „den ganzen Rest“ an Serien, in deren Welten man bereits seit Jahren gefangen ist, aufgefangen. Und schafft es durch Tipps aus tollen Blogs wie diesem hier oder eigenem Experimentieren auch irgendwie, Ersatzstoff zu besorgen.

Was aber, wenn plötzlich irgendwie alles zu verschwinden scheint? So geht es mir momentan. Und so schwer ich mich mit einer kurzknappen Einleitung getan habe (mein Gott, schon 200 Wörter und noch immer nicht beim Punkt angelangt), so schwer tue ich mich mit zu viel Wandel in meinem Serienalltag. (Punkt!)

Da wären: The Office (bereits weg), 30rock (bereits weg), Breaking Bad (letzte Season), How I Met Your Mother (letzte Season), Burn Notice (letzte Season), Dexter (letzte Season), IT Crowd (irgendwie weg). Das sind einige Serien, die mich acht Jahre und mehr begleitet haben. Ich habe Freundschaften mit fiktiven Charakteren geschlossen, Geschehnisse mit ihnen geteilt, Geschichten ausgetauscht (okay, sehr einseitig, aber sei’s drum). Da brechen ganze Beziehungen weg.

Und ja, das mag sich jetzt verrückt oder soziopathisch anhören. Aber ich werde Michael Scott, Liz Lemon, Jesse, Barney, Sam Axe, Dexter und wie sie alle heißen vermissen. Gut, dass es wenigstens mit bspw. The Walking Dead, Suits, New Girl und Game of Thrones bereits ein wenig Nachschub gibt. Aber ich schätze, wir müssen alle viel Neues durchschauen um durchschauen zu können, was wir von A bis Z durchschauen wollen.

16 Kommentare

  • Mir geht das auch oft so, als damals der letzte „Herr der Ringe“ Teil lief war das echt traurig. Oder Friends!

    Andererseits ist so ein Ende ja auch befriedigend. How I Met Your Mother hat seinen Zenit finde ich zum Beispiel überschritten. Und ob man Two and a Half Men ohne Charlie Sheen wirklich weiterführen musste? Auch die Simpsons laufen anscheinend endlos weiter und ich merke wie ich mich immer mehr von der Serie entferne und nur noch die alten Sachen gut finde. Anke Engelka als Marge Simpson, das finde ich bis heute doof.

  • Geht mir ganz ähnlich.
    Mir fehlt bisher die neue große Drama-Serie die mich fesselt wie eins LOST und jetzt gerade Breaking Bad. GoT ist (sehr) gut, aber irgendwie fehlt mir da noch eine andere Serie…

  • Ich erinnere mich an den Moment als ich die letzte Episode von „The Wire“ gesehen hatte und echt geknickt war, dass es nun vorbei sein sollte. Im Nachhinein sind so viele neue tolle Serien dazu gekommen, die mich begleitet haben, für die ich möglicherweise nie Zeit gefunden hätte. Ich merke mittlerweile immer mehr, dass meine Zeit echt begrenzt ist und ich immer öfter in „Rückstand“ gerate.

    • Oh ja, das stimmt auch wieder. Hole auch gerade einige Klassiker nach, weil ich einfach nicht dazu gekommen bin. Hat also auch sein Gutes. Dennoch fehlt aktuell die Aufsicht auf einen großen Brecher. Aber nach LOST wusste man ja auch nicht direkt, dass Breaking Bad das sein würde..

  • ….ich weine noch meiner lieben Sopranos Familie nach; dieses traurige Gefühl nach der letzten Folge. Andererseits zeigt sowas auch immer, dass es eine starke Serie war. Parasoziale Beziehung ftw!

  • Was du über LOST sagst, ist falsch und schlecht und du solltest dich schlecht fühlen.

    • Fandest du die letzte Season etwa nicht überflüssig? Nach Staffel 4 hätte es wunderbar vorbei sein können.

  • Michael

    Als kleine Auswahl empfehle ich: Deadwood, Hell on Wheels, Sons of Anarchy, Carnivale.

    • Danke für die Tipps. Habe nicht alle gesehen aber über alle was gehört. Und das schreit nicht unbedingt nach neuer Lieblingsserie… :/

  • Das kenne ich nur zu gut. Ging mir über die letzten Jahre (mit vielen der von dir genannten Serien) genauso. Aber inzwischen habe ich etliche andere fantastische Werke entdeckt, bei denen der Vorteil ist, dass es sie bereits komplett auf DVD gibt – und soviel Zeit alles nachzuholen hat man ja eh kaum… ;)

    • Oh ja, das stimmt. Man kann endlich mal „Klassiker“ nachholen. Habe die erste Staffel „Arrested Development“ bspw. endlich mal gesehen. Auch wenn es natürlich hart ist, plötzlich 4:3-Formate in schlechter Auflösung zu sehen.

  • Ich empfehle dir Homeland! Zum Ende diesen Monats startet die dritte Staffel. Wie Breaking Bad, eine Serie mit höchst lobenswerten schauspielerischen Darbietungen! :-)

    • Bin ich up to date. Die ersten Folgen enttäuschen komplett, dann kommt durchaus Spannung auf. Hätte mMn aber nach einer Staffel beendet sein können, dreht sich jetzt im Kreis und kann von Inszenierung, Charakterentwicklung und Stringenz nicht mit Größen wie Breaking Bad mithalten.

  • Homeland ist meiner Meinung nach auch kein Methadon für Breaking Bad; für mich persönlich hat es die Lücke von 24 oder The Shield ersetzt, auch wenn es in Homeland weniger actionreich zugeht.


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