Aaron Paul, B***ches

In weiteren Rollen: Aaron Paul

Spoilerfrei
Kira
14.07.19

Spätestens seit seiner Rolle als Jesse Pinkman in meiner all-time-favourite Serie „Breaking Bad“ ist Aaron Paul als Schauspielgröße unserer Zeit nicht mehr aus Hollywood wegzudenken. Soll er ja auch gar nicht, denn der 39-Jährige, in Idaho, USA, Geborene ist ein wahrhaftiges Talent. Doch was war eigentlich vor „Breaking Bad“, wann startete Pauls Schauspielkarriere und welche Projekte stehen als nächstes an? Diesen Sonntag werfen wir mal einen ganz genauen Blick in seine Filmographie.

Die volle Teenie-Ladung, Kriminalität und übernatürliche Kräfte

Bevor wir zu „Breaking Bad“ kommen, beginnen wir doch erstmal da, wo Paul angefangen hat. Neben ein paar Werbespots, u.a. für Kaugummis, war die erste Serie, in der er 1999 in einer kleinen Rolle auftauchte, keine geringere als „Beverly Hills, 90210“.

Es folgten kleine Auftritte in „Melrose Place“, „3rd Rock from the Sun“ („Hinterm Mond gleich links“) und „Get Real“ („Sechs unter einem Dach“); dann wurde es mit Gastrollen in „The Guardian“, „The X-Files“ („Akte X“) und „Judging Amy“ („Für alle Fälle Amy“) etwas ernster. Durch „CSI“, „Bones“ und „Criminal Minds“ blickte er in die Krimi-Szene, in „Emergency Room“ hat er auch mal vorbeigeschaut und auch die übernatürliche Sparte wurde in „Ghost Whisperer“ und „Point Pleasant“ mal getestet. Wie es scheint, hat Aaron Paul in den ersten Jahren seiner Schauspielkarriere wirklich gar nichts ausgelassen.

Der Preis ist heiß

Ein Auftritt von Aaron Paul, den er zwar nicht als eine Rolle in einer Serie hatte, sondern ganz als er selbst in einer TV-Show, verdient es, hier auch genannt zu werden. Im Jahr 2000 trat er in der Game Show „The Price Is Right“ („Der Preis ist heiß“) auf. Zu der Zeit war er noch kein berühmter Schauspieler und sehr auf das Geld angewiesen. Fast schon tragisch, dass er sich dann am Ende verkalkulierte und den Preis verlor. Dennoch macht es Spaß, seinen Auftritt noch einmal anzuschauen und seine anfängliche Euphorie zu teilen.

Die ganz ganz ganz ganz große Liebe

2007 ist sie dann endlich da, die erste größere Rolle und zwar in der Serie „Big Love“. Endlich mal ein Auftritt in mehr als drei Episoden! Das Drama handelt von einem Polygamisten, der drei Ehefrauen hat. Paul nimmt eine Nebenrolle ein und tritt bis zum Jahr 2011, u.a. neben Amanda Seyfried, in 14 Episoden der Serie und insbesondere im Finale auf, nachdem beide die Show vorher bereits verlassen hatten und Paul zwischenzeitlich mit „Breaking Bad“ durchstartete.

Breaking Bad Bitches

Den großen Durchbruch, ich habe es bereits mehrfach angedeutet, hat Aaron Paul auf jeden Fall seine Rolle als Jesse Pinkman in der Serie „Breaking Bad“ beschert. Eine herausfordernde Rolle, an der Paul über sechs Jahre hinweg gewachsen ist und sich seinen wohlverdienten Platz in der Liste der Top-Schauspieler unserer Zeit erkämpft hat. Dabei sollte seine Figur eigentlich bereits nach der ersten Staffel des Krimi-Dramas schon wieder verschwinden. Doch nicht mit ihm! Die Chemie (haha) zwischen Hauptdarsteller Bryan Cranston alias Walter White und Aaron Paul passte so perfekt, dass sie als Partner in Crime und später sogar eher Gegenspieler fünf Staffeln lang mit ihrem Talent großartige Unterhaltung geboten haben. Heute ist „Breaking Bad“ bereits ein Klassiker, der 2013 sogar in den „Simpsons“ aufgegriffen wurde. Und Cranston und Paul haben ihre Freundschaft vor kurzem dann auch noch weiter besiegelt, indem sie ihren eigens gebrannten Mezcal, einen mexikanischen Schnaps names Dos Hombres, auf den Markt gebracht haben.

Hooray, ein Aufstand!

Nach „Breaking Bad“ ist die Aufmerksamkeit Paul gegenüber immens. Er dreht zahlreiche Filme und leiht ab 2014 der animierten Figur Todd Chavez im Comedy-Drama „BoJack Horseman“ seine Stimme. Äußerlich hat Todd sogar ein bisschen Ähnlichkeit mit Paul. Die Charaktereigenschaft, sich als fauler Schmarotzer durchzuschlagen, teilen Darsteller und Rolle zwar so gar nicht, dafür hat Todd jedoch auch seine freundlichen Seiten. Welche auch immer – Paul verkörpert, äh, verstimmlicht, diese ganz hervorragend. Vielleicht auch, weil er schon ein bisschen üben konnte. 2012 verpasste er im Rahmen der Serie „TRON: Der Aufstand“ einer Figur seine Stimme und 2017 tat er dies ebenfalls in der Episode „USS Callister“ in „Black Mirror“. Stimmig.

Der Pfad zum Glauben

2016 kehrt er dann auch mit Gesicht auf die Serienleinwand zurück. In „The Path“ spielt er an der Seite von Michelle Monaghan einen jungen Mann, der sich mit seiner Frau einem Kult anschließt und nach einiger Zeit der Glücksgefühle eine Glaubenskrise durchläuft. Die Serie ist spannend, extrem mitreißend und bringt einen sogar als Zuschauer in eine Zwickmühle. Hier leistet Paul schauspielerisch so einiges. Wir sehen ihn nicht nur einmal brechen und leiden mit ihm.

What’s to come?

Die News, sollte es sie vorher bereits gegeben haben, dass Aaron Paul in der dritten Staffel „Westworld“ mitspielen wird, ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Umso mehr hat es mich gefreut, ihn im Trailer zur 2020 startenden neuen Season des Serien-Epos zu entdecken. Und seine Rolle darin scheint keine kleine zu sein. Ist er vielleicht eine Figur, die sich nun zum Haupt-Cast gesellt?

Falls nicht, gibt es da aber bereits ein weiteres Projekt, bei dem Aaron Paul seine Finger mit im Spiel hat: Die Dramaserie „Truth Be Told“ befindet sich gerade in der Postproduktion und wird gegebenenfalls sogar dieses Jahr noch ausgestrahlt.

Aaron Paul, weiter so, wir haben nämlich noch längst nicht genug von dir, deiner Stimme und deinen Rollen!

Aaron Paul Steckbrief

Name: Aaron Paul Sturtevant
Geboren: 27. August 1979
Filmografie: IMDb
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