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Maik regt sich auf

Mein TV-Aufreger der Woche: „Die große Dschungelshow“ der Langeweile

Spoilerfrei
Maik
06.02.21

Erinnert ihr euch noch an das letzte Jahre, wo das größte Problem war, dass wir ein paar C-Promis zur TV-Belustigung nach Australien karren, wo sich die Natur gerade versucht, von gewaltigen Flächenbränden zu erholen? Mittlerweile wirkt das, als sei es Jahre her… An die Teilnehmenden der ungemein langweiligen Staffel kann sich vermutlich ebenso kaum noch jemand erinnern. Da kann man das Camp auch gleich sein lassen. Gesagt, getan – Pandemie sei Dank gab es dieses Jahr kein Dschungelcamp. Aber „the show must go on“, also hat RTL kurzerhand eine Ersatz-Sendung auf die Beine gestellt. Statt im australischen Dschungel in Köln Hürth. In gewisser Weise ist das verständlich, nachvollziehbar und hätte sogar gut werden können, aber wer bereits diverse Sonder-Show-Sendungen zu Jubiläum und Co. mitbekommen hatte, wartete mit sehr geringen Erwartungen vor dem Fernseher, nur, um dann doch noch enttäuscht zu werden. Uff!

„Ich bin ein Star – Die große Dschungelshow“ hieß das Ungetüm, von dem ich mir gerademal anderthalb Folgen antun konnte. Ich weiß, eigentlich darf man sich dann gar keine richtigen Meinungen erlauben, aber dank der ersten Folge weiß ich ob des enttäuschenden Ablaufs und da es in meiner Filterblase so gut wie keine Inhalte zur Show gab und die aber auch wirklich ALLE negativ waren, dürfte sich an meinem schlechten Ersteindruck nichts mehr geändert haben.

Ja, es gab ein paar nette Wortspiele in den Moderationen, ja, es gab den echten Dr. Bob (der Arme!), und ja, es gab ein paar D-Promis mit „interessanten“ Einlagen. Aber vor allem gab es Langeweile und verpasste Chancen. Dass unter dem Vorwand, man wolle eine/n Teilnehmer/in für die kommende echte Camp-Staffel 2022 „casten“, nicht mal eine wirklich (zumindest ehemals) berühmte Person im Cast zu finden war – geschenkt. Immerhin waren ja oft die vorab kleinsten Lichter die, die die größten Momente abgeliefert haben. Auch die Idee, die alle in ein Tiny House zu packen, hat mir gefallen. Dann ist es halt woanders – Hauptsache, die kommen sich in die Haare über die Dauer auf kleinem Raum! Aber warte – die sind ja gar nicht alle in einem Tiny House…

In Dreierpacks wurden die „Stars“ reingepackt. Jeweils für wenige Tage. Gähn. Dazu bekommt man nicht etwa alle immer zu sehen, sondern stets nur ein paar, die dann nach und nach dezimiert bis in ein aufgekünsteltes Finale wandern. In den späteren Folgen sitzen die nur noch aufgestylt auf Stühlen im Studio, schauen sich vorproduzierte Challenges an oder machen eine Live-Challenge im Studio. Gähn! Ach ja, der Rest der ach so teuren Sendezeit wird mit ausufernden Rückblicken auf vergangene Staffeln gefüllt. Oh man… Ich meine, ich bin ja froh, dass für mich nach der ersten Sendung direkt klar war, dass ich mir gaaanz viel Zeit im Laufe der angesetzten zwei Wochen sparen kann. Und eigentlich kann man RTL deshalb auch gar nicht böse sein. Aber da wäre so leicht so viel mehr drin gewesen. Klar, dafür hätte man den „Promis“ vermutlich mehr zahlen müssen, aber das hätte vermutlich höhere Quoten und entsprechende Werbeeinnahmen mitgebracht. Den Auftakt hatten noch im Schnitt knapp vier Millionen geschaut, später war es nur noch knapp die Hälfte. Kein Vergleich zu früheren „Dschungelcamp“-Höhen. Klar, die sind eh vorbei, aber dieses Format wirkte, als hätte der Praktikant mal zwei Wochen Chef spielen dürfen. Nein, danke.

P.S.: Ich weiß, dass die Show streng genommen nicht in dieser Woche lief (das Finale ist siebeneinhalb Tage her), aber ich hatte kein aktuelles Thema parat, außer vielleicht noch, dass RTL sich Uli Hoeneß als Experten für kommende Länderspiele an die Seite stellt. Vermutlich ist in den das Geld geflossen, das man lieber in die „Dschungelshow“ gesteckt hätte…

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